Fanfic: BLUME VII (Ende)
ist doch nur ein blöder Tram…“<br />
Ein lautes Klirren erfüllte den Raum und Ranma und Genma drehten sich erschrocken um. Ihre Augen weiteten sich, als sie Akane sahen, wie sie mit leeren Augen in der Tür stand. Als sie merkte wie Ranma sie ansah, senkte sie schnell den Kopf und ihr ganzer Körper erzitterte leicht. Mit langsamen Schritten ging sie rückwärts, hob den Kopf nicht, starrte die ganze Zeit nur auf den Boden und versuchte vergeblich ihren Körper unter Kontrolle zu halten. Doch kaum wollte sie die kleine Schwelle übertreten, kam sie ins Stolpern und fiel zu Boden. Sogleich bemerkte sie, wie Ranma auf sie zugelaufen kam, wie sich seine Schritte immer mehr näherten, wie seine Stimme, die nach ihr, rief immer lauter wurde … doch Akane rappelte sich so schnell wie möglich auf, stolperte die kleine Treppe hinunter und rannte davon. <br />
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„Akane, bitte bleib stehen!!“ Verzweifelt sah Ranma seiner Verlobten hinterher, doch sie hielt nicht an, sah sich noch nicht einmal mehr um … lief einfach davon. Vorsichtig kniete Ranma vor der Tür nieder und betrachtete die Scherben. Fast im selben Moment erkannte er und zwischen all der Erde, die kleine Blume, welche er Akane geschenkt hatte. Schluckend richtete er sich auf und blickte wütend zu seinem Vater, der sich mittlerweile leise in eine Ecke gestellt hatte. „Es ist alles nur seine Schuld“ flüsterte Ranma mit rauer Stimme und schritt mit schweren Schritten die Treppe hinunter. Doch je mehr er darüber nachdachte, desto deutlicher wurde ihm, dass er seinem Vater nicht die Schuld geben durfte. Immerhin hatte er selbst diese Worte ausgesprochen. Die Worte, welche wahrscheinlich die größte Lüge seines Lebens gewesen waren … die Worte, mit denen er Akane so unendlich wehgetan hatte … die Worte, die vielleicht alles zerstört hatten.<br />
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Keuchend stoppte Ranma auf der kleinen Brücke und sah mit leeren Augen auf das Ufer hernieder. Dort saß Akane, im Schatten der Sonne, und blickte regungslos auf das rauschende Wasser. So schnell er konnte, rannte Ranma zurück und kletterte leise den kleinen Hang zum Ufer hinunter. Doch kaum hatte er sich Akane ein wenig genähert, stand sie auf und ging davon. Sich laut räuspernd ging Ranma Akane mit schnellen Schritten hinterher, doch je näher er ihr kam, desto schneller lief sie. „Akane!“ Leise begann Ranma Akane zu rufen, doch sie zeigte keine Regung. Sie lief einfach weiter als wenn sie nichts gehört hätte. „Akane, bitte, ich möchte mit dir reden … Akane …“ flehend blieb Ranma stehen. <br />
Langsam drehte Akane sich um und sah Ranma mit leeren Augen an. Glitzernd liefen ein paar Tränen an ihren Wangen hinunter und ein leises Schluchzen durchbrach die Stille. Vorsichtig ging Ranma auf sie zu, doch als er ihre Hand ergreifen wollte, zog sie sie schnell zurück und blickte Ranma mit einem zornigen Gesichtaisdruck an. „Lass mich in Ruhe Ranma! Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben!“ Mit diesen Worten drehte sich Akane um und wollte gerade wieder loslaufen, als ihre Hand plötzlich fest umgriffen wurde und sie zum Stehen gezwungen wurde. „Lass mich los Ranma.“ Sagte sie mit leiser und doch fester Stimme, doch Ranma dachte gar nicht daran sie loszulassen. „Bitte Akane, hör mir doch wenigstens zu.“ Bittend umfasste Ranma Akanes Hand noch etwas fester, doch in diesem Moment drehte sich Akane um, holte weit aus und verpasste Ranma eine schallende Ohrfeige. „Ich habe gesagt du sollst mich in Ruhe lassen …“ sagte Akane mit zitternder Stimme, riss sich von Ranma los und lief davon. <br />
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Im fahlen Licht des Mondes schritt Akane mit leisen Schritten durch das große Tor des Tendo-Anwesens. Erstaunt stellte sie fest, dass ein Fenster noch hell erleuchtet war , doch als sie erkannt hatte, dass es Ranmas Zimmer war, wand sie sich schluckend wieder ab. Bedacht darauf keinen Laut von sich zu geben, schlich Akane hinüber zum Dojo und öffnete vorsichtig die Tür. Kaum hatte sie den ersten Schritt hineingesetzt, schrie sie entsetzt auf und hielt sich gleich danach erschrocken die hand vor den Mund. <br />
Fragend kniete sie sich nach unten auf den Boden und erkannte nach einer Weile, die Scherben der kleinen Blume. Traurig strich sie durch die trockene Erde und wischte sie ein bisschen zur Seite. <br />
Erstaunt weiteten sich Akanes Augen, als auf einmal ein Strahl des Mondlichts den Boden des Dojos erhellte, und sie ein kleines Glitzern zwischen der Erde entdeckte. Verwundert wischte Akane die Erde noch ein wenig mehr zur Seite und spürte nach einiger Zeit einen harten Gegenstand zwischen ihren Fingern. Atemlos richtete sich Akane auf und hielt den Gegenstand in das Mondlicht, um ihn genauer betrachten zu können. <br />
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„Du hast ihn also entdeckt.“ Erschrocken wirbelte Akane herum und blickte Ranma an, der ihr mit leeren Augen entgegenblickte. Ohne ein Wort nahm Ranma Akane den schmalen Silberring aus der Hand und drehte in ein paar Mal vor seinen Augen umher. Ein sehnsüchtiges Lächeln entstand auf seinen Lippen und er senkte schnell wieder den Kopf. „Weißt du Akane, ich wollte dir diesen Ring geben. Ich wollte ihn dir geben, als ein Zeichen … meiner Liebe …“ Stockend atmete Ranma tief durch und warf einen schüchternen Blick auf Akane, die ihn mit großen Augen ansah. „Doch ich … ich habe mich nicht getraut ihn dir zu geben und so habe ich ihn in der Blume versteckt, in der Hoffnung, dass du ihn irgendwann einmal entdecken würdest …“ „Aber Ranma …ich“ schluckend ging Akane auf Ranma zu, hielt dann aber inne und wendete sich wieder ab, zu groß war der Schmerz, der sich in ihrem Herzen breit gemacht hatte. <br />
„Akane, ich bitte dich … vertrau mir doch …“ vorsichtig ging Ranma auf Akane zu und fasste ihr vorsichtig an die Schulter um sie zu sich umzudrehen. „Wie soll ich dir vertrauen … ich, ich weiß nicht wie …“ <br />
Nur das entfernte Bellen eines Hundes war zu vernehmen, als eine glitzernde Träne an Akanes Wange hinunterlief und auf Ranmas Hand fiel. Schluckend unterdrückte Akane das aufkommende Schluchzen ihrer Kehle und das Zittern ihres Körpers und wollte davongehen, als Ranma sie auf einmal nahe an sich heran zog und mit seinen Fingern vorsichtig die Tränen aus ihrem Gesicht wischte. „Bitte verzeih mir … ich liebe dich doch …“ Leise flüsterte Ranma diese Worte in Akanes Ohr und ließ ihren Körper erschaudern. Mit klopfendem Herzen blickte Akane Ranma in die Augen und eine leichte Röte überzog ihre Nase. <br />
Sanft umfasste Ranma Akanes Hüften, zog sie dicht an seinen Körper und begann sie zaghaft auf den Mund zu küssen. Erst ganz vorsichtig, unerfahren und scheu, doch nach einer Weile wurden die Küsse fester und leidenschaftlicher. <br />
Eine leichte Brise ließ ihre Haare verwehen und das fahle Mondlicht warf kleine Schatten in das Dojo. Doch zwischen den Schatten, unbemerkt und doch leuchtend schön, öffnete sich die kleine Knospe der verlorenen Blume am Boden des Eingangs und stellte eine wunderschöne Blüte zur Schau. <br />
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˜˜˜˜˜ The End ˜˜˜˜˜<br />
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Nun hoffe ich aber wirklich, dass euch das Ende gefallen hat, bin ja schon sooo aufgeregt!!! Hab das Ende natürlich nicht dark gemacht, denn ich glaube irgendwie, dass das nicht gepasst hätte. Und außerdem hätten dann ja auch so viele gestreikt … das wollte ich ja nicht. Ich finde auch das Kommi besonders schön, das Kiuaigen geschrieben hat. War wirklich schön und da steckt auch ganz schön viel Wahrheit drin, denke ich zumindest. Was mich betrifft hab ich nur angefangen zu schreiben um mich von meinen Sorgen abzulenken und wenn ich dann auch noch dark FF’s lesen muss, bin ich bestimmt richtig depri *seufz*<br />
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Hab euch alle ganz dolle lieb, <br />
Euer „Blumenkind“ <br />
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… und immer schön glücklich sein … das macht das Leben leichter, … auch wenn’s manchmal schwer fällt<br />
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