Fanfic: ℘ A time of the new love
Kapitel: Nur eine Nacht...?
Doch Kratos war ein wenig irritiert über das Angebot der jungen Frau. Allerdings schien sie darauf zu bestehen. „Kratos, Kratos, komm, bleib eine Nacht bei uns, bitte!“, sprach ihn Sammy an und schaute mit seinen hellgrünen Augen direkt in die rehfarbigen von Kratos. Die anderen beiden mussten leise Lachen, da sie nur beobachtet hatten, wie der Kleine versuchte Kratos zum Bleiben zu überreden. Da er bemerkt hatte, dass der Größere ein wenig zögerte, was eigentlich nur darauf beruht, dass er mit diesem Angebot nicht gerechnet hatte. „Ich bleibe, aber wirklich nur eine Nacht, da ich morgen leider wieder aufbrechen muss“, sprach Kratos nach einem kurzen Zögern dem Angebot zu. Sammy stand kurz da und rührte sich nicht mehr, als ein Zucken durch seinen Körper ging, er in Jubelgeschrei ausbrach und sich vor lauter Freude im Kreis drehte. „Sammy! Jetzt über treibst du aber…“, sprach seine Mutter ihn an, worauf er sofort aufhörte und sie ansah. „Ich geh in mein Zimmer spielen“, meinte der Kleine und ging die Treppe hoch, die links neben der Küche war. „Ähm, ich entsage mich auch mal langsam, da ich wieder zurück nach Luin muss“, kündigt Pia an, ging auf die Tür zu, zog diese auf und schritt durch sie hin durch. „Tschüss, Annabell und Kratos!“, verabschiedete sie sich noch, bevor sie die Tür endgültig schloss und nach Hause ging. „Wollen Sie sich nicht hinsetzten?“, fragte die hellbraunhaarige gastfreundlich und wies auf die Eckbank, die rechts neben der Küche stand. Kratos nickt und setzte sich. Annabell hingegen ging in die Küche und bereitete dort das Abendessen vor. „Kann ich Ihnen irgendetwas zum Trinken anbieten? Tee oder Kaffee?“, fragte sie ihn, „Ähm, nur ein Glas Wasser“, antwortete Kratos ihr. Annabell holte ein Glas aus dem Hängeschrank und goss aus einer ebenfalls aus Glas bestehenden Kanne etwas Wasser ein. Damit kam sie aus der Küche und stellte es vor ihm hin. „Danke“, bedankte er sich für das Getränk. „Bitte“, lächelt sie freundlich und ging wieder zurück in die Küche, um das Abendessen fertig zu kochen.
Während sie Dies tat, trat eine weitere Person ins Haus ein, der den Fremden nur misstrauisch musterte. „Annabell, wer ist dieser Fremde da?“, fragte ein junger Mann mit dunkelbraunen Haaren und hellgrünen Augen. Annabell dreht sich zu dem jungen Mann um und erkannte ihren Mann, der gerade von seiner Arbeit als Schmied zurückgekommen war. Da seine Schmiede leider in Luin stand, musste er jeden Tag einen gefährlichen Weg auf sich nehmen! „Oh, Mike! Das ist Kratos! Er hat unseren Ausreißer wieder eingefangen und zurück gebracht“, meinte die junge Frau leise, da sie wusste, dass ihr Mann keine Fremden in seinem Haus duldete. Allerdings entspannte sich seine Körperhaltung und er musterte Kratos, wie der Fremde auf seiner Eckbank hieß, zwar immer noch misstrauisch aber er schien zu dem Schluss zu kommen, dass der Rehbraunhaarige keine Gefahr für seine Familie darstellte. Jedenfalls in diesem Moment nicht! Er war dennoch auf der Hut vor Kratos, da man nie wusste ob man einem Fremden trauen konnte, oder nicht. Vorerst würde er ihn dulden, auch wegen seines Sohnes, der wohl einem zum Glück guten Menschen begegnet ist. Mike schloss die Haustür und ging auf den Esstisch zu, wo auch Kratos saß und ihn auch musterte. „Ihr scheint mir nicht über den Weg zu trauen“, stellte der Söldner fest und lies seinen Blick nach unten schweifen, da ihm etwas an dem Handschuh des Dunkelbraunhaarigen aufgefallen war. Es war ein rundes kleines Objekt. Als er erkannte was es war, erschrak er, aber ließ es sich nicht anmerken. //Ein Exsphere!//, dachte er besorgt. Beim näheren Betrachten des Exspheres bemerkte er, dass dieser keine Schutzfassung besaß.
Allerdings unterließ er es ihm mitzuteilen, dass der Exsphere ohne Schutzfassung gefährlich war. Denn es schien, als wüsste er von der Gefahr die von dem violetten Stein ausging, den er trug. Daher wendet er sich seinem Wasserglas zu und hob es an, um einen Schluck davon zunehmen. Als er es wieder auf den Tisch stellte, ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen, wo er auf einen kleinen Kamin aufmerksam wurde, der gerade an war und angenehme Wärme im ganzen Raum spendete. Vor der Feuerstelle war eine gemütliche Sitzecke mit sehr weichen Sitzkissen und einer kuscheligen Sofadecke eingerichtet. Außerdem war die Sitzecke ein wenig niedriger als der Rest des Bodens. Das Selbe galt für den Kamin. Dann ließ er seinen Blick weiter durch den Raum wandern. Neben der Haustür links stand eine kleine Kommode, die für Schuhe verwendet wurde. Rechts waren Kleiderhaken an der Wand angebracht. An den Haken hingen Jacken und Umhänge. Neben der Treppe rechts stand eine reich verzierte Spielzeugkiste, die Sammy gehören musste. Nach den Mustern auf der Kiste zu urteilen, müssten Mike und Sammy sie gemeinsam angemalt haben, da die Kiste auf einer Seite sehr klare Linien und Muster hatte und auf der anderen sehr kindlich aussah. Dabei huschte ein Lächeln über Kratos‘ Lippen, das aber keiner sah.
Als er durch ein Geräusch wieder auf Mike aufmerksam wurde, hat er sich gerade von seinem Platz erhoben und ging in die Küche, wo Annabell stand und noch immer das Abendessen zubereitet. Dies beobachtete er allerdings nur aus dem Augenwinkel, da er leise Fußschritte hört die sich nach Sammy anhörten. Sie lenkten seine Aufmerksamkeit auf die Treppe, wo kurz darauf Sammy in seinem Blickfeld erschien. Dieser schielte vorsichtig zur Küche in der Hoffnung, dass sein Vater da war, wie er es von oben gehört hatte. Als er den dunkelhaarigen Mann sah, breitet sich ein Lächeln auf dem Gesicht des kleinen Jungen aus. Allerdings schien er seinen Vater nicht begrüßen zu wollen, da er wusste dass sein Vater ihn zwar hörte aber ihn nicht zurück grüßen würde. Das Fand Sammy doof aber daran konnte er nichts ändern, weil sein Vater so war, wie er ist. Warum? Wusste er nicht. Daher setzte sich der Kleine an seine Spielkiste und öffnete sie mit dem Schüssel den er stets an einer Kette um seinen Hals trug, damit dieser nicht verloren ging. Das Schöne an dieser Kiste war, dass sein Vater sie ihm zum Geburtstag geschenkt hatte. Aber das allerschönste war, dass er und Mike sie gemeinsam angemalt hatten. Dieser für ihn ganz besondere Tag lag ein ganzes Jahr zurück. An diesem Tag hatte er endlich mal nicht das Gefühl gehabt, dass er seinem Vater völlig egal war, wie sonst. Er wurde meistens von seinem Vater wie Luft behandelt und dieser Zustand verletzte ihn, aber seine Mama sagte, dass Mike so wäre um ihn zu schützen. Vor was oder wem wusste er nicht. Nur das seine Eltern öfters sehr angespannt waren, wenn sich diese seltsamen Leute mit den Helmen und den spitz zulaufenden Ohren draußen befanden. Ob damit diese Gefahr gemeint war, das glaubte er jedenfalls, denn sein Vater war doch keine Gefahr für ihn oder? Jetzt spielte der hellbraunhaarige kleine Junge mit seinen Bauklötzen, was ihm auch sehr viel Spaß machte.
Diese Szene versetzt Kratos kurz wieder in die Vergangenheit, wo er Lloyd auf dem Boden spielen sah. Ein sanftes kurzes Lächeln umspielte seine Lippen als plötzlich das Bild des spielenden Jungen vor seinen Augen zu verschwimmen begann und er sich auf dieser Klippe wiederfand. Er sah nur noch wie sein kleiner Sohn nach seinem Vater schreiend, die Klippe hinabfiel und mit ihm verschwand alles was ihm lieb und teuer war. Sofort verschwand das Lächeln von seinem Gesicht, ein Stich durchbohrte sein Herz, worauf er sich sachte schüttelte und wieder ins Hier und Jetzt zurückkehrte und wieder Sammy sah. Sein Gesicht zeigt nur ein Gefühl und zwar Schuld, ja er gab sich ganz allein die Schuld an dem Schicksal seiner Familie. In der Zwischenzeit war Sammy auf Kratos‘ komisches Verhalten aufmerksam geworden, sprach ihn aber noch nicht an, da es schien als müsste er sich fangen. Kratos, der sich wieder gefasst hatte, atmete tief durch und bemerkt, dass sein kurzer Tagtraum nicht verborgen geblieben war, denn ihre Blicke trafen sich mitten im Raum. Auf einmal stand der Kleine auf und ging zu ihm. „Kratos? Hast du Schmerzen oder so? Weil du doch verletzt bist…“, fragte der Kleine vorsichtig nach, weil Kratos ja wirklich verletzt war, nämlich am seinem Arm. Dort hatte ihn der Banditenanführer erwischt, als er haarscharf den Angriff von dem fetten Anführer pariert hatte. Zum Glück blutete die Wunde nicht mehr so stark wie vor ein paar Stunden, aber immer noch sehr. Kratos wusste um die Wunde an seinem Arm, sie tat auch leicht weh, da er aber vorgehabt hatte sie zu heilen, wollte er keinem von der Wunde erzählen, da ihm die Zeit bis die Wunde im normalen Wundheilprozess geschlossen wäre zu langsam war. Kurzum, mit Heilmagie ging es einfach schneller. „Nein, hab ich nicht…“, beruhigte er den Dreijährigen und schüttelt zusätzlich mit dem Kopf. Damit signalisierte er ihm, dass er sich keine Sorgen machen brauchte. Allerdings schien der hellgrünäuige Junge ihm das nicht wirklich abzukaufen und ging stattdessen in die Küche, wo er über die kleine Bodenerhebung fiel und fast von der Waffe seines Vaters geköpft wurde. Da aber Annabell ihn mit ihrem Bein abgefangen hatte und er nur einige Millimeter über der Klinge hing, passierte ihm nichts. Der Schreck stand ihm ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder, da sein Kopf nur einige Millimeter über der Schwertklinge schwebte. Das war dem Kleinen sehr wohl bewusst. Sein Glück war es gewesen, dass seine Mutter gesehen hatte, wie er die Küche betreten hatte. „Ma-ma… Papa wollte mich umbringen…“, sprach der Kleine ängstlich und sah zu seiner Mutter hoch, die gerade von seinem Vater umarmt wurde. Die Tatsache das Mike seine Frau kurz drauf los lies hatte nur einen Grund, da Annabell ihm gläubig schon zum hundertsten Mal gesagt hatte, dass er seine Waffen bitte in die Waffenkammer legen soll, da