Fanfic: Blaue Augen bleiben blau
Stirn, meiner Nase, meinen Wangen, meinem Kinn, bis du dich wieder meinem Mund widmest. Sanft saugst du an meiner Unterlippe und bahnst dir anschließend mit deiner Zunge einen Weg zwischen meinen Lippen hindurch.
Ein leises Seufzen entrinnt meiner Kehle, als sich unsere Zungen treffen und sich liebevoll umkreisen.
Ich weiß was ich für Reize für dich hege. „Ich weis was für Gefühle ich für dich hege Aber dennoch…
Kann ich einfach so vergessen was du mir angetan hast? Sanft trennst du unseren schönen Kuss. Kurze Zeit passiert nichts.
Ich wundere mich, da du normalerweise einfach gehst.
Aber heute…
Ich spüre wieder deine sanften Finger an meiner Wange. Deine Haarspitzen streifen mein Gesicht. Du bist mir nah, so nah, dass mein Herz nicht still steht.
Deine Lippe knabbern an meinem Ohrläppchen und als ich nicht Acht geben, entweicht mir ein Stöhnen. Ein heißer Schauer durchzuckt dich, den ich selbst auch spüre.
Ich spüre deine Hand, die sich unter mein Hemd schleicht und meine trockene Haut streichelt. Dann wandert sie nach oben und bleibt bei meiner Knospe hängen. Ich keuche wieder und drücke meine Wirbelsäule nach vorn. Ohne es wirklich wahrgenommen zu haben, ziehst du an meinem Hemd und reißt es mir vom Leib. Eine kleine, leichte Brise zieht von irgendwo her und meine Härchen stellen sich auf. Kurz darauf bist du es, der mir ein Keuchen entlockt, indem deine heißen Lippen meine Kehle entlang gleiten, während zwei Hände über meine Brust und meinem Buch streicheln. Mir bleibt nichts anderes, als meinen Kopf in den Nacken zu legen, um dir dein Spiel zu erleichtern und meine Finger in dem seidigen Haar zu vergraben. Mit einem Finger folge ich deine Oberarme hinab und fühle, wie ein Schaudern durch deinen Körper geht. Was mir gefällt und so lasse ich den Finger wieder höher gleiten bis meine Hand in deinem Nacken liegt. Ich ziehe dich näher zu mir, will dich küssen und hoffe deine Lippen zu treffen, als ich spürte wie du ausweichst und deinen Mund an meinem Ohr platzierst. Es überzieht mich noch eine Gänsehaut, als dein heißer Atem mich streift. „Na…ru…to….?“, flüsterst du mir verführerisch zu. Mein Atem geht schneller, mein Herz rast.
Ich weis, meine Gefühle für diesem Mann sind falsch…nein sie dürfen nicht sein. Aber…wie soll ich ihm widerstehen? Ihm, dem ich seit vier Jahren verfallen bin. Ich zucke zusammen, als ich etwas Feuchtes an meiner Schläfe spüre. Du willst, dass ich antworte.
„J…ja?“, flüsterte ich kaum hörbar.
Aber du hast es gehört. Ich spüre deine Hand, die du reizvoll auf meinen Oberschenkel legst.
„Liebst du mich…?“ Mein Herz bleibt stehen. Aber ich darf mir nicht erlauben, dir keine Antwort zu geben. Als ich gerade den Mund aufmachen will, legst du einen Finger auf meine wund geküssten Lippen.
„…liebst du mich …immer noch, nachdem dass passiert ist?“ Ich fühle deine Hand die zuvor auf meinem Mund lag, höher wandern. Du streichst meine Schläfen, dann küsst du sie. Das was du als Letztes sagst, lässt mich ganz zu Stein werden. Ich spüre, dass dein Körper mir näher kommt. Du beugst dich zu mir und ich spüre deine weichen Lippen auf meinem geschlossenem, linkem Auge, dann dem Rechten.
Als du es sagst: „Mach die Augen auf. Mach sie bitte auf…Naruto.“
Ich weis nicht was über mich kommt, aber ich fange wieder an zu weinen. Die Tränen haben sich gebildet, ohne dass ich etwas tun konnte. Sie bleiben an meinen Wimpern hängen, sammeln sich zu einer Träne und wandern über meine Wange. Du streichst sie weg. Dein Daumen, liebkost meine Haut und die Schamesröte steigt mir ins Gesicht.
Dann öffne ich sie. Natürlich sehe ich nichts. Trotz alldem ist es mir unangenehm.
Es entsteht ein Schweigen, ein minutenlanges Schweigen. Dann höre ich ein Klicken und runzele die Stirn. Augenblicklich brennen meine Augen und ich denke (glaube) sie raus reißen zu müssen. Meine Hände hebe ich zu den Schmerzen und lege sie so vor meinen Augen, wie ein Schutz. Ich verstehe nicht was los ist. Kann nicht fürchten, da ich es nicht verstehe.
„Naruto…“, kommt es aus einer Ecke des Raumes. Will er mich quälen? Will ER mir wieder Schmerzen zu fügen? „…ja?“
Er hat mir doch schon das Licht genommen. Blind wie ein Maulwurf bin ich.
Schritte. Er kommt mir wieder näher.
Kurz zucke ich zusammen.
Dann spüre ich eine warme Hand an meiner Wange.
„Naruto…“ Ja. Was ist denn los? Wieso sagt er meinen Namen?
„Naruto…“ Was denn? Was will er?
Er will mich foltern. Will mir zeigen, wie wunderschön mein Name aus seinem Mund sich anhört. Elender…
„Naruto...öffne deine wunderschönen, blauen Augen…“
Was? Warum?
Was will er schon sehen?
Wunderschön? Ich kann nur lachen…was für ein blau?
Er ist doch Schuld…er hat es doch getan…
Was will er sehen? WAS? Meine hässlichen Augen, die von einem trüben, blassen, ekeligen blau versehen sind. Pigmente wurde zerstört, Seelen zerbrochen… Und…er…will…meine Augen…sehen?
WARUM?
„Warum…warum willst du sie sehen…Sasuke?“
Er zuckt kurz zurück. Es ist der allererste Satz den ich mit ihm, seit Monaten wechsle und dann auch noch eine Frage…
Dann spüre ich beide Hände an meinen Wangen…
Ich weis nicht warum…aber ich spüre…sein Lächeln…warum?
Warum lächelt er?
Ich umfasse seine Hände mit meinen.
„Sag es mir? Was willst du an meinen hässlichen Augen sehen…das Leid, die Schmerzen...WAS? Was willst du sehen, SASUKE?“
Ich reiße meine Augen auf…da hat er es. Sieht er das Grauen. Sehe ihn an. Kann seinen Anblick nicht wirklich wahrnehmen. Seine schwarzen Onyxe stahlen mich liebevoll an. Warum? Dann überkommt es mich…ich weine.
„Naruto…“ Schon wieder. Fängt er wieder damit an? Ich wollte gerade wieder anfangen zu schreien, als-
„Naruto blaue Augen…bleiben blau.“
Diesen einen Satz, sagte er und küsste mich. Dann der Schock!
Wieso…? Was…zum…!
„Sasuke…“, keuche ich und sehe ihm geschockt ins Gesicht an. Ja! Ich sehe ihm ins Gesicht an! „Wie kann das möglich sein? Was ist hier los?“
Dann spüre ich wieder seine zarten Lippen. „Naruto, endlich…endlich habe ich dich wieder.
Ich lächelte.
*
Leute behaupten: Wenn man längere Zeit in einem dunklen, verlassenen Ort, allein Tage über Monate verbringt, spielt der ganze Kopf verrückt. Es kann sogar dazu führen, dass Erinnerungen neu gesponnen werden. Entsetzliche Fantasien entstehen und man kann Personen aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Auch wenn man diese Jahre lang geliebt hatte. Tage und Wochen kommen einem vor wie Jahre und manchmal vergisst man in der Dunkelheit sein Augenlicht.
Vor vier Monaten hatte man mich entführt.
In einem dunklen Keller eingesperrt und vergessen…
Vor zwei Monaten fand man mich dort.
Verängstigt und psychisch regelrecht am Ende.
Ich hatte mir meine eigene Mauer gebaut und keinen an mich ran gelassen.
Die Ärzte meinten, sie sollten mich lieber dort unten lassen, natürlich mit Beobachtung und im Dunklen, da ich total ausgerastet war, als jemand einer der Polizisten das Licht angeschaltet hatte. Mein Beschützter war meine Liebe, Sasuke…ich weiß bis heute nicht…wie er es mit so einem totalen Psychopaten ausgehalten hatte. Hatte mich verpflegt…regelrecht am Leben gehalten. Nahe ist er mir nie gekommen, da ich schnell geschrien habe. Was ich ihm wohl für Trauer gebracht hatte? Was mein Kopf sich zusammen gereimt hat…fürchterlich…
Trotz allem…ich liebe ihn…und dieser eine Satz…hat mich aus dem Dunklen der Angst zurück geholt.
„Blaue Augen, bleiben blau.“
The End…
So das wars’…Ich weiß, das es unlogisch ist, das die Ärzte in dort gelassen haben…aber Fanfics müssen nicht immer Logik enthalten, meiner Meinung nach ;)
Ich weiß…zu diesem Satz, würde man nicht gleich so was schreiben, aber es ist mir als allererstes eingefallen… und ich wollte es unbedingt schreiben :)
Ich hoffe es hat euch gefallen und besonders den Leuten, für die es gewidmet ist.
Vielleicht schreiben wir uns bald wieder ;)
Liebe Grüße
Eva:3
:*