Vergangenheit wird Gegenwart
Sunday
:x ich sag nichts dazu ;D
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Yugi stand mittlerweile in dem alten Tempel, in dem das letzte Duell zwischen ihm und Yami stattfinden sollte. Er trat vor ein großes Tor, auf dem das Auge des Horus zu sehen war. Dieses begann sofort grell zu leuchten und Yugis Schatten teilte sich. Nur einen Augenblick später standen Yugi und Yami wieder nebeneinander. Während Yami strahlte, sah Yugi traurig auf den Boden.
Anubis hielt schlitternd hinter den anderen und sah zu den beiden hinauf. „Anubis?“, fragte Marik und sah zu dem Schakal hinab. „Sie will nicht kommen“, flüsterte das Tier dem Ägypter zu. „Aber sie muss...“, flüsterte Ishizu eindringlich. Anubis schüttelte den Kopf und sah zum Pharao, der sich nun seinem besten Freund gegenüberstellte.
„Sie ihn dir an....Danielle hatte recht...“, dabei ließ der kleine die Ohren hängen und starrte auf die Erde. „Ich will sie nicht noch länger so traurig sehen“, rief Marik plötzlich, doch zu spät bemerkte er, dass er es laut gerufen hatte. „Wen?“, kam es auch gleich von Tea, Joey und Tristan, die von Yugi nur einen kurzen Überblick über die Sache erhalten hatten. „Ähm...“, Marik sah zu Hikari, die nur wissend nickte und kurz darauf verschwand. Anubis lief ihr hinterher und sah zu, wie das Mädchen Boreas rief. Dannys Pferd stand sogleich neben ihr und wieherte freudig auf. „Anubis...KOMM!“, rief Kari, da sie schon auf dem Pferd saß und ein paar Meter geritten war. Der Totengott folgte ihr auch gleich und einen Augenblick später jagten sie durch die Wüste.
„Bitte Kari...munter sie auf!“, flüsterte Boreas leise, als Hikari abstieg. Das Mädchen nickte: „Ich werde es versuchen“ „Ich helfe ihr ja auch noch“, grinste Anubis und folgte der braunhaarigen ins Haus.
Inzwischen lief das Duell von Yugi und Yami. Der letztgenannte war im Vorteil, nicht nur dadurch, dass er die meisten Duelle bestritten hatte, sondern auch, weil sich Yugi viel zu viele Sorgen um Danielle machte. Yugi verlor gerade weitere 400 Lebenspunkte, als er zu Yami sah und leise zu ihm sagte: „Siehst du es nun! Sie wird nicht mehr kommen“ Atemu wandte sich zu den anderen um und ließ seinen Blick zwischen den Freunden umherschweifen. „Aber warum?“ Er war verwirrt und seine Stimme begann leicht zu zittern. „Weil du sie verletzt hast....Ist dir nicht aufgefallen, dass sie sich nicht von dir verabschiedet hat? Dass sie dich nicht mal hier empfangen hat? Sie ist bei uns zu Hause und ist erst vor kurzem von Boreas gestürzt, weil sie übermüdet war. Sie kann wegen dir nicht schlafen!“, rief Marik zum Pharao und dieser sah traurig auf seine Karten. „Du hast dich durch deine Freude blenden lassen!“, rief nun Kari, die wieder aufgetaucht war. „Und mich und die anderen vergessen“, sagte nun Danny, die neben Kari stand. Atis Augen weiteten sich, als er sie sah. Zu ihrer Verwunderung stiegen ihm die Tränen in die Augen. „Ich war so ein Idiot“, murmelte er und alle im Raum stimmten zu. Dies rang ihm ein kleines Lächeln ab.
Sehnsüchtig sah er zur Tür, doch dann schüttelte er den Kopf. 'Sie haben alle recht...ich sollte mich nicht blenden lassen.', sagte er sich und konzentrierte sich wieder auf das Duell.
„Danny! Du bist doch da!“, strahlte Ishizu, die bemerkte, dass Danny besser aussah als am Morgen. Angesprochene nickte nur und sah zu dem ehemaligen Pharao. Das Duell neigte sich langsam dem Ende zu und in genau diesem Moment hatten beide Spieler noch genau 200 Lebenspunkte. „Los Yugi!“, riefen Tea, Tristan und Joey. Sie wollten, dass Yug gewann, doch dann würde der Pharao gehen müssen.
Der kleinere der beiden bunthaarigen hatte bereits die drei ägyptischen Götter besiegt und es war nur eine Frage der Zeit, in der sich entscheiden würde, wer gewinnen würde. Yami startete seinen letzten Zug und dieser ging nach hinten los. Yugi gewann und genau in diesem Moment wurde ihm klar, dass er den Pharao verloren hatte.
Danny stand da und sah traurig auf den Boden. Hätte Yugi verloren wäre der Herrscher für weitere 3000 Jahre im Puzzle geblieben. Dies hatte ihm Danny nicht gewünscht, doch sie wusste, dass er nun gehen würde, denn er wusste nicht, was sie nur mit der Sanduhr erreichen könnte. Jedoch wurde ihr diese damals von den Göttern abgenommen.
Atemu stand vor Yugi und redete mit ihm. Der kleinere begann zu nicken und flüsterte dem Pharao noch etwas zu, bevor dieser sich zu den anderen umwandte. Kari lief an ihm vorbei und umarmte Yugi und gab ihm einen Kuss nach dem anderen. Yugi konnte nur lachen und hielt Kari fest.
Doch dann begann Atemu zu sprechen und es wurde still im Raum: „Danny...ich...es tut mir leid, dass ich...die ganze Zeit....so ein Idiot war...!“ „Wenigstens hast du es eingesehen“, entkam es ihr leise. Sie sah auf den Boden und niemand konnte ihre Augen sehen. „Aber...ich muss nun gehen“, murmelte er leise. „Aber wir sehen uns doch dann im Totenreich...“, flüsterte er hoffnungsvoll. „Nein!“, fuhr sie ihm dazwischen. „Wieso nicht?“, lautete die Frage Atemus. „Ich kann nicht ins Totenreich.... ich will und kann nicht...du müsstest hierbleiben, damit ich gehen kann“, meinte sie und drehte sich um. Wieder einmal standen ihr die Tränen in den Augen. „Aber...ich habe gegen Yugi verloren...ich MUSS doch gehen!“, entkam es ihm verwirrt. Danny reichte es, sie drehte sich wieder um und rief zu ihm hoch: „Das, was wir müssen und wollen, sind zwei verschiedene Dinge... denke daran: Es gibt immer...einen Ausweg...eine Lösung...auch hier“ Damit verschwand sie aus dem Tempel und rief Boreas, die sofort angeschossen kam. Das Mädchen sprang auf und ritt tief in die Wüste hinein. Dort war eine winzige Oase.
„Wie meinte sie das?“, fragte Atemu in den Raum. „Ganz einfach“, antwortete ihm eine für ihn fremde Stimme. Yami drehte sich um und sah Osiris ins Gesicht. Hinter ihm war das Tor zum Totenreich geöffnet. „Pharao...sie meinte damit, dass es eine weitere Option in diesem Fall gibt.“ „Und welche wäre das?“, fragte Yami vorsichtig. Doch es war Anubis, der ihm antwortete: „Wenn Danny ihre Sanduhr wiederbekommt, kann sie dir ein richtiges Leben in dieser Welt schenken...ein normales Menschenleben“ „Jedoch besitzt sie die Sanduhr nicht mehr!“, rief Kari dazwischen und starrte wütend zu Osiris. „Daran war sie selbst schuld“, meinte Osiris nur, woraufhin Anubis wütend schnaubte: „Glaubst du nicht, sie hat ihre Lektion gelernt?“ Osiris überging Anubis, was den Totengott nur noch wütender machte. „Osiris, ich glaube Orion wird nicht mehr wahllos Menschen zurückholen! Sie will doch nur ihren Pharao in dieser Welt behalten...außerdem...du kennst die Zukunft...sie braucht die Sanduhr zurück!“ „Dann gebe ich sie ihr später“, meinte Osiris und sah auf Anubis hinab.
„Irgendwie komm ich nicht mit“, stöhnte Joey und die anderen, sogar Ishizu und Marik, nickten. Osiris sah zu ihnen und begann zu erzählen: „Es ist schon lange her, aber damals besaß Orion diese Sanduhr noch...jedoch hat sie sie...nicht...nur in Notfällen benutzt...Sie holte wahllos Menschen von den Toten zurück und irgendwann ging es soweit, dass die Welt vor dem Untergang stand. Wir Götter haben entschieden, ihr die Sanduhr auf ewig abzunehmen...Doch die Zukunft verlangt von mir, dass ich sie ihr zurückgebe“ „Dann tu es!“, fauchten Kari und Anubis gleichzeitig. „Sie hatte doch gemerkt, dass sie das Falsche getan hat!“, knurrte Anubis. Osiris sah den Totengott eindringlich an und nickte schließlich. „Hole sie!“, murrte er und Anubis lief sofort los.
Anubis jagte durch den Tempel und rief so laut er konnte: „Er bleibt hier...“ Osiris sah zu Yami, der kurz schluckte. „Sohn der Götter...möchtest du hierbleiben und ein normales Leben führen, bevor du endgültig ins Totenreich eintrittst?“ Yami überlegte nicht lange und nickte. „Und du bist dir sicher?“, fragte Osiris nochmals nach. „Ja..“, meinte Yami nur und Osiris seufzte, bevor er den Kopf schüttelte. „Anubis hat eigentlich recht“, lächelte er leicht.
„Danny!“, rief der Schakal und stubste sie an. „Was ist Anubis?“, erklang die traurige Stimme Dannys. „Komm...Osiris will dir die Sanduhr zurückgeben!“, er hüpfte um sie herum und stubste sie immer wieder an. „Wirklich?“, Danielles Gesicht hellte sich auf. Anubis nickte und sofort sprang das Mädchen wieder auf Boreas, um zum Tempel zurückzureiten.
Dort angekommen, trat sie vorsichtig in die Halle. Das Tor war geöffnet und vor diesem stand Osiris. Anubis jagte zu diesem und blieb neben ihm sitzen. Die schwarzhaarige ging langsam an allen vorbei, auf Osiris zu. Dieser lächelte leicht und nickte dem Mädchen zu, als sie vor ihm stand. „Ich glaube, du hast nun deine Lektion gelernt“, meinte der Gott des Jenseits. „Schon vor langeer Zeit“, grinste das Mädchen und Osiris nickte. Er hielt ihr eine Had hin und in dieser lag die kleine Sanduhr. Sofort begann sie zu strahlen, schnappte sich die Sanduhr und sprang Osiris an. Dieser fiel nach hinten und sie ließ ihn rechtzeitig los, bevor sie selbst noch auf der Erde landete. Anubis kicherte und Osiris sah sie nur kopfschüttelnd an. Dann verschwand er und Danny drehte sich zu Yami und den anderen um. „Zuerst muss ich dich aber was fragen, Yami“, meinte die kleine leise und sah auf die Erde. „Wenn du wissen willst, ob ich hierbleiben will, dann ja“, grinste der Pharao und Danny sah auf. „Woher...?“, begann sie, doch dann murrte sie leise: „Osiris“ „Genau“, grinste Yami.
Dann seufzte das Mädchen und wandte sich zum Tor, welches immer noch geöffnet war. Dann murmelte sie einen Spruch:
„Großes Tor zum Totenreich,
ich sage dir: schließe dich sogleich,
denn deine Dienste