Ninja wider Willen

Jetzt fängt erst alles an. ;)

Kapitel 10

Die Tür flog auf. „Tsunade!“ Die Frau sprang von ihrem Stuhl auf. „Sasuke was machst -...“ „Kakashi... er braucht Hilfe...“ Sasuke schluckte. Inzwischen war er doch ganz schön außer Atem gekommen. „Was ist?“ Sasuke stellte mich ab. Ich schwankte, da ich mit meinen Füßen kaum stehen konnte. Sasuke stützte mich. „Kakashi steht am Waldrand vor der Höhle. Er kämpft mit Akatsuki.“ „Was?“ Ich drohte umzukippen, da ich mich einfach nicht mehr halten konnte. Sasuke fing mich auf und nahm mich wieder auf den Arm. „Er braucht auf der Stelle Verstärkung!“ Tsunade nickte heftig. „Ich verstehe. Shizune!“ Eine kurzhaarige Frau kam in das Büro. „Tsunade?“ „Schick sofort eine Truppe zum Ende des Waldes, die Akatsuki sind dort.“ Die braunhaarige Frau nickte und verließ den Raum. „Geht das nicht alles schneller? Er kämpft da gegen 10 Leute! Allein!“, flehte ich. „Wir machen es so schnell es geht.“ Die Frau sah meine Handgelenke. „Was ist passiert?“ Sasuke trat näher an die Frau heran. Diese begutachtete meine Hände und Füße ganz genau. „Ich wurde von ihnen entführt, Kakashi und Sasuke haben mich befreit. Das Seil mit dem ich gefesselt war, war allerdings zu eng...“ „Entführt?! Warum habt ihr mich nicht informiert?“, fragte die Frau Sasuke wütend. „Dazu blieb keine Zeit mehr.“, verteidigte dieser sich. „Und da seid ihr einfach so alleine losgezogen?! Das wird Konsequenzen haben!“ Die Frau bebte vor Wut. „Wir haben sie doch nur gerettet! Außerdem wissen sie genau, was Pain tut, wenn er Caro in die Finger bekommt!“, protestierte Sasuke. Die Frau beruhigte sich nicht, stimmte aber zu. „Bring sie ins Krankenhaus. Man sollte sich das etwas genauer ansehen.“ Sasuke nickte und verließ mit mir das Zimmer. „Wer ist das?“, fragte ich ihn. „Tsunade. Sie ist die Hokage.“ Sasuke lief los. „Die was?“ „Hokage. Eine Art Bürgermeisterin.“, antwortete er mir. „Ah ha...“ Sasuke trat die Tür im Krankenhaus mit dem Fuß auf, da er keine Hand mehr frei hatte. Dort trafen wir wieder auf die kurzhaarige Frau: „Sasuke?“ „Caro ist verletzt.“ Er deutete mit einem Nicken auf meine Hände. Die Frau nickte. „Dann kommt mal mit.“ Die Frau ging voran. Sasuke folgte ihr. „Was ist mit meinem Bruder?“, platze es aus mir heraus, als wir in einem Behandlungszimmer angekommen waren. Sasuke setzte mich auf dem Tisch ab. „Dein Bruder?“ Die Frau sah mich fragend an. „Kakashi Hatake.“ Die brünette sah nicht sehr froh aus, als ich den Namen erwähnte. Sie schluckte. „Er ähm... er liegt auf der Intensivstation.“ Die Welt verschwamm vor meinen Augen. Tränen bildeten sich und kullerten über meine Wangen, ich kippte vom Tisch. Auf einmal wurde für mich alles schwarz.

Als ich wieder erwachte, saß Sasuke an meinem Bett. Ich guckte auf meine Hände, die beide mit einem Verband geschützt waren. „Was ist passiert?“ Mein Kopf tat noch schlimmer weh, als in der Höhle. „Du bist ohnmächtig geworden.“, antwortete Sasuke mir. Die Welt drehte sich und ich fiel zurück auf mein Kissen. „Wie geht’s Kakashi?“, fragte ich besorgt. Sasuke guckte weg. „Nicht so gut...“ „Wird er wieder?“ Ich versuchte meinen Kopf zu heben. Vergebens. „Bestimmt.“ Sasuke lächelte mir aufmunternd zu. Es klopfte an der Tür. „Ja?“, krächzte ich. Naruto betrat das Zimmer. „Wie geht’s dir?“, fragte er. „Nicht so toll...“ Sasuke stand auf. „Ich geh dann mal lieber.“ „Kommst du morgen wieder?“ Er nickte und verließ den Raum. Naruto nahm seinen Platz ein. „Die anderen kommen auch noch.“ Er lächelte. „Schön.“ Ich lächelte gequält zurück. „Ist was?“ Naruto schien das auch immer zu bemerken... „Kakashi ist auf der Intensivstation...“ „Was? Wird er wieder gesund? Was ist überhaupt passiert?“, fragte Naruto aufgeregt. „Ich hoffe schon... Na ja, eine Gruppe, die sich Akatsuki nennt, hat mich entführt. Kakashi und Sasuke haben mich gerettet. Sasuke ist nichts passiert, weil er mich von da weggeschafft hat, aber Kakashi... er hat alleine gegen sie gekämpft nur damit uns nichts passiert und jetzt.... jetzt stirbt er vielleicht!“ Schon wieder fing ich an zu weinen. „Das ist alles meine Schuld!“ Naruto nahm mich tröstend in den Arm und strich mir über den Rücken. „Nichts ist deine Schuld.“ Ich schniefte kurz. „Rede dir das ja nicht ein. Du kannst am wenigsten dafür, ok?“ Naruto gab mir ein Taschentuch. Ich nickte benommen. „Aber was ist wenn er nicht mehr aufwacht...?“ Daran wollte ich eigentlich gar nicht denken. „Er wird aufwachen!“, sagte Naruto überzeugt. „Versprochen!“ Ich trocknete mein Gesicht. Natürlich, konnte Naruto nicht wissen ob Kakashi wieder aufwacht, aber es gab mir dennoch ein gutes Gefühl. Auf einmal klopfte es. Naruto und ich drehten unsere Köpfe zur Tür. Ein weißer Hund trat ein. „...na wer bist du denn?“ Der Hund kam näher und bellte kurz. „Akamaru.“ Naruto kannte den kleinen Kerl anscheinend. Obwohl, klein konnte man nicht sagen... „Hey, Leute!“ Kiba kam ins Zimmer. Akamaru drehte sich Schwanz wedelnd zu ihm um. Kiba tätschelte ihn einmal und ging zu mir. „Wie geht’s?“ „Nicht gut.“, antwortete ich bedrückt. „Was war denn los?“, fragte Kiba mich. „Die Akatsuki haben mich entführt...“ „Was? Wie kannst du da so locker bleiben?“Kiba regte sich schrecklich auf und Akamaru zog den Schwanz ein. „Ich bin doch gerettet worden!“, beruhigte ich Kiba. „Schon, aber es waren die Akatsuki!“, warf dieser ein. „Ich will wirklich nicht mehr darüber sprechen.“, erwiderte ich. Kiba blieb still. Mein Blick fiel auf das Fenster. Ich bemerkte, dass es schon hell war. „Wie lange hab ich geschlafen?“ „Zwei Tage so weit ich weiß.“, antwortete Naruto Achseln zuckend. „So lange?! Oh Gott...“ Ich rieb mir über die Augen. „Hallo.“ Neji betrat den Raum. „Hi.“, begrüßten wir drei ihn. Akamaru bellte freundlich. Neji hatte einen großen Blumenstrauß in der Hand. „Ist der für mich?“ „Klar.“ „Oh, Dankeschön, das ist echt lieb.“ Neji stellte den Strauß in die Blumenvase auf meinem Nachtisch. Genau wie die anderen setzte auch er sich auf die Bettkante. Wenn noch jemand kommen würde, würde es enorm knapp werden. „Geht’s dir besser?“, fragte Neji. „Nein. Ward ihr schon mal hier? Also ich meine als ich geschlafen hab.“ Die Jungen sahen mich verwundert an. „Ja, gestern kurz. Wieso?“, meinte Naruto. „Nur weil... ach egal. Ist schön euch zu sehen.“ Ich lächelte die drei an. Sie lächelten zurück, man merkte aber, dass sie etwas misstrauisch waren. Die Stimmung war trüb, keiner sagte was. „Hey, wisst ihr ob -...“ Etwas huschte am Fenster entlang, ich war mir ganz sicher. „Ja?“ Naruto schaute mich fragend an. „Ähh...“ Langsam wand ich meinen Blick vom Fenster ab. „Ist schon ok..., ich muss mal kurz raus.“, sagte ich zögernd und stand auf. Als ich ging, fühlten sich meine Füße an, als wären sie aus Blei. Bei jedem Schritt wurden sie schwerer. Lange würde ich das nicht aushalten können. Ich schlich mich aus dem Krankenhaus und lief von außen zu meinem Zimmer. Dort stand niemand. Hatte ich mir das vielleicht doch nur eingebildet? Ich guckte mich nach allen Seiten um. Da! Erneut sah ich eine schwarze Gestalt, deren Gewand rote Flecken besaß. Jetzt war es klar, da war jemand von Akatsuki. Ich trat ein Stück rückwärts, dann drehte ich mich um und rannte Tsunade in die Arme. „Huh?“ „Ich... ich war grade dabei wieder in mein Zimmer zu gehen...“, entschuldigte ich mich. Unsicherheit schwang in meinen Worten mit. Die Frau guckte erbost: „Das will ich auch hoffen. Was machst du hier draußen?“ „Frische Luft schnappen?“ Es klang mehr nach einer Frage als nach einer Antwort. Die Frau musterte mich von oben bis unten, dann begleitete sie mich wieder in mein Zimmer. Sie wartete solange, bis ich wieder in meinem Bett lag und befahl den drei Jungen aufzupassen, dass ich nicht wieder abhaue. Zumindest während sie da waren. „Ich lass euch dann wieder allein.“, verabschiedete sich Tsunade. „Wo warst du?“, fragte Neji, nachdem er sich vergewissert hatte, das Tsunade wirklich weg ist. „Frische Luft schnappen.“, antwortete ich, diesmal wesentlich bestimmter. Die drei zogen die Augenbrauen hoch. „Ist doch auch nicht so wichtig.“, meinte ich abwinkend. „Ich will nicht unhöflich sein, aber ich brauche noch etwas Ruhe und außerdem bin ich echt müde...“ „Schon ok. Wir sind sofort weg.“ Kiba zwinkerte mir zu. Ich lächelte und umarmte jeden einmal zu Abschied. Danach verschwanden sie. Mein Kopf verlor sich zurück aufs Kissen, ich starrte zur Decke. Langsam schloss ich meine Augen. Alles war schwarz, ich schlief ein.

Als ich mein Bewusstsein wiederfand, saß ich in einem dunklen Raum. Überall war es schwarz, kein Lichtblick. Nirgends. „Hallo? Ist da jemand?“, rief ich ins leere. Keiner antwortete mir. Ich versuchte vorwärts zu laufen, aber es ging nicht. Mein Blick wanderte an mir hinab. Ich saß auf einem Stuhl, gefesselt. Keiner war bei mir, ich war allein. Allein, das Wort kreiste durch meinen Kopf. Erneut schrie ich: „Ist da denn niemand?! Hallo!“ Lachen. „H-hallo...?“, flüsterte ich. Ein kühles Lachen, das mir sehr bekannt vorkam. „Na, wo soll's denn hingehen?“, fragte der schwarzhaarige. „Mach mich los, du Arsch!“, schrie ich ihn an. „Das war aber nicht sehr nett...“ Er hob mein Kinn an und kam meinem Gesicht ganz nah. Mit der Zunge leckte er sich über die Oberlippe. Ruckartig zog ich mein Gesicht zur Seite. „Lass mich los!“ Es war nur ein Hauch zu hören. Er grinste bedrohlich und drehte mein Gesicht wieder zu ihm. Nun kam er meinem Mund mit dem seinen ganz nahe. Seine Lippen berührten meine.

„Nein!“ Schweißgebadet schreckte ich von meinem Bett