Royal Dignity
verstießen. Außerdem hatte er selbst dann eine Menge Papierkram zu erledigen. Auch wenn das saiyajinische Volk recht barbarisch war, eine gewisse Bürokratie herrschte immer.
Der leitende Arzt betrat den Balkon und verlas die Daten:
„Der Sohn des Königs und der Königin wurde am 31. Oktober im Jahre 732 geboren. Er ist genau 50,4cm groß und wiegt 3150 Gramm. Die sonstigen Tests haben ergeben, dass er vollkommen gesund ist.“
Nur wenige Sekunden nach Papus Tadel und den kurzen Informationen des leitenden Arztes betrat einer der Hohepriester den Balkon, zusammen mit einem Jungen, der einen reich verzierten goldenen Becher in der Hand hielt. Was nur wenige wussten war, dass die Saiyajins, so skrupellos und brutal sie auch waren, gewisse religiöse Traditionen verfolgten. Dazu gehörte unter anderem die bevorstehende Weihe und Taufe Vegetas.
Nach dem Hohepriester betrat nun das Königspaar den Balkon. Die König hatte sich ihre typischen festlichen Gewänder angezogen und beide trugen sie jeweils ihr Krone, die nur zu ganz besonderen Ereignissen aufgesetzt wurde. Auch trug die Königin ein Bündel in der Hand. In einem weisen Seidentuch war der frischgeborene Junge eingewickelt. Nur der Kopf war zu sehen. Gleich hinter dem Königspaar folgte Freezer. Papu hielt den Atem an. Jede Sekunde würde das Volk anfangen aufständig zu werden, dass Baby finge an zu schreien und Freezer würde vor lauter Wut jeden Anwesenden pulverisieren. Doch dem war nicht so. Papu wusste nicht, ob das Volk es nicht realisierte wer dort noch zu sehen war oder sie waren zu fasziniert von dem Anblick ihres neuen Prinzen.
Die Masse war vollkommen ruhig, als das Königspaar mit ihrem Sohn dort stand. Der kleine Junge war wach, bekam alles mit und beäugte seine neue Umwelt kritisch. Seine kleinen Händchen hatten sich an dem weißen Seidentuch festgeklammert und der Mund war zu einem trotzigen Ausdruck verformt. Sein kleines Stupsnäschen wackelte, als würde er auch die Gerüche aufnehmen wollen, die er nun wahrnahm.
Der Hohepriester trat auf die frischen Eltern zu und der König gab ihm ein kurzes Zeichen, damit er anfangen konnte. In Freezers Augen war der nachfolgende Teil vollkommener unnötiger Quatsch.
Der Junge mit dem Becher trat neben seinen Lehrmeister. Er sollte das Baby während der Zeremonie festhalten. Der Hohepriester nahm ihm den gefüllten Becher ab und wartete bis der Junge das Baby in einer brauchbaren Lage hielt. Das Baby beäugte den Jungen kritisch und blickte dann zu dem Becher, der über seinem Kopf schwebte. Er rümpfte die Nase, als würde er wissen, dass jetzt ein eher unangenehmer Teil folgte.
Während der Becher langsam zur Seite kippte und ein paar Tropfen der Flüssigkeit darin auf die Stirn des Prinzen trafen sprach der Hohepriester auf der alt-saiyajinischen Sprache: „Vivat, crescat, floreat! Hiermit wirst du auf den Namen Vegeta getauft.“
Das Baby schloss reflexartig seine Augen, als die Flüssigkeit auf seine Stirn traf und machte sie im nächsten Augenblick wieder auf.
Freezer, der das ganze stillschweigend beobachtet hatte rümpfte die Nase. Eine solche Zeremonie war Blödsinn. Damit wurde das Kind nur unnötig zur Schau gestellt. Er verschrenkte die Arme und blickte ab und an zu dem Königspaar hinüber, dass während der Zeremonie neben ihrem Kind stand.
Nachdem der kleine Junge nun also getauft wurde trat der König hervor und nahm seinen Sohn in die Arme. Das Baby blickte kritisch zu seinem Vater hoch und rümpfte die Nase wieder. Die Erhebung zum Prinzen war zwar eigentlich üblich, wenn der Königssohn fünf oder älter war, aber aus gegebenem Anlass wollte König Vegeta das schnell hinter sich bringen. Außerdem konnte er sich so sicher sein, dass nach seinem zu frühem Ableben nicht Freezer den Thron besteigen konnte. König Vegeta war zwar weder krank, noch hatte er Todessehnsucht, dennoch wollte er kein Risiko eingehen und sein Volk in die Hände des Tyrannen treiben.
Der König hob den Jungen hoch und sprach:
„Vegeta, als Sohn des Königs und der Königin lastet eine gewaltige Aufgabe auf dir: Der Prinzenstatus. Ich bin mir sicher, dass du deiner Herausforderung gerecht wirst und eines Tages den Thron des saiyajinischen Volkes besteigst, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Bis zu diesem Moment jedoch sollst du Prinz der Saiyajin sein. Du sollst mutig, tapfer, entschlossen und stolz sein und ein starker Krieger werden.“ Er gab seinem Sohn einen Kuss auf die Wange und legte den Jungen zurück in die Arme seiner Mutter.
Die restliche Ernennung zum Prinzen war nur noch reine Papiersache. Da es noch keine Geburtsurkunde gab konnte der Titel ohne Probleme dort hinein geschrieben werden.
Der Weg des Prinzen der Saiyajin sollte hart werden.
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Die Übersetzung zum lateinischen Satz:
Vivat, crescat, floreat! - Lebe, wachse, gedeihe!