Fanfic: Versteckte Gefühle – part one

Kapitel: Versteckte Gefühle – part one

Versteckte Gefühle – part one<br />
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Schweigend kniete Akane auf einem weichen Kissen in der Mitte des Dojos und starrte gedankenverloren in den Garten hinaus. Schimmernd wankten ihre Haare im aufkommenden Wind, so dass sie manchmal die Nase kräuselte wenn ein paar Strähnen ihr Gesicht streiften.<br />
„Möchtest du auch eine Tasse Tee?“ sanft ertönte Kasumis Stimme in der Tür und Akane hob lächelnd den Kopf. Dankend nahm sie die Tasse entgegen und blickte stumm in die schwankende Flüssigkeit, aus der in regelmäßigen Abständen kleine weiße Dampfwölkchen hervortraten. Tief atmete Akane den aufsteigenden Geruch ein und schloss beruhigt die Augen. „Aber Akane, du trinkst ja gar nichts.“ Fragend legte Kasumi den Kopf zur Seite, doch als sie sah, wie Akane gleich darauf einen großen Schluck nahm und genüsslich die Augen verdrehte, ging sie zufrieden wieder zum Haus hinüber. <br />
Mit großen Augen schaute Akane ihr hinterher. „Kasumi …“ flüsterte die mir leiser Stimme und bemerkte gar nicht wie sie wieder in Gedanken versank.<br />
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Erst heute Morgen kam Kasumi aufgeregt ins Haus hereingelaufen. Ihre Augen strahlten solch eine Freude aus, wie Akane es selten gesehen hatte und sie war so zerstreut wie noch nie. Als sie Akane erblickte hatte, stürmte sie auf sie zu und nahm sie fest in die Arme. „Aber Kasumi, was ist denn los?“ Verwirrt blickte Akane in die Augen ihrer Schwester, in denen sie sogleich kleine Freudentränen bildeten. „Oh Akane, Dr. Tofu … er, er hat mir einen Heiratsantrag gemacht.“ Glücklich drückte Kasumi Akane noch einmal und wirbelte dann im Wohnzimmer herum. In diesem Moment kamen betraten Soun und Nabiki verwundert das Wohnzimmer und als die frohe Botschaft vernahmen, tanzten sie bald alle glücklich umher. <br />
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Nun saß Akane allein im Dojo und versuchte irgendwie eine gewisse Ordnung in ihre Gedanken zu bringen. „Kasumi und Dr. Tofu …“ leise flüsterte sie diese Worte immer wieder, als irgendwann ein kleines Lächeln auf ihren Lippen erschien. „Sie sind wirklich ein Traumpaar … ich freue mich ja so für sie.“ Seufzend stellte Akane den Tee beiseite und stütze nachdenklich den Kopf in die Hände. Sie war nicht wirklich traurig oder enttäuscht … Sicherlich war sie die meiste Zeit ihres Lebens in den Doktor verliebt gewesen, doch dass hatte sie überwunden, dessen war sie sich sicher. Warum sie sich auf irgendeine Art und Weise dann trotzdem so leer fühlte, konnte sie sich selbst nicht erklären. Vielleicht war es einfach nur der Gedanke des Heiratens, der sie so nachdenklich stimmte. <br />
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Plötzlich ertönte ein lauter Schrei im Garten, dem ein lautes Platschen folgte und Akane lief verwundert zur Tür hinüber. Ärgerlich verzog sie den Mund, als sie sah, wie Ranma-Chan keifend ihrem Vater hinterher rannte und dadurch einen riesigen Lärm verursachte. Gerade als Ranma-Chan am Dojo vorbeilief, stellte Akane mit einem hämischen Grinsen auf dem Gesicht ihren Fuß nach vorne, so dass Ranma-Chan erschrocken darüber stolperte und auf den Bauch fiel. Grimmig drehte sie sich auf den Rücken. „Was sollte das denn, du Trampel?“ <br />
Mit hochgezogenen Augenbrauen lächelte Akane auf Ranma-Chan herab und sagte mit betont verwunderter Stimme: „Ich habe doch gar nichts gemacht.“ Glücklich lächelnd stapfte Akane über Ranma-Chan hinüber und machte sich auf den Weg ins Haus. „Du blödes Machoweib!“ Wütend sprang Ranma-Chan auf und stampfte hinter Akane her. <br />
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*Die hat ja mal wieder ne Laune …* Grummelnd rubbelte Ranma sich den Kopf trocken, über den Nabiki ihm gerade heißes Wasser geschüttet hatte. *Möchte gern mal wissen, was der schon wieder über die Leber gelaufen ist.* <br />
Verstohlen blickte Ranma hinüber zu Akane, die langsam mit einem Besen die Blätter im Garten zusammenfegte. Horchend sah Ranma auf, als er dachte Akane kurz aufseufzen gehört zu haben, doch sie hatte ihm schon wieder den Rücken zugedreht. *Ob sie vielleicht über irgendetwas traurig ist?* Zögernd stand Ranma auf und wollte gerade zu Akane hinübergehen, als auf einmal Soun angelaufen kam und Ranma stürmisch umarmte. <br />
„Oh Ranma, weißt du schon das Neuste?“ Ächzend befreite Ranma sich aus der Umarmung und wich ängstlich ein paar Schritte zurück, als er das tränenüberströmte Gesicht von Soun sah. „Meine Tochter wird heiraten!“ Glücklich streckte Soun die Hände in die Höhe und fing wieder an zu weinen. Stotternd taumelte Ranma ein paar Schritte zurück. „Aber … aber Herr Tendo, ich … ich bin doch noch gar nicht soweit.“ Hilflos schaute Ranma sich um und konnte aus den Augenwinkeln heraus einen Blick auf Akane erhaschen, die Ranma gerade ein kleines Lächeln zuwarf. <br />
Mit klopfendem Herzen starrte Ranma zu Boden. Sollte er wirklich schon heiraten? Sollte Akane wirklich seine Frau werden?<br />
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Erschrocken fuhr Ranma hoch, als Soun ihm plötzlich auf die Schulter klopfte. Er beugte sich tief vor und blickte Ranma mit großen Augen ins Gesicht, so dass dieser über seine eigenen Füße stolperte und auf den Boden viel. „Warum guckst du denn so ängstlich Ranma? Freust du dich denn gar nicht? Ist es denn nicht wunderbar, dass unsere Kasumi heiraten wird?“ „Ka … Kasumi?“ verwirrt blickte Ranma sich um und sah in das lachende Gesicht von Akane. Sofort wurde er knallrot im Gesicht und stand schnell wieder auf. Verlegen blickte er zu Boden. „Das ist ja wirklich toll!“ stotterte Ranma leise und verschwand dann im Haus.<br />
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Tief durchatmend sah Akane ihm hinterher. Ranma war ja ganz schön erschrocken, als er das mit der Hochzeit erfahren hat. *Ob er wohl wirklich dachte, dass wir heiraten sollten?* Kichernd sah Akane Ranmas knallrotes Gesicht vor sich, als ihre Augen sich plötzlich wieder traurig zu Boden senkte. Wieso sollte sie auch erwarten, dass Ranma sich darüber freuen würde …<br />
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„Nun komm schon Akane, wir müssen zur Schule!“ Startbereit stand Ranma am nächsten Morgen in der Tür und schaute Akane dabei zu, wie sie sich in aller Seelenruhe die Schuhe anzog. „Nun mach doch endlich oder willst du zu spät kommen?“ <br />
Mit einem verwirrten Gesichtsausdruck trat Akane zur Tür hinaus und warf noch einen kurzen Blick auf die Uhr. Mit großen Augen schrie sie kurz auf und stürmte dann an Ranma vorbei. <br />
„Ähm …“ Noch bevor Ranma etwas sagen konnte, war Akane auch schon um die Ecke verschwunden. „Hey, nun warte doch mal!“ Empört schnappte Ranma sich seine Tasche und rannte Akane hinterher. <br />
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„Warum bist du denn heute Morgen so in Gedanken?“ Fragend schaute Ranma zu Akane hinüber, doch diese drehte nur schnippisch den Kopf weg. „Wieso sollte ich in Gedanken sein?“ <br />
„Hat das etwa etwas mit …Dr. Tofu zu tun?“ Grinsend sprang Ranma vom Zaun herunter und versuchte Akane ins Gesicht zu schauen, doch diese drehte den Kopf schnell weg. „Akane … hörst du mir überhaupt zu?“ Fragend blieb Ranma stehen und versperrte Akane dadurch den Weg. Genervt verdrehte diese die Augen und warf einen wütenden Blick in Ranmas Richtung. „Lass mich durch Ranma!“ Lächelnd verschränkte Ranma die Arme vor der Brust. „Erst musst du mir meine Frage beantworten!“ <br />
„Hör endlich auf damit und lass mich endlich durch!“ Drohend hob Akane ihre Schultasche über ihren Kopf, startklar damit auf Ranma loszugehen. Doch dieser verschränkte nur die Hände hinter dem Kopf. „Bist du etwa traurig … wegen der Heirat?“ <br />
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Erschrocken blickte Akane auf, doch gleich darauf fasste sie sich wieder und sagte: „Wieso sollte ich traurig sein. Ich freue mich für Kasumi und Dr. Tofu … machst du dir etwa Sorgen um mich?“ Mit großen Augen wich Ranma zurück, als Akane mit hochgehobenem Kopf an ihm vorbeistolzierte. „Ich … Ich mir Sorgen um so ein Machoweib wie dich machen?“<br />
„Wer ist hier ein Machoweib?“ Wütend drehte sich Akane und versuchte schon im nächsten Moment mit ihrer Schultasche nach Ranma zu werfen, als sie plötzlich von jemandem zur Seite geschubst wurde. <br />
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„Ranma! Ranma-Schatzi! Stimmt es, dass Kasumi heiraten wird?“ Stolpernd sah Akane sich um und erblickte Ukyo, die Ranma mit großen Augen von der Seite anhimmelte. Nervös wich Ranma zurück. „Ja … das stimmt. Die Heirat…“<br />
„Heirat?“ Mit lauter Stimme kam Shampoo über den nächsten Zaun gesprungen und warf sich sogleich Ranma um den Hals. „Du mich heiraten? Ich so glücklich!“ <br />
Fragend schaute Ranma auf den blauen Haarschopf hinab und versuchte Shampoo von sich wegzudrücken, als er auf einmal ein lautes Lachen vernahm.<br />
„Ranma wird mich heiraten!“ Hahaha!“ lachend kam Kodachi angelaufen und schmiegte sich sogleich an Ranmas Brust, nachdem sie Shampoo auf den Boden befördert hatte. <br />
Stotternd sah Ranma von einem Mädchen zum anderen und ein mulmiges Gefühl stieg in ihm auf, als er die wütenden Gesichter sah. <br />
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Da spürte Ranma ein freundschaftliches Klopfen auf der Schulter und er drehte sich verwundert um. Mit einem hämischen Grinsen sah Ryoga ihm entgegen und sagte dann mit lauter Stimme: „Aber Ranma, gestern hast du mir doch erst gesagt für wen du dich entschieden hast!“ Erschrocken schaute Ranma zu den Mädchen vor ihm und hob abwehrend die Hände. „Das stimmt nicht, ich … ich habe mich nicht entschieden.“<br />
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„Ranma, du wirst doch mich heiraten, oder?“ Verwirrt blickte Ranma zu Ukyo, die als erste die Stimme erhoben hatte. „Nein, Ranma ist mein Ehegatte!“ Schnell stellte sich Kodachi vor Ukyo, doch bevor sie sich Ranma wieder an den Hals werfen konnte, sprang Shampoo ihr auf einmal in den Weg. „Ranma mich heiraten, niemand sonst!“<br />
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Unfähig ein Wort zu sagen, blickte Ranma