Fanfic: Versteckte Gefühle – part one

umher. Immer wieder wurde er umarmt, immer wieder hörte er das Wort Heirat und dazwischen sah er immer wieder das grinsende Gesicht von Ryoga, bis er es irgendwann nicht mehr aushalten konnte. Wütend schüttelte er alle Mädchen ab und schrie: „Ich werde nicht heiraten. Niemanden von euch!!“<br />
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Atemlos schaute er sich um. Aus den Augenwinkeln konnte er erkennen, wie Ukyo sich abwendete. Auf der anderen Seite war Kodachi weinend zusammengebrochen und vor ihm stand Shampoo mit tränenerfüllten Augen. Doch er wollte und konnte in diesem Moment keinen von ihnen trösten, stattdessen drehte er sich um und wollte gerade in die Schule gehen, als sein Blick plötzlich auf Akane fiel, die etwas abseits stand. Mit leeren Augen blickte sie ihm entgegen, jeglicher Glanz war aus ihnen verschwunden und ein paar aufkommende Tränen ließen sie aufleuchten. <br />
Verzweifelt biss Ranma sich auf die Lippe und ging langsam auf sie zu, doch Akane drehte sich ohne ein Wort zu sagen um und verschwand hinter der nächsten Ecke. <br />
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„HIYAHH!“ Wütend wirbelte Ranma im Dojo umher und schlug verbissen auf eine kleine Trainingspuppe ein. Schon liefen ihm kleine Schweißperlen von der Stirn herunter und seine Hände begannen von den zahlreichen Schlägen zu schmerzen, doch Ranma konnte das Bild von Akane, wie sie ihn traurig anschaute, einfach nicht aus seinem Kopf verdrängen. <br />
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Zornig schnappte Ranma sich ein Handtuch und trat hinaus in den Garten. Wieso mussten immer ihm solche Sachen passieren? Wieso musste gerade er so viele Verlobte haben? Und wieso musste dieser Ryoga die verdammt Situation auch noch so ausreizen?<br />
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Wütend stampfte Ranma durch den Rasen. „Ryoga …“ flüsterte er mit tiefer Stimme. „das wirst du mir noch heimzahlen …“<br />
„Ranma?“ Lächelnd kam Kasumi auf Ranma zugelaufen und rückte ihm eine große Tüte in die Hand. „Könntest du das bitte für mich wegwerfen, ich brauche es nicht mehr!“ Nickend schnappte Ranma sich die Tüte, doch bevor er damit zur Straße ging, warf er noch einen kurzen Blick hinein, der seine Augen aufleuchten ließ. Grinsend hockte er sich auf den Boden und wühlte in der Tüte herum, bis er ein langes rosa Kleid und eine blonde Perücke zum Vorschein brachte. „Damit werde ich Ryoga erstmal etwas ärgern“ Schadenfroh packte Ranma die Sachen und lief damit ins Badezimmer. <br />
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Prüfend musterte sich Ranma-Chan im Spiegel. Lange blonde Haare wallten am ihren Hals entlang und schienen ihr Gesicht vollkommen zu verfremden. Mit gerümpfter Nase strich Ranma-Chan sich das Kleid glatt und lief dann in Windeseile zum Park. Irgendwo würde er Ryoga schon finden.<br />
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Stolpernd rannte Ranma-Chan den sandigen Weg entlang, als sie plötzlich stoppte und tief Luftholen musste. Nur ein paar Meter vor ihr saß Akane auf einer einsamen Bank und starrte gedankenverloren in den Himmel. Zögernd ging Ranma-Chan ein paar Schritte weiter bis sie kurz vor Akane stoppte und sich laut räusperte. Verwundert drehte Akane sich um und schaute fragend in das Gesicht des jungen Mädchens. „Ha … Hallo Akane!“ Verlegen hob Ranma-Chan die Hand und begann leicht zu winken, hörte aber schon kurz darauf auf damit, da Akane sie immer noch mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete. <br />
„Woher kennst du denn meinen Namen und wer bist du überhaupt?“ Lächelnd erhob sich Akane von der Bank und musterte ihr Gegenüber. <br />
Mit großen Augen ging Ranma-Chan ein paar Schritte zurück. „Mein Name? Also ich … ähm … mein Name ist … Harumi!“ <br />
„Und woher kennst du nun meinen Namen, Harumi?“ fragte Akane immer noch etwas skeptisch und setzte sich wieder auf die Bank. „Dein Name? Nun …“ Stotternd strich Harumi mit dem Fuß auf dem Boden herum. „Ich weiß auch nicht …“ antwortete sie mit einem hohen Lachen. „Ich dachte nur er passt zu dir!“<br />
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„Ach so …“ antwortete Akane abwesend und lehnte sich nachdenklich gegen die Lehne der Bank. Zögerlich setzte sich Harumi neben Akane und sagte mit leiser Stimme: „Du … du siehst ja so traurig aus?!“ <br />
Tief durchatmend sah Akane Harumi an und ein kleines Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. „Ach was, ich bin wirklich nicht traurig! Mir geht es gut!“ „Bist du dir sicher?“ Schluckend legte Harumi vorsichtig eine Hand auf die von Akane. <br />
Mit leeren Augen starrte Akane zu Boden. Stotternd und mit klopfendem Herzen strich Harumi Akane über den Handrücken. „Wenn du möchtest … können wir ja Freundinnen werden, … damit … du nicht mehr traurig bist …“<br />
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To be continued<br />
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