Search or Die! [ MmFf ] [abgebrochen]
Meldau
Meldau war eine kleine Stadt die sich an eine Bucht schmiegte und hauptsächlich vom Fischfang lebte. Als die Gruppe die große Hauptstraße betrat die das Dorf durchzog, ging gerade die Sonne aus. Das Meer strahlte nun in allen erdenklichen Farben, die kleinen Fischerbote wirkten in diesem Moment so verträumt das Mimiko und Evolet ein träumerisches seufzen nicht unterdrücken konnten.
„Das ist echt schön.“ murmelte Yuna leise und vergaß ganz das neben ihr Shun stand. „Allerdings.“ bestätigte auch Cassius.
„Trotzdem sollten wir uns jetzt erst mal eine Gaststätte suchen. ich bin es leid in der Kälte zu schlafen.“ Shizore riss die anderen aus ihren Gedanken. „Du hast recht, wir sollten uns außerdem beeilen, wenn es erst mal dunkel ist, wird es schwierig werden einen Unterschlupf zu finden. Evolet und Cassius ihr müsst euch leider einen anderen Platzt suchen. Ich denke nicht das der Gastwirt zwei Vampire in seinem Haus akzeptiert.“
„Und warum darf der Hund dann mit?“ fragte Evolet und ihre bernsteinfarbenen Augen funkelten in der Sonne golden. „Weil man ihm seine Rasse nicht ansieht.“ erklärte Yuna und stapfte los, verwirrt schauten die anderen hinter ihr her.
Hat sie mich grad wirklich verteidigt?, fragte sich Shun und lief eilig hinter ihr her, seltsames Mädchen. Auch die anderen folgten ihr und dank ihres Frettchens Ferid fanden sie schnell eine Gaststätte.
Als die Gruppe das Gasthaus betrat war es fast ganz leer, nur hinten in der Ecke saß ein alter Mann über seinem fast leeren Glas gebeugt. „Was kann ich für sie tun?“ fragte eine mollige Frau die hinter dem Tresen stand. Meldau ging es wirtschaftlich wirklich gut und auch die dunkle Macht von Lord Avadoor hatte diese kleine Stadt noch nicht berührt. Ketsoki kramte aus der letzten Ecke seines Gehirns ein Lächeln hervor.
„Guten Tag. Wir sind hungrige wandere die hier eine Brotzeit zu uns nehmen wollen und eine Nacht in Betten schlafen wollen.“ Die Frau lächelte zurück. „Natürlich, setzten sie sich, ich gehe in die Küche. Wir haben noch eine gute Kartoffelsuppe auf dem Herd, ich werde sie nur schnell erwärmen.“Die Frau verschwand durch eine kleine Holztür. Die Gruppe setzte sich an den Tisch. „Ich freue mich so auf ein richtig gutes Essen.“ Arunas Augen leuchteten. Auch Mimiko seufzte und leckte sich über die Lippen. „Endlich wieder etwas Anständiges im Magen. Da geht es einem gleich viel besser.“ Shun grinste nur.
Keine zehn Minuten später, stand ein riesiger Topf mit Suppe vor ihnen. Als alle das Essen aus dem Topf geschöpft hatten, vielen sie darüber her, als hätte sie seit Jahren nichts mehr gegessen. Kurz bevor es dunkel wurde verschwand Shun in sein Zimmer, er würde sich verwandeln und dort auf seinen Zimmergenossen Arunas und Ketsoki warten.
„So Leute und wie geht’s jetzt weiter?“fragte Yuna die mit Frettchen auf dem Arm aufgestanden war und hin und her lief, sie musste sich noch einmal die Beine vertreten. „Zunächst sollten wir einen Plan schmieden, oder zumindest eine Richtung haben in die wir gehen wollen.“ Shizore verfolgte Yunas Bewegungen mit müden Augen. „Na toll und wo sollen wir nach diesem Stein suchen?“ fragte Arunas gereizt, langsam merkte man der Gruppe die Müdigkeit an.
Ketsoki seufzte schwer. „Wir müssen wohl erst einmal die Bevölkerung befragen, bevor wir eine Richtung wissen. Der Stein des Lichts ist zwar bekannt aber nur aus alten legenden. Es könnte sein das sie uns für verrückt halten werden.“
„Das werden sie ganz gewiss nicht ein Junge.“ Die raue Stimme die sie herum fahren ließ gehörte zu dem alten Mann. Er hatte sich ein Stück weit aufgesetzt und deutete auf die Stühle um seinen Tisch herum. „Kommt her.“ Verwirrt schauten Yuna und die anderen zu dem alten Mann. Erst als Mimiko aufstand rührten sich auch die anderen. Als sich die Gruppe endlich am hinteren Tisch versammelt hatte, war es draußen Stockdunkel und die Wirtin verschloss die Tür endgültig. „Ihr sucht den Stein des Lichts. Der Stein der sagenumwoben ist und doch gibt es ihn, er ist unter uns sichtbar und unsichtbar.“ Die raue Stimme fesselte alle.
In der Stille die sich ausbreitete hob der Mann seinen Blick. Sein Blick traf auf den von Mimiko, Gänsehaut überkam sie. Das eine Auge war von einem solchen hellen Blau, das es weiß wirkte. Das andere Auge war geschlossen, eine schwulstige Narbe lief darüber. „Mein Kind“, das eine Auge schien in ihre Seele schauen zu können, „Rache ist nicht das was ein jemanden stark macht.“ Dann wandte er den Blick von ihr. „Warum sucht ihr den Stein des Lichts?“ fragte er, seien Stimme klang nun klarere. Ketsoki blickte ihn an. Er suchte nach etwas bösem in seinem Blick und fand doch nur eine unheimliche Stille, die ihn erfasst und wegriss. Schnell senkte er die Augen.
„Wir such den Stein um gegen den Lord der Dunkelheit anzukommen.“ Der alte Mann nickte und fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht. „Es geht euch also um den Sieg.“ Keine Frage, eine Feststellung.
Dennoch schüttelte Ketsoki den Kopf. „Ich weiß nicht was jeder einzelne als Antrieb hat um den Stein zu finden. Doch wir wollen keinen Sieg, wir wollen nur das dunkle vertreiben, wir wollen das es keine Seelenesser mehr gibt vor denen de Menschen flüchten müssen. Wir wollen das Kuromizu wieder im Licht erstrahlt.“ Der Alte nickte wissend. „Nun dann will ich euch mal erzählen warum ich den Stein des Lichts kenne. Es war vor ungefähr fünfzig Jahren.“
Sein Blick schien durch sie hindurch zu sehen, in eine andere Welt, in eine andere Zeit. „Ich war damals ein junger Bursche, gerade frisch aus dem Kindesalter entwachsen, und abenteuerlustig. Ich war nie der Typ für einen Fischer oder einen Bauer, ich wollte die Welt sehen, wollte endlich frei sein. Ich wanderte lange durch die Welt.“ Ein heißeres Lachen schüttelte seinen Körper. „Ich war damals sehr naiv. Jedenfalls, eines Tages traf ich auf einen alten Mann.“ Ein erneutes Lachen schüttelte ihn. Yuna verzog angewidert das Gesicht als ein fauliger Geruch traf. Das Hemd war verrutscht gab den Blick auf einen faulende Wunde am Arm frei. „Jedenfalls erzählte er mir von einem Stein, der unendlich Macht besitzt. Ich machte mich auf die Suche nach ihm. Und ich fand ihn.“ Ein Raunen ging durch die Reihe. „Wie gesagt, ich fand ihn, aber ich kam nicht an ihn heran.“ Er deutete mit dem Finger auf die Narbe die sich über sein anderes Auge zog. „Ein wildes Tier, man nennt es auch den Artio, es ist ein Bärenähnliches Monster das nicht getötet werden kann. Es kann nur für eine bestimmte Zeit ruhig gestellt werden.“ Der Alte senkte den Blick.
„Wie finden wir es?“ fragte Ketsoki neugierig nach, seine Augen leuchteten. „Man kann den Stein des Lichts nicht finden. Man stolpert einfach über ihn. Ich kann euch also nur sagen dass ihr von hier aus nach Osten müsst.“ Noch bevor jemand widersprechen konnte stand der Alte auf und lief in Richtung Küche um das Gasthaus durch die Hintertür zu verlassen.
„Na toll und was hat uns das jetzt gebracht?“ fragte Arunas und stemmte sich hoch. „Naja immerhin haben wir eine Richtung und wissen welches Monster uns erwartete.“ Yuna lächelte abenteuerlustig. Shizore nickte. „Du hast recht, wir haben eine Richtung. Und wir haben dadurch die Chance ihn zu finden, auch wenn ich dem alten nicht traue.“ Shizore stand auf. „Ich denke wir sollten jetzt alle schlafen gehen.“ Mimiko nickte und folgte ihr. „Naja dann wünsche ich einen guten Schlaf.“ Sekunden später war der Tisch leer.
„Man ey du hast schon wieder gewonnen!“ grölte eine Männerstimme durch die Nacht. „Und was machen wir jetzt?“ fragte Cassius. Die Sonne war schon länger untergegangen und die meisten Menschen befanden sich in ihren Häusern. Evolet zuckte mit den Schultern. „Hier ist nicht sonderlich viel los.“ Den ganzen Abend hatten sie die Gegend erkundet, nun war ihnen langweilig geworden. „Nun wie wäre es mit einer Mahlzeit, Madam.“ Cassius verzog sein Gesicht zu einem verführerischen lächeln.
Evolet lachte auf. „Wir hatten schon lange nichts mehr.“ Ihre Stimme war nun so weich wie ein Daunenkissen. Der Rotbraunäugige grinste. „Ich überlasse dir den Vortritt. Wenn du den Tod bringst werden sie begeistert sein.“ Evolets goldenen Augen blitzen auf. Sie rutschte von einem Dach und landete sanft wie eine Feder auf dem Steinboden.
Dann trat sie mit einem unschuldigen Gesichtsausdruck auf die vier Männer zu. Sie saßen in einer kleinen Gasse auf Holzkisten und spielten ein Kartenspiel. „Hallo.“ Die Stimme der Vampirin war hell und freundlich, sie hatte einen unschuldigen Ton. Die Männer blickten auf, sobald sie sie sahen trat ein lüsternes Lächeln auf ihre Lippen. „Hallo Kleines. Was machst du denn noch hier draußen im Dunkeln. das ist gefährlich.“ „Ach wirklich?“ fragte Evolet noch immer unschuldig.
Cassius lauschte ihrem Spiel, da lächeln auf seinen Lippen wurde mit jedem Satz breiter. „Ja sehr gefährlich, es gibt einige böse gestalten die hier herumlungern.“ Seine Stimme war voller Arroganz. „Oh, seid ihr auch solche gestalten?“ fragte Evolet gespielt ängstlich. „Nein, natürlich nicht.“ Einer der Männer trat auf sie zu, so nahe das sie seinen Geruch nach Alkohol wahrnehmen konnte.
Angewidert zog Evolet die Nase graus und beendete das Spiel. Sie reckte sich und schlug ihre Fangzähne in die Mulde zwischen Schulter und Hals. Cassius hörte den Schrei, sofort sprang er auf überquerte das Dach und landete auf der anderen Seiet in der kleinen Gasse. Mit mörderischer Schnelligkeit packte er einen der Männer und schlug ebenfalls die Zähne hinein. In der Zwischenzeit widmete sich Evolet schon dem zweiten. Der vierte schaute panisch zwischen den beiden Vampiren hin und her. Dann trat Cassius auf ihn zu und ihm entfuhr