Fanfic: Wo Hass aufkommt, droht Untergang
drehte. Die dröhnende Stimmte hallte noch immer in ihrem Kopf wieder, während sie mit einem kräftigen Stoß den Baumstamm von ihren Beinen hinunter rollte. Erst jetzt sah sie sich um. Sie saß mitten in einem Kreis aus Feuer, der sie verschlingen wollte. Zitternd richtete sie sich auf, formte Fingerzeichen, während die Flammen wie zischelnde Schlangen näher kamen. „Funktioniere,“ bettelte sie leise und schloss die Augen. Die Temperatur um sie stieg. Fuu spürte, wie langsam die Sohle ihrer blutroten Stiefel einfach dahinschmolzen.
Als sie die Lider öffnete, hatte sich nichts geändert. Weder war die Luftfeuchtigkeit gestiegen, noch war Nebel in Sicht.
Tränen der Verzweiflung rannen ihre Wangen hinunter, bevor die ersten Funken Löcher in ihre Hose brannten. Der Rauch wurde dichter und hustend ging Fuuka auf die Knie. Sie stülpte den Schal, den ihre Mutter an den Ausschnitt des Anzuges genäht hatte, noch über ihren Mundschutz. Angestrengt kniff sie ihre Augen zusammen, um irgendwie noch ihren Gegner ausmachen zu können, doch der Schweiß und Rauch brannten in ihren Augäpfeln.
„Reiß dich zusammen Mädchen!“ schrie Saiken, um sie endlich wieder zur Besinnung zu bringen. Er wusste immerhin, dass Fuuka nicht dumm war, doch diesmal stellte sie sich wie ein kleiner Hund an, der davon ausging, dass für ihn Welpenschutz herrschte.
„Ich...ich...kann,“ murmelte sie, während ihre Lider anfingen zu flattern. Überall war diese Hitze, dir ihr den Sauerstoff raubte. Ihre Lunge brannte und schmerzte, wie noch nie zuvor.
„Nicht einschlafen! Bleib wach! Es ist nicht echt.... FUUKA!“ donnerte der Bijuu, doch dann gab er die Hoffnung auf, als sie in sich zusammen sackte und das Feuer langsam ihre Kleidung verbrannte. Ihre Haut verkohlte und bröselte einfach herunter, bevor das knallrote Fleisch zum Vorschein kam.
Mit einem Grinsen kam der Uchiha zu ihr gelaufen und ging neben ihrem unversehrten Körper in die Hocke. Es war eher ein Versuch von ihm gewesen, sie in ein Gen-Jutsu zu ziehen, aber anscheinend hatte es fantastisch geklappt. Er boxte ihr leicht in die Rippen, um auch sicher zu gehen, dass sie wirklich bewusstlos war und es nicht nur spielte. Stumm griff er wieder in sein Shuriken Holster und zog ein dünnes Drahtseil heraus, dass er ihr um die Füße und um die Handgelenke, die er ihr hinter den Rücken zog, wickelte. Auf einen Fluchtversuch konnte er gut verzichten. Er packte sie unter den Achseln und hievte sie auf seine linke, breite Schulter, ehe er mit Mühe aufstand.
Es wurde bereits dunkel, als Fuuka die Augen abrupt aufschlug. Erst richteten sich ihre Pupillen auf den Boden, nahmen kleine Steine ins Visier, die dann aber wenige Sekunden später wieder verschwanden. Die Schulter bohrte sich schmerzhaft in ihren Magen und das auf und ab vom Laufen machte es auch nicht besser.
Dann wanderte ihr Blick zu dem Hintern. Verzweifelt biss sie sich auf die Unterlippe und versuchte weiter ruhig zu atmen. Sie musste den Überraschungseffekt ausnutzen, wenn sie hier lebend raus wollte.
„Na Prinzesschen. Bist du wach?“ meldete sich sogleich Saiken, der die plötzliche Gefühlsregung von ihr ausgemacht hatte.
„Ja, bin ich. Was zum Teufel ist passiert?“ dachte sie und presste die Lider aufeinander, als sie diese wieder öffnete, überkam diese wohlbekannte Kälte sie. Die Fackelflammen wurden mit einem Schlag größer und mit einem genervten Gesichtsausdruck sah Fuuka Saiken an, der gemächlich auf dem Rücken lag und sie aus seinen kleinen Augen an stierte. Seitdem das riesige Gittertor verschwunden war, war sie eigentlich ganz gerne hier.
„Ich hoffe, der Schönheitsschlaf hat gut getan. Du hast ziemlich viel verpasst,“ grinste die Schnecke sie an und kassierte augenblicklich einen Schlag in den wabbligen Körper. Fuus Faust versank ganz in der Masse und schoss dann wieder hinaus.
„Wieso lebe ich überhaupt noch? Ich dachte, ich wäre verbra-“
„Es war ein Gen-Jutsu. Wie ich es dir die ganze Zeit gesagt hatte,“ knurrte der Rokubi und wälzte sich zur Seite, bevor er sich auf die kleinen Füße stemmte. „Ich bin ziemlich enttäuscht von dir.“
„Nicht nur du,“ murrte sie zurück und senkte den Kopf. „Ich habe noch nie ein so gutes Gen-Jutsu gesehen.“
„Du hast noch nie ein Gen-Jutsu gesehen,“ stellte Saiken skeptisch fest. „Kein Wunder, dass er dich so schnell einlullen konnte.“
„Okay, genug darüber gelästert, wie schlecht ich bin. Wir müssen irgendetwas unternehmen,“ sagte Fuuka und lief nachdenklich im Kreis, während sie ihre Hände hinter dem Rücken zusammenfaltete. Tief in Gedanken versunken starrte sie auf den Boden.
„Wenn ich einen Vorschlag einbringen darf. Wie wäre es, wenn du mich vollkommen befreist? Ich könnte ihn platt walzen,“ feixte Saiken, der sich immer wieder um sich selbst drehte, um Fuuka in den Augen zu behalten.
„Du weißt, dass ich davor Angst habe. Ich könnte eventuell sterben, keine Ahnung. Außerdem bist du zu groß und somit zu auffällig,“ erklärte sie, legte ihren linken Zeigefinger auf den Nasenrücken, um ihren Kopf ab zu stützen und massierte sich nebenbei mit dem Daumen ihre Schläfe.
„Wenigstens habe ich einige Ideen hervorgebracht, im Gegensatz zu dir,“ fauchte der Rokubi zurück und legte sich dann seufzend auf den Bauch. Fuuka setzte sich vor seinen Kopf in den Schneidersitz.
„Ich denke mal, wir sollten abwarten. Ich will erstens niemanden verletzen und zweitens, wenn er mich schon beim ersten Mal besiegt hat, wird es auch wieder können. Ich melde mich dann bei dir, wenn sich ein passender Augenblick ergibt, ja?“ bemerkte sie eher nebenbei, bevor sie wieder die Lider schloss und als sie sie wieder öffnete, ruhte ihr Blick wieder auf dem gut durchtrainierten Hintern.
Fuuka hörte, wie Holz unter seinen Schuhsohlen knarzte und sich knatternd eine Schiebetür öffnete, bevor er diese wieder schloss. Augenblicklich wurde es wieder dunkler, als kein bisschen Licht mehr in den Raum scheinen konnte. Ängstlich hob Fuu den Kopf, dann wurde sie auch schon von der Schulter gehoben und abgestellt. Ihre Beine prickelten und schmerzten.“Was soll ich-“ Mit einem heftigen Tritt in die Kniekehle ging sie auf die Knie nieder, bevor er seinen Fuß in ihren Nacken drückte.
„Frauen sprechen dann, wenn sie gefragt werden,“ zischte er, während Fuukas Stirn fest gegen den Boden gepresst wurde. Einige Strähnen hatten sich aus ihrem Zopf gelöst und ihre anderen Haare, die sie sonst hinter dem Ohr hatte, baumelten ungeschickt an den Schläfen hinunter. Der Fremde drehte sich komplett der Dunkelheit zu. Das Zimmer war so gut wie leer, die Fensterläden waren zugezogen und der Holzboden knarzte, als er eine Verbeugung machte. „Wir gewünscht habe ich sie mit gebracht, Madara-sama.“ Kurz öffnete sich noch einmal die Tür und Licht strömte hinein. Augenblicklich hob Fuu ihren Oberkörper an. Nervös nestelten ihre Finger an der Drahtschlinge herum, als sie kurz einen Blick auf das Gesicht des Mannes erhaschen konnte. Seine zwei Augen leuchteten bedrohlich, ehe sie noch sah, wie er aufstand. Dann rauschte die Schiebetür zu.
Augenblicklich fing ihr Herz an stärker zu pochen. Nirgends konnte sie etwas erkennen, noch hörte sie etwas. „Ehrlich gesagt, hatte ich jemand mächtigeren erwartet. Nicht ein kleines Mädchen, in dem eines der schrecklichsten Bestien der Welt schlummert.“ Seine Stimme klang rau und augenblicklich kroch die Panik weiter in Fuuka hinauf. Sie konnte noch nicht einmal sagen von wo die Laute kamen. „Aber selbst mit so einem schwachen Ding wie dir, kann ich meine Ziele erreichen.“