Sweet Secrets - Alles hat sein Geheimnis
Erwachen und Leben
Hallöle!
Viel Spaß mit dem 2 Kapi!
Stöhnend machte ich die Augen auf.
"Reika!Endlich bist du wach!" Schrei Jemand und wusste sofort wer das war.
Meine Freundin Kaori!
Sie stürzte sich auf mich und für einen Moment verstand ich nicht was geschehen war, aber es fiel mir wieder ein.
Die Nacht.Was war passiert?Wer war der Junge und was hatte er mit mir gemacht?
"Reika!Wie lange warte ich schon?Ich hab mir Sorgen gemacht!Reika!" Piepste sie und lies mich wieder los.
Ich war in einem Krankenhaus.In einem weißen Zimmer, der mich an den Schnee vom jenen Tag erinnerte.
"Was?Warte?Was ist los?" Fragte ich benommen und die Sorge meiner Freundin stieg.
"Du warst 2 Monate lang im Koma.Die Ärzte haben gesagt, dass deine Wunden sehr schnell, zu schnell geheilt sind, aber ob du aufwachen würdest war nicht klar!" Sagte sie schnell und erschrocken sah ich sie an.
Koma.2 Monate.Ich?Seid dem Vorfall?
Ich setzte mich auf und stand auf.
"Reika!Setzt dich hin!Du bist noch zu schwach!Du hast zu viel Blut verloren!" Schrie Kaori hektisch und versuchte mich wieder in Bett zu drücken, doch ich schob sie etwas weg.
"Kaori, ich lebe noch!Mir geht es wirklich gut!" Meinte ich lächelnd.
"Gut?Man hat dich tot auf dem Boden gefunden!Reika du warst tot!Alle Ärzte hatten die Hoffnung aufgegeben!Alle in der Schule haben sich auf die Beerdigung vobereitet!" Kreischte sie hystrisch und die Ärzte kamen panisch reingestürmt und staunten.
"Mir gehts gut!Ich habs überlebt!Darf ich nach Hause?" Sagte ich sarkastisch und wurde mit überrschten Blicken überhäuft.
"Eh...nach einer Kontrolle können Sie gehen..." Sagte eine Ärztin und kratze sich nachdenklich am Kopf.
Ich nickte lächelnd und langsam verliesen sie das Zimmer.
Ich setzte mich auf das Bett und seufzte schadenfroh.
Ich merkte, dass um meinen Oberkörper ein dicker Verband war.
Ich strich über den dünnen Stoff eines Patientenkittels und sah zu Kaori, die mich anstarrte.
"Was?Warum guckst du so?" Fragte ich verwirrt und sah sie fragend an.
"Ich freue mich einfach!Meine Freundin lag im Koma und jetzt?Dir geht es wieder gut!" Sagte sie und wuchtelte mit den Händen rum.
Ich nickte und sah sie verständnisvoll an.
Mein Hand führte zu meinem Hals und ich erschrack.
Da hatte ich auch einen Verband!
"Die Ärzte hatten nicht gewusst, was du hast, haben es aber trotzdem verbunden." Sagte Kaori lächelnd und ich nickte wieder, doch was es mit dieser Wunde auf sich hat verstand ich nicht...
*Zeitsprung ===> Bei Reika zu Hause*
Nach einpaar Tagen durfte ich nach Hause.
Die Ärzte waren sehr überrascht, warum ich mich so schnell erholt hatte, haben mich aber gehen lassen, da ich alle Tests bestanden hatte.
Ich nahm noch meine Schultasche, zog meine Jacke an und verlies meine Wohnung.
Mein erster Schultag nach diesem Vorfall!
Meine Schule war nicht sehr weit weg von meiner Wohnung.
Man musste nur die Hauptstraße entlang und dann in die linke Querstraße biegen und dann war man auch schon da.
Auf dem Weg sah ich mir die Gegend an.
Der Schnee war geschmolzen, nur noch Matsch war noch da, denn ich am meinsten hasste.
Die Sonne schien schon am frühen Morgen und ich war mir sicher, dass das ein schöner Tag sein würde.
Vor der Schule blieb ich stehen und atmete ein und aus.
Ich ging wie gewohnt durch das Schultor, dann durch die vollen Schulgänge, bis ich anschließend in meinem Klassenzimmer war.
Ich setzte mich auf meinen Platz und es wurde still.
"Reika?" Fragte mich eine Mitschüler und ein lautes Gemurmel stieg in der Klasse.
"Ich bin da.Ich bin wieder da.Und bitte guckt nicht so!Das sieht echt blöd aus!" Sagte ich lachend und packte meine Sachen aus meiner Tasche.
Nach einer Weile kam der Lehrer rein und sah mich lächelnd an.
"Schön, dass du wieder da bist!Die kommende Prüfung wirst du nicht mitschreiben können, aber du solltest denn Stoff nachholen!" Sagte er und ich nickte.
Der Unterricht begann mit Mathe und ich seufzend zu Kaori, die neben mir saß und an ihren Haaren fummelte.
Enttäuscht sah ich aus dem Fenster, da es regnete und die Wolken die Sonne bedeckten.
Mathe hatte mich noch nie interessiert.Kunst, Musik oder Sport fand ich schon immer besser.
Nach zwei Stunden Mathe hatten wir Pause, endlich.
Ich stand auf und streckte mich, doch da spürte ich einen Krampf in meiner Brust.
Verkrampft verzog ich das Gesicht und verlies das Klassenzimmer.
Die Gänge waren wieder voll.
Schüler die auf den Gängen alberten oder einfach nur den Raum wechseln mussten.
Ich schüttelte den Kopf und lächelte wieder.
Ich war auf dem Weg zur bis ich stehen blieb.
Die Wunde an meinem Hals pochte.
Es war so, als ob ich es hören könnte.
Für einem Moment blieb die Welt für mich stehen.
Mir wurde schwindelig und es machte sich ein stechender Schmerz in meinem Körper breit.
Ich hielt an meinen Hals, in der Hoffnung, das Pochen aufhören zulassen, aber vergebens.
Hilflos sah ich mich um und sah ihn.
Diese Augen könnte ich immer wieder erkennen.
Diese schwarzen Augen, so dunkel wie die Nacht selber.
Ein mulmiges Gefühl machte sich in mir breit.
Noch ein letztes mal sah ich zu dem Jungen und rannte auf das Mädchenklo.
Ich schloss mich in einer Kabine ein und versuchte meinen Atem zukontrolieren.
Meine Hand hing förmlich an der Wunde.
Das Pochen lies nach und verschwand endgültig.
Es gongte und ich merkte, dass ich zuspät in den Unterrich kam.
Schnell rannte ich aus dem Klo raus und in das Klassenzimmer.
Der Lehrer der nächsten Stunde war noch nicht da und setzte mich erschöpft auf meinen Platz.
"Was ist passiert?Du guckst so komisch!" Sprach Kaori und ich sah sie überrascht an.
"Nichts." Sagte ich und setzte ein falsches Lächeln auf mein Gesicht.
"Ach ja!Geschichte entfällt!Wir haben zwei Stunden frei!" Sagte sie hinterlistig grinsend.
"Kaum bin ich da, entfällt alles." Brummend, musste dann aber trotzdem lachen.
Die zwei freien Stunden vergingen schnell.
Ich unterhielt mich miteinpaar Freunden und ansonsten starrte ich aus dem Fenster.
Es gongte zur großen Pause.
Zusammen mir Kaori verlies ich das Zimmer.
Kaori überhäufte mich mit Sachen, die sie als wichtig oder informativ bezeichnet.
Wir setzten uns in der Cafetaria an einen Tisch und sie erzählte was in den vergangen zwei Monaten passiert war, doch mit meinen Gedanken war ich woanders.
Mein Blick wanderte suchend herum, bis ich ihn fand.
Warum hang ich so sehr an ihm?War er das überhaupt?
"Erde an Reika!Hallo?Jemand zu Hause?REIKA!" Schrie Kaori und ich sah sie erschrocken an.
"Na geht doch!Hörst du mir überhaupt zu?" Fragte sie gereizt.
Sie hasst es, wenn man ihr nicht zuhört...
"Jahaaaaa...Ich höre dir zu!" Stöhnte ich und sah wieder mit einem interessierten Blick zu ihr.
Sie lächelte wie ein kleines Kind, das sich über Süßes freut und erzählte weiter und diesesmal hörte ich ihr wirklich zu.
Die Pause ging zu Ende und ich vertrieb meine Zeit noch im Unterricht.
Entweder sah ich aus dem Fenster oder spielte mit meinen Stiften.
Unterrichtsende.Alle ginge raus, doch die Lehrerin hielt mich mit einem mahnenden Blick am Arm fest.
"Reika, ich kann verstehen, dass du in einem Trauma bist oder dich einfach nur schrecklich fühlst, aber du musst trotzdem im Unterricht aufpassen!Diese zwei Monate musst du nachholen, ansonsten schaffst du das Schuljahr nicht!" Sprach sie und völlig überrummpelt sah ich sie an.
"Ja natürlich, aber Sie sollten sich in meine Lage versetzen.Ich war am sterben!Durch unerklärliche Gründe habe ich überlebt verdammtnochmal!Wenn Sie mich entschuldigen würden, ich muss nach Hause."Sagte ich ohne auf die Antwort von ihr zuwarten.
Ich klang so kalt und lässig, dass es selbst mich erschreckte.
Nachdenklich verlies ich das Klassenzimmer und lief die Gänge entlang.
Die Gänge waren leer, doch irgendjemand flüsterte noch.
"Was hast du dir dabei gedacht?Wenn sie gegen eine Verw-" Zischte ein Junge, wurde aber von jemanden Anderen unterbrochen.
"Sie muss es machen, sonst mutiert sie noch zu einem Monster.Geduld, ich werde mit ihr reden und es ihr schonend beibringen." Sagte er gelassen und horchte auf.
Wer ist Sie?Warum wird Sie mutieren und wie?Was passiert wenn Sie dagegen ist?Über was sprechen die!?
"Da ist Jemand." Sprach er und es wurde still.
Ich spannte mich an und schlich mich leise davon.
Nachdem ich das Schulgelände verlassen hatte, drehte ich mich nochmal um, um zu mich zu versichern, dass sie mir nicht folgen und fing an zurennen.
Zu Hause angekommen machte ich mir einen Tee und setzte mich auf das Sofa, in der Hoffnung, mich entspannen und es einfach vergessen zu können, doch dieser Vorfall ging mir eben so wenig aus dem Kopf wie die Dezembernacht.
Ich sah aus dem Fenster.Es regnete wie noch nie zuvor.Ich hörte die Donner und sah die Blitze einschlagen.Die Regentropfen prallten gegen die Fensterscheibe und rannen die glatte Fläche mal langsam, mal schnell runter.
Gewitter faszinierten mich.Es ist ein Zufall, dass meine Eltern bei einem Gewitter an einem Unfall gestorben sind.
Wenn sich so viel in einem so viel zusammenstaut, dann herrscht auch in einem ein Gewitter, so hatte mir meine Mutter es immer erzählt.
Ich legte die Tasse Tee zurück und stand auf.
Ich stellte mich vor den Fenster und hob meine Hand.
Ich legte sie auf die Scheibe und fühlte die Kälte.
Ein Lächeln umspielte meine Lippen und ich starrte eine Weile aus dem Fenster.
Gegen Abend wurde das Gewitter stärker und stärker, bis es ungewöhnlich wurde.
Es wurde mit der Zeit auch Nacht.
Ich lag in meinem Bett, doch das Licht des Bitzes und das Gröllen des Donners lies mich nicht ruhen.
Das war ein klares Zeichen