Reaching for the Sky [SasoxDei] OS
Reaching for the Sky
„“ - Gesprochenes
// - Gedachtes
~~ - Flashback
>< - Erinnerung
Ohne grosse Umschweife, direkt zur Story.. <3
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„Danna, un?“ – „Hm..“ – „Kann ich bei Ihnen schlafen, un?“
Draussen tobte ein fürchterlicher Sturm und die kleine Blockhütte, in der die beiden Akatsukis Unterschlupf gefunden hatten, wirkte nicht sehr stabil. Bei jedem stärkeren Windhauch ratterten die Fenster bedrohlich und die Türe schlug im Takt der kleinen Böen in den Rahmen zurück. Leise knarrten die Dielen unter Deidaras zierlichem Körper als er zum Älteren huschte. Fünf Meter trennten die beiden Betten und trotzdem musste Deidara beinahe schreien, damit ihn Sasori überhaupt verstand.
„Muss das sein? Du hast ja ein Bett, bleib doch dort.“, erklang die Stimme Sasoris und Deidara seufzte. „Danna, Sie wissen, dass ich mich bei Gewittern fürchte, un..“ Seine Stimme wurde gegen Ende immer kleinlauter. Nun war der Rothaarige der, der seufzte. „Deidara, wir haben dieses Thema nun schon sooft besprochen..“ – „Ich weiss aber trotzdem, un..“ Diesmal duldete der Chaot keine Widerrede. Mit schnellen Bewegungen zog er die Bettdecke auf und verschwand darunter. „Deidara! Du erdrückst mich!“ – „Entschuldige Danna, un!“ Deidara musste sich schon fast an den Körper des Älteren schmiegen, da er sonst herunterfiel.
Der Rothaarige hatte bei diesen Berührungen, ziemlich „schmutzige“ Gedanken. Er ertappte sich als er daran dachte, einen Arm um den Jüngeren zu legen. / Diese Gedanken.. woher kommen die so plötzlich? / Deidara merkte die Anspannung und fragte nach kurzem Nachdenken, zögerlich nach. „Danna, was ist los, un?“ wisperte er leise. Sasori überfuhr ein Schauer als er den heissen Atem auf seinem Körper spürte. Es fühlte sich sagenhaft gut an, den Chaoten neben ihm zu haben und zu spüren, wie sehr er ihn brauchte. Er hatte das Bedürfnis, Deidara näherkommen zu müssen, ja, ihn regelrecht zu überfallen! „Deidara..“, sagte er, als er dieses Bedürfnis immer noch nicht überwunden hatte. Es stieg ins Unermessliche und steigerte sich dann noch mal, als Deidara sich an ihn geschmiegt hatte, als ein wirklich heftiger Donner erklang.
„Ja, Danna, un?“ / Seine Stimme, so naiv.. Ich kann nicht anders.. / Mit zittrigen Händen nahm er Deidaras Gesicht und hauchte ein „Es tut mir Leid..“ ehe er ihn küsste. Deidara weitete die Augen geschockt und blickte im Dunkeln zum Rothaarigen. Dieser jedoch hatte die Augen geschlossen und forderte mehr. Als Deidara seine Zunge spürte, die seine Lippen leckte, riss er sich los. Mit dieser Wucht fiel er auch aus dem Bett. „Deidara!“, rief er ihm nach, doch der Blondhaarige hatte geradewegs die Hütte verlassen. / Ich bin so ein Idiot! /
Er hastete durch das Geäst und schnitt sich hier und da an diversem Unkraut. Blutige Tropfen und ein Chaos waren das Einzige, was er hinterliess. Seine Augen waren gerötet und kleine, perlende Tränen rannen leise und sanft seinen Wangen hinab. Seine Haare waren vom Wind zerstreut und der Regen durchnässte ihn. / Warum.. hat er das getan? / Diese und weitere Fragen spukten ihn seinem Kopf herum und liessen ihm keine Ruhe. Er wusste nicht, wohin er ging, und auch nicht, wo er landen würde. Doch in dem Moment war es ihm egal. Nur weg wollte er. Weg von ihm..
Immer noch in der Hütte war Sasori wie zu Stein erstarrt. / Was habe ich nur getan..?! / Doch ein weiterer Donner riss ihn aus seiner Starre und er find wieder an, klarer zu denken. / Ich muss Deidara finden.. Wer weiss wo er jetzt ist. Und das bei diesem Gewitter.. / Rasch verliess er das Haus und machte sich auf die Suche des Blondhaarigen. Doch alles was er fand, war ein Stück Stoff des Mantels. Es blieb in einem Geäst hangen. Doch die Spuren, handelte es sich nun um Fuss- oder Blutspuren, waren alle mit dem Regen weggeschwemmt worden. / Wie soll ich ihn nur finden, wenn ich nicht weiss, wohin er gegangen ist? / Sasori beharrte verzweifelt einige Minuten in einer Position, in der er so ziemlich das ganze Gebiet, oder was überhaupt sichtbar war, im Sichtfeld hatte.
Deidara stolperte über eine freiliegende Wurzel und fiel hin. Schlamm spritzte um ihn herum und seine blonden Haare hatten einem satten Braun Platz gemacht. Dreck war ihm in die Kehle gegangen, als er aufgeschrien hatte. Es kratzte in seinem Hals, so dass er husten musste und vom Geschmack her übergab er sich fast. Seine Knie waren aufgeschürft und bluteten, geschweige denn seiner Arme, die er sich schützend vors Gesicht gehalten hatte. Er kroch leise weiter. Seine Glieder schmerzten und er hatte das Gefühl, dass seine Beine taub vor Kälte waren. Er fröstelte und zitterte was das Zeug hielt. Mit seinen geröteten und verweinten Augen sah er fast nichts mehr und seine Zähne klapperten. / Verdammt.. /, war der einzige Gedanke der ihm durch den Kopf ging.
Der Regen wurde stärker und es donnerte und blitzte noch mehr. Die Tropfen, die vom Himmel fielen, glichen eisernen Kunais und sie auf der Haut zu spüren war alles Andere als angenehm. Sie brannten und stachen sich in Deidaras Körper und geplagt von Schmerzen konnte er nicht anders als aufzuschreien. Sein Blut rann aus den Wunden und vermischte sich mit dem Dreck. Der Regen prasselte in die Wunden und immer wieder musste der Blondhaarige keuchen und schreien. Sein zerrissener Mantel bot ihm keinen Schutz mehr, so dass er mehr und mehr an diversem Gestrüpp hängenblieb. Seinen Oberkörper zierten etliche Schnitte, Kratzer und aus all’ diesen blutete es.
Auch ein anderer sah da nicht besser aus. Sasori suchte das ganze Feld nach dem Jüngeren ab, aber finden tat er ihn nicht. Sein Mantel war zerfleddert und seine Haare trieften. Geschickt sprang er von Baum zu Baum, liess es jedoch dann bleiben, da er einmal beinahe ausgerutscht wäre. Also suchte er nun auf dem festen Boden musste aber trotzdem höllisch aufpassen, da überall Gestrüpp und Wurzeln wucherten und der Regen den Boden in ein einziges Schlachtfeld verwandelt hatte. / Ich muss ihn finden.. ich will mich doch entschuldigen. War es denn so schlimm? / Kurz schwelgte er in Gedanken an den Kuss, fasste sich dann wieder und setzte seine Suche fort.
> Danna? Kann ich bei Ihnen schlafen, un? <
Langsam ermüdete der ehemalige SunaNin. Er suchte seinen Partner nun schon seit Stunden, fand ihn jedoch nicht. Das erste Mal war er verzweifelt und wusste nicht was tun. Brennend heisse Tränen schienen im Kontrast zum kalten Regen über seine Wangen zu laufen. / Der kleine naive Chaot ist jetzt irgendwo.. vielleicht ängstlich, verletzt oder tot.. und das nur wegen mir.. / Er ballte eine Hand zur Faust und schlug gegen den nächstbesten Baum. Rinde löste sich vom Stamm und klebte an seiner Hand. Diese hatte sich leicht durch den Schlag gerötet und an manchen Stellen fingen die kleinen Kratzer an zu bluten. Wieder und wieder schlug und trat er den Baum bis seine Wut abklang. Mit einem flüchtigen Blick auf seine Hände, die nun aufgeschlitzt und scharlachrot waren, ging er in die Hocke und fing zum ersten Mal in dieser Nacht an nachzudenken.
> Danna? Was ist los, un? <
Deidara hatte sich in eine Mulde gesetzt. Über ihm war ein umgestürzter Baum, der als Schutz vor dem Regen fungierte. Bei jedem Donner zuckte er zusammen und jeder Blitz in dem der Wald aufleuchtete machte ihm mehr Angst. Er kniff die Augen zu und wimmerte leise. / Das ist absurd, un. Du schlägst dich mit anderen, bist ein gefürchteter NukeNin und da hast du Angst vor einem Gewitter, un? /, dachte er sich und einen kurzen Moment lang musste er lachen.
Doch dieses ging wieder in leises Wimmern über als der nächste Donner tönte.
Und genau in dieser Position war er schon einmal. Ein Schauer überfuhr ihn als die Vergangenheit ihn einholte, denn dieses Ereignis hatte sich wie ein roter Faden immer durch sein Leben gezogen. Nur dass er nun älter war und nicht mehr auf einer Akademie mit lauter kleinen und gemeinen Kindern ging. Er war eigentlich sehr beliebt gewesen bis zu jenem schicksalhaften Lager, das jede Klasse vor der Prüfung machte.
~ Flashback Deidaras Kindheit ~
Alle seine Akademiekameraden standen um ihn herum und lachten ihn aus. Der kleine blonde Junge hatte sich eine Decke über den Kopf geworfen und wimmerte leise. Die Akademieklasse war für ein Lager in die Berge gegangen und da hatte es angefangen, zu gewittern. Tränen tropften auf die Matratze auf der er sass. Sie zeigten mit dem Finger auf ihn. Dann fingen alle im Chor an zu singen:
„Deidara ist ein Angsthase!
Fürchtet sich vor Donner und Blitz.
Deidara der kleine Angsthase!
Man ist der ein Witz!“
Deidara war dann aufgesprungen und hatte ihnen seine Meinung unter Tränen gegeigt. Doch bevor er fertig gesprochen hatte, war wieder ein Donner erklungen und hatte seine letzten Worte übertönt. Er war vor Schreck wieder auf die Matratze gefallen und hatte sich die Decke übergezogen. Die Kinder hatten ihn ausgelacht und weitergesungen..
~ Flashback End ~
/ Was ist denn das? / Sasori fand einen Stoffstreifen eines Akatsukimantels. / Deidara! / Er rannte den Stoffstreifen hinterher und suchte mit seinen Blicken den Wald so gründlich wie möglich ab. Da übersah er eine freiliegende Wurzel und fiel hin und in diesem Moment entdeckte er Deidara unter dem umgestürzten Baum. Er lag mit dem Rücken zu ihm und hatte beide Beine angezogen. Rasch stand Sasori auf und stolperte zum Baumstamm. Er lugte darunter und sah den ohnmächtigen Deidara liegen.
> Ja, Danna, un? <
Mit einem kleinen Lächeln, das sich auf die Lippen des Rothaarigen stahl, hob er den Jüngeren sanft und trug ihn durch den Wald. / Mal sehen, ob ich den Weg zurück zur Hütte finde.. / Deidara hatte sich an die plötzlich