• Ouran High School Host Club • [MMFF !]
• Die etwas andere Strategie, Freunde zu finden •
Noch am Abend redete ich mit meinem Onkel darüber wie sehr ich Japan hasste!
"Aber, aber ... beruhige dich doch erst einmal, Feli.", hatte er gesagt.
"Aber diese Host Club-Futzis sind so.... ARGH!", meckerte ich nur.
Dabei funkelte ich ihn böse an, meinte es aber nicht so, weil ich ihn nur etwas einschüchtern wollte. Dieser kratzte sich an seiner glatzen Birne und schaute mich nervös an.
Das machte er immer, sich am Kopf kratzen - oder eher an seiner Glatze, wenn er nervös war. Und meistens war ich der Grund dafür. Ich meinte es ja nicht wirklich böse, aber er ist daran Schuld das ich auf diese blöde Schule ging. Also musste er es auch zu spüren bekommen!
"Hast du dort denn schon Freunde gefunden?", fragte meine Tante, die sich bereits zu uns gesellt hatte.
Ich verschränkte meine Arme fest vor der Brust und blies empört meine Wangen auf.
"Nein! Ich bin froh wenn mich dort alle in Ruhe lassen würden!", grummelte ich.
"Es würde dir aber leichter fallen dort, wenn du ein paar Freunde finden würdest, Feli.", meldete sich wieder mein Onkel zu Wort, schwieg aber, als ich ihm einen giftigen Blick zuwarf, den er auswich und hilfesuchend meine Tante ansah.
Diese schüttelte nur den Kopf und runzelte die Stirn.
"Du solltest dich mal wirklich entscheiden was du willst!", sagte sie noch, ehe ich aufstand und in meinem Zimmer verschwand.
Ja. so war das am Vorigen Abend abgelaufen. Und nun begann, leider, ein neuer Tag. Als es zur großen Pause klingelte war ich die erste die den Raum verließ. Zum Glück war ich die, die am nächsten zur Klassentür war.
Und da saß ich nun, gelangweilt, auf dem Schulhof unter einem Baum. Um mich herum hörte ich die nervigen Stimmen der Japaner und grummelte kurz etwas beleidigendes vor mich hin. Das war natürlich an ganz Japan gerichtet! Als ob ich hier eine Freundschaft schließen würde! Nie und nimmer!
Ich lehnte mich sitzend an dem Baum und schloss die Augen. Zum Glück war dies die Mittagspause. So konnte ich mich etwas ausruhen. Ich genoss die Ruhe, ich lass mal die vielen, nervigen, japanischen Stimmen weg, und das ging etwa zehn Miuten so, ehe ich nur noch ein "RUMMS" hörte und aufschreckte.Etwa 4 Meter vor mir lag ein Mädchen, ich denke mal sie ist gesolpert, auf dem Boden. Ich wollte sie erst eiskalt liegen lassen, ich hasste ja Japaner, aber irgendwie brachte ich es nicht über´s Herz. sie sah auch nicht so aus als ob sie von der Ouran war. Also stand ich auf und lief mit eiligen Schritten zu ihr, kniehte mich vor sie ihn und half ihr auf.
"Alles okey?", fragte ich etwas besorgt und schaute sie an.
Sie rieb sich kurz über ihren linken Arm und grinste mich schließlich an.
"Klar!", sagte sie.
Von wegen! Ihr linker Arm war ja voller Blut! Ich schaute sie sauer an und sie mich dann verwirrt.
"Was denn?", fragte sie.
Ich deutete auf ihren Arm.
"Von wegen dir geht´s gut!", schnaubte ich.
"Das passiert schon mal wenn man Fußball spielt.", murmelte sie und verdrehte die Augen.
"Fußball?", fragte ich leicht überrascht.
"Ja, wieso?"
"Nunja ... Fußball ist toll!"
"Deswegen spiel ich ja!", lachte sie.
"Wo ist denn der Ball?"
Sie sah sich um und zeigte dann in eine Richtung, wo der Ball gerade zu rollen aufhörte.
"Du spielst alleine?", fragte ich schließlich.
"Jap.", antwortete sie knapp und lief auf dem Ball zu, gefolgt von mir.
"Ist das nicht langweilig?"
"Mh~ Ich übe nur etwas."
Dann hob sie den Ball auf und es herrschte ein schweigen.,. Das ich dann schn nach ein paar Minuten brach.
"Schmerzt er?", fragte ich.
"Wer?"
"Na, dein Arm, du Schussel!"
"Oh, der ... Etwas.", gab sie zu.
"Dann solltest du-", begann ich, kam aber nicht weiter, denn es klingelte und die Pause war somit beendet.
Waren wohl doch keine 10 Minuten wo ich meine Augen geschlossen hatte.
"Och nee ...", stöhnte ich. "Ich muss jetzt wieder rein.", sagte ich und schaute zu ihr.
Sie sah mich leicht komisch an und legte den Kopf schief.
"Na, ich doch auch.", sagte sie und ging los.
Geschwind folgte ich ihr, sodass ihr neben ihr herlaufen konnte.
"Du gehst hier auch auf die Ouran?", fragte ich überrascht.
"Klar. Sag mal, magst du Tako-Yaki?"
"Tako-Yaki?", wiederholte ich.
"Ja! Tako-Yaki!", schwärmte sie.
"Kenn ich nicht."
"Wie wär´s wenn du nach der Schule zu mir kommst. Meine Mutter macht fabelhaftes Tako-Yaki!", sagte sie und grinste.
"Ich ehm... o-okey.", murmelte ich ziemlich überrascht.
"Okey! Dann treffen wir und nach der Schule wieder hier, ja?"
"Klar!"
"Dann bis nachher!", sagte sie noch, ehe sie reinflitzte und ich ihr blinzelnd hinterher sah. Dieses Mädchen war komisch. Aber irgendwie mochte ich sie ... Warte! Sie war aber eine Japanerin!
Nach der Schule wartete ich dann, wie vereinbart, an dem Baum.Es duerte noch ein paar Minuten wie ich sie aus der Schule verschwinden sah, und wie sie auf mich zukam.
"Hey!", rief sie und winkte mit einer Hand.
Auch ich lief auf sie zu und lächelte etwas. Meinem Onkel würde es sicher nichts ausmachen wenn ich etwas später nachhause kam.
"Wo wohnst du denn?", fragte ich als wir uns gegenüber standen.
"Gleich da hinten um die Ecke!"
Gemeinsam gingen wir los, vorerst schweigend.
"... Sag mal?", find ich an.
"Ja?"
"Wie heißt du eigentlich?"
"Ich bin Minako Nadeshiko! Aber nenn mich ruhig Mina!", sagte sie grinsend.
"Ah. Ich bin Feli.", sagte ich und überlegte ob ich hier meinen ganzen Namen verraten würde.
"Feli wer?", fragte sie und schaute mich forschend an.
Deja vú?
"Du willst es nicht wirklich wissen ...", murmelte ich.
"Doch. Ich will!"
Ich holte tief Luft, damit ich den Namen so schnell wie möglich aussprechen konnte. Und damit das Grauen schnell vorrüber war.
"Lanie Viola Valentina Maria Alicia Felicitas Felicé!"
Sie schaute mich mit großen Augen an.
"Sag bloß, du kommst aus Italien?", fragte sie und grinste breit.
"Do-doch. Komme ich.", stammelte ich und schaute sie komisch an.
"Das ist ja toll!"
"Toll?", fragte ich leicht entsetzt.
Wuhu ... Das ist super .... Einfach ... Scheiße!
"Ich liebe Italien einfach!", schwärmte Mina.
"Echt jetzt?", fragte ich etwas überrascht.
Sie nickte eifrig.
"Und was ist mit Japan? Ich meine ... magst du es hier?"
"Nein! Ich wollte aber schon immer mal nach Italien!"
"Das ist ja super!", rief ich und die Leute um uns herum schauten uns komisch an.
Mina schmunzelte und legte den Kopf schief, nahm meine Hand und rannte los.
"He-hey!", rief ich noch.
"So sind wir schneller da!", rief sie über der Schulter zu mir.
Ich ließ sie mich einfach ziehen und stolperte einfach nur hinterher.
Irgendwann hielt sie abrupt an und ich wär beinahe in sie reingeknallt. Warum musste sie auch so plötzlich anhalten? Sie führte mich rein und rief nur: "Ich bin wieder da!" woraufhin uns die Gäste alle komisch anstarrten. Mina schien dies nicht zu stören und sie zog mich hinter die Theke in einem Raum wo es gut duftete. Hier war eine kleine Küche und ich sah mich um. Sie ließ ihre Schultasche fallen und setzte sich an dem kleinen Tisch der am Fenster der Küche stand.
"Setze dich doch.", sagte sich feundlich.
Ich nickte kurz und setzte mch auch hin. Daraufhin kam eine Frau herein und sah zu uns beiden.
"Ah, hallo.", sagte sie.
"Guten Tag."
"Hey, Mama."
"Du hast eine Freundin mitgebracht?", fragte ihre Mutter.
"Jap. Ich wollte ihr zeigen wie Tako-Yaki schmeckt."
"Ach, sie kennt es nicht? Dann geduldet euch einen Moment."
"Okey!"
Ich schwieg bis jetzt. So genau wusste ich auch nicht was ich hier tun sollte.Doch diese Minako schien eigentlich ganz nett zu sein. Scheinen doch nicht alle Japaner blöd zu sein.
"Du gehst doch auch auf die Ouran.", fing ich an. "Wieso hast du dann nicht die Uniform an?"
"Ich mag sie nicht. Und die Lehrer haben mittlerweile damit aufgehört mir einzureden, dass ich mir die Uniform anziehen sollte."
"Verstehe ...", murmelte ich nur noch und wartete dann.
Ein paar Minuten später stellte uns die Mutter eine kleine Schüssel mit kleinen, runden Klöpschen drinnen, hin, wo in jedem Klöpschen ein Zahnstocher reingespießt war. Ich hielt mich erst noch zurück und schaute auf die aufgespießten Klöpse. Mina´s Mutter sagte uns noch "Guten Appetit" ehe sie sich wieder an den Herd stellte und weiter kochte. Mina nahm sich so ein aufgespießtes Klöpschen und begann daran zu knabbern. Ich schmunzelte bei dem Anblick, nahm mir aber auch ein und biss rein.
Sofort erhellte sich meine Miene und mit einem breitem grinsen sah ich zu Mina.
"Das ist lecker!", sagte ich. "Was ist da drin?"
"Ehm ... nur so gewöhnliche Zutaten.", murmelte Mina etwas leise.
"Tintenfisch!", rief ihre Mutter aber dazwischen und ich schluckte.
Was ich da aß war Tintenfisch. Mir wurde schlecht. Und ich glaube das ich sogar blass wurde.
"Mom! Das hättest du nicht sagen sollen!", rief Mina.
Sie sprang auf und zog mich mit aus der Küche, eilte zu der Toilette und schob mich in eine Kabiene. Wass dort geschah, erspar ich euch lieber. Als ich wieder rauskam, funkelte ich sie sauer an.
"Ich habe Tintenfisch gegessen?", sagte ich aufgebracht.
Ich wollte nicht so ein Tier essen! Und jetzt habe ich es! Sie schaute