Fanfic: Versteckte Gefühle – part five
jetzt nicht falsches denken … ich …“ Stotternd löste Akane sich aus Ranmas Armen und sah nur für einen Augenblick in seine glitzernden Augen, die schüchtern zu Boden blickten. <br />
„Ich möchte mich jetzt umziehen, verschwinde bloß aus meinem Zimmer, du Spanner!“ rief sie auf einmal aufgebracht und drehte sich schnell um. Wütend verzog Ranma den Mund. „Meinst du wirklich ich will so einem hässlichen Machoweiß wie dir dabei zusehen, wie sie sich umzieht?“ <br />
Regungslos zuckte Akane zusammen, als sie das laute Knallen der Tür hinter sich vernahm. Traurig schaute sie sich wieder um und ließ sich nachdenklich auf ihr Bett fallen. Auch wenn sie es nicht zugeben wollte, so hatte sich die Beziehung zwischen ihr und Ranma sichtlich gebessert. Sie stritten sich zwar immer noch ohne Hemmungen, doch irgendetwas war anders. Akane konnte es sich selbst nicht genau erklären, doch immer wenn Ranma sie beleidigte, schwang eine kleine Spur der Zärtlichkeit in seiner Stimme mit …<br />
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Neugierig linste Akane ins Dojo hinein und konnte vor lauter Bewunderung gar nichts sagen. In der Mitte des Dojos war ein kleiner Gang frei gelassen worden, der zum Altar führen sollte. Ringsum standen ein paar Stühle und in der einen Ecke des Dojos waren auch ein paar Tische aufgestellt worden. <br />
Staunend lief Akane zwischen den Stuhlreihen entlang und entdeckte mit Entzücken auf jedem Tisch eine kleine weiße Blume. Auch eine kleine Tanzfläche war freigelassen worden, auf welcher Ranma im Moment krampfhaft versuchte eine weiße Blumengirlande an die Wand anzubringen. <br />
„Soll ich dir vielleicht helfen?“ Lächelnd kam sie auf ihn zugelaufen und befreite ihn lachend aus dem Gewusel. Mit einem roten Schimmer auf der Nase reichte Ranma ihr die Girlande und sah dabei zu, wie Akane sie geschickt an der Wand befestigte. „Da siehst du mal was ein Trampel alles kann!“ Grinsend betrachtete Akane ihr Werk. „Ein Trampel bleibst du aber trotzdem!“ sagte Ranma mit einem verschmitzen Lächeln und begann ein paar Tische zurechtzurücken. „Du wirst immer mein kleiner Trampel bleiben“ flüsterte er Akane hinterher, als sie wieder fröhlich aus dem Dojo hinauslief um ihre Schwester zu begrüßen. <br />
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„Oh, ich bin ja so aufgeregt!“ Nervös ging Kasumi im Garten auf und ab. Die ganze Familie und ein paar Gäste hatten sich schon im Dojo versammelt, auch der Bräutigam, geführt von Ranma, war schon zum Altar geschritten. Beruhigend legten Nabiki und Akane ihrer großen Schwester eine Hand auf die Schulter. „Du schaffst das schon …“ flüsterten sie ihr aufmunternd zu, als auch plötzlich schon die Musik einsetzte. <br />
Sich zunickend durchschritten Akane und Nabiki, als Trauzeuginnen, die Tür zum Dojo und liefen mit langsamen Schritten hinauf zum Altar. Mit pochendem Herzen stand Ranma schon am Ende des Ganges, neben dem Bräutigam Dr. Tofu, und beobachtete jeden anmutigen Schritt den Akane tat. Sein Herz begann schneller zu schlagen, als er sah, wie ein sanftes Lächeln ihre Lippen umspielte und wie das lange lavendelfarbene Kleid kleine Wellen um ihre Beine schlug. <br />
Kopfschüttelnd stellte er fest, dass er nicht aufhören konnte daran zu denken, wie Akane irgendwann einmal als seine Braut denselben Weg gehen würde. <br />
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Auch als Kasumi das Dojo betrat und die Zeremonie schon im vollen Gange war, konnte Ranma seine Augen nicht von Akane wenden. Immer wieder schielte er aus seinen Augenwinkeln zu ihr hinüber … <br />
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„Herzlichen Glückwunsch Kasumi!“ Glücklich fiel Akane Kasumi in die Arme und drückte sie fest an sich. „Ich freue mich so für dich!“ „Oh Akane, meine Kleine …“ Mit Tränen in den Augen umarmte Kasumi ihre jüngste Schwester. „Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, aber ich hab doch wirklich meinen Dr. Tofu geheiratet.“ Schmunzelnd wendete sie sich zu der Tanzfläche, wo ihr Ehemann vergnügt umher tanzte. „Er ist wirklich sehr lustig, findest du nicht auch?“ <br />
Doch noch bevor Akane ihr eine Antwort gegeben hatte, wurde Kasumi von ihr auf die Tanzfläche geschoben, wo sie schüchtern von Dr. Tofu in Empfang genommen wurde. <br />
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Seufzend schaute Akane hinaus in den klaren Sternenhimmel. Die meisten der Gäste waren mittlerweile schon gegangen und die Familie hatte sich etwas zurückgezogen. Einsam und allein saß sie an einem der Tische und lauschte der leisen Musik. <br />
„Darf ich sie um einen Tanz bitten?“ Mit großen Augen stand Akane vom Stuhl auf und drehte sich herum. Vor ihr stand Ranma, mit ausgestreckter Hand und klopfendem Herzen. Zögerlich legte sie ihre Hand in die Seine und wurde sogleich ein Stücken näher an ihn herangezogen. <br />
Schweigend tanzten sie zu der ruhigen Musik auf der leeren Tanzfläche und genossen die ungewohnte Nähe zueinander. <br />
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Nach einiger Zeit gingen sie gemeinsam hinaus in den Garten und sahen eine Weile lang hinauf in den dunklen Himmel. „Es sieht wunderschön aus nicht wahr?“ Lächelnd wendete Akane sich zu Ranma, der sogleich wieder rot um die Nase herum wurde. Doch je länger er sie anschaute, desto weniger wurden die Zweifel die sein Herz erfüllten. Mit neuem Mut ging er auf sie zu und erfasste ihre beiden Hände. Vorsichtig strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und fuhr dann sanft mit den Fingern an ihrer Wange entlang. Langsam näherte er sich ihrem Gesicht und hatte schon seine Augen geschlossen, als Akane sich auf einmal von ihm abstieß und ich entsetzt ansah. <br />
Ohne ein weiteres Wort zu sagen, raffte sie ihr Kleid ein wenig und rannte hinauf in ihr Zimmer. <br />
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Die vorbeiziehenden Wolken warfen kleine Schatten in das Zimmer, so dass der Mond nur teilweise den unruhigen schlaf eines jungen Mädchens beobachten konnte. <br />
Unruhig wälzte Akane sich hin und her …<br />
Nachdem sie in ihr Zimmer gerannt war, hatte sie sich schnell umgezogen und war unter ihre Bettdecke geschlüpft. Eine plötzliche Unruhe hatte ihr Herz erfüllt, als Ranma sie küssen wollte … Angst und Unsicherheit machten sich in ihr breit … und sie lief davon …<br />
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Seufzend drehte Akane sich in ihren Kissen und warf unbewusst die Decke von ihrem Bett. Verschwitze Haarsträhnen fielen ihr ins Gesicht und klebten an ihrem Nacken …während sie von Zeit zu Zeit krampfhaft das Gesicht verzog …<br />
Im Schlaf erschienen ihr immer wieder einzelne Bilder vor den Augen … <br />
Der erste Tag, an dem sie Harumi getroffen hatte …<br />
Das glücklich Lachen …<br />
Die vergnügten Spaziergänge …<br />
Der Besuch im Schwimmbad … und das rote Haar …<br />
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Schwer keuchend verkrampfte Akane die Hände in ihrem Kissen … wieder erschienen ihr Bilder, die sie zusammenzucken ließen …<br />
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Der Geschmack des leckeren Eis …<br />
Der strahlende Sonnenschein an diesem Sommertag …<br />
Der warme Atem, der an ihrer Haut entlang strich …<br />
Die blauen Augen von Harumi, wie sie auf sie zukamen … sie ihr näherten …<br />
… genauso, wie die blauen Augen von Ranma …<br />
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Mit einem Ruck fuhr Akane hoch. Kleine Schweißperlen liefen ihr an der Stirn entlang und die verkrampfte Hand lies sich nur schmerzhaft aus dem Kissen lösen. <br />
Mit pochendem Herzen rutschte Akane von ihrem Bett hinunter und ging langsam, aber zielstrebig hinaus aus ihrem Zimmer. <br />
Unbeachtet ließ sie das laute Schnarchen von Herrn Saotome und ihrem Vater, dass von unten die Treppen hinauf klang. Sie ging einfach weiter, mit leeren Augen, bis sie vorsichtig die Tür zu Ranmas Zimmer betrat. <br />
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Erschrocken fuhr Ranma hoch, als sich die Tür mit einem leisen Quietschen öffnete und ein dunkler Schatten ins Zimmer hinein trat. Schnell stand er auf und konnte zu seiner Verwunderung im fahlen Mondschein Akane erkenne, die stumm zu Boden blickte. <br />
Eine plötzlich Unruhe befiel Ranma und er ging zögernd auf sie zu. „Akane, was … was hast du denn?“ Stotternd hallte seine eigene Stimme in seinen Ohren wieder, als Akane auf einmal den Kopf hob. <br />
Leere, traurige Agen sahen ihm entgegen … die Augen, die sonst so einen fröhlichen braunen Schimmer besaßen … die Augen, in die er sich so unheimlich verliebt hatte … genau diese Augen blickten ihm nun entgegen, gezeichnet von Trauer und Schmerz. <br />
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„Es war doch nur ein Traum oder?“ flüsterte Akane mit heiserer Stimme und ein kleiner Hoffnungsschimmer erschien für einen kleinen Augenblick in ihren Augen. <br />
Mit pochendem Herzen sah sie zu Ranma hinüber, der sie immer noch schweigend ansah. <br />
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Ängstlich zog Ranmas Herz sich zusammen, als er Akane Worte vernahm … unfähig etwas zu sagen, ging er noch weiter auf ihn zu, doch sie wich schnell zurück. <br />
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Verzweifelt ballte sie die Hände zusammen. „Es ist doch nicht wahr oder?“ Langsam rann eine kleine Träne an ihrer Wange entlang. Warm und doch kalt glitt auf der Haut entlang und tropfte langsam zu Boden. „SAG MIR, DASS ES NICHT WAHR IST!!“ Mit schmerzerfüllter Stimme schrie sie ihn an und begann ihn an seinem Hemd hin und her zu schütteln, während weitere Tränen an ihrem Gesicht entlangliefen. <br />
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To be continued<br />
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*großeaugenmach* und, hat euch das gefallen???<br />
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*nochmalalleknuddel* <br />
Euer Blümchen<br />
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