Death Angel
Nachts, wenn der Wald lebt
Zwei Tage sind ohne irgendwelche Probleme verlaufen, es war still. Die Sonne ging allmählich unter. Niemand hatte etwas Böses erwartet, als es plötzlich anfing zu Beben.
SUSI: „Oh mein Gott. EIN ERDBEBEN!“, schrie sie.
Alice und Susi hielten sich beide fest. Ich hatte mich an dem Bein eines Tisches geklammert. Als das Erdbeben aufhörte, merkten wir, dass jemand fehlte.
ALICE: „Carina?“, fragte sie vorsichtig.
Eine Stimme ertönte aus dem Badezimmer (natürlich mit nur einer kleinen Dusche und einer Campingtoilette).
CARINA: „Ich bin mit der Toilette umgefallen.“, sagte sie erschüttert.
Wir schauten uns ungläubig an, öffneten dann die Tür, die zum Badezimmer führte. Da sahen wir wie Carina tatsächlich auf der Umgekippten Campingtoilette saß. Das sah so Komisch aus, dass wir anfingen zu lachen, selbst Carina stimmte in das Lachen ein. Ja, ich wusste es schon immer, Lachen steckt an.
Der Mond schien diese Nacht heller als sonst, es war Vollmond. Susi hatte die Glorreiche Idee, dass wir uns Geistergeschichten erzählen sollten.
CARINA: „Als wenn wir nicht schon genug Probleme hätten. Deinetwegen sind wir ja erst in diesen Schlamassel geraten.“
ALICE: „Ach komm schon. Das kann uns wenigstens ein bisschen von unserer Situation ablenken, außerdem könnte das Witzig werden.“
CARINA: „Na klasse, stellst du dich jetzt auf ihre Seite? Jessica sag doch auch mal was dazu.“, schrie sie schon fast.
ALICE: „Da Suchst du dir echt die richtige Ansprechpartnerin.“
CARINA: „JESSICA?“, fragte sie laut.
JESSICA: „Ich bin für die Geistergeschichten.“
CARINA: „Das kann doch nicht euer ernst sein, oder? Wo sind wir denn hier?“
JESSICA: „Death Angel, Kapitel 4, Seite 14.“, sagte sie und hielt ein paar Zettel hoch.
ALICE: „Wo hast du das denn schon wieder her?“
SUSI: „Warum wundert dich das? Sie schleppt doch immer irgendwelches Zeug mit sich rum.“
CARINA: „Langsam glaub ich echt, die ist gestört.“
ALICE: „Sag bloß, das merkst du erst jetzt.“
Ich wusste, dass ich nicht ganz normal bin, aber ich weiß es auch ohne, dass man es mir sagen muss. Natürlich fing ich wieder an ein breites Grinsen im Gesicht zu kriegen. So etwas kann ich wirklich gut.
Jetzt aber zurück zum Thema. Wir erzählten uns die Gruseligsten Storys, die uns gerade einfielen, natürlich hatte ich die meisten auf Lager und viel zu erzählen. Wir hatten angefangen darüber zu lachen und Witze über Geister zu reißen, ich weiß selbst nicht mehr, wie wir dazu gekommen waren. Jedenfalls hatten wir uns Entspannt, bis dann plötzlich das Licht ausfiel, welches wir gedämmt hatten um eine bessere Atmosphäre zu bekommen.
CARINA: „Na klasse jetzt das noch.“
SUSI: „Und was machen wir jetzt?“
JESSICA: „Ich geh mal nachsehen und schalte den Strom wieder ein.“, sagte ich und ging hinaus.
Ich ging zum Sicherungskasten und Versuchte das Licht wieder anzubekommen. Ein Rascheln erweckte meine Aufmerksamkeit. In einem der Gebüsche war etwas, es hatte Glühende Augen in der Dunkelheit. Da ich ja so neugierig bin trat ich näher Heran und dann…
Wechselten wir die Sicht auf meine Freunde. Dies ist die kurze Zeit in der ich nur die Erzählungen meiner Freunde hatte um diese Geschichte niederschreiben zu können, deshalb wird ab jetzt aus einer Allgemeinen Sicht geschrieben.
Sie Warteten im Wohnzimmer auf der Couch auf ihre Freundin, das Licht wurde immer noch nicht eingeschaltet.
CARINA: „Man sie ist jetzt seit einer ganzen Ewigkeit da draußen. Hat die sich Verlaufen oder was?“
SUSI: „Sollten wir nicht mal nachgucken gehen?“
ALICE: „Ja. Nicht, dass ihr noch was passiert ist.“
CARINA: „Eher passiert demjenigen was, der ihr etwas antun will.“
ALICE: „Stimmt auch wieder.“
Damit keiner alleine rausgeht und dabei noch verschwindet, hatten sie beschlossen, dass sie zusammen nach ihrer Freundin suchen. Sie gingen zu dem Sicherungskasten, wo sie eigentlich hätte sein sollen, aber es war nichts von ihr zu sehen.
SUSI: „Jessica?“, sagte sie leise.
ALICE: „Das hat sie gerade gehört. JESSICA!“, schrie sie.
Etwas raschelte in einem Gebüsch.
CARINA: „Man Jessica erschreck uns doch nicht so. Lass diese Späße endlich.“
Das Gebüsch raschelte erneut, aber nicht Jessica trat heraus, sondern ein Wolf, der größer als Gewöhnlich war und fing an heftig zu Knurren.
SUSI: „Mamma.“
ALICE: „Ein. Ein. Ein. EIN WOLF:“
CARINA: „Oh mein Gott! Alice mach doch irgendwas.“, schrie sie schon fast.
ALICE: „Was denn? Seh ich etwa so aus wie Sailor Moon?“, sagte sie Sarkastisch.
Carina sah ihre Freundin an und stellte sie sich als Sailor Moon vor. Einen Augenblick lang sah sie das Bild von der Kriegerin vor sich.
CARINA: „Irgendwie schon.“, antwortete sie verblüfft.
Der Wolf horchte auf, auch die Freunde vernahmen etwas. Es klang wie ein Pfeifen im Wind und der Wolf drehte um, er verschwand in die Richtung in der das Geräusch herkam.
Die Freunde folgten dem Wolf (reine Neugier *hehe*), sie streiften durch den Wald zwischen Ästen, Büschen und Bäumen. Sie versuchten mit dem Tier mitzuhalten, sie verloren ihn, als eine Krähe aufschrie und sie erschreckte.
CARINA: „Na klasse jetzt haben wir das Vieh verloren.“
SUSI: „Wir müssen unbedingt weitersuchen, der Wolf könnte uns auf Jessicas spur bringen.“
ALICE: „Was machen wir, wenn es sie Gefressen hat?“, fragte sie Panisch.
CARINA: „Die lässt sich nicht Fressen und jetzt kommt.“
Sie gingen immer weiter Geradeaus, bis sie an eine Lichtung kamen. Das Gras wurde vom Mond erleuchtet, dort flogen Glühwürmchen entlang, aber das merkwürdigste dabei war, dass sie in verschiedenen Farben funkelten.
SUSI: „Das ist ja Hammergeil.“
ALICE: „Ich wusste gar nicht, dass es Glühwürmchen in so vielen verschiedenen Farben gibt.“, schwärmte sie.
CARINA: „Seht mal da drüben steht jemand.“, sagte sie und zeigte auf jemanden.
Eine Person mit einem Langen Schwarzen Mantel und einer Kapuze, die das Gesicht verdeckte, stand inmitten eines Glühwürmchen Schwarms. Sie Beobachteten diese Person eine Weile, aber diese Bewegte sich nicht und scheint sie auch nicht Bemerkt zu haben.
SUSI: „Ob wir den, die, es ansprechen sollten?“, fragte sie leise.
PERSON: „Wenn ihr noch weiter dort stehen bleibt, werdet ihr noch Wurzeln schlagen.“, sagte eine ihnen Unbekannte weibliche Stimme.
SUSI: „Tut uns leid für die Störung. Eine unserer Freundin ist Verschwunden, haben Sie sie vielleicht gesehen.“
Die Frau streckte ihren Rechten Arm aus, eine Krähe Flog direkt über die Köpfe der drei Freunde hinweg, was Alice einen Schrei entlockte. Die Krähe landete direkt auf dem Arm der Fremden Person.
FRAU: „Natürlich habe ich sie gesehen. Sie ist dorthin zurückgekehrt wo sie hingehört.“, sagte sie und streichelte die Krähe.
SUSI: „Dankeschön, sie ist also wieder in der Hütte.“, sagte sie erleichtert.
Sie drehten sich um, damit sie gehen konnten, aber als sie dies taten, stand die Frau nochmals vor ihnen. Sie erschraken.
CARINA: „Wie haben Sie das gemacht?“, fragte sie mit großen Augen.
FRAU: „Niemand, der diesen Ort betreten hat, darf ihn jemals wieder verlassen.“
Die drei Freunde traten ein paar Schritte zurück.
CARINA: „Wir suchen eine Verrückte und treffen auf eine Wahnsinnige, das ist irgendwie Schicksal, oder?“, fragte sie ohne eine Antwort zu erwarten.
Die Frau fing an zu lachen, immer Lauter, bis diese sich Plötzlich in einem Schwarm aus Krähen auflöste. Alice schrie als die krähen über sie hinweg Flogen. Dann war nur noch eine Stimme durch die Dunkelheit des Waldes hallte.
STIMME: „Niemand entkommt dem Tod, selbst wenn ihr Fliehen solltet.“
Sie starrten gebannt in den Wald hinein, immer noch Überrascht was passiert war. Selbst die Glühwürmchen waren Verschwunden.
SUSI: „Ist das jetzt wirklich passiert?“
CARINA: „Die sagte Tod, oder?“, fragte sie die anderen.
Alle rannten Schreiend zurück in die Holzhütte. Alice, die als letztes in der Hütte ankam schlug sie heftig die Tür zu. Sie verschnauften eine kurze Zeit.
ALICE: „Ich hab echt keine Ahnung wo wir hier rein geraten sind.“
CARINA: „Das ist nur Jessicas Schuld. Wenn sie nicht alleine raus gegangen wäre, hätten wir sie nicht suchen müssen und wären diesem komischen etwas nie begegnet.“
SUSI: „Aber was ist, wenn Jessy bereits Tot ist?“
ALICE: „Der Tod hat Jessica geholt, weil sie alleine war. Sie war diejenige, die am meisten über so was Bescheid wusste.“
SUSI: „Aber was ist, wenn sie noch am Leben ist und darauf wartet von uns gerettet zu werden.“
CARINA: „Ich sag sie ist tot und wir fahren wieder nach Hause.“
SUSI: „Ich bin ganz deiner Meinung, lasst uns nach Hause fahren.“
ALICE: „Ich bin dagegen, sie ist Bestimmt noch am Leben. Wir müssen sie finden.“
SUSI: „Irgendwie hat sie recht.“
CARINA: „Kannst du dich mal entscheiden? Ich sage wir packen unsere Sachen und gehen. Dieses etwas, dass sich als ‚Tod’ bezeichnet, hat gesagt das sie Jessica begegnet ist und sie zurückgekehrt ist. Das heißt bestimmt, dass sie vom Tod geholt wurde.“
Die anderen beiden wussten nichts darauf zu erwidern und stimmten der Abreise zu, wenn auch nicht ganz Freiwillig. Nachdem sie alles gepackt hatten, gingen sie durch den dunklen Wald. Immer wieder schauten sie sich angstvoll um, sie fühlten sich beobachtet. Sie liefen und liefen, seit einer ganzen weile, aber sie hatten den Waldrand noch nicht erreichen können, obwohl sie dort vor einer Weile hätten sein sollen.
CARINA: „Man wie lange dauert es denn noch bis wir aus diesem Verdammten Wald draußen sind?“, meckerte sie.
ALICE: „Das wollte ich dich auch gerade Fragen.“
SUSI: