Vergangenheit wird Gegenwart

unspoken

Nach langer Zeit gehts weiter xD
und nun geht es langsam auf das Ende zu...

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Yami suchte den ganzen Abend nach Danielle, bis er sie schließlich auf einer Brücke sitzen sah. „Danny!“, rief er sofort und dachte an das, was Kari ihm erzählt hatte. Sie drehte sich um und lächelte ihn leicht traurig an. „Hey Ati“ „W-was tust du da?“, fragte er aufgebracht. „Na sitzen“, murmelte sie leise und lächelte immer noch traurig. „Komm da bitte runter!“, sagte Atemu und zog leicht an ihrer Jacke. „Kari hat es dir erzählt, nicht wahr?“, fragte sie plötzlich und zog ihre Jacke aus. Auf ihren Armen sah man noch ganz leicht die Narben. „Sie waren nie wirklich tief...sie verschwinden noch“, murmelte Danny leise und starrte traurig in den Himmel. „Tut mir leid, was damals passiert ist...“, flüsterte Atemu und wollte sie in den Arm nehmen, doch das Mädchen blockte ab.
„Ati...ich...verdammt...ich kann das einfach nicht vergessen...“, wieder stiegen ihr die Tränen in die Augen. Yami zog sie vom Geländer und legte die Arme um sie. „Versuche es zu vergessen....du machst dich nur selbst kaputt und auch die Menschen, die dich gern haben“ Sie nickte leicht und schluchzte kurz auf. „Ich kam mir jahrelang immer so nutzlos vor...als ob mich niemand haben wollte...Nachdem Dan weg war, ging für mich eine Welt unter..“, Tränen liefen ihr über das Gesicht und Yami hielt sie einfach nur fest.
„Komm mit...es wird langsam kalt“, murmelte er nach einer Weile. Danny nickte erneut und ließ sich von ihm nach Hause bringen. Dort angekommen, kuschelten die beiden wieder miteinander.
Am nächsten Morgen war die kleine wieder besser gelaunt. Sie sprang förmlich aus dem Bett und lief summend durch das Haus. Atemu bemerkte dies und ging zu Kari. „Was ist denn jetzt mit ihr los?“, fragte er und schaute die kleinere fragend an. Kari lächelte leicht und meinte nur: „Genau dasselbe wollte ich dich fragen...“ „Wie meinst du das?“ Kari begann zu lachen und murmelte leise: „Ich wollte dich fragen, was du gemacht hast, dass sie so glücklich ist...aber anscheinend....“ Ati hob eine Augenbraue und murrte leise: „Ich hab gar nichts gemacht...ich war nur...“ „Da? Ja, das brauchte sie vielleicht mal....jemanden, der einfach nur für sie da ist...“, lächelte Hikari und ließ Atemu in ihrem Zimmer stehen. „Wenn du meinst“, murmelte Atemu und ging ebenfalls.
Am nächsten Morgen ging es wieder in die Schule. „Ne oder?“, fragte Yami, als er auf seinen Stundenplan sah. „Schon wieder Chemie?“ Danny und Kari lachten und Yugi schmunzelte. „Ich hasse Schule“, fauchte Yami und setzte sich auf seinen Platz. „Früher hast du auch gelernt und da hast du nicht so rumgejammert“, lächelte Danny und packte ihr Chemiebuch aus. „Das war was anderes“, murrte er und seufzte lautstark auf. Danny schüttelte nur den Kopf und konzentrierte sich auf den Unterricht, der in genau eben diesem Moment begann.
Und wieder vergingen die Wochen wie im Flug und sie Herbstferien rückten immer näher und Danny wurde mit der Zeit von Albträumen heimgesucht. Sie verbarg dies vor den anderen, was ihr auch sehr gut gelang.
Als Yami, Yugi und Danny am ersten Wochenende der Ferien am Tisch saßen und überlegten, was sie denn machen könnten, kam Hikari in die Küche gestürmt und hielt keuchend vor dem Holztisch an. Alle Anwesenden schauten sofort zu ihr und das Mädchen legte einen Zeitungsartikel auf den Tisch, den sie auch gleich zu Danielle schob. Neugierig nahm eben diese das Stückchen Papier und begann zu lesen: „Überfall auf das ägyptische Museum in Kairo.
Unbekannte sind in der Nacht von Freitag zu Samstag in das Museum eingebrochen und haben mehrere Gegenstände aus der 18. Dynastie gestohlen.“ Kurz hielt das Mädchen inne und schielte zu Yami, der Danielle mit demselben Blick bedachte. „Weiter!“, murmelte Hikari und tippte ungeduldig mit dem Finger auf den Tisch. „...Unter den Gegenständen waren auch mehrere Papyri über den geheimnisvollen Turm der Götter, der mitten in Ägypten steht. (natürlich nur bei mir xD) Über die restlichen entwendeten Gegenstände schwieg die Vorsitzende Ishizu Ishtar.“
Danny stand wütend auf und ließ den Bericht fallen. „Danny?“, fragte Hikari leise und stand ebenfalls wieder auf. „Ich werde Ishizu anrufen“, flüsterte Danielle leise und verschwand auf dem Flur.
„Was ist denn der Turm der Götter?“, fragte Yugi und sah zu Hikari, die einen bedrückten Eindruck machte. Sie seufzte auf und begann leise zu erzählen: „Es heißt, dass Orion ihn zusammen mit den anderen Göttern erschaffen hat...doch warum er erbaut wurde, ist mir unbekannt. Ich weiß nur, dass Marik einmal in diesen wollte, sie ihn aber in letzter Sekunde davon abgehalten hat“ „Marik?“, fragte nun Atemu und Hikari nickte.
Sie hielt den Hörer in der Hand und wartete darauf, dass Ishizu abnahm. „Ishizu Ishtar“, meldete sie sich dann endlich. „Ishizu“, rief Danny leise aus. „Danny....“, Ishizu klang erleichtert, als sie ihre Stimme hörte. „Ich habe in der Zeitung gelesen, dass...“ „Dass Fundstücke entwendet wurden“, seufzte Ishizu leise. „Genau! Aber wie...ich meine... warum ausgerechnet diese...“ „Danny bleib ruhig! Ich nehme an, das...mein Vater oder besser einer seiner Helfer die Papyri gestohlen hat“ „Nein! Das kann nicht sein! Du weißt, was darauf steht und du weißt, was passiert, wenn er es wirklich durchführt“, Dannys Stimme wurde immer leiser. Wieder erklang ein Seufzen von Ishizu: „Ich kann es nachvollziehen, ja. Doch es wurden auch noch...Statuen und Stelen gestohlen.“ „Welche?“, kam es scharf von Danielle,nachdem sie gezögert hatte. „Alle, die mit dem namenlosen Pharao und dir -bzw. deinem früheren Ich- zu tun haben.“ „Was bezweckt er damit?“, fragte Danny bestürzt, jedoch mehr sich selbst als Ishizu. Diese seufzte nochmals: „Ich kann es nur vermuten... Du weißt, was bald passieren wird... Vielleicht hat er vor, das Ritual zu unterbrechen“ „Nein! Aber....ich dachte, das hätte noch Zeit“, murmelte Danny und starrte auf die gegenüberliegende Wand. „Nein...es ist bald soweit...“ Unbewusst stiegen Danny die Tränen in die Augen. „Ich...nein...das...“ „Du kannst es nicht verhindern...“, meinte Ishizu leise und bestimmt. „Doch...irgendwie!“, sagte Danielle und setzte noch hinzu: „Tschüss!“ „Auf Wiedersehen“, erklang es noch von Ishizu, bevor Danny auflegte.
'Dann werden wir mal noch die schöne Zeit genießen', dachte sich die schwarzhaarige und trat wieder in die Küche. Das Gespräch zwischen Kari und den beiden Jungen erstarb sofort und besorgte Blicke trafen die kleine Ägypterin. „Alles in Ordnung“, meinte diese nur und setzte ein Lächeln auf. „Was machen wir denn heute noch?“, fügte sie hinzu. Und da begann eine lange Diskussion, die noch den ganzen Vormittag anhielt, bis sie sich endlich entschieden hatten.
Dann näherte sich das Ende der Ferien und Danielles Albträume wurden schlimmer den je. Immer noch hielt sie sie geheim, da sie nicht wollte, dass sich irgendeiner Sorgen machte. Doch am letzten Tag vor ihrem Flug nach Hause bekam es die Person mit, die es am besten als letzte erfahren hätte: Atemu.
Es war noch tiefste Nacht und Yami wurde wach. Verschlafen öffnete er die Augen und versuchte den Grund für sein Erwachen auszumachen. Erst nach ein paar Minuten bemerkte er, dass Danny neben ihm wimmerte. Sofort setzte er sich auf und schaltete das Licht ein. „Danny? Danny!“, er versuchte sie zu wecken, da sie sich in ihrem Traum anscheinend quälte. „Geh nicht“, hauchte das Mädchen und Yami schüttelte den Kopf. „Ich bin doch hier“ „Geh nicht...bitte“, Danny begann wieder zu flehen und zu wimmern, doch Yami verstand nicht den Grund. „Danny? Wer soll nicht gehen?“ Doch er erhielt keine Antwort. Stattdessen setzte sie sich mit einmal auf. Schwer atmend sah sie auf die Bettdecke und bemerkte sehr schnell, dass das Licht brannte. Ganz langsam wandte sich ihr Blick und blieb an dem wachen Pharao hängen. Dieser musterte sie besorgt und sofort meinte er leise: „Sag mir jetzt nicht, dass du nichts hast...“ Danny lächelte leicht und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor sie leise anfing: „Mich plagen seit gewisser Zeit Albträume, in denen einer der Menschen geht, die am wichtigsten für mich sind.“ „Und wer wäre das?“ Danny lachte leicht und murmelte leise: „Das erzähle ich dir zu gegebener Zeit“ Dann ließ sie sich wieder ins Kissen fallen und Yami kuschelte sich an sie. „Verrätst du mir wenigstens, ob diese Person sehr wichtig für dich ist?“ Danny lächelte und nickte: „Er ist sehr wichtig für mich“ „ER?“, brauste Yami auf und setzte sich ruckartig wieder auf. Dann sah er mit stechendem Blick auf sie hinab. „Yami...du kennst ihn“, grinste Danielle nach einer Weile und musste sich ein Auflachen verkneifen. „Yugi?“ „Nein“, gab sie als Antwort. „Wer ist es?“, fragte er nach, doch Danny schüttelte nur den Kopf. „Bitte verrat es mir“, sagte Atemu und lächelte sie ganz lieb an. „Nein“, sie blieb stur. Bestürzt sah er auf sie hinab. „Wieso nicht?“ Danny seufzte. Sie fragte sich, was sie daran hinderte ihm zu sagen, dass er gemeint war. Erst nach einiger Zeit kam sie zu einem Entschluss. „Yami du bist es“, flüsterte sie letztendlich und schloss die Augen. „I-ich?“, schluckte er und zeigte überflüssigerweise noch auf sich. Danny nickte nur. Sie hatte ihm zuviel gesagt.
Plötzlich lachte er auf. Doch dieses Auflachen war kein fröhliches, sondern ein verzweifeltes. „Warum sollte ich gehen?“ „Yami...ich...wenn ich es dir sage, lebst du nur noch in der Angst, dass Anubis eines