Death Angel
Jessicas Tot
Wieder in der Hütte angekommen diskutierten wir wie wir aus dem Wald herauskommen. Uns wurde nun wirklich klar in welche Gefahr wir uns, durch das Gläserrücken, gebracht hatten.
ALICE: „Toll Susi. Wirklich ganz Toll!“, sagte sie sarkastisch und leicht Hilflos.
JESSICA: „Ich hab euch ja gesagt, dass ihr so etwas nicht leichtfertig hinnehmen solltet.“
CARINA: „Als ob du alles besser wüsstest.“, sagte sie wütend.
JESSICA: „Ich weiß es zumindest besser als du.“, konterte ich.
CARINA: „Wenn du alles besser wüsstest währen wir nicht in dieser Situation.“, sagte sie und verließ Sauer den Raum.
Wir blieben zu dritt im Aufenthaltsraum während Carina im Nebenraum auf und ab ging und sich ärgerte.
CARINA: „Wie kann diese Blöde Kuh nur so ruhig bleiben in so einer beschissenen Situation?“
Sie versuchte angestrengt einen Ausweg zu finden, dabei bemerkte sie einen Spiegel, der an der Wand hing. Dieser sah noch älter aus, als die Hütte selbst.
CARINA: „Den hab ich bisher noch gar nicht bemerkt.“
Neugierig ging sie auf den Spiegel zu und schaute hinein. Erschreckend bemerkte sie den Schatten hinter sich. Sie drehte sich ruckartig um, aber dort war nichts zu sehen. Ihr kam die Idee, dass sie den Geist, den sie beschworen hatten, wieder in die Geisterwelt zurückschicken könnte. Carina durchwühlte die Koffer ihrer Freunde, um nach dem selbstgemachten Hexenbrett zu suchen und wurde bei Alice fündig.
Kerzen hatte sie bei Jessica gefunden und zündete sie an. Das Hexenbrett breitete sie auf dem Boden, direkt unter dem Spiegel, aus. Einen kurzen Moment Konzentrierte sie sich.
CARINA: „Ich rufe dich, du der uns ins Unglück gestürzt hast. Ich befehle dir, dass du wieder ins Jenseits zurückkehrst.“
In diesem Moment fiel der Spiegel von der Wand zu Boden, ging aber nicht Kaputt. Im Spiegel wurde eine Person sichtbar, es war die Frau von der Lichtung.
FRAU: „Es ist zu Spät. Es gibt kein Entkommen.“, höhnte sie und grinste.
Im Nebenzimmer diskutierten wir derweil immer noch. Carina hatte sich ohne einen Laut verschanzt. Ich bekam plötzlich heftige Kopfschmerzen, was Alice bemerkte.
ALICE: „Was ist? Geht es dir nicht gut?“
JESSICA: „Es sind nur Kopfschmerzen, könntest du mir die Kopfschmerztabletten aus meinem Koffer holen?“
Alice nickte zustimmend und ging in den Raum, wo Carina sich aufhielt. Als sie die Tür öffnete sah sie ihre Freundin auf dem Boden vor einem Spiegel Knien.
ALICE: „Was machst du denn da?“
CARINA: „Ich versuche wenigstens etwas zu unternehmen, im Gegensatz zu euch.“
ALICE: „Hast du etwa versucht diesen Geist nochmal zu Beschwören?“
CARINA: „Ja hab ich.“
ALICE: „Bist du Bescheuert? Willst du uns noch mehr in die Scheiße reiten?“, meckerte sie.
Sie ging aufgebracht zu Carina, entriss ihr das Papier Hexenbrett und zerriss es, danach schmiss sie es in den Mülleimer.
CARINA: „Was soll das? Das war unsere einzige Möglichkeit den Geist wieder zurück zu schicken.“
ALICE: „Du treibst uns nur noch mehr in die Scheiße.“
Susi und ich bemerkten, dass sie sich stritten und gingen neugierig zu den Beiden.
SUSI: „Was ist denn hier los?“
ALICE: „Carina hat versucht, den Geist noch mal zu Beschwören.“
SUSI: „Was? Das hast du doch nicht wirklich getan, oder?“
CARINA: „Ich sitze zumindest nicht tatenlos rum so wie ihr!“, sagte sie wütend.
JESSICA: „Du weißt schon, dass es für die Rückführung des Geistes bereits zu spät ist. Der Geist hat die volle Kontrolle über das geschehen, es kann tun und lassen was es will.“
ALICE: „Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Was machen wir jetzt?”, fuchtelte sie mit ihren armen herum.
SUSI: „Wir werden STERBEN!!!“, schrie sie.
JESSICA: „Bleibt ruhig!“, sagte sie ernst.
CARINA: „Seht ihr was ich meine? Sie ist vollkommen Verrückt!“, stellte sie fest.
JESSICA: „Nein ich bin Wahnsinnig. Aber das wusstet ihr sicher schon. Wir hätten den Geist damals im Keller bereits zurückschicken müssen, aber irgendjemand wollte ja die Beschwörung abbrechen. Wir wollen ja niemanden ansehen.“, sagte sie sarkastisch und schaute ihre beiden Freundinnen an.
SUSI: „Tut mir leid.“, sagte sie verlegen.
CARINA: „Ach auf einmal ist es unsere Schuld oder was?“
ALICE: „Natürlich! Ihr wolltet doch unbedingt abbrechen.“
CARINA: „Klar wollten wir abbrechen! Du hattest doch auch Angst.“
ALICE: „Ja klar hatte ich Angst, aber ich hätte weitergemacht und zumindest den Geist hätten wir zurückschicken müssen. Du hattest mehr Angst als ich oder wer war diejenige, die mich geschlagen hat als die Kerze herunter fiel.“
JESSICA: „Stimmt, das hab ich ja total vergessen.“ (und vergessen zu erwähnen ^.^;)
SUSI: „Niemand von uns hatte geahnt, dass es soweit kommen würde und dass wir jetzt in diesem Wald feststecken. - WIR WERDEN STERBEN!!!!“
ALICE: „SUSI! Niemand wird hier sterben. Wir kommen höchstens in die Klapse, aber wir werden nicht sterben.“, sagte sie mit zusammengebissenen Zähnen.
JESSICA: „Hm. Ich habe gehört, dass das essen dort ziemlich gut sein soll.“, bemerkte sie Grinsend und ging zurück in den Gemeinschaftsraum.
Es war Dunkel, die Sonne hätte bereits aufgehen müssen, aber seit Stunden hatte sich nicht der leiseste Sonnenstrahl gezeigt. Der Wald war still bis auf die üblichen Geräusche. Wir versuchten mit allen Mitteln zu Schlafen, aber nach dem letzten Vorfall mit dieser Geheimnisvollen Frau auf dieser Lichtung, welches man mir ausführlich erzählt hatte, konnte keiner auch nur ein Auge zudrücken, natürlich mit einer Ausnahme…ich konnte seelenruhig und eingemummt in meinem Schlafsack schlafen.
Ein lautes knacken lies meine Freunde aufschrecken, auch ich vernahm es, wachte dadurch auf und blieb ruhig liegen.
SUSI: „Was war das?“, flüsterte sie in den Raum.
ALICE: „Ich glaube da ist jemand.“, stellte sie leise fest.
CARINA: „Das glaub ich doch jetzt wohl nicht. Schaut euch die an. Wie kann die nur in so einer Heiklen Situation Schlafen?“, flüstert sie Wütend.
SUSI: „Wir sollten nachschauen was das war.“, schlug sie vor.
ALICE: „D-das war bestimmt nur ein kleines unschuldiges Kaninchen, dass sich in der Nacht verlaufen hat.“, sagte sie Hoffnungsvoll.
CARINA: „Natürlich. Kaninchen sind ja auch nachtaktiv. Ich bin auch dafür, dass wir nachschauen.“
SUSI: „Sollten wir Jessica nicht Wecken?“
ALICE: „Das würde ich an deiner stelle nicht machen.“
SUSI: „Wieso?“
ALICE: „Na ja. Ich kenne sie gut genug um zu sagen, dass sie ziemlich ausflippt, wenn man sie wegen nichts weckt.“
CARINA: „Als wenn dieses knacken nichts war.“
ALICE: „Stimmt schon, aber wenn es wirklich nur ein kleines Tier war und sie geweckt haben macht sie uns die Hölle heiß.“
CARINA: „Als wenn sie sich gegen uns durchsetzen könnte.“, sagte sie Belustigt.
SUSI: „Gehen wir jetzt nachschauen oder nicht?“, fragte sie vorsichtig in die Runde.
Sie entschieden sich mich Schlafen zu lassen und traten nach draußen, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet. Der Wald sah im Dunkeln unheimlich aus und überall waren nachtaktive Tiere unterwegs, die durch das Licht der Taschenlampe aufschreckten und davonliefen.
Eng aneinander suchten sie die Umgebung ab, sahen dennoch nichts Verdächtiges. Ein Gebüsch nach dem anderen raschelte kurz auf, die Freunde erschraken. Auf einem Ast saß eine Krähe, die alles beobachtete und einen Schrei losließ.
ALICE: „AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!“, schrie sie und dieser Schrei hallte durch den Dunklen Wald.
CARINA: „Bist du Bescheuert? Erschreck mich doch nicht so.“
SUSI: „Wir sollten wieder zurück zur Hütte. Jessica weiß ja nicht wo wir sind und macht sich bestimmt schon sorgen um uns.“, schlug sie vor.
CARINA: „Die hat bestimmt noch nicht mal gemerkt, dass wir weg waren.“, bemerkte sie.
Sie liefen den ganzen weg wieder zu der Waldhütte zurück, dort angekommen setzten sie sich auf ihre Schlafsäcke und unterhielten sich.
CARINA: „Ich hab ja gesagt, dass sie es noch nicht mal gemerkt hat.“
SUSI: „Ja du hast recht.“, sagte sie lächelnd.
Alice schaute auf die Schlafende und merkte, dass etwas nicht stimmte, ihre Freunde bemerkten es.
SUSI: „Alice? Ist alles in Ordnung?“
ALICE: „Ich hab irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, irgendwas stimmt hier nicht.“, sagte sie ängstlich.
CARINA: „Was soll hier nicht stimmen? Es ist doch alles in Ordnung. Wir sind hier nur in einer Gott verdammten Hütte in einem Gott verdammten Wald!!!“, sagte sie und wurde immer Lauter.
Alice ging zu Jessicas Schlafsack, aber sie lag nicht wie angenommen darin, sie war Verschwunden.
ALICE: „Sie ist gar nicht da.“, sagte sie verblüfft.
Plötzlich fing jemand an zu lachen, aber nirgendwo war etwas zu sehen. Die drei Freunde stellten sich näher beieinander und schauten sich um.
STIMME: „Niemand wird diesen Wald Lebend verlassen. Ha, ha, ha.“
SUSI: „Mamma.“
CARINA: „Oh Sch…eibenkleister.“
ALICE: „Was hast du mit unserer Freundin gemacht?“, fragte sie mutig.
Eine Person trat aus dem Schatten, es war die Frau von der Lichtung.
FRAU: „Ich habe mit ihr das gemacht, was euch nun Blüht.“, sagte sie und zeigte auf die Mädchen.
Die Freunde schauten erschrocken, rannten so schnell sie konnten an die Tür und hinaus in den Dunklen Wald.
FRAU: „Tze. Als wenn ihr dem Tod entkommen könntet.“, sagte sie belustigt und leckte sich über die Lippen.
Sie trat nur langsam aus der Hütte, der Wind kam auf und eine Krähe kam aus dem Wald geflogen, landete dann auf ihrer Schulter. Der Tod hielt dem Vogel die Hand hin worauf es anschließend Kletterte.
TOD: „Flieg und beobachte sie. Ich werde in Kürze zu euch