Illusionen

auf mich gerichtet waren. Die anderen Menschen hatten traurige oder ausdruckslose Mienen angenommen.
>>Elly. Das ist Mr. Miller. Er wird dich heute mitnehmen und in einer Klinik betreuen.<<
Ich starrte sie entsetzt an.
>>In einer Klinik, aber wieso?<<
Die Frau richtete ihren Blick auf den Boden, sie wollte mich nicht anschauen. Sie war sehr traurig, aber wieso?
>>Du setzt seit fast zwei Jahren keinen Fuß mehr vor die Tür, du isst nur sehr selten mit uns und wenn, dann behandelst du uns wie Fremde.
Du sagst, du würdest nach draußen gehen, aber du liegst fast den ganzen Tag in deinem Bett und schläfst. Und einen Vince kennt niemand deiner ehemaligen Freunde. Er existiert nicht, Elly. Deswegen haben wir beschlossen dich für einige Zeit in einer Psychiatrie leben zu lassen, damit du lernst den Traum von der Realität zu unterscheiden.<<
Ich spürte wie Tränen meine Wangen herunter liefen.
Wie konnte sie sagen das Vince nicht real war, wenn sie es selbst nicht einmal war. Sie durfte mich ihm nicht wegnehmen und ihn mir nicht fernhalten. Ich war doch so glücklich mit ihm.
Selbst wenn er nicht echt war, so konnte man mir doch nicht einfach das Glück aus den Händen reißen.
Ich spürte kaum das mich der Psychologe am Arm nahm und mich nach draußen führte. Der nun schwarze Schleier hatte sich auch auf mich gelegt und mich in tiefe Traurigkeit verbannt.
Meine große Liebe war nur ein Traum, zu dem ich nie wieder zurückkehren konnte.