Vergangenheit wird Gegenwart

ENDE...

Am Abend saßen sie noch im Thronsaal und sahen sich die Feier an. Kija seufzte und ging, was Yami zuerst nicht bemerkte. Das Mädchen stand im Gang und lehnte sich gegen die Wand. Ihr war schlecht und schwindelig. Noch dazu bekam sie Schüttelfrost. „Was ist denn nun los?“, fragte sie sich und atmete tief durch. Sie geriet ins Wanken und die Welt schien sich zu drehen.
Yami saß immer noch auf dem Thron und bemerkte endlich, dass Kija fehlte. „Shimon? Wo ist Kija?“ „Sie ist eben gegangen, mein Pharao“, bekam er als Antwort. Yami machte sich leichte Sorgen, doch konnte er nicht einfach so gehen wie Kija.
Kija taumelte wieder zurück zum Thronsaal, aus dem nun Schreie kamen. Der Grund: Bakura. Er war wie aus dem Nichts aufgetaucht und bedrohte nun Yami. „Yami“, flüsterte sie leise und stellte sich vor ihren Mann. „Kija?“, fragte Yami verwundert und er bemerkte, wie blass sie eigentlich war. Doch das Fieber schien zu steigen und ihr wurde immer schwindliger. So schwand auch ihre Sicht nach und nach und sie konnte sich nur noch mit Mühe auf den Beinen halten.
„Verdammt“, flüsterte sie und hielt sich den Kopf. Yami merkte, dass es ihr nicht gut ging und wollte zu ihr, doch die Mahado und Shimon hielten ihn auf.
„So...die Königin stellt sich mir also in den Weg?“, spottete Bakura und rief seinen Diabound, ein schlangenartiges Ka. „Verschwinde“, ihre Stimme war nicht mehr als ein Hauchen, bevor sie entgültig zusammenbrach. „Kija!“, Yami wollte zu ihr, doch er wurde immer noch von Mahado und Shimon festgehalten.
Doch konnte ihn niemand daran hindern. Sofort saß er neben ihr, doch als er sie berührte, zuckte er zurück. „Was ist los?“, fragte Shimon. „Sie ist glühend heiß....nicht heiß, sondern richtig...als würde man ins Feuer fassen“, murmelte Yami und stand wieder auf. „Wie?“, fragte Mahado verwirrt und kam ebenfalls zu Kija.
Bakura stand daneben und sah von einem zum anderen. „Hallo? Ich bin hier, um den Pharao zu vernichten...“, knurrte er, doch keiner schenkte ihm Beachtung.
„Was ist denn mit ihr?“, fragte Yami und verzweifelte langsam. So ein hohes Fieber würde sie nicht überstehen, das wusste er. „Sie verwandelt sich bald richtig“, sagte eine Stimme aus dem Schatten. Alle drehten sich in die Richtung, aus der die Stimme erklang. Sofort stockte allen der Atem, denn dort stand Ra. „Was soll das heißen?“, rief Yami, der sich nur noch um Kija sorgte. Ra seufzte: „Hat sie dir nicht gesagt, wer sie ist?“ Verwundert sah ihn der Pharao an und schüttelte den Kopf. Ohne Umschweife erklärte ihm der Gott, dass Kija Orion war. Mit jedem Wort wurde Yamis Gesicht ungläubiger. Bakura sah interessiert zu Kija, die immer noch schwer atmend auf dem Boden lag. Seine Augen blitzten kurz auf und ein fieses Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. Leise schlich er sich zu dem Mädchen und zog sie auf die Beine.
Yami sah dies und wurde bald fuchsteufelswild. „Nimm deine dreckigen Finger von ihr“, fauchte er, stutzte aber. „Warum kannst du sie anfassen?“ „Weil ich Magie angewandt habe...Du must zugeben, dass ich schlauer bin, mein Lieber“ „Jetzt mach mal nen Punkt“, knurrte Yami und machte ein paar Schritte auf ihn zu.
„Mensch seid doch mal ein wenig leiser“, flüsterte Kija, die langsam wieder zu Bewusstsein kam. Sie öffnete leicht ihre Augen, doch besser ging es ihr nicht. Sie erkannte Bakura, der sie hielt und wollte sich von ihm wegstoßen, doch mit einem fiesen Grinsen hielt er sie nur noch fester. „Lass mich los!“, fauchte sie und hielt sich sofort wieder den Kopf. „Aua“, setzte sie hinzu. „Aber nicht doch...jetzt habe ich endlich was in der Hand, was mir helfen kann“, grinste er und drehte sie um. „Yami“, flüsterte Kija und wollte zu ihm, doch Bakura und ein erneuter Schwindelanfall hielten sie davon ab. „Lass mich endlich los“, murrte sie und spürte eine unnatürliche Hitze in sich aufsteigen.
Bakura lachte nur. Doch plötzlich zog er die Hand weg. „AU VERDAMMT!“, rief er und an seiner Hand bildete sich eine Brandblase. Es fing an zu gewittern und Kija taumelte erneut. Sie schloss die Augen und Bakura trat ein paar Schritte zurück, denn um das Mädchen flimmerte die Luft schon.
Dann ging alles sehr schnell. Kija verschwand, Orion tauchte an der selben Stelle auf und hinter ihr ein weißer Tiger. Als Orion die Augen wieder öffnete, schoss zudem noch ein Phönix hinter ihr hervor und er trug die Hitze in sich, die sie gespürt hatte.
Bakuras Diabound wurde nun von zwei Kas fast geschlagen, da Bakura mit Tricks versuchte, die beiden Kas zu schlagen. Doch der Grabräuber verschwand, bevor der Tiger den vernichtenden Schlag hätte aufführen können.
Sofort verwandelte sich das Mädchen zurück und lief zu Yami, der sie in die Arme schloss. „Warum hast du mir nie was gesagt?“, fragte er. „Ich wollte“, flüsterte sie, „habe mich aber nie getraut, weil ich nicht wusste, wie du reagieren wirst“ Der Pharao lächelte leicht und drückte sie fester. „So wie jetzt auch“ Daraufhin grinsten sich beide an.
In den nächsten Tagen ging alles wieder seinen gewohnten Gang. Doch schon bald erreichten den Herrscher Nachrichten von Angriffen auf Dörfer und kleine Städte.
Yami saß auf dem Thron, als Kija leise eintrat. Er sah nachdenklich aus und schien gar nicht zu bemerken, dass sie neben ihm stand. „Er wird ihn wiedererwecken“, meinte sie leise und Yami sah ihr ins Gesicht. Dann nickte er langsam. „Was hast du vor?“, fragte Kija und setzte sich auf seinen Schoß. „Ich weiß es nicht...schon die ganze Zeit überlege ich, wie man Zork aufhalten könnte, doch es wird nicht klappen“ „Ich kann dir helfen...ich bin stärker als das, was du gesehen hast....Yami lass mich mitkämpfen...vielleicht sogar das Heer anführen...“ „Nein“, meinte er entschieden und schüttelte den Kopf. „Dich bringe ich nicht in Gefahr, nur weil ich keine andere Lösung finde...“
„Yami...“, fing sie an, doch er schüttelte plötzlich den Kopf. „Du kennst ja meinen wahren Namen nicht“, murmelte er leise, doch war es eher eine Feststellung. „Wie meinst du das?“, fragte sie und drehte sich um. „Niemand weiß meinen Namen...nun gut meine Eltern wussten ihn, aber ansonsten...“ „Yami, was meinst du?“ „Ich meine damit, dass....“, er senkte die Stimme etwas, „ich Atemu heiße...nur soll mich jeder Yami nennen“ Verwirrt sah sie ihn an, nickte aber nach einer Weile: „Gut du bleibst einfach Yami für mich“ Yami schmunzelte und sie gab ihm einen Kuss.
Am Abend stand sie am Balkon und sah auf die Stadt hinaus. Ein leichter Wind bließ ihr ins Gesicht, den sie genoss. Doch dann krachte es und die Erde bebte. 'Was war das?', fragte sie sich und ahnte das Schlimmste.
Sie rannte auf den Gang und sah Yami auf der Erde liegen. „Yami!“, rief sie und kam neben ihm schlitternd zum stehen. 'Verdammt...Moment...das Puzzle...es ist weg!', schoss es ihr durch den Kopf und sofort wusste sie, dass Bakura daran Schuld war.
Sie brachte Yami, welcher langsam wieder zu sich kam, in das Zimmer der beiden und legte ihn aufs Bett. Noch ein Beben und ein Schatten legte sich über die Stadt. Kija lief zum Balkon zurück und sah ihn: Zork. „Nein“, brachte sie hervor und sah zurück zu Yami, der immer noch unzurechnungsfähig war. „Tut mir leid Yami, aber nun muss ich wohl doch das Heer anführen“, lächelte sie schwach und trat ans Bett. Sie gab ihm einen leichten Kuss und verschwand dann.
Nur kurz danach stand sie mit den Soldaten und den sechs Priestern vor der Stadtmauer und sah zu, wie Zork immer näher kam. In Gedanken war sie bei Yami, der wahrscheinlich immer noch bewusstlos auf dem Bett lag. Dann verwandelte sie sich in Orion und sah zu dem Monster auf, das immer näher kam.
Yami wachte langsam auf und spürte ein leichtes Beben, was ihn sehr verwunderte. Doch dann schlugen alle Erinnerungen wieder ein und er sprang auf. Als er am Balkon amkam, sah er Zork und Orion. Doch dann sah er etwas, was ihm den Atem raubte. Orion fiel, verwandelte sich zurück in Kija und schlug wahrscheinlich auf der Erde auf. „Nein“, flüsterte er und lief los. Im Hof sprang er auf sein Pferd und jagte zum Stadtrand. Dort angekommen, sah er sie. Kija lag auf dem Boden und um sie herum eine Blutlache. Sein Pferd hielt neben ihr und er sprang hinunter. Sofort hatte er sie im Arm. Jedoch konnte sie nicht mehr hören, wie er ihren Namen rief und sie anflehte, doch die Augen zu öffnen, mit ihm zu reden und wieder in den Palast zu gehen.
Yami wurde wütend und Tränen bahnten sich ihre Wege über sein Gesicht. „Nein“, flüsterte er immer wieder. Dann sprang er auf und sah Zork ins Gesicht. Sofort rief er sie drei Götter und ließ sie angreifen. Immer wieder. Doch richteten sie nicht sehr viel aus. Dann kam ihm eine Idee. Mithilfe seines Namens verbannte er Zork in das Milleniumspuzzle, dass ein paar Wachen aus dem Dorf Kul Elna zurückgeholt hatten. Dadurch verlor er ebenfalls sein Leben. Zu diesem Zeitpunkt standen Akari und Yugi auf dem Balkon und beiden liefen die Tränen über das Gesicht. Zork war besiegt, doch hatte es das Leben zweier Menschen gekostet.

„WAHHH!“, schrie Danny auf und saß kerzengerade im Bett. Sie atmete schwer und sah sich verwirrt im Raum um. Dann schüttelte sie leicht den Kopf. Sie sah zur Seite und auch Yami schien einen Albtraum zu haben. Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Doch dann setzte sich auch Yami mit einem Aufschrei auf und starrte an die gegenüberliegende Wand.
Im Raum am Ende des Ganges wachten zwei Personen genauso auf. Kari und Yugi lagen auch nebeneinander im Bett, was beide kurz erröten ließ.
„Yami?“, fragte Danielle leise und sah ihm in die Augen, „was wäre, wenn ich dir jetzt den Namen Atemu sagen würde?“ Verwundert sah er sie an und meinte dann: