Vergangenheit wird Gegenwart

Kija blockte ab: „Yami verdammt...geh...ich...ich kann nicht einfach...ich brauche einfach einen Moment meine Ruhe!“ Er sah auf den Boden und nickte: „Ich verstehe dich...nach dem willst du sicherlich nichts mehr mit mir zu tun haben...Aber ich sage dir eines...Teana habe ich nicht wirklich geliebt...“ „Yami so war das nicht gemeint...“, begann Kija, doch Yami war schon aus ihrem Zimmer verschwunden. Sie seufzte leise und ging zu ihrem Bett, auf das sie sich fallen ließ.
Yugi saß bei Akari und lachte. Das Mädchen hatte ihm ein paar Zaubertricks gezeigt und auch er wollte es versuchen, doch steckte in ihm anscheinend kein Funken Magie. Oder er verstand einfach die Zaubersprüche nicht. Beide verstanden sich wunderbar und auch noch Stunden später saßen die beiden zusammen und redeten über alles Mögliche.
Kija ging am nächsten Morgen zum Frühstück, doch kaum dass sie eintrat, stand Yami auf und verließ den Saal. Kija sah ihm hinterher und rief auch seinen Namen, doch er reagierte nicht darauf. 'Anscheinend ist er immer noch der Meinung, ich hasse ihn...doch das ist doch nicht mein Problem...Ich weiß einfach nur nicht, was er für mich ist...', überlegte sie und setzte sich. „Was ist denn mit Yami los?“, fragte Mana, der das Verhalten natürlich nicht entgangen war. „Er geht mir nun einfach aus dem Weg...“, murmelte Kija leise und erntete dafür nur noch fragendere Blicke. „Warum?“, fragte Yugi, der nun im Palast bleiben sollte. „Er...ach egal“, sagte sie und sprang auf, nur um wieder auf dem Gang zu verschwinden. „Was haben die beiden denn?“, fragte Akari und sah zu Mahado, der weiß wie eine Wand war. „Mahado?“ Sofort sah er auf und murmelte etwas von wegen: „Der Prinz hat es sicherlich getan...“ Alle sahen ihn verwirrt an und der Pharao fragte: „Mahado? Was hat er getan?“ Nun konnte Mahado nicht mehr zurück. Nun musste er antworten: „Er hat ihr sicherlich gesagt, dass er sie liebt...“ Es klapperte und alle haben das fallen gelassen, was sie in der Hand gehabt hatten. „Wie bitte?“, fragte Mana und Akari starrte zu Yugi, der zurückstarrte. Der Pharao saß einfach nur da und musterte Mahado, der fortfuhr: „Jedoch glaube ich, dass Kija ihn...abgewiesen hat, so wie er sich aufführt...“ „Ist das ein Wunder?“, fragte Mana leise und stand auf. „Nein“, murmelte Mahado leise. „Irgendwie scheint er ihr doch was zu bedeuten, sonst wäre sie ihm jetzt nicht nachgelaufen“, sagte plötzlich Isis und deutete auf die Tür.
„Yami?“, fragte Kija leise und sah in sein Zimmer. Sie erhielt keine Antwort, was sie nicht wunderte. Sie sah sich um, doch schien er nicht hier zu sein. Leise schlich sie raus in den Garten, wo sie ihn am Teich sitzen sah. Traurig starrte er ins Wasser und bemerkte sie nicht. Kija begann fies zu grinsen und gab ihm einen leichten Schubs, weshalb er ins Wasser kippte. Überrascht riss er die Augen auf und dann platschte es laut. Kija kicherte und sprang hinterher.
Als er auftauchte, sah Yami niemanden und er fluchte nur. Plötzlich hörte er ein Kichern hinter sich und als er sich umdrehte, sah er in azurblaue Augen, die ihn anlachten. „Kija?!“, brachte er hervor und drehte sich sogleich wieder traurig weg. Doch dann umarmte sie ihn von hinten und murmelte leise: „Du hast das gestern falsch verstanden...ich war nur so wütend und wusste nicht, was ich dir antworten sollte...“ „Weißt du es denn jetzt?“, kam es leise von ihm. „Ja“, lächelte sie leicht und drückte sich an ihn: „Ich liebe dich auch, kleiner“ „Ich bin nicht klein“, entrüstete er sich und drehte sich um. „Doch bist du“, kicherte sie und spritze ihm Wasser ins Gesicht. „Hey!“, rief er und hob sie plötzlich hoch. Sie rief: „Yami nein“, doch er hatte sie schon im tieferen Wasser fallen gelassen. Prustend tauchte sie wieder auf und suchte Yami, der verschwunden war. „Yami?“, fragte sie unsicher und drehte sich einmal um ihre eigene Achse, doch konnte sie ihn nicht entdecken. 'Wo ist er denn?, fragte sie sich, als er neben ihr auftauchte und sie erschreckte. „Yami!“, rief sie säuerlich und er lachte nur.
Am Abend saßen die beiden zusammen am Tisch und aßen. Alle anderen sahen sie nur verwundert an. Keiner rührte sich oder sprach nur ein Wort. Bis der Pharao schließlich begann: „Wie soll man das jetzt verstehen?“ Yami sah seinen Vater fragend an und Aknamkanon seufzte leise: „Heute früh seid ihr euch noch aus dem Weg gegangen und nun...?“ „...Sind wir zusammen“, grinste Yami frech und auch Kija konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Die Gesichter der anderen waren einfach zu köstlich. Urplötzlich sprangen Akari und Mana auf und umarmten Kija, die nach hinten kippte. So lagen die drei auf dem Boden und Mana und Akari riefen immer wieder, wie sehr sie sich doch für sie freuten. „Ist ja gut“, brachte Kija grade noch so raus, da sie schon keine Luft mehr bekam. Die beiden Mädchen gingen von ihr herunter und entschuldigten sich und auch Kija setzte sich wieder auf. Yami nahm sie in den Arm und begann seinen Vater leicht anzugrinsen.
So vergingen zwei weitere Jahre.
Akari war nun schon seit einem Jahr mit Yugi zusammen und Kija war gerade erst 16 geworden. Yami war nun schon bereits 18. Die beiden lagen zusammen auf dem Bett, als plötzlich ein Diener eintrat und mit betrübter Miene den beiden mitteilte, dass der Pharao tot aufgefunden wurde. Sofort sprangen sie auf und folgten dem Diener, der sie zum Gemach des Pharaos führte. Tränen liefen über Kijas Gesicht, als sie ihren toten Vater sah und Yami nahm sie sofort in den Arm. Er versuchte sie zu beruhigen, während er selbst mit den Tränen zu kämpfen hatte. Seine Mutter war bereits vor einem Jahr an einer Krankheit gestorben und nun auch noch sein Vater. „Die Wachen haben Bakura gesehen“, teilte der Diener mit und Kija murrte leise. Während sie bei Yugi war, hatte sie viele Geschichten über Bakura gehört.
Durch den Tod seines Vaters musste Yami nun selbst Pharao werden und Kija wollte er zur Frau nehmen. Die Zeremonie war schnell vorbei und Kija stand nur neben Yami und starrte trübselig auf das Volk herab. Er nahm ihre Hand und drückte sie, was sie leicht zum lächeln brachte. „Wir werden das schaffen“, flüsterte er ihr zu und Kija nickte leicht. 'Wenn du wüsstest', dachte sie traurig. Es gab nämlich eine Sache, die niemand wusste.