Vergangenheit wird Gegenwart

ängstlich auf das Glas unter ihr.
Kari läuft plötzlich schreiend durchs Haus und ruft Daniel. Dieser kommt auch gleich aus dem Arbeitszimmer seines Vaters und findet die aufgelöste Kari vor. „Dan....Danny...die Tür!“, weint sie und Daniel ahnt schlimmes. Als er in den Flur kommt, weiten sich seine Augen. „Danny!“, ruft er und nimmt das Mädchen auf die Arme. Die ganze Zeit war sie mucksmäuschenstill, doch nun, da Dan da ist, beginnt sie zu weinen. „Ist ja gut“, flüstert er immer wieder und wäscht ihr das Blut von den Händen, bevor er diese verbindet. Dann bringt er sie in ihr Zimmer und bringt danach Kari nach Hause, die ängstlich fragt, ob sie nun Ärger bekommen würden. Daniel verneint obwohl er das bei seinem Vater nicht ganz so wusste.
Als er wieder zu Hause ankommt, findet er eine wieder weinende Danny und seinen wütenden Vater vor. Dan nimmt sich vor, später nochmal mit seinem Vater zu reden. Er setzt sich zu Danny aufs Bett und diese sieht ihn traurig an: „Papa hat mit mir geschimpft....er mag mich nicht“ „Natürlich mag er dich“, lächelt Dan traurig, obwohl es in der Wirklichkeit wohl doch anders aussah. Es wird draußen langsam dunkel und Danny hat sich mittlerweile wieder beruhigt.
„Dan?“, fragt Danny leise, „erzählst du mir noch eine Geschichte, bevor ich schlafen muss?“ Daniel lächelt und nickt. „Dann erzähl ich dir die Geschichte vom namenlosen Pharao“ „Au ja“, strahlt sie wieder.
Spät in der Nacht wird Danny nochmals wach, weil sie laute Stimmen hört. Sie krabbelt aus dem Bett und öffnet leise ihre Tür. Dann tabst sie zu dem Arbeitzimmer ihres Vaters. „Du kümmerst dich einen Dreck um Danny!“, faucht Daniel und schüttelt nur den Kopf. „Was geht es dich an, wie ich meine Tochter behandle?“, kommt es im selben Ton zurück. „Dad, sie ist meine Schwester...es geht mich was an...doch beantworte mir eine Frage: Bereust du es eigentlich, dass Danny da ist?“ Ihr Vater zögert eine ganze Weile. „Du bist echt das Letzte...deine Antwort kenne ich...sie ist 'ja' nicht wahr? Du hasst sie! Doch ich verstehe nicht warum“ Danny sieht traurig auf den Boden. 'Papa hasst mich doch', denkt sich die Kleine und traurig geht sie wieder zurück auf ihr Zimmer. Sie beginnt zu weinen, was jedoch niemand mehr mitbekommt.
So vergeht ein Jahr. Danny geht gerade mit ihrem Bruder durch die Stadt und schleckt ein Eis. Sie hat ihrem Bruder nie erzählt, dass sie das mitgehört hatte. Dan nimmt sie an die Hand und meint leise: „Komm...wir gehen ein wenig auf den Markt“ Danny kichert und nickt. Daniel will gerade über die Straße gehen, als Danny stehen bleibt. „Dan mein Schuh ist auf“, mault sie und drückt ihm ihr Eis in die Hand. Dann setzt sie sich auf den Boden und versucht ihn zuzumachen. Daniel ist in der Zeit so fies und läuft mit ihrem Eis über die Straße. „Dan...mein Eis!“, ruft Danny und sieht ihn entrüstet an, als er von diesem auch noch was isst. Daniel lacht, doch dieses verblasst schnell wieder. Denn er hatte es gehört. Das Hupen des Autos. Er dreht sich um und sieht das Auto nur noch auf sich zuschießen. Danny bekommt das gar nicht mit. Erst als ihr Bruder aufschreit, sieht sie auf. Sofort steigen ihr Tränen in die Augen. „Dan“, flüstert sie und läuft los. Einige Passanten beginnen zu schreien, als sie Daniel auf der Straße liegen sehen.
Danny kniet neben ihm und ruft seinen Namen. Die kleine versteht noch nicht, dass er sie schon lange nicht mehr hören kann.
Danny sitzt auf der Straße und weint, denn die einzige Person, die sich wirklich um sie gekümmert hat, ist nun tot. Sie stolpert nach Hause, immer mit Tränen in den Augen. Kurz darauf ist auch ihr Vater im Flur, der Daniel fragen wollte, warum sie so spät kommen. Doch als er nur Danny erblickt, stutzt er. „Wo ist Daniel?“, fragt er kalt und Danny schluchzt auf. „Dan wurde von einem Auto angefahren“ Herakles Augen weiten sich, als er das hört. „Geh auf dein Zimmer“, meint er eiskalt und Danny hätte am liebten laut losgeweint. Wieso hasste er sie nur so sehr? Am nächsten Tag ist Robert bei ihr und versucht mit ihr zu reden. Doch er kann nicht zu ihr durchdringen. Den ganzen Tag sitzt sie auf ihrem Bett, isst und trinkt nichts, spricht nicht mehr.
So geht das zwei Tage weiter, bis plötzlich ihr Vater in ihrem Zimmer steht und sie etwas freundlicher ansieht. Er fragt sie, ob sie nicht mit ihm spazieren gehen möchte und Danny willigt ein. Sie ist etwas glücklicher, dass ihr Vater sie endlich beachtet. So vergeht ein Jahr. Danny hat sich sehr verschlossen und ist innerlich immer noch unglücklich. Dans Tod hatte sie mehr mitgenommen, als jeden anderen. Dann fliegen sie nach Japan, wo Danny Yugi das erste Mal kennenlernt. Sie versteckt auch bei ihm ihre Trauer, so wie es auch bei allen anderen tut. Mit ihrem Vater kommt sie gut klar. Noch...
Ihren achten Geburtstag feiert sie allein, da ihr Vater keine Lust hat. Innerlich brodelt sie, doch äußerlich zeigt sie keine Regung. 'Er hasst mich also immer noch', denkt sie sich und geht auf ihr Zimmer. Kari ist im Urlaub, hat aber schon angerufen. Dannys Gedanken werden bestätigt, als sie ein Gespräch zwischen ihrem Opa und ihrem Vater mit anhört.
„Warum feierst du nicht ihren Geburtstag?“, fragt Robert leise und sieht seinen Schwiegersohn verständnislos an. „Das geht dich nichts an“, faucht Herakles zurück. „Du hasst sie...ohne Grund...sie ist deine Tochter Herakles...sie hätte damals deine Hilfe gebraucht...du hättest mit ihr reden müssen und dich nicht nur bei ihr einschleimen müssen“ „Ich habe mich nicht eingeschleimt“, knurrt Herakles und springt auf. „Doch hast du...du hasst sie sogar immer noch...doch ich sage dir eines: Wenn sich das mit ihr nicht ändert, nehme ich sie...“ Mit diesen Worten geht Robert aus dem Raum, doch Herakles schien die Drohung nicht zu stören. Auch dieses Verhalten zeigt ihr, wie sehr er sie doch hasst.
Danny schließt sich in ihrem Zimmer ein und verlässt es für eine ganze Woche nur, wenn es nötig ist. Zur Schule will sie nicht, denn außer Kari und Timmy hasst sie alle. Es stört ja auch niemanden, dass sie nicht zur Schule geht. Auch ihren Vater interessiert es nicht, was Danny macht. Mit jedem Tag wird sie immer lustloser und trauriger und sie versinkt förmlich Tag für Tag in ihren Erinnerungen an Daniel. 'Er war der einzige, der mich verstanden hat....dem ich wichtig war', denkt sie sich und schaut aus dem Fenster. Sie sitzt auf dem Fensterbrett und beobachtet den Regen, der nicht oft in der Wüste vorkommt. Schon oft ist sie so depressiv, dass sie daran denkt, ihr Leben einfach so zu beenden. Doch sie bringt es nicht übers Herz, die einzigen Menschen, die ihr was bedeuten so zu verlassen, wie Daniel es damals bei ihr getan hatte. So zieht ein weiteres Jahr ins Land und Danny ist mittlerweile 9. Sie lässt sich von niemandem mehr was sagen und ist förmlich abgerutscht. Durch ihre Probleme zu Hause hat sie begonnen, sich zu ritzen (hab ich heute nicht gute Laune ? xD). Niemand bemerkt es, niemanden interessiert es. Sie kommt spät nach Hause, geht selten zur Schule und wenn, dann sind ihre Noten im Keller. Niemand bemerkt es, niemanden interessiert es. Niemand....außer zweien, die sich größte Sorgen um ihre beste Freundin machen.
Doch irgendwann geht es soweit, dass Danny auf einer Brücke (?) (3) ihr Leben beenden will. „Danny, tu es nicht“, fleht Kari, die sich nicht näher an ihre Freundin traut. „Warum denn? Ich bin doch eh jedem scheißegal!“, ruft sie und lässt wirklich jeden Moment das Geländer los. „Scheiße man Danny, komm da runter!“, ruft Timmy und sieht sie traurig an. „Nein“, stellt sich die kleine stur und bemerkt nicht, wie ihr Vater auf sie zukommt. „Danny“, flüstert er und Danny erstarrt. „Verschwinde!“, faucht sie und sieht ihn hasserfüllt an. „Danny...ich weiß, ich habe Fehler gemacht...“ „Ach? Hat dir das Opa gesagt oder was?“ „Ich...nein verdammt...ich habe endlich eingesehen, dass ich dich genauso liebe wie Daniel damals...und ich bin auch froh, dass mein Schwiegervater noch arbeitet, denn ansonsten hätte er dich zu sich geholt...“ „Wäre vielleicht
besser gewesen“, knurrt die kleinere, doch Herakles schüttelt den Kopf: „Nein...wäre es nicht“ Danny lacht nur auf und schaut ihn wieder hasserfüllt an. „Dich hat es einen Scheiß interessiert, wie es mir geht....ganze 9 Jahre lang...fast 10....wieso sollte sich das plötzlich ändern?“
„Ich habe es doch eingesehen....bitte....gib mir noch eine Chance“, fleht er und sieht sie traurig an. Sie murrt nur leise und meint: „Sobald ich aber merke, dass du mich nur verarschst...bin ich weg!“
Kari und Timmy atmen erleichtert auf, als Danny wieder über das Geländer klettern will. Jedoch rutscht sie ab und fällt. „Danny!“, schreien drei Personen gleichzeitig. Das Mädchen sieht schon ihr Ende, als sie merkt, dass sie noch gar nicht sterben will. Sie schließt die Augen und reißt diese auf, als sie plötzlich schwebt. Sie sieht an sich herunter und erkennt ein schwarzes Kleid. „Ich fliege?“, fragt sie leise, als sie die Flügel entdeckt. Dann bemerkt sie, in wen sie sich grad verwandelt hatte.
'Ich bin Orion?', fragt sie sich und springt wieder auf die Brücke. „Wow...ich wusste gar nicht, dass du fliegen kannst“, staunt Timmy und Danny meint leise: „Ich kann es seit 5 Sekunden“ Timmy und Kari grinsen.
Seit diesem Tag wird Dannys Verhältnis zu ihrem Vater immer besser, da sie merkt, dass er es ernst meint und nur ein halbes Jahr später wird sie Königin. Doch jede Woche geht sie einmal zu ihrem Bruder an das Grab und erzählt ihm, was alles in der Woche passiert ist. Sie selbst hat sich wieder gefangen. Ihre Noten sind wieder bei 1 und sie ritzt sich nicht mehr.
-Flashback Ende-
Yami hat es die Sprache