Nie wieder!

Kapitel 5

Nachdem Zarbon in den Gemächern seines Meisters eingetroffen war und ihn zum einschlafen gebracht hatte – er sollte Freezer von seinem Leben erzählen – verzog er sich mit einem tiefen Seufzer zurück in seine Gemächer. Er hatte wirklich angenommen sein Meister würde sich dieses mal für sein Leben interessieren. Schließlich fand er sich sehr toll. Freezer schlief nun endlich wieder und würde am nächsten Morgen nur geringfügig schlecht gelaunt sein. Zarbon wusste, dass ein schlechtgelaunter Freezer ihm den Kopf kosten könnte würde er auch nur ein einziges falsches Wort sagen. Das wollte er unter keinen Umständen riskieren und war dann doch froh seinen Meister zum einschlafen gebracht zu haben. Als Zarbon in seinem Zimmer angekommen war hätte er schwören können einen kleinen Schatten an sich vorbeihuschen gesehen zu haben. Aber wahrscheinlich hatten ihn nur wieder seine Augen getäuscht. Schließlich war es sehr spät und er definitiv nicht mehr aufnahmefähig. Als er die Tür hinter sich schloß war er sich sicher sich den Schatten nur eingebildet zu haben.
Tatsächlich war es natürlich anders. Vegeta war keineswegs in sein Zimmer zurückgekehrt. Schließlich war es noch nicht Mitternacht und der kleine Prinz hatte noch immer Geburtstag. Den wollte er sich unter keinen Umständen vermiesen. Vegeta wusste ganz genau, wo Freezer seine geheimen Vorräte lagerte. Nur das Feinste vom Feinen. Der kleine Prinz machte sich also auf den Weg in den besagten Raum mit den Schlemmereien. Die Tür hatte er schon ein paar Mal gesehen und wusste daher ganz genau, wie er dort hinkam.
Ein paar Schritte war es noch entfernt. Vegeta hatte ohnehin einen Bärenhunger. In der Kantine hatte es mal wieder irgendetwas undefinierbares gegeben, dass er nur mit Mühe herunter würgen konnte. Als er vor der riesigen Tür stand viel ihm zum ersten Mal auf, dass die Tür nur mit einem Code zu öffnen war. Vegeta tippte sich einige Mal an sein kleines Kinn. Es war ein Zahlencode, das stand fest. Er schwebte zu dem Tastenfeld hoch und grübelte weiter. Nach einigen Sekunden aber fielen ihm bereits die Tasten auf, die öfter gedrückt wurden zu sein schienen. Die 2,3,6,8 und 9. Vegeta dachte wieder angestrengt nach. Freezer war der zweite Sohn von King Cold, dieser wiederum war der achte Herrscher über das ice-jinische Imperium. Aber die sechs, die drei und die neun konnte Vegeta damit nicht klären. Wann hatte der Tyrann Geburtstag? Das wurde doch sonst immer an die große Glocke gehangen und ausgerechnet jetzt wollte es ihm nicht einfallen. Im ice-jinischen Kalender war es auf jedenfall der sechste Monat. Meister Freezer trank am Tag neun Gläser Rotwein, er hatte sechs verschiedene Raumschiffe in denen er eine komplette Etage für sich hatte und zwei Berater die ständig um ihn herumwuselten. Aber dann wäre die acht nicht geklärt. Vegeta seufzte. Er schloss die Augen für einen kurzen Moment und schlug sie wieder auf. Natürlich! Der Wein! Schnell tippte Vegeta die Zahlen in der richtigen Reihenfolge: 9, 3, 2, 6 und 8.
Es war eigentlich recht banal, wie Vegeta fand. Freezer trank am Tag neun Gläser Wein und hatte jeweils drei verschiedene zur Auswahl. Um sechs Uhr morgens trank er immer den ersten und um acht Uhr Abends den letzten. Die zwei war relativ einfach. Zarbon musste bei dem Wein um sechs Uhr zweimal nach schenken.
Die große Tür öffnete sich mit einem leisen Brummen und Vegeta blickte auf ein Schlaraffenland, dass sich nun für ihn auftat. Der Raum war prall gefüllt mit etlichen Fleischsorten, dem Rotweinareal, Süßigkeiten wie Schokolade und Tonnen von Eis, dazu die exotischsten Früchte und Gemüsesorten, die der kleine Prinz noch nie in seinem Leben gesehen hatte. Er ließ sich zurück auf den Boden nieder und trat mit langsamen Schritten in eine Traumwelt ein. Er rieb sich die Augen, um sicher zu sein, dass das keine Halluzination war.
Er grinste über beide Ohren, als ihm bewusst wurde wie viel er jetzt essen konnte. Endlich hatte Vegeta die Möglichkeit das zu essen, was ihm schmeckte. Nach einem teuflischen Händereiben machte sich Vegeta an seine Aufgabe.