♥ нєαятвєαт ♥ [MMFF]
erwartest du eigentlich von mir, wenn du dich schon von hinten heranschleichst?“ „-Einen Kuss? -hey, aua. Wofür war das denn?!“ Lachend schüttelte Su ihren Kopf. „Du bist so ein Hohlkopf, Kiba.“ „-Ich liebe dich auch, Sonnenschein -au, ist ja gut ich hab's geschnallt.“ Gespielt schmollend hielt er sich den leicht schmerzenden Arm. „-Das hast du nun davon“, frech grinsend streckte sie ihm die Zunge aus und verstaute die Kamera zurück in ihre Tasche. Das mit dem Foto war wohl nichts geworden, aber vielleicht würde sie den Vogel bei Gelegenheit wiedersehen.
„Warum hast du mich eigentlich davon abgehalten, den Vogel zu streicheln?“ Kiba zögerte einen Moment, doch schließlich antwortete er ihr. „Diese Art kann ganz schön aggressiv werden. Ich wollte nur nicht, dass du dich verletzt.“ Die Force konnte sich nur schwer vorstellen, wie ein solch unschuldiges Geschöpf sie hätte verletzen können. Doch das behielt sie lieber für sich. „Du scheinst Erfahrungen gemacht zu haben?“, fragte sie stattdessen und führte den Energydrink ein weiteres Mal an ihre Lippen. Da sie keine Antwort erhielt, drehte sie sich zu ihm und stutzte leicht, als sie den plötzlich leeren Ausdruck in seinen Augen sah. Er schien geistig weit weg zu sein, was Suhayla nicht behagte. „Alles in Ordnung?“ Vorsichtig schnipste sie zwei mal den Fingern vor seinem Gesicht. Der Inuzuka erschien aus seiner Starre zu erwachen und schüttelte entschuldigend den Kopf. „Tut mir Leid, ich war gerade mit den Gedanken wo ganz anders.“ „-Hab ich gemerkt. Stimmt etwas nicht?“ Plötzlich lachte Kiba grundlos laut auf und hob abwehrend die Hände hoch. „Was? Ach Quatsch, mir geht's prima! Siehst du?“ Zur Bestätigung umfasste er blitzschnell ihre Taille und warf sie in die Luft, nur um sie daraufhin wieder aufzufangen und sicher zurück auf ihre Füße zu stellen. Noch geschockt von dem schnellen Flug hielt sie sich an seinem Arm fest und boxte ihn etwas verärgert gegen die Magengegend. „Mach das ja nicht noch einmal.“ Warnend bohrte sie ihren Finger in seine Brust. Grinsend salutierte er. Ai ai, Sir – äh – Ma'am!“
Obwohl die Force sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte, beschlich sie das ungute Gefühl, dass Kibas fröhliche Art im Moment nur reine Fassade war. Zu gerne wollte sie ihn fragen, was es mit dem Papagei auf sich hatte. Doch just in dem Moment forderte Iruka, der Leiter des Theaterkurses, alle Mitglieder dazu auf, ihre Gespräche einzustellen. Geknickt setzte sich Suhayla zurück auf ihren Platz, während Kiba es sich neben ihr gemütlich machte. In der Hand des Umino befanden sich mehrere verschieden farbige Blätter. „Ich möchte ein kleines Experiment mit Ihnen starten“, begann er ruhig. „Jeder von Ihnen bekommt eines dieser Blätter. Ich bitte Sie, sich bis nächste Woche mit der Frage zu beschäftigen, wer Sie sind und wer Sie sein wollen.“
Ein Gemurmel ging los. Suhayla runzelte die Stirn. Was war das aber auch für eine Aufgabe? Wollte er sich über sie lustig machen? „Und was soll das bringen?“ Ehe sie sich zurückhalten konnte, hatte sie die Frage ausgesprochen, die nicht nur ihr, sondern auch allen anderen auf der Zunge lag. Iruka lächelte geheimnisvoll. „Das werden Sie sehen, wenn Sie anfangen, sich mit der Fragestellung zu beschäftigen, Miss Force. Sonst noch welche Fragen?“ Als sich keiner mehr meldete, nickte der Umino zufrieden. „Gut, dann wünsche ich Ihnen eine erholende Rest-Mittagspause.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und schritt Richtung Ausgang. Die Mitglieder des Theaterkurses erhoben sich von ihren Plätzen, um ihren eigenen Dingen nachzugehen. Die wenigsten unterhielten sich über die fragwürdige Aufgabe, die Iruka ihnen gegeben hatte, wo hingegen die meisten die Angelegenheit bereits vergessen und mit den Gedanken wo anders waren. Von alldem bekam Suhayla jedoch nichts mit. Sie starrte auf ihr rosa Blattpapier. Zwei kleine Fragen, deren Bedeutung unwahrscheinlich größer war, als man zu glauben wagte, spukten durch ihren Kopf.
Wer war sie eigentlich und wer wollte sie sein?
Alle Kandidaten, die sich zum Amt des Schülersprechers beworben haben, versammeln sich bitte vor dem Lehrerzimmer! Shizunes Stimme hallte mithilfe der Lautsprecher über den gesamten Schulplatz und den Schlafräumen der Schüler und Studenten. Kurz verstummten alle Gespräche, um die Ansage zu horchen, doch die meisten senkten wieder ihre Köpfe, als sie hörten, dass es nichts mit ihnen zu tun hatte. Adrian, der bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit Kisame seine Gitarre gestimmt hatte, erhob sich nun und streifte sich lässig seine Lederjacke über, die er vorher über den Stuhl geworfen hatte. Kisame blickte zu ihm auf und deckte die Tasten des Klaviers, an dem er gerade noch gespielt hatte, mit einem Tuch ab. Breitbeinig saß er auf dem Klavierhocker des Musikraumes und beobachtete den Pajula dabei, wie dieser seine Gitarre sorgfältig in eine extra Tasche einpackte und verschloss.
„Du hast dich also tatsächlich für die Wahl des Schülersprechers beworben?“ Nachdenklich musterte er seinen Kumpel und selbsternannten „Bro“. „-Ja, Irgendwelche Einwände?“
Der Hoshigaki schüttelte mit dem Kopf. „Nein, nicht wirklich. Es wundert mich nur ein wenig, warum gerade du dich für das Amt des Schülersprechers gemeldet hast. Schließlich hast du doch nebenher noch genug für dein Studium zu tun.“
Adrian zuckte mit den Schultern. Was sollte er schon sagen? Dass es ein Reiz für sein Ego war, diese Herausforderung anzunehmen? Dass er gerne den ehrbaren Ruf eines guten Schülersprechers tragen wollte? Summend drückte er die Gitarrentasche in Kisames Hand und stopft sich ein Kaubonbon in den Mund, das er mit vielen anderen in seiner Jacke aufbewahrt hatte.
„Ich vertrau dir Kumpel. Wehe, ich finde auch nur einen Kratzer, wenn ich wieder komme.“
Der Hoshigaki verdrehte die Augen, versprach jedoch, die Gitarre unbeschadet in Adrians Zimmer zu bringen. „Itachi hat sich auch angemeldet“, murmelte er plötzlich, während er Adrian dabei beobachtete, wie dieser sich seine Sonnenbrille aufsetzte und vor einem Fenster, in dem er leicht sein Spiegelbild erkennen konnte, seine Haare richtete. Irritiert runzelte er die Stirn.
„Ja und?“ Kisame schwieg. Er würde dem Pajula nicht erzählen, dass Itachi der Traum eines fast jeden Mädchens hier und neben Madara und Sasuke der wahrscheinlich mit Abstand beliebteste Junge war. Anderseits war er die vergangenen Jahre Schülersprecher gewesen und wurde nur einmal von seinem Cousin abgelöst. Vielleicht würde Tsunade es dieses Jahr einsehen und Potenzial in einem anderen Schüler sehen, Adrian zum Beispiel. Kisame fuhr aus seinen Gedanken heraus, als Adrian die Tür öffnete und in Begriff war zu gehen. Schnell sprang er auf und hechtete seinem Freund hinter her. „Hey, warte, Ari!“ Genannter verharrte in seiner Position und wartete, bis Kisame ihn eingeholt hatte. Dieser hielt ihm die Hand hin und grinste, sodass sich eine Reihe messerscharfer Zähne zeigte, die an die eines Haifischs erinnerten. „Zeig ihnen, wer der Boss im Haus ist, Bro!“ Ein Grinsen erschien ebenfalls auf dem Gesicht des Pajulas. Freundschaftlich erwiderte er die Geste mit einem Handschlag. „-Worauf du deine Klarinette verwetten kannst, Bro“
Mit dem Lächeln eines Sonnenscheins machte sich Adrian auf den Weg zum Lehrerzimmer. Hin und wieder schenkte er einem vorbeigehenden Mädchen ein Augenzwinkern und begrüßte seine Freunde mit einem Handschlag. Vor dem Lehrerzimmer stand bereits eine kleine Schar von etwa 15 Mädchen und Jungen. Viele der Gesichter erkannte der Pajula wieder. Bei einem jedoch blieb er hingen. Itachi kam genau auf ihn zu und gesellte sich zu ihm. Schweigend lehnten die beiden nebeneinander an der Wand und lauschten den Gesprächen der anderen Kandidaten. Mit einer flinken Bewegung zog Adrian ein zwei weitere Kaubonbons aus seiner Jackentasche und bot dem Uchiha eines an. Dankend nahm dieser an. Plötzlich öffnete sich die Tür zum Lehrerzimmer und Shizune trat auf den Flur. Sie wartete geduldig, bis sich alle beruhigt hatten, ehe sie zu sprechen begann.
„Danke, dass Sie alle gekommen sind. Die Ergebnisse wurden gerade ausgewertet. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die beiden Spitzenkandidaten für die Endwahl Adrian Niilo Pajula und Itachi Uchiha sind.“ Sie begann zu applaudieren, wobei einige mit einstimmten, andere sich aber enttäuscht zum Gehen wandten. „-Vielen Dank an alle, dass Sie so zahlreich mitgemacht haben!“, versuchte sie sich zu beeilen, bevor die Schüler- und Studentenschaft wieder ihren eigenen Weg ging. Adrian und Itachi warteten, bis alle weg waren, ehe sie an Shizune herantraten. Diese sah den beiden freundlich lächelnd entgegen und wandte sich sofort an den Pajula. „Itachi weiß es schon, aber für Sie werde ich es noch einmal erklären. In der Endauswahl wird entschieden, wer von ihnen beiden das Amt des Schülersprechers und wer sein Vertreter wird. Die Frau Direktorin wird entscheiden, wie so etwas aussehen kann. Manchmal wird die Entscheidung vor Ort getroffen und manchmal müssen die beiden Spitzenkandidaten bestimmte Aufgaben erfüllen. Die Frau Direktorin wird am Ende entscheiden, wer von Ihnen beiden Schülersprecher wird. Bitte folgen Sie mir.“ Shizune ging auf das Büro der Direktorin zu und klopfte höflich an. Ein paar Sekunden warteten sie auf ein Zeichen. Ein bestimmtes 'Herein' ertönte und Shizune öffnete die Tür, um die beiden ins Zimmer zu lassen. Sie selbst schloss die Tür hinter sich und huschte durch eine Nebentür ins Sekretariat zurück.
Tsunade saß auf einem edlen Bürostuhl aus Lehrer, hatte ihren Kopf auf ihre Hand gestützt und musterte die beiden Jungs aus wachsamen braunen Augen. Adrian machte es dem Uchiha gleich und trat in respektvollem Abstand an den Schreibtisch