Galaxy

wieder ein, warum sie hier war. „Wissen Sie etwas über Galaxis?“ Ishizu sah überrascht zu ihr hinab.
„Woher kennst du denn Galaxis?“, hakte sie nach.
Dany überlegte, ob sie es Ishizu sagen sollte. Sie hatte noch niemandem von ihrem Traum erzählt. Dann entschied sie sich und begann: „Ich hab irgendwie von einer Galaxie geträumt und dann habe ich im Internet danach gesucht und bin schließlich auf einer Seite gelandet, auf der stand, Pharao Atemu hätte sie in seinen Schriften erwähnt. Da fiel mir aber auf, dass davon in unserer Führung vor zwei Tagen nicht die Rede war.“
Ishizu überlegte kurz und sagte dann langsam: „Das liegt daran, dass viele nicht daran glauben, dass es sie wirklich gab oder gibt.“
„Gibt? Sie glauben doch nicht, dass sie unter uns ist?“
„Komm mit!“, forderte Ishizu sie auf, ohne eine Antwort zu geben und deutete auf eine Tür, die Dany gar nicht erst aufgefallen war. Von der Neugier getrieben folgte Dany Ishizu.
Diese öffnete die Tür und schaltete innen das Licht an. Dany trat hinter ihr in den Raum. Es schien bald, als sei dieser Raum nur eine Abstellkammer. Doch dann entdeckte Dany gegenüber der Tür einen Glaskasten; in ihm lag eine weitere Rolle Papyrus. Ishizu deutete auf die Rolle und sagte: „Erst vor kurzem haben wir diese gefunden.“
Dany stockte der Atem. Auf dem Papyrus war eine Frau mit schwarzen Engelsflügeln abgebildet. „Ist sie das?“, fragte Dany leise.
„Ja, allerdings. Das ist Galaxis.“, gab Ishizu zurück. „Die Hieroglyphen darüber verraten uns, dass sie es ist.“
Fasziniert sah Dany auf die Rolle hinab. „Aber warum veröffentlichen Sie sie nicht?“, fragte Dany nach; ihr Blick blieb auf demPapyrus. „Das wäre doch dann das erste Bild von ihr!“
Ishizu schüttelte den Kopf. „Nein.“
„Aber warum? Manche Leute würden alles dafür geben, dass sie diese Papyrusrolle für sich beanspruchen könnten!“, meinte Dany und sah nun endlich auf.
Ishizu schaute leicht angewidert. „Natürlich! All diese Leute, die nur das Geld sehen, welches sie mit diesem Abbild verdienen könnten! Doch die Person, der sie gehört, würde sie nie wieder sehen!“
Neugierig fragte Dany: „Wen meinen Sie damit?“
Doch Ishizu antwortete ihr nicht, sie ging bloß zurück zur Tür und hielt sie für Dany auf. Die schwarzhaarige wusste, dass es nun an der Zeit war zu gehen.
„Vielen Dank, dass Sie mir geholfen haben.“, sagte Dany mit einer leichten Verbeugung. Ishizu nickte nur; dann drehte sich Dany um und schlug den Weg in Richtung Ausgang ein.