Death Angel 2
Die Mutprobe
Zwei Jahre waren nun nach diesem Vorfall im Wald vergangen. Alice machte sich fertig um in den Salon zu gehen wo sie ihre Ausbildung vor kurzem angefangen hatte. Sie schaute zufällig die Nachrichten, während sie sich Schminkte.
„An diesem Morgen wurde eine Leiche von einem jungen Mann Anfang 20 gefunden. Es deutet ganz darauf hin, dass er wie die anderen Opfer von demselben Serienkiller getötet wurde, so die Polizei.“, berichtete eine Reporterin.
„Schon wieder einer?“, sagte Alice erstaunt und drehte sich zum Fernseher.
„Scheinbar lebten alle Opfer in Sekten. Er trug wie die vorherigen Opfer ein Pentagramm auf einer Hand. Wir werden an diesem Fall dran bleiben und den oder die Täter fassen.“, sagte einer der Polizisten.
„Ich wusste gar nicht, dass die Opfer Insekten sind.“, sagte die Reporterin geschockt.
„Du scheinst ja alle Hände voll zu tun zu haben.“, sagte Alice leise und wandte sich ab.
Ganz in der Nähe hatte sich eine kleine Gruppe von Jugendlichen getroffen, die offensichtlich Freunde waren, es waren 3 Mädchen, die sich unterhielten.
„Hey Leute ich habe dieses Wochenende Sturmfrei. Habt ihr nicht Lust zu mir zu kommen?“, sagte die Dunkelblonde.
„Ja das wird Hammergeil. Eine richtige Pyjama Party.“, freute sich die Schwarzhaarige.
„Cool ich hätte auch gerne mal Sturmfrei.“, sagte wiederum die Blonde.
„Ich hab mir auch schon was Tolles für uns ausgedacht.“
„Was denn Anna?“, sagte sie Schwarzhaarige.
„Lasst euch überraschen.“, sagte sie lächelnd.
Es dauerte auch nicht lange, bis zum Wochenende, die beiden Freundinnen hatten sich gegen Abend bei Anna getroffen, um das Wochenende bei ihr zu verbringen. Sie klingelten an der Tür, die sogleich öffnete und wurden herzlich von ihrer Freundin empfangen.
„Sabrina. Vanessa. Schön das ihr da seid.“, sagte sie und ließ die beiden eintreten.
Sie gingen hinein, Anna führte ihre beiden Freundinnen in ihr Zimmer, das merkwürdigerweise abgedunkelt war. Sabrina und Vanessa setzten sich auf das Bett. Anna ging kurz hinaus um etwas zu holen nach kurzer Zeit war sie wieder da und stellte einen schwarzen Kasten auf den Boden.
„Was ist das, Anna?“, fragte Sabrina und fuhr durch ihr schwarzes Haar.
„Für mich sieht das aus wie eine stink normale Kiste.“, meinte die Blonde.
„Es geht ja auch darum was drin ist.“, meinte Sabrina zu ihrer Freundin.
„Da drin sind Sachen mit denen man Geister beschwören kann. Mein Bruder hat es oft verwendet, bevor er gestorben ist.“
„Und was willst du jetzt damit?“, fragte Vanessa.
„Na was wohl? Wir werden einen Geist beschwören. Bei meinem Bruder hat es geklappt und ich habe schon mehrmals dabei zusehen dürfen.“, antwortet Anna.
„Das hast du dir also für uns ausgedacht. Aber bist du dir sicher, dass es funktioniert?“
„Wir sollten das lieber lassen, ich hab ein ungutes Gefühl dabei.“, sagte Vanessa mit angst in der Stimme.
„Da passiert schon nix Vanessa. Sei doch nicht immer so ängstlich.“, sagte Sabrina belustigt.
Sie holten alles raus was sich in der Kiste befand:
Steine, die mit je einem Buchstaben des Alphabets gekennzeichnet sind,
ein merkwürdiges Glas mit schwarzen Zeichen darauf,
3 schwarze Kerzen die sie anzündeten und
ein merkwürdiges Amulett, das komplett schwarz war.
Die Steine reihten sie im Kreis auf, das Glas stellten sie in die Mitte und das Amulett legt Anna um den Hals. Sie setzten in einem Kreis um die Ritualgegenstände jeweils zwischen zwei Kerzen.
„Wollen wir beginnen?“, fragte Anna mit einem Grinsen im Gesicht.
„Ich glaube wir sollten das echt lassen.“, sagte Vanessa.
„Ach komm schon das wird lustig. Sieh es einfach als Mutprobe an.“, sagte Sabrina.
„Na gut.“, sagte sie dann doch.
„Gebt euch die Hände, schließt eure Augen und denkt an nichts.“, sagte Anna bestimmt.
Sie gaben sich die Hände und konzentrierten sich.
„Nun legt ihr jeweils die Zeigefinger beider Hände auf das Glas.“, sagte sie.
Sie befolgten die Anweisung. Vanessa hatte dennoch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend und konnte keine innere Ruhe finden. Noch einen weiteren Moment war es ruhig, bis Anna anfing zu sprechen.
„Ich beschwöre dich mein Bruder, du hast dein Leben so früh aufgeben müssen und nun rufe ich dich zurück zu mir, zurück zu den Lebenden. Erhöre mich!“, sagte sie.
Nichts Passierte. Sie starrten das Glas nur an, aber bewegt hatte es sich nicht.
„Versuch es nochmal.“, sagte Sabrina.
„Gut. Erhöre mich! Wir Beschwören dich aus dem Reich der Toten zurück ins Reich der Lebenden, kehre zu uns zurück!“, versuchte sie es erneut.
„Das kann gar nicht klappen, es gibt gar keine Geister. Wir sollten es…“, aber weiter kam Vanessa nicht.
„Was ist los Vanessa?“, sagte Anna besorgt.
Vanessa schaute ängstlich an ihrer Freundin vorbei. Dort stand jemand, die Person trug eine lange schwarze Kutte und eine Sense an ihrer Seite, das Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit verdeckt.
„Dummes Mädchen.“, sagte die Person in der Kutte.
„Vanessa? Was ist?“, fragte Sabrina nun.
„Da!“, antwortet sie mit zitternder Stimme und zeigte auf die Person in der Kutte.
Ihre Freunde schauten auf den Punkt auf den sie gezeigt hatte, aber da war nichts zu sehen.
„Aber da ist doch nichts.“, sagte Sabrina.
„Doch da steht eine Person mit einer schwarzen Kutte und einer Sense!“, sagte sie atemlos und ängstlich.
„Ha, Ha. Deine Freunde können mich nicht sehen.“, sagte sie und ging direkt auf Vanessa zu.
Diese stand nur Panisch auf und schaute erschrocken drein.
„Komm mir nicht zu nahe. Verschwinde!“, schrie sie voller Angst und mit Tränen in den Augen.
„Vanessa! Was ist denn los mit dir?“, schrie Sabrina ängstlich.
„GEH WEG!“, schrie Vanessa die Person an.
Doch die Gestalt kam immer näher. Vanessa versuchte wegzurennen, aber die Person tauchte vor ihr wieder auf und Vanessa stoppte.
„Vanessa!!!“, mischte sich Anna nun ein, „Es ist doch noch gar nichts Passiert.“
„B-Bist du etwa der Tod?“, fragte Vanessa mit zitternder Stimme.
„Ja und deine Zeit ist nun Abgelaufen.“, sagte sie.
Der Tod hob ihre Sense und schlug zu. Das einzige was ihre Freundinnen noch sahen war, dass Vanessa plötzlich zusammenklappte.
„VANESSA!“, schrien beide wie aus einem Mund.
Sie riefen so schnell sie konnten den Notarzt, der jedoch nur noch die Todesbotschaft vermitteln konnte.
„Es tut mir leid, aber eure Freundin ist leider tot.“
Beide waren nur geschockt über die Tatsache, es sollte doch nur ein Spiel sein.