Fanfic: Bruder

Untertitel: Slash und Pärchenfrei

Kapitel: Kapitel 2

Rasch schritt Izuna über den Flur, wollte nur noch in sein warmes Bett und schlafen.
Er beeilte sich war der Flur nun doch kälter als gedacht und verkühlte zudem seine Füße.
Mit großen Schritten erreichte er sein Zimmer und Bett, legte sich so schnell es ging unter die Decke und versuchte seinen Schlaf zu finden.

Lange gönnte man den Uchihas aber den Schlaf nicht.
Ein lautes Klopfen riss Madara schnell wieder aus dem Schlaf und murrend erhob er sich.
Nicht mal eine Stunde hatte er jetzt geschlafen und schon wollte wieder jemand was von ihm.
Immer lauter wurde das Klopfen und Madara öffnete genervt die Tür.
Zwei aus seinem Clan standen vor ihn und sahen verzweifelt und völlig fertig aus.
"Madara-sama, die Kinder sind weg."
"Was! Diese verdammten Bastarde", knurrend blitzte Madaras Sharingan auf und er schlug zornig gegen den Türrahmen. Wer war so feige und ging auf die Kinder los.

Izuna schreckte durch einen lauten Krach aus dem Schlaf auf, sah sich erst einmal im Zimmer um und tappte dann langsam die Treppen herunter.
"Nii-san, was ist passiert?", wollte er wissen, als er seinen Bruder völlig aufgelöst an der Tür vorfand.

"Irgendjemand hat die Kinder entführt", knurrend schritt Madara an seinen Bruder vorbei, packte sich seine Rüstung und legte sie sich schon an.
Bestimmt waren es wieder diese Senju. Diese verdammten Bastarde und feigen Hunde.
Es war doch immer dasselbe, sobald jemand die Uchihas rief und unter Vertrag nahm, nahm die Gegenseite sofort die Senju und so war es auch umgekehrt.
Sie waren die stärksten Clans und dadurch verdammt, immer gegeneinander zu kämpfen.
Schnell griff Madara noch nach seinem Fächer und schnallte ihn sich am Rücken fest.
Das daran befestigte Schwert steckte er in seine Scheide und steckte es sich in den Gürtel.

Jemand hatte die Kinder entführt?
Izuna sah verwirrt hinter Madara her, trat schließlich zu ihm ins Wohnzimmer und sah, wie er sich bereits fertigmachte, um diese zu suchen.
"Draußen tobt ein Schneesturm. Meinst du nicht, dass es da zwecklos ist, zu suchen?", appellierte er an Madaras Vernunft und sah schließlich raus in die kalte Nacht.

"Ich muss nicht suchen, ich weiß schon, wo sie sind", antwortete der ältere Uchiha kühl und schnürte sich die letzten Teile seiner Rüstung an.
Die Senju waren bestimmt bei dem Wasserfall, den dort war dieser Hashirama ihn gegenüber im Vorteil.
"Ich werde in ein paar Stunden zurück sein, tu mir den Gefallen und mach noch mal das Wasser heiß."
Sanft lächelnd klopfte Madara seinen Bruder noch mal auf die Schulter und marschierte dann geradewegs hinaus in die kalte Nacht.

Wasser heißmachen?
Hatte Madara sonst keine Sorgen?
Izuna war gewillt etwas zu sagen, öffnete daher den Mund und schloss ihn gleich wieder, da es keinen Sinn machte.
"Pass auf dich auf", versuchte er zu lächeln und sah seinem Bruder leise seufzend hinterher.

Draußen wandte sich Madara noch einmal um und sah seinen Bruder direkt in die Augen.
Sanft lächelten nickte er nur stumm und wandte den Blick wieder ab.
Es reichten nur ein paar Schritte und der tosende Schneesturm verdeckte ihn völlig und seine Begleiter.
Er würde heute Nacht zurückkehren und das erneut mit blutbefleckten Händen.
Jeden Einzelnen würde er töten und in eines grausamen Tod sterben lassen.
Niemand sollte es je wieder wagen, einen ihres Clans zu entführen oder auch zu töten.
Stark blies ihm der kalte Wind einfach ins Gesicht und Madara meinte einzelne Nadeln durchbohrten ihn.
Es war kalt, es stürmte und durch den Schnee konnte er kam die Hand vor Augen sehen.
Es nütze ihn nicht mal das Sharingan etwas, für solche Dinge war es einfach zu schwach.
Aber dennoch kannte Madara den Weg und stampfte schwerfällig durch den immer höher werdenden Schnee.
Langsam bahnte er sich seinen Weg durch das Dickicht, bis hin zum Wasserfall.
Das sonst so fließende und tobende Nass war erstarrt und verharrte in seiner jetzigen Position einfach.
"Senju, ihr feigen Hunde zeigt euch."
Leise knurrte Madara, aktivierte das Sharingan und schlug kurz darauf einige Kunai mit seinem Fächer weg.

Lange blieb Izuna noch an der Tür stehen, schloss diese erst, als er seinen Bruder nicht mehr erkannte und dieser verschwunden war.
Mit gesenktem Kopf ging er in die Küche, setzte Teewasser auf und legte im Ofen Holz nach.
Madara sollte es warm haben, wenn er wieder kam, wenn ... Die Betonung lag auf, wenn, denn Izuna wusste, ganz genau, dass sie selber schon einige Clan-Mitglieder eingebüßt hatten.

Doch Madara war stark, der stärkste aus dem Clan und das wussten die Senju genau.
Wäre er tot, so hätten die Uchihas stark an Macht verloren.
Stark war der Sturm geworden, und auch wenn Madara da stand wie auf dem Silbertablett, so war er schwer zu sehen.
Doch er sah sie, ganz deutlich.
Er konnte ihr Chakra sehen, wie sie für ihn als blaue Gestalten durch den Schnee stampften und ihn umzingelten.
Leise kicherte Madara und hob schon seinen Fächer hinauf.
Er würde sie alle töten. Purpurn glühten seine Augen und er stürmte einfach auf den ersten Gegner zu.
Ein Hieb reichte und der Mann verlor seinen Kopf.
Blut besudelte Madara und der nächste Ninja verlor zuerst seinen Arm, bevor er in der Mitte gespalten wurde.
Blut färbte den sonst so weißen Schnee rot und leises Kratzen von Klingen war zu hören.
Gedämpfte Schreie hallten auf und verstummten schnell.
Rot war der Schnee und bald wurde dieser wieder von Neuem verdeckt.
Langsam schritt Madara auf den Wasserfall zu und sah die Jüngsten ihres Clans.
Knurrend sah er auf die Kinder, erfroren, vor nicht mal einer Stunde.
Laut schrie Madara und ballte die Fäuste.
Nur ein Lockmittel waren sie gewesen, doch dieser Kälte waren sie nicht gewachsen gewesen. Zähneknirschend formte der Uchiha schnell einige Fingerzeichen und er biss sich in den Daumen. Blut lief ihn diesem herunter und er drückte sie auf den Boden.
Ein kleiner Kreis mit mit Schriftzeichen bildete sich und eine große Katze saß vor ihn.
Kurz schüttelte sie sich und starrte Madara mit ihren gelben Augen an.
Ohne ein Wort legte Madara die Kinder auf das Tier und ein kleines Mädchen begann sich, zu rühren. Erstaunt sah Madara auf das Kind und zog sich einen Teil seiner Kleidung aus und packt das Mädchen darin ein.
"Schnell!“, wies er die große Katze an und sie lief voraus, zurück in ihr Dorf.
Madara folgte ihr, spürte die beißende Kälte und wie sein Körper langsam taub wurde.

Selbst heißes Wasser zum Baden stand bereit und nach getaner Arbeit, kuschelte sich Izuna im Wohnzimmer unter einer Decke ein.
An Schlafen war ohnehin nicht zu denken, er machte sich einfach zu große und vor allem unnötige Sorgen um seinen Bruder.
Hin und wieder sah er aus dem Fenster, den Schneeflocken zu, wie diese zu Boden fielen und die Erde bedeckten.
Leise seufzte er auf, legte den Kopf auf den Knien ab und starrte wie so oft, in Richtung der Haustür.

Lange dauerte es nicht mehr und Madara schritt halb erfroren durch die Tür.
Er war völlig durchnässt und mit Blut beschmiert.
Auch wenn er selbst keine Wunde davon getragen hatte, so wirkte er dennoch stark angeschlagen. Müde schleppte sich der Uchiha in das Haus und langsam spürte er wieder seine Glieder.

Kaum dass die Tür sich öffnete, sprang Izuna aus der Wolldecke und auf seinen Bruder zu.
"Nii-san!"
Vorsichtig klopfte er ihm den Schnee von den Schultern, schälte ihn aus dem nassen Mantel und führte ihn zum Kamin.
"Setze dich, ich hol dir einen heißen Tee."
Rasch ging Izuna in die Küche, holte den heißen Tee und reichte Madara davon eine Tasse.
"Hast du sie gefunden, die Kinder?", fragte er leise und mümmelte sich wieder in seine Decke auf dem Sofa ein.

Ohne ein Wort des Protestes ließ sich Madara von seinem Bruder einfach durch die Gegend bugsieren.
Er war zu müde, um zu knurren und außerdem meinte es sein Bruder nur gut mit ihm. So wie immer. Dankend nahm er die warme Tasse entgegen und und trank erst einmal einen kräftigen Schluck von dem süßen Tee.
Langsam taute er auf und er war erleichtert, dass er endlich wieder im warmen saß.
"Ja, ich habe sie gefunden, jedoch für vier war es schon zu spät. Bis auf Aiko hat niemand der Kinder überlebt. Und selbst bei ihr steht es auf der Kippe", erklärte der Uchiha ruhig und krallte sich dennoch in seine nasse Kleidung fest.
Wäre er nur schneller gewesen, er hätte die Vier auch retten können, doch er war zu schwach.
Ihr Vater hatte recht, er taugte zu nichts, dabei sollte er eigentlich der nächste Clanführer werden.

Izuna war geschockt, darüber, dass nur ein Kind überlebt hatte und der Rest tot in den Wäldern Konohas verstreut lag.
Mitfühlend sah er seinen großen Bruder an, legte ihm die rechte Hand auf die Schulter und seufzte schwer auf.
"Es tut mir so leid, auch die Kinder und ihre Eltern. Es wird hart werden, ihnen diese Nachricht zu übermitteln.

Etwas was der Ältere zum Glück nicht tun musste.
Und wenn er ehrlich war, wollte er das nicht einmal.
Er hatte es satt, ständig schlechte Nachrichten zu überbringen.
Die Nachricht, dass jemand von ihnen gefallen war.
Aber was sollten sie machen, sie mussten den gehorchen, denn den sie als ihren Herren ansahen und das war nun mal der Kaiser des Feuerreiches und dieser war mit seinem eigenen Bruder zerstritten.
Streit mit dem eigenen Bruder, etwas das Madara nicht verstand.
Zwar gab es auch zwischen ihm und Izuna Machtkämpfe, aber nie aus solchen Gründen.
Ihnen war es egal, wer den Clan als Oberhaupt fortführen würde, sie würden sich gegenseitig unterstützen.
Müde lehnte sich Madara an den Jüngeren und suchte bei ihm Halt. Hier durfte er schwach sein, zeigen, dass er müde war und völlig ausgelaugt. Bei seinem Bruder durfte er sein, wie