Fanfic: Triumph and Disaster

Kapitel: Kaufhaus-Flirt

2. Kapitel: Kaufhaus-Flirt

Inzwischen hatten sich alle in dem Wohnzimmer und der angrenzenden Küche verteilt, saßen entweder auf dem Sofa oder machten sich es, wie Hidan und Deidara, auf den Massagesesseln gemütlich. Noelle kramte in ihrer schwarzen Handtasche, in der Hoffnung, ihre Digitalkamera zu finden. Brianna lehnte sich gegen die Küchentheke und untersuchte ein paar ihrer Haarsträhnen auf Spliss. Inzwischen hatte sie einige gefunden - vier - und seufzte, da sie keine Lust hatte zu ihrer Friseusen zu gehen und sich von ihr voll labern zulassen.
Pain, der wirklich seltsam mit seinen ganzen Piercings aussah, unterhielt sich im gedämpften Ton mit der blauhaarigen Konan in einer Ecke des Raumes. Sasori stand immer noch an Ort und Stelle und dachte anscheint angestrengt über etwas nach, was man an seiner gerunzelten Stirn und den konzentrierten Blick auf den Boden erkennen konnte. Und wirklich, der Boden war nicht gerade interessant. Itachi stand am Fenster und schaute auf die dicht befahrene 5th Avenue hinunter. So etwas hat er in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen, und er hat schon einiges gesehen.
Nur Phibi hielt sich nicht im Wohnzimmer auf. Sie stellte inzwischen ihr Zimmer auf den Kopf. Sie konnte sich einfach nicht erklären, wie man um Himmels Willen einen Laptop nicht mehr finden kann, bis sie auf die Idee kam und ihr ganzes Bettzeug auf den Boden schmiss und endlich den Laptop auf ihrem Bett fand. Mit einem gewissen Stolz ging sie zurück zu den anderen.
Nach einer kurzen Suche im Internet fanden die drei Mädchen, die sich interessiert über den Laptop beugten und jeden Klick gespannt mitverfolgten, diese Informationsseite, von der Noelle gesprochen hatte. Narutopedia.
Sie gaben in dem Suchfeld Akatsuki ein und sofort öffnete sich eine Seite.
Dort stand allerlei. Nur das die Mädchen so gut wie nichts verstanden, was sie dort lasen. Nuke-nin, Biju, Naruto Shippuuden, was soll das den bitte sein?
Schnell überflog Brianna die vielen kleinen Artikel zu diesem Thema.
“Weltherrschaft? Das war ja klar. Solche Typen sind nicht gerade kreativ. Immer und in jedem Actionfilm wollen irgendwelche größenwahnsinnige Schurken die Weltherrschaft an sich reißen.” Schmunzelt darüber schaute sich Brianna nun die Bilder an. “Irre! Die sehen ja echt so aus, wie die da!” Sie zeigte auf den Bildschirm, auf das Bild auf dem man 10 mehr oder weniger vermummte Gestalten sah. Sechs von ihnen kannten sie ja schon, die anderen vier sahen noch merkwürdiger aus, wenn das überhaupt möglich war!
“Aber wieso sind denn ausgerechnet nur diese sechs hier aufgetaucht? Und die anderen nicht?”, fragte Phibi leise, um nicht von den Akatsukis gehört zu werden.
“Vielleicht sahen sie einfach zu abnormal für unsere Welt aus. Sieh dir doch mal den blauhäutigen an! Dagegen sind die ja relativ ‘normal‘”, meinte Noelle achselzuckend.
Die drei versuchten halbwegs unauffällig zu den Manteltragenden zu gucken. Sie nickten sich stumm zu und vertieften sich nun weiter in den Artikel.

“Was sollen wir mit ihnen machen?”, fragte Phibi. Den Laptop machte sie sofort wieder zu, als sie sich alles durchgelesen hatten.
Wieder wussten ihre beiden Freundinnen nicht, wie sie auf die Frage antworten sollte und so schwiegen sie.
“Was ist los?” Konan setzte sich neben Brianna auf den Barhocker. Sie hatte die Mädchen eine ganze Weile beobachtet. Nun warf sie allen einen besorgten, warmherzigen Blick zu.
Noelle lächelte schwach. “Wir wissen es selber nicht.”
“Es tut mir echt Leid, das wir euch so zur Last fallen.”
“Nein, nein. Das tut ihr wirklich nicht! Glaub mir. Wir wissen nur nicht, wie es weiter gehen soll. Wir wissen nicht, ob ihr irgendwie wieder in eure Heimat gelangt, ob ihr für eine halbe Ewigkeit hier festsitzen werdet, oder ob von einer Sekunde auf die andere wieder verschwindet.” Phibi seufzte. “Wir wissen gar nichts!”
“Ich dachte, kein zukünftiges Ereignis kann den schwulen Franzosen übertreffen. Tja, und dann steht ihr vor uns.” Noelle lachte vor sich hin.
“Ja, für uns ist es nicht anders, außer der Tatsache, dass wir keinen schwulen Franzosen gesehen haben.”, lachte Konan.
Brianna beobachtete sie genau. In dem Artikel stand, dass die sechs in ihrer Welt einer der schlimmsten und skrupellosesten Übeltäter waren. Ein Haufen Massenmörder. Aber Konan? Konan schien nicht so der Typ, der einfach so teilweise unschuldige Menschen umbrachte. Konan war keineswegs so.
Es war, als würden sie mit einer Freundin erzählen und zusammen lachen.
“Ich weiß nicht genau, aber angenommen ihr bleibt wirklich eine Weile hier” ,fing Noelle an, der eine Idee gekommen war. “könntet ihr, aber nur wenn ihr wollt, in meinem Apartment wohnen.”
“Die Apartment? Ist das denn nicht zu klein?”, fragte Brianna.
“Ja, meins schon. Aber das Winterapartment von meinen Eltern und mir ist, meines Wissens, groß genug um eine Fußballmannschaft unterzubringen. Meine Eltern machen doch sowieso ewig lange in Frankreich Urlaub. So lange könnten die sechs denn da wohnen. Wäre das in Ordnung, Konan?”
“Das wäre schon toll, aber ich weiß nicht.”, meinte Konan bescheiden.
“Komm schon. Mir macht es keine Umstände.”
“Na okay!”, lächelte die blauhaarige und hoffte insgeheim, dass Pain sich nicht querstellen wird.
“Und ich hab auch schon eine Idee, wie wir euer Klamottenproblem beheben können.” Briannas Augen funkelten bei dem Gedanken. “Da mein Vater neuerdings sehr gute Kontakte im Modebiss hat, habe ich eine Prozentkarte bei Bergdorf bekommen! Ich glaube, die wollen damit erreichen, dass ich so was wie ihre Werbung auf zwei Beinen werde. Und ich habe die Karte erst zweimal benutzt!”
“Wie? Ehrlich? Davon hast du gar nichts gesagt!” Noelle konnte es nicht fassen.
“Ehrlich.”, bestätigte Brianna.
“Ich würde sagen, Noelle bereitet alles wegen dem Apartment vor und Konan und Brianna gehen shoppen! Ich kümmere mich um die Männer, bevor die hier noch meine Wohnung auf den Kopf stellen.” Phibi zwinkerte den dreien zu. Sie hätte nicht gedacht, dass sich ihr Problem so schnell lösen lässt. Aber sie wohnen ja in New York. Da ist fast alles möglich.

Brianna und Konan standen nun vor dem Haus, in dem Phibi wohnte. Konan hatte zuvor ihren schwarzen Mantel und ihre übrigen Klamotten gegen eine bequeme Jeans, einem blauen T-Shirt und braune Boots - wofür sie Brianna sichtlich beneidete, da ihre Ballerinas wegen der Kälte nicht vom Vorteil sind - getauscht. All die Klamotten hatten die beiden aus Phibis überdimensionalen Schrank hervorgewühlt. Zum Schluss bekam die blauhaarige noch Phibis Burberry-Mantel, und so sah sie wie eine ganz normale New Yorkerin mit gutem Geschmack aus.
“Warum sollte ich jetzt eigentlich mitkommen?”, fragte Konan, die sich noch an die neuen Sachen gewöhnen musste. Beeindruckt musterte sie den Anblick, der ihr geboten wurde. Auf dem riesigen Bürgersteig herrschte wildes Treiben, wie eigentlich immer. Es war ein Wunder, dass sich die Leute nicht gegenseitig umliefen oder anrempelten.
“Da du die einzige Frau von eurer Organisation bist und da du wahrscheinlich mehr Ahnung von Mode hast, als die Jungs. Außerdem müssen wir allerlei Klamotten kaufen und es ist einfach besser in Begleitung von jemanden shoppen zu gehen. Da ist lustiger und so kann ich dir New York ein wenig zeigen. Du wirst begeistert sein, glaub mir!” Sie warf Konan noch ein Lächeln zu, bevor sie sich an den Rand des Bürgersteigs stellte und ein Taxi heran winkte, was sie nebenbei gesagt schon das vierte Mal an diesem Tag machte.
Sie mussten nur die 5th Avenue bis zum Ende des Central Parks fahren. Und von dort aus sah man schon das große, luxuriöse Einkaufszentrum Bergdorf.
Konan staunte über diese riesige Stadt, diesem riesigen Einkaufzentrum, auch wenn sie es sich nicht wirklich anmerken ließ. Wo man auch hinsah, konnte man Leute in sündhaft teuren Outfits sehen. Da wusste man, wo das Geld steckte.

Noelle telefonierte gerade mit dem Personal ihrer Familie. Die Frau am Telefon fragte zum Glück nicht nach den Gründen, warum Noelle so schnell wie möglich den Schlüssel zu der Wohnung haben wollte. Wer würde denn das glauben, wenn man einen erzählte, dass auf einmal 6 wildfremde Menschen aus einem Anime auftauchten und hilflos durch New York irren würden, wenn sie keine Platz hätten, wo sie die Nacht verbringen können?
Nach zehn Minuten war alles geregelt und die Akatsukis konnten spätestens heute Abend um 18 Uhr einziehen. Der Schlüssel würde ihr dann die Empfangsdame geben.
Erleichtert ging sie zurück in die Wohnung von Phibi.
“Und? Geht alles klar?”, kam es sofort von Phibi, die auf einen der weißen Sesseln saß und sich aufgeregt mit Deidara unterhielt, der ihr eigentlich recht sympathisch war, auch wenn er etwas seltsam mit seiner blonden Mähne aussah.
“Ja, es wird alles fertiggemacht und heute Abend können sie dann dort einziehen.” Die brünette Halbfranzösin setzte sich neben Deidara auf das Sofa.
“Was habt ihr denn eigentlich mit uns vor und wo sind eigentlich Konan und eure andere Freundin…” , fragte Deidara.
“…Brianna, heißt sie.”, sagte Phibi, “Die beiden sind in der Stadt und besorgen euch angemessene Kleidung. Wir können euch doch nicht so in Manhattan rumlaufen lassen.”
“Genau. Und schlafen könnt ihr in dem Winterapartment meiner Eltern.” Noelle machte es auf eine gewisse Weise Stolz auch etwas für die ach so hilflosen Massenmörder zu tun. Auch wenn es einwenig paradox war.

Brianna stand vor der Umkleide und wartete auf Konan. Sie hatten beschlossen erstmal für Konan Klamotten zu besorgen und sich zum Schluss der Männerapteilung zu widmeten. Der Vorhang öffnete sich und Konan stand mit einer engen, dunkelblauen Jeans und einem weißen mit einer dunkelblauen Schleife versehenes Top vor Brianna.