Ninja wider Willen

Besuch eines Waffenshops

Kapitel 12

Nachdem wir endlich in der Stadt waren rannte ich sofort auf ein Geschäft zu. Sehnsüchtig starrte ich in das Schaufenster. Sasuke kam und tippte mir leicht auf die Schulter: „Wir sind nicht hier um Schuhe zu kaufen.“ „Aber...“, fing ich an, doch der schwarzhaarige zerrte mich schon von dem Fenster weg, in eine andere Richtung. „Wo gehen wir hin?“, fragte ich ihn. „Zu einem der besten Waffenläden.“, antwortete Sasuke mir und machte an einem großen Geschäft halt. „Cool. Sag mal, hast du Geld mit?“, fragte ich ihn. Natürlich ganz ohne Hintergedanken. „Schon gut, ich bezahl's dir.“, gab Sasuke sofort nach. „Danke, du kriegst es so schnell wie möglich wieder.“, versprach ich, obwohl ich noch keine Ahnung hatte wie ich das Geld auftreiben konnte. „Hat keine Eile. Jetzt komm.“, drängte er mich und lief in das Geschäft. „Ja ja.“ Ich folgte Sasuke und staunte nicht schlecht, als ich die ganzen Waffen an den Wänden hängen sah: „Das ist Wahnsinn.“ „Findest du?“, fragte Sasuke unbeeindruckt. „Ja! Meine Mutter erlaubt mir nicht einmal alleine Tomaten zu schneiden, und jetzt soll ich mit ein paar Wurfmessern mal eben Leute umbringen.“, erklärte ich. „Tja so spielt das Leben.“ Sasuke zuckte die Achseln. „Klar, heute auf 'nem Sandhügel und morgen auf dem Mount Everest.“, lachte ich. „Eben.“ Es schien, als hörte Sasuke mir nur mit halbem Ohr zu. Er hatte eher Augen für die ganzen Waffen, die im Laden hingen. „Was hältst du hiervon?“, wollte Sasuke von mir wissen. „Nähnadeln?“, fragte ich skeptisch. „Damit kannst du höchstens eine Fliege verletzen.“ „Die ist hochgiftig. Wenn du die jemandem zum Beispiel in die Hand stichst, stirbt er.“, erklärte er mir. „Oh, das ist natürlich was anderes. Aber dann wird es doch ziemlich leicht, Kakashi zu rächen.“, freute ich mich. „Tja, trainieren musst du trotzdem, weil sich keiner von Akatsuki freiwillig in die Hand piksen lässt.“, gab Sasuke zu bedenken. „Ja, wahrscheinlich hast du Recht.“, gab ich zu. „Hm... Aber, können wir nicht vielleicht erst einmal so die ähm... Standartsachen kaufen?“, wollte ich wissen, denn wenn ich mir das so recht überlegte, hatte ich keine Lust mich beim Training mit Gift umzubringen. „Klar, dann suchen wir zuerst Kunais aus, dann Wurfsterne und zum Schluss etwas, das wirklich gut ist.“, meinte Sasuke. „Cool.“ Ich folgte Sasuke und überließ ihm die Auswahl der Waffen. Schon nach kurzer Zeit hatten wir eine ganze Tüte voll gekauft.

Nachdem wir den Laden endlich wieder verlassen hatten, bemerkte ich, dass Neji uns von weitem beobachtete, also beschloss ich zu ihm zu gehen: „Hey. Was machst du hier?“ „Hallo. Ich hab mich hier mit Hinata verabredet.“, erzählte Neji mir. „Ist das deine Freundin?“, fragte ich verschwörerisch grinsend. „Das ist seine Cousine.“, klärte Sasuke auf, der hinter mir stand. „Oh...“, sagte ich enttäuscht. „Da kommt sie.“, meinte Neji und zeigte auf ein Mädchen mit schwarzen Haaren. Mit einer Umarmung nahm er das Mädchen in Empfang. Sie wurde rot, als sie Sasuke und mich wahrnahm. „H-hallo...“, begrüßte sie uns schüchtern. „Hi, ich bin Caro. Du heißt Hinata oder?“ Freundlich lächelte ich sie an. Hinata nickte. „Und, was habt ihr jetzt noch so vor?“, fragte ich Neji und Hinata. „Wir wollen trainieren gehen.“, antwortete Neji natürlich. „Ah ha.“ Sasuke stieß mir in die Seite, was bedeuten sollte, dass er gehen wollte. „Na ja, wir müssen dann auch mal gehen.“, verabschiedete ich mich von den beiden. „Ich würde mich freuen, wenn ihr mich mal besucht. Viele Leute kenne ich hier ja noch nicht.“, sagte ich noch, bevor Sasuke mich wegzog. „Hey, ich wollte mich noch unterhalten.“, beschwerte ich mich sauer. „Na und. Du hast Neji doch gehört, sie müssen trainieren. Das sollten wir übrigens auch tun, die Prüfungen fangen bald an.“, meinte Sasuke. „Mir sind die Prüfungen echt egal. Schließlich will ich kein super Ninja werden.“, erklärte ich. „Ja, aber wenn du die Prüfung nicht bestehst, fällt das ganze Team durch.“ Er verschränkte die Arme vor der Brust. „Ach ja... öhm...“ Ich wurde rot. Daran hatte ich natürlich nicht gedacht. „Deshalb wirst du schön trainieren!“, befahl Sasuke mir und zerrte mich Richtung Trainingsplatz. „Ist ja gut, aber ich weiß leider noch immer nicht, wie ich meine Zauberkraft einsetzen kann.“, erinnerte ich ihn. „Chakra, nicht Zauberkraft.“, korrigierte er mich dann. „Du wirst das aber alles lernen. Am besten trainierst du noch mit Naruto Zuhause.“ „Von mir aus. Aber erst mal will ich lernen, wie man so schnell rennen kann.“, quietschte ich fröhlich. „Das ist nebensächlich, für die Prüfung brauchst du das nicht.“, sagte Sasuke streng. „Trotzdem...!“, entgegnete ich beleidigt. „Wir sind da, dann probiere mal deine neuen Waffen aus.“, schlug Sasuke mir vor. Ich nickte und kramte in meiner Tasche. „Ich glaube wir brauchen auch noch kleine Beutel für dich.“, meinte er. „Meinst damit diese komischen kleinen Taschen, die du an deinem Bein hast?“, vergewisserte ich mich. „Genau. Sonst musst du erst 10 Minuten suchen, bevor du kämpfen kannst.“, lachte Sasuke leise. Ich glaube, das war das erste mal dass er lachte. „Ok, wo kann ich solche kaufen?“, fragte ich ihn. „Brauchst du nicht, ich hab noch welche bei mir zu Hause, du kannst sie gerne haben.“, bot Sasuke mir freundlich an. „Danke.“, lächelte ich. „Ich bring sie dir morgen mit zum Training. Jetzt lass uns erst mal anfangen.“ „Gut, aber warum holen wir die Täschchen nicht zusammen ab? Das wär doch viel einfacher.“, wollte ich wissen. Sasuke drehte sich schlagartig zu mir um: „D-das verbraucht Zeit. Wir müssen ja jetzt... trainieren. Und so dringend brauchst du die ja auch nicht... richtig?“ „Ja, vermutlich hast du recht...!“, antwortete ich etwas misstrauisch. „Gut, lass uns jetzt mit dem Training beginnen.“ Er holte etwas aus seiner Tasche... Kunais. „Was machen wir jetzt?“, wollte ich wissen. „Du musst lernen, wie man ausweicht.“, erzählte Sasuke. Da ich schon eine gewisse Vorahnung hatte, ging ich ein paar Schritte zurück. „D-du willst mich doch jetzt damit abwerfen, oder?“ Misstrauisch guckte ich zu ihm. „Doch. Aber mach dir keine Sorgen, dir passiert nichts.“, winkte Sasuke ab. „Ach nein? Ist ja nicht so, das du vorhast mich mit Kuscheltieren abzuwerfen, oder?“ Sauer guckte ich zu ihm. „Nein, sicher nicht. Vertrau mir einfach.“ Sasuke machte sich bereit zum Werfen. „Wenn ich nicht mit ihm befreundet wäre, würde ich ihm jetzt eine knallen.“, murmelte ich und ging ein paar Schritte zurück. „Wirf!“, schrie ich ihm zu. Er nickte und fing an zu werfen. Ich duckte mich sofort und rannte hinter den nächsten Baum. Auf der anderen Seite tauchte Sasuke plötzlich auf und warf weiter. Wieder wich ich dem Kunai aus. Der nächste Kunai kam auf mich zu, mitten auf mein Gesicht. „Ducken!“, brüllte Sasuke. Sofort schmiss ich mich auf den Boden. „Kletter auf den Baum! Nutze dein Umfeld!“, brüllte er wieder. „Das sagst du so leicht!“, schrie ich zurück. „Nicht reden!“, befahl er mir. Der nächste Kunai flog. Ich versuchte den Baum hochzuklettern, fiel aber immer wieder runter, da ich sonst fliegende Messer in den Rücken gerammt bekäme. Nach vielen schmerzhaften Versuchen, schaffte ich es endlich. „Ich hab's!“, schrie ich glücklich. Plötzlich flog ein Kunai zu mir in die Baumkrone. Vor Schreck fiel ich auf der anderen Seite des Baums herunter. „Aaahh!“ Mit dem Rücken prallte ich auf dem Boden auf. „Au!“ Auf einmal stand Sasuke vor mir und stellte seinen Fuß auf meinen Bauch. Vorwurfsvoll sah er auf mich herab. „Wäre ich jetzt dein Gegner, wärst du tot.“ Ich hustete und keuchte, sodass ich Blut spuckte. Sasuke half mir auf. „Geht’s?“, fragte er mich. Ich schüttelte meinen Kopf. „Ich bin gerade einen Baum heruntergefallen.“, flüsterte ich und schaute zu ihm. „Das ist uns allen am Anfang passiert.“, meinte Sasuke. Er hatte kein bisschen Mitleid mit mir. „Schön, aber ich war darauf nicht vorbereitet.“ Sauer sah ich ihn an. „Tut mir leid, ich hätte mehr aufpassen müssen.“, entschuldigte er sich. „Schon ok, ich bin so was einfach nicht gewohnt.“, erklärte ich. „Können wir vielleicht morgen mit dem Training weitermachen? Denk dran, ich wurde erst heute aus dem Krankenhaus entlassen.“ „Klar, vielleicht sollten wir vorher noch einmal zu Tsunade gehen, und fragen ob du wirklich schon wieder bereit bist zu trainieren.“, schlug Sasuke vor. „Bloß nicht. Wenn sie erfährt, dass ich Blut spucke, kann ich gleich wieder für eine Woche ins Krankenhaus.“, lehnte ich ab. „Bringst du mich zu Naruto?“ Fragend guckte ich Sasuke an. „Natürlich, pack' deine Sachen schnell wieder ein, dann können wir gehen.“ „Ok, danke.“ Schnell suchte ich meine neuen Waffen zusammen und packte sie in die Tasche. „Ich trage das.“ Sasuke nahm mir die Tüte ab. „Danke.“, lächelte ich. „Das war ja ein tolles Training.“, lachte ich. „Was soll man machen. Ich will ja nicht, dass du draufgehst.“ Er grinste. „Schön zu wissen.“ Ich stieß ihn leicht ihn die Seite. „Bist du dir sicher, dass es dir nicht gutgeht?“ Sasuke zog die Augenbrauen hoch. „Klar, wieso?“, wollte ich wissen. „Du bist schon wieder so fröhlich.“, antwortete er mir. „Ich bin eben eine Frohnatur du Pessimist.“, erwiderte ich schnippisch. „Dann frag ich mich, warum du immer so mies gelaunt bist wenn es ums Training geht.“ Sasuke schaute mich von der Seite an. „Öhm... weil... ach, das ist eine Wissenschaft für sich.“ Er sah mich zweifelnd an. „Na dann...!“ „Ist doch auch egal. Lass uns etwas schneller laufen, ja? Ich hab Hunger.“ Ohne eine