Death Angel
Nichts ist wie es Scheint
Nachdem sie ihre Hände erhoben hatte um sich zu schützen, wartete sie darauf, dass zugeschlagen wird. Aber da dies nicht geschah, schaute sie auf, die Klinge war direkt vor ihrem Kopf und immer noch auf sie gerichtet.
ALICE: „W-was?“, fragte sie und schaute auf.
Jessica schaute ihre Freundin an, die auf dem Boden saß und auf den Todesstoß wartete.
ALICE: „Warum hast du es nicht zu Ende gebracht?“, fragte sie zitternd.
JESSICA: „Ihr hättet es zumindest verdient, aber ich wollte euch nur eine kleine Lektion erteilen. So eine Geisterbeschwörung kann sehr gefährlich werden, wenn man über gewisse Dinge nicht Bescheid weiß.“
ALICE: „Aber warum gerade wir? Warum hast du uns dafür ausgesucht?“
JESSICA: „Ich habe euch nicht ausgesucht, das war Schicksal.“
ALICE: „Und was war mit diesem Geist? Hast du ihn Beschworen?“
JESSICA: „Nein. Er war nur einer meiner Trugbilder mit denen ich die Menschen in den Wahnsinn treibe. Bei Carina und Susi hat es anscheinend angeschlagen.“
ALICE: „Soll das etwa heißen, dass wir uns alles nur eingebildet haben?“, schrie sie.
JESSICA: „Ja und Nein. Dieses Erlebnis war genau so echt wie du und ich.“
ALICE: „Das ergibt irgendwie keinen Sinn.“
JESSICA: „Alles hat seinen Sinn und Zweck. Wahrheit und Wahnsinn, Licht und Schatten. Was meinst du warum gibt es auf der Welt so viele Geistergeschichten? Es gibt einige die zum Spaß Geister in ihrer Ruhe stören, sie beschwören sie um Fragen beantwortet zu bekommen oder um jemanden zu Verfluchen.“
ALICE: „Und was Passiert wenn man das macht?“
JESSICA: „Im schlimmsten Fall kann so etwas zum Tode führen. Die Seele kann bei einer Beschwörung Verflucht werden, das Bedeutet, dass man in sehr vielen Dingen Pech haben kann. Freundschaft, Liebe, Arbeit und so weiter und so weiter. Es gibt eine Endlose Liste.“
ALICE: „Und was wird jetzt aus uns?“
JESSICA: „Nimm die Beiden da und Verschwinde aus MEINEM Wald.“, sagte sie monoton und zeigte auf die anderen Beiden.
ALICE: „Du lässt uns gehen?“
JESSICA: „Fürs erste. Eure Zeit ist noch nicht gekommen, außerdem muss ich wieder zurück an die Arbeit.“
ALICE: „Und was hast du dann die ganze Zeit über gemacht?“, fragte sie aufgebracht.
JESSICA: „Mir war Langweilig und mit euch Menschen kann man wunderbar Spielen.“, sagte sie mit einem leichten Lächeln und kaltem Blick.
ALICE: „Soll das etwa heißen, dass du nur mit uns Gespielt hast?“
JESSICA: „Das könnte man so sagen, obwohl…meine Freundschaft war das einzige was nicht gespielt war. Und jetzt geh. Wir werden uns früh genug wiedersehen.“
Alice versuchte mit Ihren beiden Freundinnen auf die Beine zu Bekommen. Als sie dies geschafft hatte drehte sie sich um, um zu gehen beide Freunde konnten gerade noch so stehen und ließen sich von ihr hinterher ziehen.
JESSICA: „Ach du solltest noch eine Kleinigkeit wissen.“, sagte sie Kalt.
Jessica stand plötzlich direkt hinter ihr.
JESSICA: „Eure Seelen werden dennoch verflucht sein, auch wenn ich euch nun gehen lasse. Wenn eure Zeit gekommen ist werden wir uns wiedersehen und dann gehören eure Seelen mir.“, sagte sie lächelnd in ihr Ohr und verschwand.
Alice blieb einige Momente geschockt stehen. Sie drehte sich um wo Jessica stehen sollte. Aber siemusste an ihre Freunde Denken, die Wie Zombies rechts und links neben ihr standen. Sie konnte sie nach einer Weile wieder in die Waldhütte zurückbringen. Alice fing sofort an die Sachen von ihr und ihren beiden Freundinnen einzupacken, die dazu nicht in der Lage waren, sie reagierten einfach nicht. Jessicas Sachen waren bereits verschwunden, so als wäre sie nie da gewesen.
Ihr ging das ganze Erlebnis nochmals durch den Kopf. Es gab so einiges was sie nicht Verstand, warum hatte Jessica sich gerade mit ihr angefreundet und warum lebte sie unter Menschen? Alles Fragen, die nie Beantwortet werden.
Langsam lief Alice durch die Hütte und an dem Mülleimer vorbei, in dem immer noch das selbstgemachte Hexenbrett weilte. Sie kramte die großen Papierfetzen heraus und legte sie zusammen, aber sie musste feststellen, dass ein Teil fehlte.
ALICE: „Wo ist Carinas Teil?“
Sie schaute nochmals in den Abfalleimer und dort wo das fehlende Stück Papier liegen sollte, aber nicht drin lag. Verwundert suchte sie in der ganzen Hütte danach, fand es aber trotzdem nicht. Eigentlich konnte es ihr egal sein wo es lag, sie musste ihre beiden Freundinnen so schnell wie möglich aus dem Wald bringen. So schnell es ging tat sie es auch, sie Atmete erleichtert aus, als sie über den Waldrand traten.
Auch ihre beiden Freundinnen haben die erste Regung seit langen gezeigt, Carina ging auf die Knie.
CARINA: „Gott sei Dank sind wir sind aus diesem Verdammten Wald draußen.“, heulte sie schon fast.
SUSI: „Wir haben es geschafft.“, sagte sie kaum hörbar.
ALICE: „Ja jetzt können wir endlich wieder nach Hause.“, sagte sie mit einem Lächeln.
Sie gingen zusammen den Weg zurück zum Bahnhof den sie auch gekommen waren, dort stiegen sie in den nächsten Zug der in ihre Stadt fuhr. Niemand verlor auch nur ein Wort während der Fahrt, sie saßen einfach nur da.
Es dauerte nicht lange bis sie am Hauptbahnhof ihrer Heimatstadt ankamen und dort ausstiegen.
SUSI: „Fehlt da nicht jemand? Wo ist Jessica?“
Carina zuckte bei dieser Frage zusammen.
CARINA: „Du weißt ganz genau was Passiert ist und wir sollten es auch nie wieder ansprechen.“, keifte sie.
ALICE: „Carina?“, fragte sie besorgt.
CARINA: „Sie ist Tot! Und das wird sich auch nicht ändern.“, sagte sie mit zusammengebissenen Zähnen.
SUSI: „Was sollen wir jetzt tun?“
CARINA: „Wir werden gar nichts tun außer die ganze Sache zu vergessen. Wir haben alles bis hierher geschafft, aber es wäre das Beste, wenn sich unsere Wege hier trennen.“
Sie ging einfach und ließ ihre Freunde dort stehen.
SUSI: „Ich glaube sie hat recht.“
ALICE: „Was? Willst du mich etwa auch stehen lassen?“
SUSI: „Tut mir leid, aber Carina hat recht die Sache einfach zu Vergessen und getrennte Wege zu gehen.“, sagte sie und ging ebenfalls.
ALICE: „Ganz toll. Dann geht doch. Ihr seid doch alles nur Angsthasen. Dies sollte nicht vergessen werden, sondern Dokumentiert. Ich werde dafür sorgen, dass niemand der eine Geisterbeschwörung macht sein Leben lassen muss.“, sagte sie.