Amnesia //MM FF//

der Gedanke verflüchtigte sich schnell wieder. Sie grüßte die ihr bekannten Gesichter ehe sie den Lift erreichte und den Knopf für das 16te Stockwerk drückte, indem sich ihr Büro befand. So vergingen einige Stunden. Sie wusste all ihre Freundinnen würden ebenfalls arbeiten. Eigentlich hatte sie schon alles erledigt war zu tun war. Und es war gerade erst Mittag. Miki seufzte. „Wer arbeitet hier in der Nähe? Also wer ist wohl am ehesten zu erreichen?“ murmelte Miki vor sich hin. Sie wollte nicht den restlichen Tag entweder hier oder in ihrer Wohnung verbringen. Doch dann kam ihr eine Idee: Das Krankenhaus. Es war von hier aus am nähersten und am leichtesten zu erreichen. Immerhin konnte sie zu Fuß gehen und würde nur 10 Minuten brauchen. Also beschloss sie ihre Freundin Sorana zu besuchen.

Wenig später war Miki auch schon vor dem Krankenhaus. Irgendwie war ihr das alles schon von außen so hektisch. Sie war eigentlich oft hier, da sie Sora oft besuchte, und jedesmal stand sie einige Minuten vor dem Krankenhaus und beobachtete den ganzen Tumult. Wie gesagt, von außen sah es schon so hektisch aus, aber von innen erst… Miki musste seufzten. Davon würde sie lieber gar nicht erst anfangen. Die ganzen kranken Leute, Notfälle, nervende Angehörige…sie konnte nicht verstehen wie man da nur ruhig bleiben kann. Mit zwei Kaffeebechern von dem gegenüberliegenden Cofeshop machte sie sich auf den Weg zu der Station auf der Sorana arbeitete. Es war die Herz-Thorax Chirurgie, Station 20 A-E. Dazu gehörte auch die Intensivstation und ab und an Dienst auf den dazugehörigen Internen Stationen. Normalerweise war Sorana meist auf der Intensiv anzufinden. Deshalb machte sich Miki auch auf den Weg dorthin.

Nach endlosem warten auf den Lift und stehen bleiben in jedem Stock, kam Miki endlich auf der 20sten Etage an. Sie ging nach rechts, denn dort war der Eingang zur Intensivstation. Sie stand davor und drückte auf den Schalter, welcher eigentlich nur für das Personal war, und ging hinein. Sie kannte das Personal und begrüßte alle mit einem freudigen „Hi.“. Sie machte sich auf den Weg zum Ärztezimmer. Dort saß Sora meistens wenn sie sonst nirgends auf der Station auffindbar war, so wie jetzt gerade. Ohne zu klopfen öffnete Miki die Tür und sah ihre Freundin vor einer Patientenakte. So leise es ging, schlich sie sich hinter sie. Miki wusste, Sora hatte sie noch nicht bemerkt. Sie stellte leise die beiden Becher Kaffee zur Seite auf das kleine Regal und bewegte ihr Gesicht völlig unauffällig nach vorne, so dass es neben Sora’s auf einmal auftauchte. Mit einem Blick, dessen Augen sich zu schlitzen gebildet hatten und einem hinterhältigen Lächeln, sowie einer gekonnt gespielten tiefen und bedrohlichen Stimme begann sie: „Operation gelungen, Patient tot.“… „AH!“ kam es auf einmal von Sora zusammen mit einem kleinen hupfer auf die andere Seite. „Oh mein Gott...Miki?!“ Ein kleiner kalter Schauer machte sich auf ihrem Rücken breit. „Du hast mich erschreckt!“ sagte sie erleichtert dass es ihre Freundin war und beobachtete diese, wie sie sich leise ins Fäustchen lachte. „Naja, wenn du so vertieft in deinen Papierkram bist, brauchst du was um dich abzulenken. Und zwar nicht diese Art von Ablenkung von eben.“ Zwinkerte Miki ihre Freundin an. Sora kannte sie zu gut als das sie nicht wüsste was damit gemeint war. Miki wusste das und drehte sich anschließend um, um die beiden Becher Kaffee zu nehmen und einen Sora zu reichen. „Danke.“ Entgegnete diese lächelnd. „Wie läuft’s so Miki?“ wollte sie anschließend wissen. „Ach, so gut wie immer.“ Grinste diese ihre Freundin an. „Ich hab wieder drei neue Aufträge bekommen. Die werd ich mir später dann mal anschauen. Und wie läuft’s bei dir so? Leben deine Patienten noch alle?“ fragte Miki und nahm einen kleinen Schluck von dem Kaffee. Dabei stellte sie fest, dass dieser noch ziemlich heiß war. „Ja, also bis jetzt schon. Nur ist mein Dienst noch nicht vorbei…Hast du Lust kurz in die Cafeteria zu gehen? Ich wollte sowieso demnächst meine Pause machen.“ Miki hatte sich gerade auf den Schreibtisch gesetzt und sprang nun wieder hinunter. „Ja klar. Lass uns gehen.“ Gab Miki als Antwort und so gab Sora bei ihren Kollegen bescheid das sie Mittagspause macht und fuhr mit Miki wieder in das Erdgeschoß.

Als beide um eine Ecke gingen, entging ihnen jedoch etwas. Sie waren so in ihre Gespräche vertieft, das sie nicht bemerkten, wie jemand unauffällig hinter ihnen ging und ein breites grinsen sich auf dessen Gesicht ausbreitete. Um die nächste Ecke, war er wieder unauffällig unter die Menge gegangen, hielt aber ein Auge auf die beiden.

Einige Straßen weiter, trafen sich zwei junge Frauen unauffällig auf der Straße und gingen dann nebeneinander her. „Hast du sie gefunden?“ fragte eine schwarzhaarige ihre Kollegin. „Ja, hab ich.“ Grinste diese die Schwarzhaarige an. Dann kam noch eine dritte Frau dazu. „Huhuuu ich hab sie…“ rief sie den beiden zu ehe sie unterbrochen wurde. Denn sie hatte eine leichte Kopfnuss erhalten für ihr lautes Rufes. „Wie oft noch: Du sollst nicht so laut sein!“ murrte die kleinere der beiden den Neuankömmling an. „Och kommt schon. Jetzt seit nicht so gemein.“ maunzte diese liebevoll zurück. „Wie auch immer. Wir wissen jetzt wo sie alle wohnen und arbeiten.“ Begann die Schwarzhaarige. „Jetzt beginnt Phase 2 in unserem Plan.“ Beendete sie ihren Satz. „Gut, dann machen wir uns auf den Weg zu den anderen.“ Sagte die kleinste der dreien. Danach machten sie sich auf den Weg zurück um den anderen die Informationen zu geben.

An ihrem Ziel angekommen, warteten bereits vier Männer auf sie. „Wir sind wieder daaaa.“ Sagte eine der dreien und ging fröhlich in den Raum. „Habt ihr sie gefunden?“ kam es von einem Mann mit kurzen Haaren. „Klar, haben wir.“ Entgegnete die Schwarzhaarige Frau. Plötzlich öffnete sich das Tor und der letzte trat ein. „Dann können wir uns ja dem zweiten Teil widmen.“ Grinste er und begab sich zu den anderen.

Während all dieser Vorkommnisse, gingen die 5 Freundinnen ihren alltäglichen Aktivitäten nach. Miki verbrachte den ganzen Nachmittag bei Sorana im Krankenhaus. Ab und an gab es einen Notfall, da musste Sora kurz weg. Doch meist waren diese nicht von allzu langer Dauer. Operationen gab es diesen Nachmittag keine und so ging Sora zusammen mit Miki am Abend nach Hause. Sie begleitete Miki zu ihrem Büro, da sich dort ihr Auto befand und machte sich nach der Verabschiedung auf den Weg nach Hause. Sie hatte heute Nacht Bereitschaft, da es Personal mangel gab. Auf ihrem Heimweg ging sie zur Boutique von Cho und wollte auf sie warten um mit ihr zusammen nach Hause zu gehen. „Hey Cho! Wie war dein Tag?“ fragte Sora ihre Freundin als sie in das Geschäft kam. Draußen hängte schon das ‚Geschlossen‘ Schild, doch die Tür war noch offen. So konnte Sora ungehindert in das Geschäft gehen. „Ja, heute ging zum Glück alles gut! Schau mal, das sind meine lang ersehnten Stoffe.“ Grinste sie Sora an und hielt ihr wahrlich zauberhafte Stoffe unter die Nase. „Wow, die sehen wirklich…teuer aus.“ sagte Sora und begutachtete sie. „Das sind sie auch. Daraus werden in den nächsten Tagen wertvolle Kleider gemacht.“ Meinte Cho stolz. „Wie war dein Tag?“ fragte sie ihre Freundin als sie die Stoffe wieder wegräumte. „Ganz in Ordnung. Miki war mich besuchen. Aber sonst eigentlich nichts.“ Gab ihr die braunhaarige als Antwort. „Hattest du heute auch eigenartige Patienten?“ fragte Cho ihre Freundin anschließend. „Wie meinst du das? Also, bei mir gab es heute glaub ich nichts Aufregendes…“ sagte Sora während sie an den heutigen Tag nachdachte ob ihr etwas entgangen wäre. „Naja, bei mir war heute so eine junge, eigenartige Frau. Mit so einer Fliegerbrille…sie sah sich jedes Kleidungsstück an und war total begeistert. Doch sie hat keines gekauft. Aber das eigenartigste war das sie meinen Namen kannte. Irgendwie kam sie mir ja bekannt vor, aber ich bin mir sicher sie noch nie zuvor gesehen zu haben.“ Erzählte Cho in Gedanken versunken. „Wirklich? Also, sowas hatte ich heute nicht. Wer weiß, vielleicht kennt sie ja deinen Namen weil du mittlerweile ziemlich berühmt bist. Da wär es eigentlich kein Wunder…“ versuchte Sora ihre Freundin zu erklären. „Ja, wahrscheinlich hast du recht…“ somit beendete Cho ihre kleine Geschichte und dachte eigentlich nicht wieder darüber nach. Danach machte sie sich zusammen mit Sorana auf den Weg nach Hause.

Da Miki schon nach Hause gefahren war, mussten Arisu und Shiori diesmal mit den Öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren. Da jedoch auch gerade die meisten Leute ihre Arbeit beendeten, war die U-Bahn völlig überfüllt. Doch Arisu nahm sie trotzdem. Es war der einfachste Weg nach Hause zu kommen. Jedoch waren die ganzen Menschen und die Vollgestopften U-Bahnen nicht gerade leicht zu ertragen. Leichter hatte es hingegen Shiori. Sie nahm lieber den umständlicheren Weg mit dem Bus. Dieser brauchte etwas länger, doch die wenigsten Leute fahren damit. So sparte sie sich das Gedrängel der vielen Menschen und hatte eine Entspannte heimfahrt.

Für alle fünf, war dies eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag. Sie taten Dinge, die sie sonst auch machten. Gingen dem nach, was für sie üblich war. Doch einige Kilometer entfernt von den Wohnungen der fünf, gab es Menschen oder wie sie es vielleicht nennen würden, Wesen, welche andere Pläne mit den Frauen hatten. Nur wusste es niemand. Sie wurden beinahe den ganzen Tag beobachtet. Angefangen vom Aufstehen, bis hin zur Arbeit. Diese ‚Wesen‘ wussten nun wo die fünf leben, arbeiten und das sie sich untereinander kannte. Für Sorana, Cho, Miki, Shiori und Arisu war es normal das sie sich kannten. Es gab für sie keinen speziellen Grund. Sie waren Freundinnen und das