Vergangenheit wird Gegenwart

KIDZ 2

LEST! nach langem gibs auch mal wieder was von mir xD
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Kija stand vor ihrem Vater und wollte nicht glauben, was sie grad gehört hatte. „ICH SOLL BEI TEANA SCHLAFEN? Das kannst du mir nicht antun!“ „Ich denke, dass du dich mit ihr gut verstehen solltest, da du schließlich später als Yamis Zweitfrau im Harem leben wirst..“ „BITTE?! DAS IST DOCH WOHL EIN SCHERZ!“, donnerte Kija und innerlich wurde sie immer verzweifelter. „Nein das ist mein voller Ernst“, kam es zurück. Kija schüttelte den Kopf. „Nein...ich will nicht“ „Das wirst du müssen...“, meinte der Pharao und damit war die Sache für ihn erledigt. Er verließ den Saal und Kija sank verzweifelt auf dem Boden zusammen. Trännen rannen ihr über das Gesicht.
So verging eine Woche, in der sie einen Ausweg suchte. Doch sie fand keinen. Während sie im Palast immer beliebter wurde, machten ihr ihr Bruder und Teana das Leben schwer. Immer wieder durfte sie sich anhören, dass sie höchstens als Dienerin taugte und nicht als Prinzessin. Schon bald ging sie den beiden so gut es ging aus dem Weg. Sie blieb lieber bei Akari und Mana, die schon bald zu ihren besten Freundinnen wurden.
Am achten Tag, an dem sie nun im Palast war, kamen ihr nach dem Frühstück wieder einmal Yami und Teana entgegen. Sie seufzte leise auf und wollte an den beiden so schnell wie möglich vorbei, doch wurde sie aufgehalten. „Hallo Schwesterchen“, grinste Yami fies und hielt sie fest. „Lass mich los“, fauchte Kija und trat ihn. Sofort ließ er los und sie machte ein paar Schritte zurück. Innerlich kochte sie vor Wut, doch durfte nicht zu wütend werden. Ansonsten würde sie den beiden nur wehtun. Kija drehte sich um und ignorierte die beiden, welche ihr hinterher fluchten. Wieder einmal schoss es ihr durch den Kopf, was ihr Vater ihr gesagt hatte und die Wut wurde zu Trauer und Verzweiflung. Wieder überlegte sie hin und her.
Dann kam ihr ein Gedanke, den sie auch gleich durchführen wollte. Sofort lief sie los und rannte zu ihrem Zimmer. Nur wenig später stand sie bei Yasmin und sprang auf das Pferd. „HÜA!“, rief sie und jagte über den Hof. Die Wachen öffneten das Tor und ließen sie hinaus.
Währenddessen fand Nayla einen Brief in ihrem Gemach. Sie öffnete diesen und als sie fertig mit lesen war, kamen ihr die Tränen.
Sofort lief sie zum Pharao, der sich den Brief mehrmals durchlas, in der Hoffnung, ihn falsch verstanden zu haben...

Liebe Mutter, lieber Vater,
ich weiß, dass ich erst seit einer Woche hier bin und trotzdem fühle ich mich hier nicht wohl. Ihr würdet jetzt sagen, ich müsse mich erst an das Leben im Palast gewöhnen, doch ich kann nicht in einem Raum mit dieser Prinzessin leben...Sie und mein Bruder sind anders, als ich sie eingeschätzt hätte. Beide sind unausstehlich und arrogant...Sie machen mir das Leben schwer und trüben meine Sicht.
Ich denke, dass ich woanders besser leben werde...
Kija

„Das...kann nicht sein..WACHEN!“, brüllte der Pharao. Sofort standen sechs Wachen vor ihm. „Findet meine Tochter!“ Sie verneigten sich und traten aus dem Saal. „Mein Pharao“, erklang hinter Aknamkanon eine Stimme, „wenn sie nicht gefunden wird, können wir auch nicht ihre Entführer ausmachen...“ Aknamkanon atmete tief durch, bevor er antwortete: „Das ist mir bewusst...Shimon...ich will sie nicht schon wieder verlieren...“
Währenddessen saß Yami mit Teana auf seinem Zimmer und bemerkte den Aufruhr im Hof. „Was ist denn nun schon wieder los?“, fragte er genervt und ging auf seinen Balkon. Er schnappte einige Aussagen der Wachen auf, die ihn nur noch mehr verwirrten. „...So habe ich ihn noch nie erlebt...“, „...müssen sie unbedingt finden...“, waren nur wenige von diesen. Yami fragte sich insgeheim, was sie damit meinten.
Kija stand am Nil und ließ Yasmin in Ruhe trinken. Plötzlich hörte sie eine Stimme neben sich: „Ein schönes Pferd...Ist das dein eigenes?“ Verwirrt sah sie den Jungen neben sich an, der ihrem Bruder fast vollkommen glich. Er schien aber freundlicher zu sein und seine großen Augen strahlten Unschuld aus. „Ja“, lächelte Kija und begann ihr Pferd zu streicheln. „Darf ich fragen, wie du heißt?“, kam es von ihm und Kija begann zu grinsen: „Ich bin Kija“ „Schön dich kennen zu lernen...ich bin Yugi“ Noch während er das sagte, begann er ebenfalls Yasmin zu streicheln.
„Schon komisch“, begann Kija nach einer Weile. Ihre Stimme hatte einen Hauch Nachdenklichkeit bekommen. „Hm?“, machte Yugi und sah sie von der Seite her an. Der Blick der schwarzhaarigen wandte sich zu ihm und sie fuhr fort: „Du siehst fast genauso aus wie mein Bruder...“ Verwundert stoppte Yugi in seiner Bewegung. „Was?“ „Ja...es gibt kleine Unterschiede...aber im Großen und Ganzen“ Yugi lachte auf und zuckte mit den Schultern: „Na dann...sicher nur Zufall“ Kija nickte abwesend.
Nach ein paar Minuten des Schweigens fragte Yugi: „Und wo kommst du her?“ „Ich ähm...habe früher in Theben gewohnt...“ „Aber wir sind hier weit weg von Theben...“, stellte Yugi fest und musterte sie misstrauisch. „Wie alt bist du überhaupt?“ „Ich bin acht...fast neun“, murmelte Kija leise und dachte daran, dass sie ja nächste Woche Geburtstag hatte. Wie jedes Jahr würde sie wohl allein sein.
„Ich bin neun“, meinte Yugi und nahm sie an der Hand. „Wo wohnst du denn zurzeit?“ „...I-ich...wohne grad nirgendwo“, gab sie leise zu und betrachtete den Sand unter ihren Füßen. „Na dann...komm mit...ich zeige dir, wo ich wohne...“ „I-ich...okay“
Und schon wurde sie von dem Jungen mitgezogen. Nur wenige Minuten später standen sie vor einem kleinen Haus. „Mutter!“, rief Yugi und rannte auch gleich hinein. Kija hielt es für besser erst einmal draußen zu warten. „Kija? Komm rein!“, ertönte es plötzlich aus dem Haus und Kija folgte der Aufforderung.
Yami saß inzwischen wieder auf dem Bett und dachte über die Worte der Wachen nach: 'Wen meinten sie? Was ist passiert?' Nach etwa einer Stunde hielt er es nicht mehr aus und er verließ sein Zimmer. Als er den Thronsaal betrat, spürte er sofort, dass etwas nicht stimmte. „Vater?“, fragte er und sah zum Thron, auf welchem der Angesprochene saß und nachdenklich auf die Tür gegenüber starrte. Jedoch schien der Pharao seinen Sohn gar nicht zu bemerken, denn er zeigte keine Reaktion. „Vater?“, fragte Yami erneut und kam etwas dichter. „Was ist los?“ Endlich wandte sich Aknamkanon dem Jungen zu und Yami sah ihm auffordernd ins Gesicht. „Kija“, sagte der Pharao leise. „Oh nein, nicht die schon wieder!“, seufzte Yami auf. „Yami“, rief der Pharao mahnend. „Na was denn? Sie kommt hier einfach so an, wird aufgenommen und benimmt sich dann nicht mal!“, regte sich Yami auf. „Was hat sie denn nun schon wieder angestellt?“ „Sie ist...weggelaufen...Wegen dir und Teana...“ Der Prinz hob eine Augenbraue: „Wegen MIR?“ „Ja wegen dir!“, rief Aknamkanon wütend.
Zur selben Zeit saß Kija am Tisch des kleinen Hauses und hörte interessiert der Frau zu, die sich als Yugis Mutter vorgestellt hatte. Yugi selbst war draußen bei Yasmin. Zu Kijas Verwunderung ließ sich das Tier von ihm streicheln. Wenn es sonst jemand versucht hatte, hatte das Pferd getreten oder gebissen. Doch von dem kleineren ließ es sich kraulen. So lag Yasmin in der Sonne und Yugi saß neben ihr. Kija musste lachen, als sie das gesehen hatte. „Kija!“, rief Yugi, „Lass uns doch in die nächste Stadt reiten...wir brauchen auch nicht lange...“ „Von mir aus“, lächelte Kija. 'Er ist das totale Gegenteil von meinem Bruder...' „Super...“, rief er und sprang auf. Kurz danach tauchte er neben ihr mit einer schönen Stute auf. „Die ist aber auch sehr hübsch“, meinte Kija und Yugi nickte. „Ihr Name ist Sira...wir haben sie noch gar nicht so lange, aber sie ist eine liebe“ Kija streichelte das Pferd kurz, bevor sie zu Yasmin ging und aufstieg. „Ähm...reitest du immer...ohne Sattel und Zügel?“, fragte Yugi nach und musterte sie interessiert. „Ja“, bekam er zur Antwort, bevor die schwarzhaarige Yasmin in die Seiten trat. Sofort jagte das Pferd los und Yugi musste sich beeilen, dass er nicht den Anschluss verlor.
Yami lief in seinem Zimmer auf und ab und überlegte, was er in den letzten Tagen gemacht hatte. Er stellte fest, dass er doch sehr gemein zu Kija gewesen war. Doch kam es ihm komisch vor, da er doch sonst nicht so mit jemandem umging. Am nächsten Tag begann er bei der Suche zu helfen. Doch diese Suche sollte ganze fünf Jahre erfolglos bleiben.
„Kija! Yugi!“, rief Lillian und sah die beiden am See sitzen. „Mutter wir kommen“, rief Yugi zurück und stand auf. „Komm“, meinte er und hielt der mittlerweile 14jährigen die Hand hin. „Danke“, lächelte Kija und ließ sich von ihrem besten Freund auf die Beine ziehen. „Wollen wir heute Nachmittag noch einmal in die Stadt?“, fragte der bunthaarige und Kija nickte: „Von mir aus“
Zur selben Zeit ritt der Prinz durch die Stadt in der Nähe des Hauses und war versunken in seinem Leid. Traurig richtete er den Blick auf die Menschenmenge, in der Hoffnung, seine Schwester endlich zu finden. Die Soldaten neben ihm hielten ebenfalls Ausschau.
Yugi und Kija ritten wieder einmal auf den Markt der Stadt und unterhielten sich, als Yasmin aprubt stehen blieb. „YASMIN!“, fauchte Kija wütend, da sie fast heruntergefallen wäre. Doch das Pferd warf den Kopf zurück und stieg leicht. Kija, die Tiere verstehen konnte, bemerkte, was Yasmin so aufregte. Und am liebten wäre sie wieder umgekehrt.
„Yugi“, flüsterte sie leise und sah zu ihm. „Da ist der Prinz“, flüsterte Yugi nur und er bemerkte, wie ähnlich er dem jungen Prinzen sah.