Ninja wider Willen

Rausschmiss! (weiß leider nichts besseres... ^^°)

Kapitel 14

„Naruto ich... ich muss dir was sagen...!“ „Lass mich dir zuerst etwas zeigen!“ Aufgeregt rannte der Blondschopf in die Küche. Mit mehreren Tellern in der Hand kam er zurück: „Ich hab gekocht! Es ist ein 3 Gänge Menü!“ „Ähh... d-das ist toll...“ Ich versuchte ein Lächeln. „Gut, dann setz' dich schon mal. Ich werde eben das Essen holen.“, meinte Naruto und verschwand. Nervös guckte ich mich nach allen Seiten um bevor ich mich an den Tisch setzte. Naruto hatte den Tisch schon gedeckt. Es sah wirklich toll aus. Warum musste ich nur einen so tollen Freund haben?! Konnte er nicht einfach ein Arsch sein? Dann würde ich mich sicher nicht ganz so mies fühlen. Mit vollen Tellern kam er zurück und setzte sich mir gegenüber. „Lass es dir schmecken.“ Er lachte fröhlich. Ich nickte. Naruto fing an zu Essen, während ich einfach nur mit meiner Gabel darin herumstocherte. „Hast du keinen Hunger?“, fragte er mich. „D-doch. Es ist nur...äh...“ „Geht es Kakashi schlechter?“ „Äh, ja.“ Ich schob mir etwas von dem Essen in den Mund. Es schmeckte auch noch gut. Wie blöd! „Du... du wolltest mir doch noch etwas sagen...!“, fing Naruto plötzlich an. „Wollte ich? Ach ja, stimmt. Wollte ich. Das... das ist nicht mehr so wichtig.“, winkte ich ab. „Gut na dann.“ Anfangs hatte ich ja vorgehabt ihm alles zu erzählen, aber... als ich ihn dann so fröhlich gesehen hatte, ging es einfach nicht. Natürlich musste ich wieder alles falsch machen. Warum bin ich nur so blöd?! „Habt ihr noch etwas gemacht?“ „Wie meinst du das?!“ Ich schreckte hoch. „Na, ob du mit Sasuke noch etwas gemacht hast außer Kakashi zu besuchen.“, erklärte Naruto. „Äh, ja. Ich war kurz bei ihm zu Hause.“, antwortete ich. Naruto's Augen weiteten sich für einen kurzen Augenblick. Dann sagte er gelassen: „Schön.“ „Ja, kann schon sein. Du sag mal -“ Mein Handy klingelte. „Geh schon ran.“, lächelte Naruto. Ich nickte und nahm ab: „Hallo.“ „Hey... Ich wollte mit dir reden.“ Es war Sasuke's Stimme. „Ach, das macht nichts. Kann ja mal vorkommen. Tschüss.“ Ich legte auf. Dann richtete ich mich wieder an Naruto: „Verwählt.“ „Ach so.“ Wir aßen weiter. Gut, vielleicht war es ja feige einfach nicht mehr darüber zu sprechen und alles so zu lassen wie es gerade ist, aber was sollte ich denn sonst machen? Ich wollte am liebsten alles rückgängig machen. Natürlich war das nicht möglich.

Nach dem Essen fragte ich: „Und was machen wir jetzt?“ „Ich hätte da schon so eine Idee.“ Naruto grinste, zog mich an sich ran und küsste mich. Er stolperte mit mir im Arm zum Sofa. Ich ließ ihn erschrocken los. „Ähh... i-ich ähm...“ Der Blondschopf sah beschämt zu Boden. „Tut mir leid, ich hätte nicht so schnell sein sollen. Wenn du noch Zeit brauchst, dann -“ „Das ist es nicht.“, unterbrach ich ihn. „Was denn dann?“, wollte er wissen. „Naruto... ich glaube ich muss dir da etwas sagen.“ Augen zu und durch. Ich atmete tief ein.

Eine knappe halbe Stunde später stand ich mit gepackten Koffern vor Neji's Haus und klingelte. „Caro?“ Er bemerkte meine Koffern noch nicht. „Hi...“ „Äh, willst du reinkommen?“, fragte er. Meine verheulten Augen hatte er wohl doch bemerkt. „Danke.“ Ich trat in das Haus. „Am besten wir gehen nach oben.“, schlug Neji vor. Ich nickte und begleitete ihn in sein Zimmer. Er schloss leise die Tür. „Was machst du hier, wenn ich fragen darf.“ „Ich... kann ich für ein paar Tage hier schlafen? Nur bis ich eine eigene Unterkunft gefunden hab.“, fragte ich leise. „Ich denke schon. Was ist denn überhaupt passiert?“, wollte Neji wissen. „Naruto hat mit mir Schluss gemacht.“, erklärte ich. „Warum das denn?!“ Ich schluckte. „Sasuke und ich hatten etwas miteinander... und ich hab es Naruto erklären wollen... jetzt hasst er mich. Verständlich. Ich bin auch einfach zu dumm.“ Neji knirschte mit den Zähnen. „Hm. Das legt sich schon wieder. Du solltest Naruto jetzt Zeit geben.“ „Na du bist gut. Er hat mich rausgeschmissen. Da wird so ein bisschen Zeit das auch nicht legen.“ Meine Stimme zitterte. „Ich kenne Naruto jetzt schon ziemlich lange, daher kann ich dir mit Sicherheit sagen, dass er sich auf jeden Fall wieder beruhigen wird. Wenn er dich wirklich mag, und das tut er, dann wird er dir das auch verzeihen.“, gab Neji zurück. „Hm.“ „Vertrau mir. Aber er wird noch Zeit brauchen. Viel Zeit. Sehr viel Zeit.“ „Du sagst mir, er wird sich beruhigen. Aber in 5 Jahren hab ich da auch nichts mehr von.“, motzte ich. „Nicht ganz so viel Zeit. Nur... du musst ihn verstehen. Er hatte es nie leicht im Leben.“, fing Neji an. „Wie meinst du das?“, wunderte ich mich. „Seine Eltern sind gestorben, als er ein Baby war. In der Schule wollte früher nie jemand etwas mit ihm zu tun haben. Und er musste sich immer doppelt anstrengen, um in der Schule mitzukommen.“ „Aber wie kann das denn sein?! Er ist doch immer so gut gelaunt. Und er hat doch Freunde.“, warf ich ein. „Das war aber nicht immer so! Und seine gute Laune... ohne die wäre er schon längst scheintot und das weiß er.“, erklärte Neji. Jetzt hatte er es geschafft, dass ich mich noch schlechter fühlte. „Meinst du ich kann morgen in der Schule mit ihm reden?“ „Hm, schwer zu sagen. Mal ehrlich, wenn er dir das gleiche angetan hätte, würdest du dann mit ihm reden wollen?“, antwortete Neji auf meine Frage. „Nein. Na ja... ich will ja nicht mal mit Sasuke reden.“, flüsterte ich. „Eben. Obwohl ich eigentlich finde, mit ihm solltest du gerade alles klären.“ Ich drehte mich zu Neji: „Warum musste du eigentlich immer Recht haben?!“ „Das ist meine beste und blödeste Eigenschaft zugleich.“, grinste er. „Ja, ich merk's. Also soll ich mit ihm reden?“, stellte ich klar. „Nicht wenn du nicht willst. Aber du solltest ihm schon sagen, was genau das für dich war, finde ich. Ich meine du hast ja fast... wie auch immer.“ Neji wurde rot. „Wir haben nicht... du weißt schon.“, sagte ich sauer. „Ich weiß, ich weiß. Trotzdem. Du musst ja nicht jetzt gleich mit ihm reden. Nur in den nächsten Tagen schon mal. Schließlich seid ihr auch in einem Team. Wenn ihr euch nicht versteht, dann -“ „Ja ja... Du hast nicht zufällig einen Ausschalter?“ „Ich kann auch gar nichts mehr sagen.“, gab Neji beleidigt zurück. „Nein, sei nicht sauer. So war das nicht gemeint, aber das letzte was ich brauche sind Predigten über Sachen, die ich sowieso schon weiß.“ Deprimiert sah ich zu Boden. „Du, Neji...?“ „Ja.“ Er guckte mich von der Seite an. „Wünscht du dir auch manchmal, du könntest die Zeit zurückspulen?“, fragte ich ihn. „Nein.“, antwortete er stumpf. „Wirklich nie?“, hakte ich nach. Er überlegte kurz, dann sagte er: „Nein.“ „Machst du denn nie Fehler?!“ „Doch, aber ich stehe zu meinen Fehlern.“, erklärte er. „Was willst du mir jetzt damit sagen?“, fragte ich. Neji guckte mich an. „Du kannst das Geschehene nicht rückgängig machen, aber du kannst versuchen es wieder gutzumachen. Klarheit schaffen, verstehst du?“ Ich nickte. „Hm.“ Mit einem Mal stand ich auf. „Wo willst du hin?“ „Etwas klären.“, antwortete ich Neji und verließ das Zimmer.

„Jetzt klingel doch einfach! Ach, du bist so ein Angsthase!“, schimpfte ich mit mir selbst. Um es einfach hinter mich zu bringen, klingelte ich an Sasuke's Tür. Ich hörte Schritte, dann öffnete er die Tür einen kleinen Spalt. „Caro?“ Ich konnte es nicht genau erkennen, aber ich glaube er guckte überrascht. „Darf ich reinkommen?“, bat ich. „Ähh... w-weißt du... sicher.“ Er öffnete die Tür, sodass ich eintreten konnte und drehte sich um. „Was ist denn?“, wollte er wissen. „Kannst du dich nicht vielleicht zu mir drehen?“, fragte ich säuerlich. Langsam wendete der schwarzhaarige sich zu mir. „Was hast du denn gemacht?!“ Entsetzt bemerkte ich ein blaues Auge. Er hatte tatsächlich ein blaues Auge! Sasuke setzte sich auf sein Sofa. „Dein Freund war hier...“ Missmutig sah er auf den Boden. „Bitte?“ „Ich werde das nicht weiter erläutern.“, schmollte Sasuke. Wäre das ganze nicht so beschissen, würde ich ihn jetzt auslachen. „Du solltest Naruto eben nicht unterschätzen.“ Der Uchiha guckte sauer. „Schon gut. Lass mich das mal ansehen.“ Ich kniete mich vor Sasuke und kramte in meiner Tasche. Aus dieser holte ich einen kleinen Verbandskoffer. „Warum trägst du das denn mit dir rum?“, wollte Sasuke wissen. „Weißt du, wenn ich eins vom 'Ninja sein' gelernt hab, dann, dass ich immer einen Mini-Notfallkoffer dabei haben sollte!“, erklärte ich. „Mach deine Augen zu.“ Sasuke nickte und machte was ich ihm gesagt hatte. Anschließend cremte ich sein blaues Auge mit einer Salbe ein und drückte ihm die Tube in die Hand. „Wenn du die jeden Abend benutzt, siehst du in ein paar Tagen wieder normal aus.“ Ich wollte aufstehen, daher stütze ich mich an Sasuke's Arm ab, woraufhin er einen lauten Schrei ausstieß. Sofort ließ ich den Arm los. „Was war das denn?!“ „Ein... Freudenschrei...!“ Vorwurfsvoll sah ich ihn an. Dann packte ich seinen Arm und drückte zu. Sasuke verzog schmerzerfüllt das Gesicht. Ich ließ seinen Arm wieder los und zog den Ärmel seines Pullovers hoch. Sein Arm war angeschwollen, rot und überall mit blauen Flecken übersät. „Vielleicht hab ich mir doch eine kleine Verletzung zugezogen...“, meinte Sasuke. „Sasuke!“, schrie ich sauer. Ich seufzte und setzte mich wieder auf den Boden. Schnell holte ich einen Verband aus meinen Notfallkoffer und fing an seinen Arm zu 'verarzten'. „Ich bin eigentlich gekommen um mit dir zu reden und nicht um Krankenschwester zu spielen.“ „Dann rede.“ „Huh...?“ Ich guckte zu ihm