Fanfic: ℘ A time of the new love
des Flurs hochgegangen waren, blieb sie vor einer Tür auf der linken Seite stehen und öffnete sie. „Hier ist es…“, sagte sie mit gedämpfter Stimme, da Mike gerade ihren Sohn ins Bett brachte. Kratos ging an ihr vorbei ins Zimmer und sah sich um. In den Raum standen ein Nachtschrank, ein einfaches Bett und ein Kleiderschrank. Was allerdings auffiel, war, dass es in dem Zimmer kein Fenster gab. Jedoch war es trotzdem angenehm hell. Dies lag an den Kerzen, die Annabell angemacht hatte. „Und jetzt sehe ich mir Ihren rechten Arm an, da Sie dort doch verwundert wurden. Keine Widerrede! …Immerhin haben sie meinen Sohn gerettet. Und DAS ist das Mindeste, was ich für Sie tun kann...“, gab sie ihm zu verstehen. Kratos der eigentlich ‚`Nein´ sagen wollte unterlies es, da sie sich anscheinenden nicht davon abhalten lies. Deswegen setzt er sich aufs Bett und zog seinen Umhang aus, da sie sonst nicht an die Wunde käme. „Ähm, Kratos könntet Ihr auch noch Ihre Armstulpe ausziehen? Dann hält der Verband besser“, fragte sie ihn höflich, worauf der rehbraunhaarige Mann nickte und sich die Stulpe auszog. Jetzt konnte sie sich die Verletzung ansehen und stellte fest dass die diese gar nicht so tief war. Dabei musste sie an ihren Mann denken, der wegen so einer oberflächlichen Wunde sich am liebsten tot stellten würde. Aber Kratos schien sich gar nicht von der Wunde stören zu lassen. „Ich gehe kurz das Verbandsmaterial holen…“, sprach sie ihn erneut an, wo er sie nur kurz ansah und nickte. Danach verließ sie den Raum und kam nach einigen Augenblicken wieder zurück, setzt sich wieder neben ihn hin, stellte den Kasten mit dem Verbandsmaterial auf ihren Schoß und holte die benötigten Sachen raus. Als ihr Blick erneut auf die Wunde fiel, fiel ihr auf das die Wunde verschmutzt war. Daher stand sie auf und ging erneut aus dem Raum um Wasser zu holen. „Ich bin gleich wieder da“, sagte sie entschuldigend, da sie ein wenig zerstreut wirkte. Woran das wohl lag? Es muss einfach an diesem Tag liegen, war ja auch nicht gerade so, dass der Tag ein ruhiger gewesen ist. Kratos wiederrum schaut ihr nur nach und wartete. Was wohl sonst?
Sie schloss die Tür hinter sich und ging den Rest des Flurs lang bis sie zu dessen Ende kam. Sie blieb vor einer wunderschönen Holztür stehen, in deren Mitte das Wort »Bad« in wunderschöner Zierschrift eingeschnitzt war. Diese öffnete sie, trat ein und verschloss sie wieder, damit sie an den Badezimmerschrank rankam, der hinter der Badezimmertür stand. Der Schrank war in einem schönen Blauton gestrichen, der sich farblich von den anderen Möbeln abhob. Jetzt öffnet sie die Schranktüren und holte eine alte Holzschüssel raus. Mit dieser ging sie zum Waschbecken, das aus einer hervorragenden Gesteinsplatte bestand. Sie stellte die Holzschüssel in das Waschbecken und betätigte die Wasserpumpe. Nach einigen Hieben mit dem Pumpenarm floss auch schon das Wasser in die Schüssel. Sie nahm nun die volle Schüssel aus dem Becken und ging mit ihr in die Küche um das Wasser ein wenig zu erwärmen. Damit Kratos keinen Herzinfarkt erleidet, wenn sie die Wunde mit dem eiskaltem Wasser reinigt. Sie ging zu dem Holzofen und stellt die Schüssel erst mal auf die Arbeitsfläche. Um aus einem Schrank unter der Arbeitsplatte einen Topf rauszuholen. Danach schütte sie die Hälfte des Wasser in den Topf, stellte ihn auf die Herdplatte öffnete eine kleine metallische Tür unter dem Ofen, schob ein paar kleine Holzstücke rein und zündete diese an.
Währenddessen bei Sammy und Mike. „Du Papa, bist du noch böse auf mich?“, fragte der kleine Junge ängstlich, da er befürchtete das sein Vater noch immer böse auf ihn ist. Mike war über diese Frage sehr verwundert, er war doch gar nicht böse auf ihn gewesen, sondern nur besorgt, was alles hätte passieren können. Daher schüttelte der Größere den Kopf. „Nein, ich war dir nie böse… Ich war nur besorgt um dich. Du hättest sterben können und das hätte ich mir nie verzeihen können…“, erklärte er seinem Sohn mit ruhiger Stimme. Der kleine Junge nickte und stimmte damit seinem Vater zu. „Aber jetzt wird geschlafen“, sprach Mike leise und wollte sich gerade erheben, als sein Arm festgehalten wird und er sich wieder zu seinem Sohn setzt. „Was möchtest du?“, fragte er verwundert und sah seinen Sohn an. „Liest du mir noch eine Gutenachtgeschichte vor?“, fragte Sammy niedlich und hielt ihm sein Lieblingsmärchen »Schneewittchen« hin. Das zaubert seinem Vater nur sanftes Lächeln auf die Lippen. „Na gut, aber danach wird geschlafen“, sprach er und begann vorzulesen. Nach ein paar Minuten des Wartens war das Wasser kochend heiß. Sie nahm die Topflappen vom Haken, der an der Wand befestigt ist und schüttet das heiße Wasser zu dem Kalten in die Schüssel. Jetzt war es lauwarm und konnte nun zum Reinigen der Wunde verwendet werden. Annabell nahm die Holzschüssel wieder, ging nach oben in das Gästezimmer, wo nach wie vor Kratos wartete. „Tut mir leid, dass Sie so lang warten mussten. Ich hab nur das Wasser ein wenig warm gemacht, damit Ihr euch nicht erschreckt“, entschuldigte sie sich bei dem Schwertkämpfer. „Schon gut, Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen. Ich bin das gewohnt“, gab Kratos zurück und sah sie an.
Sie setzt sich wieder neben ihn hin und sah sich die Wunde an. Zuerst säubert sie die Verletzung gründlich, worauf Kratos ein kleiner Schmerzenslaut entwich, da sie wohl doch ein wenig Tiefer war als angenommen. „Tut es sehr weh?“, fragte sie besorgt, da sie darauf geachtet hatte, ihm so wenig Schmerz wie irgend möglich zufügen. Kratos schüttelte darauf den Kopf und schaute sie beruhigend an. Danach trüg sie eine Heilsalbe auf und verband die Schnittverletzung. „So, fertig…!“, sprach sie zufrieden, stand auf und nahm die Verbandsachen und die Holzschüssel wieder mit. Kratos stand auch auf und bewegte seinen Arm so, als wollte er überprüfen, ob er ihn wieder normal bewegen kann. Was mit einem zufriedenen Ausdruck in seinem Gesicht bestätigt wurde. „Danke, Annabell, dass Ihr die Wunde versorgt habt“, sprach er dankend, ging zur Tür und öffnet sie, damit Annabell die Sachen nicht wieder abstellen musste um die Tür zu öffnen. „Danke, dass Ihr mir die Tür aufhaltet“, sprach sie und ging. Im selben Moment kam auch Mike aus dem Kinderzimmer und schaute seine Frau an. „Komm, ich nehme dir etwas ab“, sprach er, ging auf sie zu und nahm ihr den Verbandskasten ab. Er brachte ihn wieder ins Schlafzimmer und stellte ihn wieder unters Bett. Annabell hatte währenddessen das gebrauchte Wasser weggeschüttet und stellte gerade die Holzschüssel wieder in den Badezimmerschrank. Da stand ihr Mann plötzlich hinter ihr. „Wollen wir jetzt auch langsam ins Bett…?“, fragte er liebevoll lächelnd und sie nickt nur und streckte sich. Sie verließen gemeinsam das Bad und machten sich Bettfertig. Danach gingen sie auch zu Bett.
Kratos hatte sich in der Zwischenzeit auch Bettfertig gemacht und lag jetzt auf dem Bett. Nur Schlafen wollte er nicht, da er befürchtete, dass seine Taten ihn bis in seine Träume verfolgen würden. Daher las er ein Buch, das in dem Regal des Gästezimmers stand. Nach einigen Seiten fielen ihm dann doch die Augen zu.