Kimi no Shiranai Monogatari
rumzuknutschen. ,,Irgendwie komm ich mir echt verarscht vor...“, flüsterte ich Hibiko zu. ,,Ich mir auch, man.“, antwortete sie und schien von dem Geknutsche sichtlich genervt. Amaya blieb stehen. Wir waren da. Hm. Ikebe. Es war dieser unverwechselbare Duft von frischen Ofenbrötchen und starkem Kaffee. Lecker.
,,Also Hibiko-chan, du und Aki könntet doch ruhig mal miteinander ausgehen oder nicht?“, lächelte Amaya und trank gemütlich einen Schluck Kaffee. ,,Was?!“, wir beide wurden richtig hysterisch. ,,Was haben wir beiden denn bitte gemeinsam?!“, murmelte Hibiko abfällig und deutete angewidert auf mich. Danke. ,,Nun, ihr vergöttert doch beide Omibosu oder nicht? Ihr passt wirklich gut zusammen.“, lachte Amaya. ,,Du gehst mir manchmal echt auf die Nüsse, weißt du dass...“, fauchte sie ihrer Cousine entgegen. ,,Auf die Nüsse, aha. Man, bist du versaut. Und mit so einem Mannsweib soll ich ausgehen?“, lachte ich sarkastisch in Hibikos Richtung. ,,Ich meinte nicht die Nüsse!“. ,,Ja ja.“, murmelte ich und biss in einen der vielen Bagels auf meinem Teller. ,,Oh, wo ich gerade Omibosu anspreche, ist Heute nicht das Konzert?“. ,,Ach, stimmt...“, murmelte Hibiko. Es war inzwischen Mittag, drei Uhr. Hm. Wir hatten also noch Zeit. Eine Menge Zeit sogar. ,,Sag mal Hibiko, bist du geschminkt, also ich meine mehr als sonst...“. Sie sah mich ein wenig beleidigt an. ,, Jungs sind der Grund warum man wasserfeste Wimperntusche erfand.“, murmelte sie in einem zickigen Tonfall und schob sich einen Keks in den Mund. ,,Ich glaube mein Cousinchen ist sauer.“, lächelte Amaya. Ich verdrehte die Augen. ,,Amaya, kann ich mal alleine mit dir reden?“, funkelte Hibiko ihre Cousine böse an. Sie sah unglaublich finster aus. ,,Natürlich...“. Die beiden verzogen sich in die nächstbeste Ecke. ,,Au, warum haust du mich?“, hörte ich Amaya hinter mir schmollen. Yippie. Bei den Cousinen flogen die Fetzen. ,,Warum sagst du so was, Araragi und ich sind nur Freunde, u-und du bist mega peinlich!“, stotterte Hibiko und warf Amaya finstere Blicke zu. ,,Ach, dabei läuft es doch bei euch so gut, oder nicht?“. ,,Schau dir mein Gesicht an und rate.“, antwortete sie sarkastisch. ,,Dass liegt daran, dass du zu hohe Ansprüche hast.“. ,,Hey! Man läuft nicht einfach durch die Gegend und sagt Mädchen die Single sind, dass sie zu hohe Ansprüche haben! Ich hab dir schon mal g-gesagt wie der Typ sein soll, ich verlang ja gar nicht, dass e-er all meinen Ansprüchen gerecht wird, aber, a-aber...“, stotterte Hibiko hysterisch. ,,Äh...“. ,,D-Du hast Recht! Ich hab zu hohe Ansprüche!“, schmollte sie weiter. ,,Hibiko...“, zischte Amaya genervt und rollte mit den Augen. ,,Ich geh sie kurz aufmuntern...“, murmelte ich und bekam von Uyeda nur ein Nicken als Antwort. ,,Nicht zu gebrauchen, Hibiko...“, murmelte ich. ,,Ich weiß, ich weiß dass ich nicht zu gebrauchen bin...“, schmollte sie. ,,Nein, ich meine die hier...“, lachte ich und hielt ihr ein Omibosu-Ticket vor die Nase. ,,Mein Ticket!“, strahlte Hibiko. ,,Ja, dein Ticket. Omibosus Weihnachtskonzert, Weihnachten, Pärchentag...“, lachte ich sie an. ,,Ja ja, hack noch auf mir rum...“, fauchte Hibiko mich an. ,,Wie auch immer, ich hab noch ein paar Erledigungen zu machen...“, murmelte ich und verließ das Café und meine leicht frustrierte beste Freundin.
Schnell huschte ich nach Hause. Warum? Zum einen musste ich dafür sorgen dass Emi mein Zimmer nicht verwüstete, und zweitens musste ich noch schnell Hibikos Geschenk abholen. Unbeholfen taumelte ich die Treppe hinauf, in mein Zimmer. ,,Masutā!“, wurde ich gleich von Emi begrüßt, die auf meinem Bett saß. Auf meinem Bett?! Blöde Kuh. ,,I-Ich hab jetzt keine Zeit! Und noch mal, ich heiße Araragi!“, fauchte ich kurz und überlegte, wo ich Hibikos Geschenk gelassen hatte. ,,Masutā Araragi, was suchst du denn?“, fragte sie mit einer ruhigen Stimme. Mh, irgendwie hatte Emi etwas liebenswertes an sich, trotzdem, sie sollte verschwinden. ,,Ähm, ein Geschenk für Hibiko...“, antwortete ich. ,,Ich denke, du solltest hier mal aufräumen, Masutā.“, kicherte Emi. ,,Ich denke, du solltest deinen Hintern mal von meinem Bett hieven...“. ,,Hm.“, machte sie nur, sie wusste wann sie geschlagen war. ,,Ah, da! Gefunden!“, lächelte ich und war stand schon wieder im Türrahmen, war im Inbegriff zu gehen. ,,Masutā.“. ,,Was denn?“, stöhnte ich genervt auf, während ich wie so oft die Tetrismelodie im Ohr hatte. ,,Ich wünsche dir viel Spaß, Masutā. Pass auf dich auf.“, lächelte sie und ließ mich endlich gehen. Hm. Irgendwie war sie gar nicht mehr so nervig.
,,Hibiko!“. Ich war echt spät dran. Zu spät. ,,Hä? Dass eben hat sich angehört wie... Araragi“, machte sie leicht verschlagen. ,,Endlich hab ich dich gefunden!“, schnaufte ich erschöpft von der ganzen Rennerei. ,,Aki.“, machte sie verdutzt. ,,Wo bist du gewesen?“, hakte ich nach, während ich mich immer noch keuchend auf meinen Oberschenkeln abstützte. ,,W-Was machst du hier?", sie sah mich verwundert an. ,,Was ich hier mache? Mit dir ins Omibosu Konzert gehen, natürlich!", antwortete ich. ,,Aber ich dachte du bist bei diesem Mädchen, und...“. ,,Welches Mädchen? Oh, Emi…”. ,,Ja…”, sie nickte nur traurig. ,,...die kann warten! Ich hab mich immerhin mit dir verabredet oder nicht? Oh ja, ich hab ein Geschenk für dich...“, lächelte ich Hibiko zu und überreichte ihr ein kleines Tütchen. ,,Ist Nichts besonderes, eine Kleinigkeit.“, lächelte ich. Ihre Augen weiteten sich, und sahen nun schön, groß und blau aus, wie ich sie kannte. ,,Ma-". ,,Hä?". ,,Mam- Mama". ,,Mama? Ich bin nicht deine Mama. Und warum heulst du jetzt?!“. ,,Mein Knie tut weh, man!“, rief sie und verzog eine Schnute. ,,Dein Knie? Ah, wie hast du denn dass hinbekommen?! Du blutest ja!“. ,,Ich bin hingefallen, u-und mein Kniestrumpf ist gerissen...“, schmollte Hibiko weiter. ,,Kannst du laufen?!“. ,,Ja...“. ,,Komm, wir gehen dir jetzt erst mal ein Pflaster kaufen!“, lächelte ich entschlossen, griff nach ihrer Hand und zog sie zum nächsten Drogeriemarkt , was sie ziemlich irritierte.
,,Merry Christmas! Ich bin der Star heute Nacht, Omibosu!“. Gut, ich gab es zu, Omibosu war ganz schön von sich selbst überzeugt. Die Menge war am toben, und mitten drin Hibiko und ich, am quietschen, jubeln und schreien, herrlich. Auch wenn die Mischung aus Alkoholgeruch und Zigarettenqualm ziemlich in meiner Kehle brannte, war es mir dass wert.
,,Dass war ja mal so was von der Hamma!“, strahlte Hibiko, immer noch ziemlich benebelt. ,,Ja! Ich bin so abgegangen!“, quiekte ich zurück. ,,Ich auch!“. ,,Ja, ich hab’s gesehen!“, lächelte ich. ,,Dass war so genial!“. Mit einem Mal blieb ich stehen. ,,Hm?“, Hibiko drehte sie verwundert um. ,,Arisu...“, murmelte ich und beobachtete sie dabei, wie sie etwas verloren vor einem Schaufenster rumstand. Ich hörte Hibiko genervt aufstöhnen. Arisu hatte sich eine süße Steckfrisur gemacht und einige Strähnen hingen ihr ins Gesicht. Sie war wohl voll im Shoppingfieber, hatte auch schon einige Tüten in der Hand. ,,Wenn du weiter so glotzt, fallen dir die Augen aus´m Kopf...“, zischte Hibiko mich an. ,,Hä? Wie? Was? Wo?!“. ,,Typische Abwehrhaltung!“, lachte Hibiko. ,,Hm.“. ,,Sprich sie doch einfach an, man! Ich will heute noch irgendwann nach Hause kommen...“. Ich schluckte. ,,N-Na gut...“. Vorsichtig machte ich ein paar Schritte vorwärts bis ich vor ihr stand. Ich räusperte mich. ,,Hm? Oh, ähm...“, sie erinnerte sich wohl immer noch nicht an meinen Namen. Mh. ,,Araragi...“, seufzte ich. ,,Oh, richtig. Was machst du denn hier?“, lächelte Arisu und sah mir direkt in die Augen. Ich musste schlucken. ,,A-Also, Hibiko und ich waren auf dem Omibosu Weihnachtskonzert...“. ,,Ah, also Omibosu ist nicht so mein Ding, a-aber ich hab’s eilig, tschüß!“, lächelte sie und verschwand in der Menschenmasse.