Vergangenheit wird Gegenwart
Trauer
jetzt kommen höchstens noch 3 kapitel (vllt auch nur noch 2 ;D)
viel spaß beim lesen ^.^
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„Und...was macht Anubis hier?“, fragte Yami nach. Anubis winselte leise und legte die Vorderpfoten auf das Bett, sodass er über den Rand sehen konnte. „Er passt auf dich auf“, gab sie leise zu und wandte den Blick ab. „Und wieso?“ „Ich wollte nur sichergehen, dass dir nichts passiert“, flüsterte sie und stand wieder auf. „Danny?“, fragte er nach, als sie langsam zur Tür ging. „Danny!“ Doch sie war schon zur Tür raus und stolperte die Treppen hinunter. Anubis folgte ihr und holte sie auf der Straße ein.
Beide bemerkten jedoch nicht Yami, der ihnen ebenfalls folgte.
„Was ist los?“, fragte Anubis und setzte sich neben sie auf die Erde. Die beiden waren wieder an der Brücke. „Ich will ihn nicht verlieren Anubis...du weißt, letztendlich ist es seine Entscheidung... und zwar eine Entscheidung, bei der er nicht die dritte Option kennt....“ „Ihr dürft sie ihm nicht verraten oder?“ Danny schüttelte den Kopf. „Erst wenn er...“ Sie bemerkte die Anwesenheit von Atemu, weshalb sie abbrach. „Danny? Bitte... Warum redest du immer davon, dass ich gehen muss?“, fragte Ati nach. Sie ließ den Kopf hängen und seufzte leise: „Ich kann dir das doch nicht sagen“ „Wieso nicht?“ „Weil ich Angst habe, dass du genau da drauf gewartet hast“ „Auf was?“ Sie schwieg, bis Anubis leise meinte: „Pharao...ihr werdet in etwa zwei Wochen euren letzten Tag hier verbringen...da ihr eure Erinnerungen wiedererlangt habt, könnt ihr zu diesem Zeitpunkt zurück ins Totenreich gehen. Vorher musst ihr aber ein Duell gegen Yugi bestreiten...“ Yamis Augen begannen zu leuchten: „Wirklich?“ „Ja... Danielle“, Angesprochene sah auf, „Du wirst seinen Körper in einer Woche auflösen...dann kann er noch die letzten Tage mit Yugi verbringen, bevor sie nach Ägypten fliegen...Atemu...würdest du uns kurz allein lassen?“ Yami nickte erfreut und lief nach Hause.
Danny hingegen saß am Geländer und Tränen rannen ihr über das Gesicht. Anubis kam langsam auf sie zu. „Darum wolltest du bei ihm bleiben...du wolltest es ihm heute schon sagen“, flüsterte sie und starrte auf das Wasser. „Danny ich...“, Anubis ließ die Ohren hängen. „Verdammt, verstehst du es nicht? Ich verliere schon wieder einen Menschen, den ich über alles liebe“, rief sie und sprang auf. „Hast du mal in seine Augen gesehen? Das ist es doch, was er sich wünscht....endlich seine Ruhe zu finden...“ Sie begann zu zittern und rutschte wieder am Geländer herunter. „Danny...er wird sich sicherlich für das Richtige entscheiden“ „Ich hoffe es“, flüsterte sie und sah auf die Wellen, die der Wind auf das Wasser zauberte.
„Wenn du es erlaubst...bleibe ich bei dir“, meinte Anubis und Danny wusste, dass es seine Art Entschuldigung dafür war, dass er es dem Pharao heute schon gesagt hatte. Sie nickte als Antwort nur, denn zu mehr war sie nicht mehr instande.
Erst spät am Abend -fast schon in der Nacht- kam sie wieder nach Hause und als sie sah, dass Atemu seelenruhig schlief, wusste sie, dass er sich durch seine Freude blenden ließ. Er sah nicht ihre Trauer und auch nicht die der anderen. Er sah nicht, dass es größere Auswirkungen auf Danielle und ihn haben würde, als er dachte.
Anubis saß neben ihr und sie drehte sich um. Sie schnappte sich ihr Handy und rief am Flughafen an, um ein paar Flüge früher fliegen zu können. Sie würde es nicht übers Herz bringen, jetzt noch einmal dem fröhlichen Atemu in die Augen zu sehen.
Sie hatte Glück und würde vier Stunden früher fliegen können. Jedoch startete das Flugzeug schon um 6 Uhr Morgens. Von daher verabschiedete sie sich nur per Brief von Yugi, ihrem Opa und Yami, bevor sie mit dem Bus zum Flughafen fuhr.
Sie saß allein in diesem und starrte trübsinnig aus dem Fenster. Neben ihr hatte es sich Anubis bequem gemacht. Mittlerweile hatte es begonnen zu regnen, sodass nun die Regentropfen wie Tränen an der Scheibe herunterrannen. Dem Mädchen ging es immer schlechter. Der, den sie nun am meisten liebte, wird sie auch verlassen. 'Was mache ich nur falsch, dass das Schicksal so mit mir umgeht?', fragte sie sich immer wieder, bis der Bus endlich an ihrem Ziel hielt. Sie stieg ins Flugzeug und versuchte nun endlich Schlaf zu finden.
Doch dieser blieb ihr verwehrt.
Ein paar Stunden später in Japan:
Kari stand wie jeden Morgen zusammen mit Yugi auf. Als diese hinunter zum Frühstück gingen, sahen sie Großvater am Tisch sitzen und traurig auf einen Brief starren. „Was hast du da?“, fragte Yugi und sah seinem Opa über die Schulter. Ihm klappte der Mund auf, als er die kurzen Zeilen laß. „Kari“, flüsterte er. Diese stand sofort neben ihm und las ebenfalls. Traurig starrte sie auf das Blatt Papier, das nicht einen Grund nannte, wieso Danny gegangen war. Es waren einfache Worte.
Yami stand auf und fühlte sich wunderbar. „Ich kehre bald nach Hause zurück“, lächelte er auch, als er in die Küche kam. Die bedrückte Stimmung bemerkte er gar nicht. Die anderen hörten interessiert zu, doch auch Yugi schien bei seiner Erklärung immer trauriger zu werden. Auf die Frage hin, wo Danny sei, legten ihm die drei nur den Zettel hin und verließen den Raum.
Yami verstand jedoch nicht, warum Danielle gegangen war. „Naja soll sie doch...ich bin bald zu Hause“, lächelte er und sah glücklich an die Decke.
Kari hörte dies und biss sich auf die Lippen. 'Ist ihm das wichtiger, als die Liebe zu Danny? Ich glaube ich weiß, warum sie früher gegangen ist...Anubis war schon früher da...sie wusste es schon....sie konnte ihm nicht mehr in die Augen sehen...arme Danny' Dann nahm auch Kari ihren Koffer und verabschiedete sich von Yugi und Großvater, die sie zum Flughafen begleitet hatten. Yami war gar nicht erst mitgekommen.
In Ägypten:
Das Flugzeug landete und die schwarzhaarige stieg aus. Ihr folte der schwarze Schakal auf Schritt und Tritt. Empfangen wurde sie von Ishizu, Marik und Odion. Diese sahen sofort, dass etwas passiert sein musste. „Danny...warum bist du früher gekommen?“, fragte Ishizu vorsichtig nach und sofort ließ das Mädchen ihre Koffer fallen und fing an zu schluchzen. „Oh nein...“, Ishizus Blick wanderte zu Anubis, der nur die Ohren hängen ließ. „Er hat es ihm gesagt?“ Danny nickte und flüsterte: „Und wie es aussieht, will der Pharao lieber gehen, als hier zu bleiben. Er lässt sich durch seine Freude blenden und sieht nichts mehr außer seinen Wunsch“ Zum Ende hin wurde ihre Stimme verbittert. „Ich will nur noch weg“, fügte sie hinzu und sah bittend zu Ishizu und den beiden Männern. Sie nickten und Marik meinte leise: „Komm...wir fahren dich nach Hause...“ „Nein“, sie schüttelte den Kopf. „Aber...wo willst du sonst hin“, fragte Marik und schaute verwirrt drein. „Ist mir egal...hauptsache ich muss nicht jedem Rede und Antwort stehen, warum ich...“ „Ist gut“, lächelte Ishizu leise, „du kommst mit zu uns...“ Dieses Angebot nahm das Mädchen gern an und so kam es, dass Danny sich in einem großen Bett in einer riesigen Villa wiederfand. Ishizu und Marik waren damals mit Odion in diese gezogen.
Anubis kuschelte sich neben Danny in die Kissen und schlief schon bald. Danny hingegen fand keine Ruhe. Immer wieder schossen ihr Bilder durch den Kopf. Die Bilder aus dem Albträumen und den glücklichen Ausdruck in Yamis Augen.
Als Hikari in Ägypten ankam, war es bereits später Nachmittag. Sie war auf der Suche nach Danny, doch da sie Ishizu traf, erfuhr sie, wo ihre beste Freundin zu finden war.
Kari kam leise ins Zimmer, nachdem sie angeklopft hatte. Danny hatte ihr nicht geantwortet und sie tat so, als würde sie schlafen. Deshalb ging Kari auch bald wieder. Doch kaum, dass Hikari die Tür erreicht hatte, erklang eine Stimme: „War der Pharao mit am Flughafen oder hat sich gewundert, dass Danny weg war?“ Kari sah zu Anubis, der für Danny diese Frage gestellt hatte. Diese war dem Totengott nicht böse. Es war nur seine Aufgabe, diese Nachricht zu überbringen.
„Nein...beides nicht...er hat nur an seine Reise ins Jenseits gedacht...es war ihm egal...“, flüsterte Kari und Mitleid erklang in ihrer Stimme. „Wenn sie wach ist, kannst du ihr sagen, dass sie immer zu mir kommen kann, ohne dass sie irgendetwas erklären muss... ich kann sie verstehen“ Anubis nickte und Kari ging.
„Danielle?“, fragte Anubis nach einer Weile vorsichtig nach. Diese gab ihm keine Antwort. Anubis ließ wieder die Ohren hängen. „Du brauchst nicht dir die Schuld geben Anubis“, krächzte sie leise, „es ist nicht an dir, ob er geht oder nicht“ Anubis nickte: „Du hast ja recht“
Die nächsten Tage verliefen schleppend. Danny aß weniger und sprach kaum. Meistens saß sie auf dem Fensterbrett und starrte in die Wüste. Anubis blieb weiterhin bei ihr und trotz ihres Verständnisses fühlte er sich schuldig.
Nachdem die Woche um war, konzentrierte sich das Mädchen und löste den Körper den ehemaligen Pharaos auf. „Danny?“, fragte Ishizu und sah in das Zimmer. „Können wir uns...über die gestohlenen Gegenstände unterhalten?“ Ishizu nahm sich vor, Danielle von ihrer Trauer abzulenken. Und dies klappte sogar. Da Danny bemerkte, dass sie die Trauer verdrängte, wenn sie arbeitete, ertränkte sie sich förmlich in Arbeit und fiel Abends erschöpft ins Bett. Da sie jedoch immer noch von diesen Albträumen geplagt wurde, machte sie einige Nächte einfach durch.
Doch Ishizu warnte sie immer wieder, dass sie irgendwann zusammenbrechen würde, wenn sie so weitermache. Danny überging sie und ging weiter ihrer Arbeit nach.
Jedoch blieb Ishizus Warnung nicht nur eine Aussage. Als sie vier Tage vor Ablauf