Vergangenheit wird Gegenwart

Prolog

Endlich die überarbeitete Version des Prologes *grins*
und nun Vorhang auf für die neue Version von "Vergangenheit wird Gegenwart" ;D
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Ein dunkler und kalter Abend in der Kleinstadt Domino. Der Himmel, sonst azurblau, war wolkenverhangen und es stürmte. Der Wind war eiskalt und man sah nur ein kleines Mädchen, das durch die Straßen der Stadt eilte. Niemand sonst wollte bei diesem Wetter das warme und gemütliche Haus verlassen. Deshalb brannten in den Gemäuern von Domino schon die Lichter.
Nun kam in der Ferne ein Restaurant, Burger World genannt, in Sicht. Irgend etwas beunruhigte sie, dennoch trat sie ein. Kaum dass sie eingetreten war, wünschte sie sich, sie hätte es nie getan. Dem Mädchen bot sich ein schrecklicher Anblick und ihr stockte der Atem. An einem Tisch in der Mitte des Raumes, saß ein Junge. Mit seinen blond lila schwarzen Haaren fiel er sehr leicht auf. Ihm gegenüber hatte ein Mann Platz genommen, der den bunthaarigen zu bedrohen schien. Alle anderen Gäste lagen mit geschlossenen Augen auf dem Boden. Der Blick des Mädchens wanderte über die Menschen, die sich ängstlich an den Boden drückten und dies entlockte ihr nur ein trockenes Lachen. Daraufhin sah sie wieder zu dem Mann, welcher eine Pistole in der Hand hatte und dem Jungen, der sie kurz musterte. Doch dem Mädchen fiel auf, dass neben dem bewaffneten Mann, der drei mal die Zahl sieben auf der Stirn zu stehen hatte, ein braunhaariges Mädchen saß. Ihre Augen waren verbunden. 'Eine Geisel?', fragte sich das Mädchen, welches immer noch in der Tür stand.
Der Junge sah sie mit großen Augen an und es schien, als wolle er ihr signalisieren: Lauf weg! Doch sie dachte gar nicht daran wegzulaufen, weshalb sie so tat, als hätte sie es nicht gesehen. Der Bewaffnete sprang auf und kam mit schnellen Schritten auf sie zu. „Leg dich auf den Boden, so wie die anderen!“, knurrte er, doch sie sah ihn mit einem dreckigen Grinsen an. „Nein“, bekam er als Antwort und sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust.
Kurz stutzte er, bevor er ihr die Waffe unter die Nase hielt und befahl eiskalt: „Kleines, wenn du nicht machst, was ich dir sage, bist du tot!“ Wieder ein leichtes Lachen von ihrer Seite. Sie zeigte überhaupt keine Angst. „Wenn du mich so unbedingt tot sehen willst...Wie wäre es, wenn wir ein kleines Spielchen spielen?“ Nun begann er zu lachen: „Ein SPIEL?“ „Ja“, unterbrach sie ihn seelenruhig, „der Verlierer stirbt...“ Er zögerte kurz, bevor er fragte: „Der Verlierer stirbt?“ „Ja...Ein Spiel der Finsternis...“ „Nun gut, das hört sich interessant an“, meinte er schließlich nach langem Überlegen. „Du nimmst also die Herausforderung an?“, vergewisserte sie sich. Ein Nicken seinerseits. „Wir setzen unsere Leben in diesem Spiel...bist du dir sicher, dass du wirklich willst?“ Der Mann lachte auf: „Ich bin dabei...doch stelle ich eine Bedingung!“ Das Mädchen wurde hellhörig und sah ihn interessiert an: „Und welche wäre das?“ „Du spielst nicht nur um dein eigenes Leben...nein...du spielst um das Leben aller Menschen in diesem Restaurant!“ Sie hob eine Augenbraue und ließ den Blick noch einmal umherwandern. Kurz blieb dieser auf dem bunthaarigen Jungen ruhen. Dieser schüttelte den Kopf. Wieder überging sie ihn und stimmte der Aufforderung hinzu: „Gut“
Ungläubig sah sie der Junge an. Sein Name war Yugi. Doch hatte er grade mit seinem zweiten Ich gewechselt. 'Was soll das werden? Wenn sie verliert sind wir alle tot!', fragte er sich immer wieder und hätte am liebsten eingegriffen. Doch irgend etwas hielt ihn davon ab.
Sie legte den Kopf leicht schief und sagte leise: „Die Spielregeln: Irgend etwas halte ich hinter meinem Rücken. Es ist etwas sehr kleines, sodass es in meine rechte Hand passt. Und einen Tipp gebe ich dir noch: Es ist ein Tier. Wenn du es errätst, darfst du schießen, wenn du aber verlierst, wird dir das Tier etwas tun. Solltest du die Spielregeln brechen, erhälst du die Strafe des Schicksals...Doch kannst du nur einmal raten!“ Wieder einmal nickte ihr Gegenüber und sie rief: „Das Spiel beginnt!“
Trotz aller Überlegungen kam der Mann nicht auf die Lösung. 'Was für ein Tier könnte das sein? Es muss gefährlich, aber auch klein sein...Auf alle Fälle ist es kein Skorpion! Dieser hätte sie schon längst gestochen. Ist es eine Spinne? Verdammt ich habe keine Ahnung!' Ihm kam eine Idee, weshalb er begann dreckig zu grinsen und ihr zurief: „Ich habe zwar keine Ahnung, was du da in deiner Hand hast, aber ich habe doch noch meine Waffe!“ Nun blitzten ihre Augen gefährlich auf und der Mann drückte ab. Doch die Kugel ging nicht wie erwartet los. Verwundert sah ihr Gegenüber auf seine Waffe und sie begann zu lachen. „Ich hatte dich doch gewarnt! Nun hast du die Spielregeln gebrochen...“ Seine Augen weiteten sich, als sie die Hand hinter dem Rücken hervorzog. Auf ihrer Stirn erschien ein hell leuchtendes Horusauge. „...nun erwartet dich die Strafe des Schicksals!“ Er schluckte kurz, als sie die Hand öffnete. Doch kaum, dass er sah, was sich in ihrer Hand verborgen hatte, begann er zu lachen: „Willst du mich verarschen? Das ist ein Schmetterling!“ Das Mädchen sagte nichts mehr, sondern drehte sich um. „Du unterschätzt die Kleinen, denn das ist nicht einfach nur ein Schmetterling! Dies...“, rief sie und wandte sich wieder zu ihm um, „...ist Ammit der Seelenfresser!“ Wie aufs Stichwort verwandelte sich der zierliche Körper des kleinen Tieres in ein großes Monster, welches eine Mischung aus Nilpferd, Krokodil und Löwe war. Ammit machte bedrohlich große Schritte auf den Mann zu, welcher am ganzen Körper zu zittern begann. Das Mädchen wandte sich um und verließ Burger World, ohne sich ein weiteres Mal umzusehen.
Die gequälten Schreie des Mannes hallten wie ein Echo in den Straßen der Stadt. Yami, Yugis zweites Ich, sprang auf und lief an dem leblosen Körper vorbei auf die Straße. Er sah nach links und nach rechts, doch konnte er niemanden mehr entdecken. Jedoch hätte er wetten können, dass er einen kurzen blauen Blitz gesehen hatte.