Fanfic: Wo Hass aufkommt, droht Untergang
Kapitel: Kapitel 1 – Wenn die Zukunft dir an die Kehle geht, schlage der Vergangenheit mitten ins Gesicht
Hallo, meine eventuellen Leser :D
Ich hoffe, dass es gefällt und achja, hier wird es keine Pairs geben *hust*
Murrend verschränkte der große, jedoch schlaksige Mann, die Arme vor der Brust und schüttelte den Kopf, ehe er fortfuhr: „Ich weiß, dass du eine gute Kunoichi bist, aber das ist dennoch keine Mission für dich. Wir befinden uns im Krieg und es wäre undenkbar, wenn du in die Hände des Feindes fallen würdest. Außerdem haben wir den Kaguya-Clan noch in unseren Händen.“
Brummend schob Fuuka beleidigt ihre Unterlippe vor und verschränkte ebenso die Arme. Genervt sah sie in die andere Richtung. „Und dann schlachten sie sich gegenseitig ab. Der Clan rottet sich selbst aus, wenn es so weiter geht. Ich bin der Meinung ich sollte sie-“
„Zügle deine Zunge“ zischte der Mann und musterte sie scharf. Er wusste natürlich, dass Fuuka eine gute Kämpferin war, denn sie verhielt sich nicht nur so, sondern kleidete sich auch in dem herkömmlichen Stil eines Shinobi. Die schwarze Maske verdeckte ihren Mund und ihre Nase und der schwarze Ganzkörperanzug, der an den Beinen etwas weiter war, ließ sie wie der Schatten eines Menschen wirken. „Nur weil du meine Tochter bist, heißt es nicht, dass du alles machen darfst, was du möchtest. Ich bin der Anführer unseres Dorfes und nicht du! Außerdem...“ Stolz reckte er seine Hühnerbrust, „ist der Kaguya-Clan einer der gefürchtesten Clans im ganzen Land.“
„Und einer der dümmsten noch dazu,“ grinste Fuu süffisant, doch ging augenblicklich mit geweiteten Augen in die Hocke, um der Backpfeife ihres Vaters auszuweichen. Er war noch nie ein Mann, der nur verbal kämpfen konnte. „Ist okay. Ich bleibe im Dorf.“ Beschwichtigend hob sie die Hände vor ihre Brust und richtete sich wieder zu ihrer vollen Größe auf, die es fast mit den 1,75 m von ihrem Vater aufnehmen konnte. Sie verabschiedete sich noch trocken, bevor sie die Tür öffnete, hinaustrat und dann so laut wie möglich die Tür zu knallte. Sie wollte zwar nicht in den Krieg ziehen, aber wollte verhindern, dass die zweite Geheimwaffe des Dorfes sich im Blutrausch selbst ab metzelte. Dazu hatte der Clan auch noch Respekt vor ihr... „Obwohl, eher vor Saiken,“ überlegte sie und schlenderte gemächlich durch die kleinen Straßen. Es gab weder viele Einwohner, noch Ninjas und genauso klein war eben auch das Dorf, auch wenn in den letzten Jahren einige Fremde dazu gezogen waren.
Die Fensterläden schlossen sich knackend und knallend, während sie einfach weiter lief. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt und den Blick mehr in den Himmel gerichtet, als auf den Weg. Langsam hatte sie sich mit der Situation abgefunden, dass sie nur ihren Bijuu und ihre Familie zum Reden hatte, und letztere auch nur in guten Momenten.
Mit einem lauten Seufzer zog sie ihren Zopf zurecht und steckte die zwei Haarnadeln noch einmal fest hinein, damit auch alles saß. Sie liebte ihre schwarzen Haare. Die brustlangen Strähnen, die sie sich immer hinter die Ohren klemmte, baumelten hin und her, während sie etwas außerhalb des Dorfes den Trainingsplatz aufsuchte.
Suchend sah sie sich um. Sonst befand sich hier immer jemand, der sich aber auch sogleich vom Acker machte, wenn sie aufkreuzte. Doch heute war es ungewöhnlich still. Ein Schauer lief Fuuka über den Rücken und fröstelnd fuhr sie sich mit ihren Hände über die Arme.
„Irgendjemand ist hier,“ grummelte Saiken in ihrem Kopf, der sich öfters mal zu Wort meldete. Immerhin war sie die einzige Person mit der er wirklich sprechen konnte.
„Ich weiß,“ murmelte sie nur und ging einige Schritte zurück, wobei sie ihre ganze Umgebung im Auge behielt. Seit sie die feindlichen Shinobis vor sechs Jahren abgeschlachtet hatte, war sie stets auf der Hut und versuchte jedem ernstgemeinten Kampf aus dem Weg zu gehen, denn der Hass auf sie wurde nur größer und größer, je mehr sie für das Dorf tat. Egal wie viel sie trainierte, egal, wie gut sie Saiken unter ihrer Kontrolle hatte, war dieses Misstrauen immer da und wuchs wie ein Geschwür.
Vorsichtig glitten Fuukas Hände zu den zwei Taschen, die jeweils an einer Seite der Hüften angebracht waren. Langsam glitten ihre Finger hinein und umschlossen den Holzgriff ihrer Dreiecksklingen.
Mit einer zügigen Bewegung zog sie diese heraus und wehrte zwei Kunais ab, die auf sie zu flogen. Klirrend traf Metall auf Metall, bevor die Wurfmesser vor ihren Füßen landeten.
„Gut gemacht. Am besten wäre es, wenn du dir mal wieder mein Chakra zu Nutzen machst,“ sagte Saiken, doch Fuuka reagierte gar nicht auf sein Geschwätz. Sie hasste es, seine Kraft zu benutzen. Sie kam sich dann wie ein Bandwurm vor, der sich nicht allein ernähren konnte und sich somit auf Kosten anderer am Leben erhielt und auf so etwas konnte sie verzichten.
„Hör auf, dich zu verstecken,“ knurrte sie laut und biss die Zähne aufeinander. Kampfbereit hatte sie ihre Klingen erhoben und beobachtete die Kronen der Bäume, die sich raschelnd bewegten, bevor ein junger Mann mit bösartigen, roten Augen auf der Lichtung stand.
„Du bist doch sicherlich der Jinchuuriki vom Rokubi oder?“ fragte er und musterte sie von oben bis unten. Ihre Bauchmuskeln, die man auch schon so deutlich sehen konnte, zuckten unter Anspannung.
„Sein Name ist Saiken. Und ja, ich bin Fuuka Moriwaki und der Jinchuuriki vom Sechsschwänizgen Schneckendämon. Wer genau will das wissen?“ sagte sie kalt, doch fügte den Rest eher skeptisch hinzu, bevor sie ihn ebenfalls musterte. Seine schwarzen, schulterlangen Haare umrahmten sein Gesicht, wie ein Gestell ein Portrait und sein gut gebauter Körper, wirkte mehr wie eine Illusion als Realität.
Lachend erwiderte er nur: „Der Uchiha-Clan.“ Er zeigte auf sein rechtes Auge, das sie immer noch bedrohlich anblickte.
Bei dem Namen bildete sich automatisch eine Gänsehaut an Fuukas Armen und ein Schauer jagte ihr über den Rücken. Sie hatte schon viel über diesen Clan gehört, besonders, dass er neben dem Senju-Clan einer der Stärksten überhaupt war, und dennoch hatte sie noch nie persönlich einen gesehen. „Und was willst du von mir?“ fragte sie und trat einige Schritte weiter zurück. Angst keimte in ihr auf, denn die Vermutung machte sich in ihr breit, dass sie Saiken wollten, und das schloss sie somit ein. „Verschwinde von hier. Das ist weder dein Dorf, noch dein Reich!“ zischte sie wütend, um keine Schwäche zu zeigen.
Er lachte nochmals, diesmal jedoch amüsiert darüber, dass sie so überaus töricht war, anzunehmen, er würde ohne sie zurück gehen. Der Anführer des Uchiha-Clans wäre sicherlich nicht sonderlich davon angetan. Langsamen Schrittes ging er auf sie zu, zog dabei einen weiteren Kunai aus seinem Shuriken Holster, das mehr schlecht als recht um das Bein gebunden war. „Wir können das natürlich auch in einem Kampf klären, obwohl es nur Zeitverschwendung wäre,“ meinte er seufzend, während er immer näher kam. Ängstlich wich Fuuka weiter und weiter zurück.
„Benutze mein Chakra. Dieser Mann ist stark und gefährlich,“ erläuterte Saiken bestimmend und als hätte er einen Schalter bei Fuu umgelegt, strömte das rote Chakra zuerst aus ihren Händen, bevor es den ganzen Körper umschlang. Wie ein Feuer, das dem Wind ausgesetzt war, züngelte die Materie herum und ließ den schmalen Körper von ihr wesentlich mächtiger erscheinen.
„Das ist also die Kraft eines Bijuus?“ fragte der Mann, doch lachte plötzlich lauthals los. „Mädchen, selbst das kann dich nicht retten.“ Urplötzlich spurtete er auf sie zu, wobei er kampfbereit seinen Kunai vor das Gesicht hielt.
„Bist du dir sicher, dass er zum Uchiha-Clan gehört?“ meinte Saiken, während Fuuka ihre zwei Dreiecksklingen gegen das Wurfmesser stemmte. Sie starrte in die zwei blutroten Augen und beobachtete die zwei Tropfen in diesen. Jetzt war sie sich sicher, dass er zu ihnen gehörte. Mit aller Kraft stemmte sie ihr ganzes Gewicht gegen ihn, biss die Zähne zusammen und wollte gerade mit der zweiten Klinge zuhauen, als der Fremde auch schon sein Bein anhob. Er drückte ihr Arme nach oben und irritiert stolperte sie nach vorne, bevor der heftige Tritt sie in die Magengrube traf und sie keuchend auf die Knie ging. Als er nochmals ausholte, rollte sie sich zur Seite und sprang auf. Ihr Gesicht schmerzhaft verzogen, knurrte sie nur: „Guter Schachzug.“
Ein Grinsen bildete sich auf den Lippen ihres Gegenübers, bevor er einige Fingerzeichen formte. Tief holte er Luft und als er ausatmete entwickelte sich vor ihm ein riesiger, lodernder Feuerball, der auf Fuuka zuraste. Sofort trat ihr der Angstschweiß aus und panisch sprang sie auf einen Baum, der seitlich von ihr stand. Zischend prallte das Feuer gegen einen anderen Stamm und sofort entzündete sich der Waldrand. „Irgendwer wird doch das Feuer sehen!“ überlegte sie und hoffte auf Rettung. Weder wollte, noch konnte sie ihn töten. Sie konnte nicht einmal mehr Blut sehen, wie sollte sie es überhaupt schaffen ihn zu verletzen, ohne danach sich übergeben zu müssen und ohnmächtig zu werden.
Etwas knisterte über ihr und wie in Zeitlupe hob sie den Blick zum Himmel, von welchem ein helles Glühen ausging. Zischend schlug wenige Meter von ihr entfernt ein Feuerball in die Erde. Die Explosion ließ sie aufschreien, doch bevor sie überhaupt ihre Beine bewegen konnte, raste der nächste Feuerball vom Himmel, traf ihren Baum. Kreischend ging sie zu Boden, während der brennende Ast auf ihren Beinen landete. Brüllend und heulend versuchte sie sich zu befreien, während sich der Stoff ihres Anzuges sich in ihr Fleisch brannte. Das rote Chakra löste sich von ihrem Körper, stieg als kleine Bläschen in den Himmel, wo sie auch sogleich zerplatzten.
„Konzentrier dich Fuuka. Das ist nicht echt!“ brüllte Saiken, während sich vor Fuus Augen schon alles