Vergangenheit wird Gegenwart

das Mädchen und ging voraus, die anderen beiden folgten ihr sogleich.
Die drei gingen durch einen riesigen Torbogen und standen sofort in einem anderen Raum. Wieder las Danny ein Rätsel vor, diesmal stand es auf dem Boden.
„Nun schau nach unten und du kannst sehn,
dass auf dem Boden Buchstaben stehen.
Dann erinnere dich an den Pharao klar,
der der letzte Pharao von Ägypten war.“

Kari hatte nicht richtig zugehört und war einfach losgelaufen. Danny bemerkte es noch rechtzeitig, denn kaum dass das Mädchen auf eine der Platten trat, fiel sie. Danny schnappte sich Karis Hand und meinte: „Nächstes Mal mach ich das nicht mehr!“ Kari lächelte leicht und murmlete: „Ich versuche, nicht mehr so voreilig zu sein“ Danny nickte und sah auf die Buchstaben am Boden. 'Lateinische Buchstaben...ist das ein Hinweis? Klar ist, dass, wenn man wahllos auf die Platten tritt, einstürzt...', die schwarzhaarige überlegte weiter, bis ihr die Lösung in den Kopf schoss. „Natürlich“ Die anderen beiden sahen auf. „Hm?“ „Der letzte Pharao, oder besser sie...“ „Hä?“, machten beide gleichzeitig. „Na Kleopatra...darum auch lateinische Buchstaben“ Anubis und Kari machten große Augen. „Na klar“, Hikari schlug sich die Hand vor die Stirn. So traten die drei jeweils auf die richtigen Buchstaben und standen nun vor drei Türen. Eine sah gruseliger aus als die andere.
„Und nun?“, fragte die braunhaarige. „Jetzt siehst du drei verschiedene Türen,
doch nur eine wird dich zu deinem Ziel führen.
Sie stehen für „Macht“, „Liebe“ und „Geld“,
doch nimm die, die dir am besten gefällt.“, las Danny von der Wand ab.
„Also die Mitte“, grinst Kari. „Nein...die Türen sind nicht in der Reihenfolge, wie im Rätsel“, murmelte Anubis. „Richtig....es ist die rechte, die ich nehmen werde“, meinte Danny und zog diese auf. Wie sich herausstellte, hatte sie sich die richtige ausgesucht, denn dahinter war ein weiterer Raum. „Wie viele sind das denn noch?“, fragte Kari wütend nach und warf einen Blick zu Danny. „Hey ich kann auch nichts dafür“, lachte diese und sah wieder an die Wand.
„Hast du die richtige Tür genommen,
bist du im nächsten Raum willkommen.
Nun siehst du eine Brücke, dünn und klein,
doch musst du in diesem Raum SEHR leise sein.“, murmelte Danny. Sie sah zur Brücke und dachte nach. „Wir müssen zur anderen Seite...und warum wir leise sein müssen, ist auch klar“, Anubis deutete zur Decke, wo viele Spitze Pfeile hinunterhingen, die wahrscheinlich bei jedem lauten Geräusch herunterkamen. „Dann los“, flüsterte Danny und ging auf die Brücke zu. Die Hälfte schafften sie ohne Probleme, doch plötzlich rutschte Kari ab. Sofort schrie diese auf. Danny hielt Kari fest und Anubis nahm wieder seine menschliche Gestalt an, damit er helfen konnte. Doch kaum, dass Kari wieder auf der Brücke stand, kamen auch schon die ersten Pfeile hinunter. „Verdammt!“, grummelte Danny, denn dort, wo die Pfeile die Brücke trafen, bröckelte die Brücke ab. „Lauft“, murrte sie und schubste Anubis und Kari vor sich her. Im letzten Moment schafften sie es, die andere Seite zu erreichen. Kari wollte schon weiter, doch Danny hielt sie auf. „Hier steht der Rest...Gehe durch die nächste Tür,
dann steht eine Sphinx vor dir.
Löse das Rätsel, das sie dir stellt, dann darfst du weitergehn,
tust du es nicht, dann wirst du nie wieder Tageslicht sehn.“
„Na wie schön“, fauchte Kari und sah eindringlich zu Danny. „Eine Sphinx? Welcher Spinner kam denn auf die Idee?“ „Ich“, meinte Anubis und Kari murmelte leise: „Tschuldigung...“ „Die Götter haben ihn erbaut, nicht die Menschen und sie sind auch für die Fallen zuständig gewesen“, lächelte Danny. Kari lief mit hochrotem Kopf hinter Anubis hinterher, der sie nun ignorierte.
Kaum dass sie im nächsten Raum standen, kam eine Sphinx hinter einer Säule hervor. Anubis stellte sich neben Danny und meinte leise: „Mal sehen, ob du die schaffst“ „Das werde ich“, lächelte Danny und sah zur Sphinx, die sich den Dreien in den Weg setzte, damit sie nicht einfach so den nächsten Raum betreten konnten.
Sofort begann sie zu sprechen:
„Erst denkt an ein Wörtchen sacht,
das man sagt, wenn man sich Gedanken macht.
Doch um das Ganze nicht zu verwässern,
nimm von dem Wort, nur die ersten zwei Lettern.

Nun denk an das doppelte des Gewinns,
denk Anfang von Nichts und die Mitte des Sinns.

Nun denk an ein Laut, ein Wörtchen nicht ganz,
den du nun von dir selbst hören kannst.

Schaffst du mein Rätsel, dann werden zwei,
gefangene Seelen wieder frei.“

Danny stand da und ließ sich das Rätsel noch einmal durch den Kopf gehen. „Wenn man sich Gedanken macht?“, fragte sie und suchte etwas, was dies umschrieb. „Sorgen machen...oder?...die ersten zwei Buchstaben...SO...Der zweite Teil ist leicht...das ist der Buchstabe 'n'...SON...aber der rest...ein Laut...ne...der kann es nicht sein...nein, der auch nicht...ne..Moment...ne? SO N NE? Sonne!“ Die Sphinx lächelte nur und machte dem Mädchen Platz. „Ich hab es geschafft?“, fragte Danny verblüfft und Anubis lachte. „Aber nur ihr“, die Sphinx sah zu Danny und Anubis, „dürft den nächsten Raum betreten“ „Und ich?“, fragte Kari und die Sphinx deutete auf eine Tür an der Seite. „Durch diese gelangst du wieder hinaus...gehe zum Turm der Götter und verstecke dich in ihm“ Kari nickte nur und warf Danny einen besorgten Blick zu. Diese sah sie jedoch nicht an. Ihr Blick galt der Tür, durch welche sie gleich gehen würde.
Kari seufzte und ging, nur um kurz darauf neben dem Turm der Götter wieder aufzutauchen und in diesen hineinzugehen. Yami und Yugi bombardierten sie mit Fragen, wie es Danny gehe und wo sie sei. Kari musste alles erklären und immer wieder war sie mit ihren Gedanken bei Danny, da sie nicht wusste, wie diese Nacht ausgehen würde.
„Ich kenne diesen Raum“, flüsterte Danny und sah sich in der kleinen Halle ganz genau um. „Du warst auch schon einmal hier...nur dachte ich, dass du dich nicht daran erinnern könntest“, meinte Anubis und sah zu einem Relief, das an der gegenüberliegenden Seite des Raumes zu sehen war. „Aber...das ist doch...“, begann Danny und Anubis vervollständigte: „Die Schöpferin des Lichts und Orion, also du...deshalb werden auch zwei Seelen wieder frei“ Er lächelte leicht. „Du weißt, was du zu tun hast“ Danny nickte und ging auf das Relief zu. Plötzlich blitzte es auf und Danny lag auf dem Boden. Anubis sah auf das Relief, es war leer. Er grinste: „Hat ja alles geklappt, jetzt ist Zork kein Problem mehr“ Dann nahm er wieder die Gestalt des Schakals an und ging zu Danny, um sie anzustubsen. „Hey...aufwachen...Zork legt sonst ganz Ägypten in Schutt und Asche...“, lachte er und wartete, bis Danny sich regte. „Au mein Kopf“, flüsterte sie und stand langsam auf. „Komm“, meinte der Totengott und jagte auch schon los. „Hey warte“, rief sie ihm hinterher und lief lachend los.
Sie traten beide durch ein Tor und standen kurz darauf in der Wüste, neben dem Turm. Yami, Yugi und Kari atmeten erleichtert auf, als Danny auftauchte. Zork war schon bedrohlich näher gekommen und auch Rufus und Stanley kamen auf den Turm zu. Anubis knurrte, als Rufus vor Danny stand. „Na wer ist denn da“ Danielle sah ihm unbeeindruckt in die Augen und sagte: „Ich und jetzt pfeif Zork wieder zurück, bevor ich ihn doch noch entgültig vernichten muss...“ „Und wie willst du das bitte machen?“, begannen die beiden zu lachen. Anubis knurrte lauter. „Du solltest den kleinen zurückpfeifen, der hat ja kein Benehmen“, lachte Stanley und fand sich kurz darauf auf dem Boden wieder. Anubis hatte wieder die Menschengestalt angenommen und hatte ihn kurzerhand auf die Erde befördert. „Kein Benehmen, ja?“, zischte er und Stanley machte große Augen. „Also hast du immer noch dein Schoßhündchen dabei...“, meinte Rufus und schaute den Totengott eiskalt an. „Nun ja, allein bringst du es ja sowieso zu nichts...“ Nun war es an Danny zu knurren. „Noch ein Wort und...“ „Dein Bruder war ja auch nicht anders...“, lachte Rufus auf, „zum Glück habe ich ihn früh genug ausschalten können“ Danny starrte ihn an. „Was?“ Anubis sah sie kurz an und schluckte: „Oh nein“ Rufus hingegen lachte nur. „Dein Bruder war genauso wie du und ich habe sein Leben beendet....Genauso, wie ich nun auch deines beenden werde“ Doch Danny sah ihrem Onkel hasserfüllt in die Augen. „DU WARST DAS? DU HAST MEINEN BRUDER AUF DEM GEWISSEN?“ Anubis wollte sie beruhigen, doch es war zu spät. Der Himmel zog sich zu und Blitze zuckten über diesen, wobei wieder einmal der Donner ausblieb. Plötzlich schoss ein silberner Schweif über den Himmel und dieser traf Danny. Nur kurz darauf stand Orion an derselben Stelle. Anubis murmelte leise: „Nun ist es aus...Ägypten wird wieder ein Land“ Dann verwandelte er sich wieder in den Schakal und griff Stanley an. Nur wenig später war dieser im Jenseits.
Orion sah den Mann vor sich eiskalt an. „Woher hast du...? Wie hast du den Tempel gefunden?“, fragte Rufus verwirrt und kurz trat ein Hauch von Angst auf sein Gesicht. Orion begann zu lachen. „Mein Schoßhündchen hat ihn entdeckt“ Rufus schluckte und Orion rief: „Schöpferin des Lichts, zeige dich!“
Yami, Yugi und Kari sahen mit großen Augen zu, wie eine gleißend helle Lichtquelle erschien, die sofort auf Zork zuflog. „Nein!“, rief Rufus und drehte sich um. Doch dies war sein Fehler und er spürte nur noch einen Stich in der Bauchgegend, bevor er zusammenbrach. Orion verwandelte sich zurück in Danny und diese hielt mit traurigem Blick ihren toten Onkel in den Armen. Die Schöpferin des Lichts brauchte ebenfalls nur wenige Sekunden, bis sie Zork besiegt hatte.
Danny ließ den ehemaligen