Galaxy
Die Vergangenheit holt jeden ein
Endlich die Wahrheit
Musik beim Schreiben: Within Temptation - Mother Earth & Outlandish - Aicha
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An dieser Stelle noch: Meine Kreativen Sekunden (von Hikari-Yumi) hat ein extra Kapi für dieses Kapitel mit dem Namen RTL xDDDD
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An dieser Stelle noch: Meine Kreativen Sekunden (von Hikari-Yumi) hat ein extra Kapi für dieses Kapitel mit dem Namen RTL xDDDD
Endlich die Wahrheit
Der nächste Morgen kam; sonnig, klar, sogar etwas warm. Ganz anders als der vorherige Tag.
Dany wachte auf, sie wusste zuerst nicht, warum sie sich so schlecht fühlte. Doch dann trat Ria in ihr Zimmer und alles war auf einen Schlag wieder da.
„Verschwinde!“, fauchte Dany, doch Ria machte keine Anstalten, das Zimmer zu verlassen.
„Dany...“, Ria flüsterte so leise, dass man sie kaum verstehen konnte.
„Raus!“, rief Dany plötzlich und sprang aus ihrem weichen Bett. „Lass dich hier nie wieder blicken!“
„Aber...“
Dany warf Ria einen Blick zu, der genau das symbolisierte, was sie dachte. Eiskalte Wut war ihr ins Gesicht geschrieben.
„Du hast...“, erneut sammelten sich die Tränen in Danys Augenwinkeln. „...alles noch schlimmer gemacht!“
Ria sah betreten auf den Boden. „Ich wollte doch nur helfen...“ Ihre Stimme war gerade noch ein Hauch. Kaum zu hören, und dennoch klar genug, dass Dany sie verstand.
„Geh!“, forderte Dany sie ruhiger auf. „Lass mich bitte ein wenig allein!“ Die Tränen waren keineswegs versiegt; sie zwang sich allerdings dazu, sich zu beruhigen.
Ria nickte nun doch ergeben und verließ das Zimmer wieder.
Die blonde lehnte sich vor Danys Tür gegen die Wand und starrte auf den Boden. Doch dann fasste sie wieder Mut. „Dany, ich verspreche dir, ich werde alles wieder in Ordnung bringen!“, sagte sie leise, aber mit fester Stimme.
Sie zog aus ihrer Jackentasche die Papyrusrolle, die sie aus dem Museum gestohlen hatte und sah auf diese hinab.
„Natürlich...“, flüsterte sie fassungslos. „Warum ist mir das nicht schon früher eingefallen?“
Ria fasste einen Entschluss und betrat wieder Danys Zimmer. „Dany, ich muss dir etwas zeigen!“
Dany sah auf; sie weinte nicht mehr.
„Was?“, fragte sie verwirrt.
Ria ging auf sie zu und gab ihr die Papyrusrolle. Ungläubig sah Danielle auf diese hinab. „Aber das ist doch...!“
„Ich hatte sie an mich genommen!“, flüsterte Ria eindringlich und fügte schnell hinzu: „Dany, du und ich, wir sind die Wiedergeburt von Königin Danielle und Prinzessin Ariana!“
Dany lachte auf; es war ein freudloses Lachen. „Du willst mich verarschen, oder?“
Ria sah sie ernst an: „Das will ich keineswegs! Warum glaubst du, sehen wir aus wie die beiden?“
Darauf hatte Dany keine Antwort. Stille übernahm den Raum, während Dany nachdachte und Ria beschloss, Dany aufzuklären, ihr die ganze Wahrheit zu sagen, angefangen in der Gegenwart.
„Dany...Ich muss dir etwas beichten!“, fing Ria nach einer Weile vorsichtig an. Dany sah zu ihr, abwartend und neugierig.
Ria schluckte kurz, bevor sie flüsterte: „Ich bin gar nicht deine Cousine...“ Trauer spiegelte sich in ihrem Gesicht.
Dany sah sie ungläubig an. „Aber was...?“
„Verdammt, Dany, ich bin deine Schwester!“, rief Ria plötzlich aus. „Hast du dich denn nie gefragt, warum deine Eltern damals aus Ägypten weggegangen sind?“
Ungläubig starrte Dany auf Ria. Kam jetzt endlich die Wahrheit über den Grund des Weggangs?
„Wo warst du die ganzen Jahre?“, fragte Dany nach.
„Ich war im Heim!“, meinte Ria und klang unglaublich enttäuscht.
„Aber wieso haben sie dich bloß ins Heim gegeben?“, fragte Dany vorsichtig nach.
Ria schnaubte wütend: „Sieh mich doch an! Ich bin blond; meine Erzieherin meinte, ich hätte nicht ihren Erwartungen entsprochen!“
Nun war sie es, die vor Enttäuschung weinte. Dany stand auf und nahm sie in den Arm.
„Wieso nur?“, flüsterte Dany ungläubig. Sie konnte diese Information noch gar nicht richtig realisieren. Sie hatte eine Schwester, so unwirklich das auch klingen mochte.
Ria sah zu ihr auf. „Ich weiß nur, dass sie kurz nachdem sie mich weggegeben haben, aus Ägypten weggegangen sind! Das war kurz nach meiner Geburt...“
„Aber wie kommst du dann hierher?“
„Ich bin abgehauen!“, murmelte Ria leise. „Ich wollte endlich weg von dort!“
Dany sah sie verständnisvoll an. Doch dann wandte sie sich ab und ging zur Tür.
„Wo willst du hin?“, fragte Ria argwöhnisch.
„Zu Mum und Dad...Sie sind ja zum Glück beide da!“
„Nein warte!“, rief Ria, und Dany stoppte in ihrer Bewegung.
„Da gibt es noch etwas, was ich dir sagen muss!“, meinte Ria kleinlaut.
„Was denn?“, fragte Dany neugierig.
„D-du und i-ich...wir sind...“, sie stockte kurz.
„Was sind wir?“
„Dany, du hast doch von dieser Galaxie geträumt...Das Mädchen, dass du gesehen hast, war Galaxis...“
„Und?“
Ria atmete tief durch, bevor sie eine Handbewegung machte und ihr Zauberstab auftauchte.
„Was ist denn das?“, fragte Dany neugierig.
„Das ist mein Zauberstab....Dany...Ich bin Orion!“, sagte Ria langsam.
„M-moment! Ich hab ihren Namen doch schon einmal gelesen!“
Ria lächelte leicht. „Zufälligerweise vielleicht im Zusammenhang mit Galaxis?“
„Ja genau! Aber was hat das denn nun mit mir zu tun?“
Ria schluckte kurz, starrte auf den Boden und sagte dann rasch: „Du bist Galaxis! Du hast deine magische Hälfte in deinem Traum gesehen!“
Dany starrte sie ungläubig an. „Wie bitte? Ich und Galaxis? Nein!“
Ria lächelte nachsichtig. „Ich kann dir nicht verübeln, dass du das nicht glaubst, aber es ist so!“
Ariana sah wieder auf den Boden. „Da gibt es noch etwas...Ich habe deine Eltern verzaubert, damit sie glauben, ich sei ihre Nichte...“
Dany sah Ria überrascht an. „Kannst du den Zauber wenigstens wieder aufheben?“
Ria nickte und hob sofort ihren Stab. Der Stern an der Spitze begann zu leuchten, so hell, dass Dany wegschauen musste. Als die Helligkeit dann wieder abflaute, sah Ria bedrückt auf den Boden.
„Erkennen sie dich?“, fragte Dany leise nach und Ria schüttelte den Kopf.
„Komm mit!“, forderte Dany sie auf. Ria schaute überrascht auf, folgte Dany aber.
Lianne und John saßen im Wohnzimmer und sahen fern. Als Dany eintrat lächelten die beiden. Dany hatte Ria angewiesen, sie solle vorerst im Flur warten.
„Mum, Dad...warum habt ihr mir nie gesagt, dass ich eine Schwester habe?“, fragte Dany und klang dabei enttäuscht.
Das Lächeln der beiden fror augenblicklich ein. John war der erste, der sich wieder fing. „Was für eine Schwester?“
„Hör auf, es abzustreiten! Sie ist hier!“, meinte Dany säuerlich und verschränkte die Arme.
„Das kann nicht sein! Wir haben keine zweite Tochter!“, meinte Lianne hastig.
„Ria!“, rief Dany und die blonde trat ins Wohnzimmer. John und Lianne waren für einen Moment sprachlos, doch dann sprang John auf und rief: „Wie kannst du es wagen hier aufzutauchen und unserer Tochter so einen Müll einzureden?“
Ria wirkte plötzlich ganz anders; Tränen standen ihr in den Augen und sie drückte sich ängstlich gegen Dany. Der blieb das nicht verborgen.
„Warum habt ihr sie ins Heim gegeben?“, fragte Dany wütend.
Lianne und John sahen sich kurz an, ehe Lianne wütend rief: „Sieh sie dir an! Sie ist blond! Was glaubst du, was die Nachbarn damals über mich gesagt haben? Ich sei fremdgegangen, hatte man mir nachgesagt!“
Ria schniefte leise hinter Danys Rücken; sie klammerte sich immer noch an die schwarzhaarige.
Dany sah ihre Eltern nur abwertend an. „Wie kann man nur?“, fauchte sie und nahm Ria in den Arm.
„Sie verschwindet wieder!“, sagte John plötzlich heftig.
Dany allerdings schüttelte den Kopf. „Nein sie bleibt hier!“
John stand auf und wollte Ria von Dany wegzerren, doch plötzlich gab es einen Knall und Dany und Ria waren verschwunden.
Als Dany erwachte, sah sie Ria ins Gesicht. Diese schien erleichtert zu sein.
„Endlich bist du wach!“, flüsterte sie.
Dany setzte sich auf und hielt sich den Kopf. „Was ist passiert?“, fragte sie und musterte die Umgebung ganz genau.
„Du hast gezaubert!“, rief Ria begeistert. „Und das nur, weil du mich beschützen wolltest!“
„Und wo sind wir?“, fragte Dany. Sie sah nicht viel, außer ein paar riesiger sandfarbener Mauern und ein paar Fackeln an der Wand.
„Du hast dich automatisch in unseren Tempel gezaubert!“, meinte Ria und stand auf. Sie sah sich um und flüsterte: „Wie lange ist das schon her!“
Doch Dany nahm Rias Stimme schon gar nicht mehr richtig wahr. Eine Flut an Erinnerungen stürzte auf sie ein:
Sie stand auf einem Markt. Neben ihr Ria, doch sie sah anders aus. Sie war viel jünger und sie trug ein kaputtes Leinenkleid. Ria schien nicht älter als fünf zu sein. Sie sagte etwas, doch die Worte waren unklar, es war, als würde jemand den Ton durch ein Rauschen ersetzen.
Dany bekam eine Ohrfeige. Sofort schlug sie die Augen auf.
„Dany? Ist alles okay mit dir?“, fragte Ria besorgt. Sie kniete wieder neben Dany.
„I-ich hab grad...etwas gesehen!“, flüsterte Dany. „Du und ich, wir standen auf einem Marktplatz...Aber du warst erst fünf oder so...“
Ria riss die Augen auf. „Du hast...uns gesehen?“
Dany nickte nur; sie war nicht fähig, Ria jetzt noch alles zu beschreiben. Doch Ria begann zu strahlen. „Dann kommen deine anderen Erinnerungen auch bald wieder, glaub mir!“
Erschöpft schloss Dany die Augen, doch Ria rüttelte sie wieder wach.
„Hey!“, meinte sie streng, „Wir müssen jetzt deinen Zauberstab holen!“
Dany setzte sich langsam auf und fragte: „Wie bitte?“
„Du brauchst deinen Zauberstab...Ich mein, du kannst auch so zaubern, aber mit dem Zauberstab geht es am Anfang einfacher!“, lächelte Ria.
„Und wo hast du deinen hergeholt?“, fragte Dany.
„Aus dem Museum, aber deiner ist dort nicht...Deiner muss noch irgendwo hier