Ninja wider Willen
Antwort abzuwarten, lief ich etwas schneller. „Hunger? Hast du gar nichts gegessen?“ Sasuke guckte mich fragend an. „N-nicht direkt. Ich wollte ja, aber... irgendwie bin ich dann... nicht dazu gekommen.“, stammelte ich. „Warum nicht?“, wollte er wissen. „Ist das denn jetzt so wichtig?!“ „Nein, eigentlich nicht. Schon gut.“, winkte er ab. Keiner sagte mehr etwas. Mir fiel kein Gesprächsstoff mehr ein und Sasuke... der spricht eh nicht viel. „Alles klar, wir sind da.“ „Oh stimmt. Danke fürs nach Hause bringen.“ Ich drückte Sasuke kurz und gab ihm einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange. „Bis morgen.“ „Ja, bis morgen. Und vergiss nicht, du hast morgen wieder Schule.“ Mit diesen Worten verschwand er wieder. „Ach ja...“, murmelte ich nicht sehr begeistert. Als ich klingeln wollte bemerkte ich, dass Naruto schon in der Tür stand: „Hey.“ „Hey. Ist was?“, fragte ich ihn. „Nein. Wieso fragst du?“, wunderte sich dieser. „Du guckst irgendwie so komisch.“, erklärte ich und ging ins Haus. „Oh, hab ich gar nicht bemerkt.“ Er lächelte mich an. „Na dann. Willst du nicht mal meine neuen Sachen sehen?“ Ohne auf seine Antwort zu warten, schüttete ich die Tüte aus. „Na? Was meinst du?“ „Ziemlich viel, meinst du nicht?“ Skeptisch betrachtete er den Waffenstapel. „N-na ja... Je mehr desto besser.“, gab ich zurück. „Klar, aber ich meine jetzt für den Anfang. Außerdem bin ich ja derjenige, der das bezahlen muss.“, warf Naruto ein. „Stimmt und ich bin dir auch wirklich sehr dankbar dafür. Und ich gebe dir das Geld ja auch irgendwann wieder.“ Mit einem breiten Lächeln sah ich ihm ins Gesicht. „Du hast Glück, dass ich dich so süß finde wenn du lügst.“, lachte Naruto. Röte stieg mir ins Gesicht. „Ja, wahrscheinlich...“ Ich lächelte verlegen. „Hast du Hunger?“, wollte Naruto wissen. „Ja, sehr großen sogar.“, schmunzelte ich. „Das kann ich mir gut vorstellen.“ Er lachte. „Deshalb hab ich uns schon eine neue Suppe gemacht.“ „Oh, das finde ich toll!“, schwärmte ich.
Nach dem Essen fragte mich Naruto nach dem Training: „Sag mal... wieso warst du eigentlich schon so früh wieder da?“ „Was meinst du?“, wunderte ich mich. „Na vom Training.“ „Ach so. Na ja, ich bin vom Baum gefallen.“, erklärte ich. „Was?! Geht’s dir denn auch gut, sollten wir nicht lieber -“ „Es geht mir gut.“, unterbrach ich ihn. „Sicher? Ich meine -“ Empört sah ich ihn an: „Ich kann schon auf mich selbst aufpassen!“ „Schon klar, aber ich sorge mich halt um dich.“, entschuldigte sich Naruto. „Brauchst du nicht. Nur weil ich das ganze nicht gewohnt bin und keine komische Kraft hab, musst du nicht denken, dass ich sterbe wenn ich einen Baum herunterfalle.“, stellte ich klar. „Ok, ok. Hab verstanden.“ Er machte eine beruhigende Geste mit den Händen, dann stand er vom Esstisch auf. „Wohin gehst du?“, wollte ich wissen. „Ich gehe ins Bett, hast du in der letzten Zeit mal auf die Uhr geschaut?“ Er lachte. „Äh, nein. Ist es echt schon so spät?“, wunderte ich mich. Naruto nickte. „Komm, wir müssen morgen früh aufstehen.“, erinnerte er mich. „Ach ja... Schule...!“ Langsam stand ich auf und trottete nach oben. „Schläfst du auf der Couch oder im Bett?“, fragte ich Naruto. „N-na ja, ich dachte, wenn es dir nichts ausmacht..., könnten wir beide im Bett schlafen...!“, schlug er vor. Ich merkte, dass es ihm ein wenig peinlich war. „Von mir aus.“ Ich lächelte ihn an. Er lächelte zurück. „Gut, dann geh ich mich mal eben fertig machen.“ Damit verschwand er im Bad. Auch ich zog mir meinen Schlafanzug an und putzte mir die Zähne. Nachdem wir beide fertig waren, legten wir uns schlafen. Vorsichtig nahm mich Naruto in den Arm und flüsterte mir zu: „Schlaf schön, Kleines.“ Ich kuschelte mich an ihn und schlief schon nach kurzer Zeit ein.