Fanfic: Versteckte Gefühle – The End

Kapitel: Versteckte Gefühle – The End

Versteckte Gefühle – The End<br />
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„Ja… wie geht es dir heute?“ Verwundert stand Akane auf, als sie plötzlich eine weitere Stimme vernahm. Kurz darauf trat der ältere Bruder von Chiyo aus dem Schatten der Bäume heraus und trat auf sie zu. <br />
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„Oh Entschuldigung, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt … mein Name ist Tsubasa.“ Lächelnd reichte er Akane eine Hand.<br />
Etwas zögerlich legte Akane ihre Hand in seine und beobachtete mit Erstaunen, wie er einen flüchtigen Handkuss darauf setzte. <br />
„Schön dich wieder zu sehen Tsubasa … und danke noch mal, dass du mich gestern beschützen wolltest.“ <br />
Etwas verlegen spielte Akane mit ihren Fingern und atmete erleichtert auf, als Chiyo auf einmal an ihrer Hand zog. <br />
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„Weißt du was Akane?“ Neugierig beugte Akane sich herunter zu dem kleinen Mädchen und sah sie mit großen Augen an. Grinsend flüsterte Chiyo ihr ins Ohr: „Mein Bruder hat sich ganz schön Sorgen um dich gemacht …“ <br />
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Ein leichter Rotschimmer überzog Akane Nase, als sie sich wieder aufrichtete und schüchtern in die glitzernden grünen Augen von Tsubasa sah …<br />
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Schnell wendete Akane ihren Blick wieder zu Seite und schaute gedankenverloren über die großen Wiesen hinweg. Erst, als ihr Blick auf eine kleine blaue Blume fiel bildete sich ein Lächeln in ihrem Gesicht. Vorsichtig hob sie die Blume auf und drehte sie mit ihren Fingerspitzen hin und her. <br />
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Mit großen Augen reckte sich Chiyo nach oben und wolle schon nach der Blume greifen, als sie auf einmal von Tsubasa sanft zur Seite geschoben wurde. Ohne ein Wort zu sagen, nahm er die Blume in seine Hand und schob sie dann vorsichtig hinter Akanes Ohr. „Jetzt siehst du noch schöner aus …“ Schüchtern lächelte Tsubasa Akane an … doch diese blickte nur etwas irritiert zu Boden. <br />
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Wie oft hatte sie sich schon gewünscht, dass ein Mann so aufmerksam und fürsorglich war … dass er sich Sorgen um sie machte … <br />
Eigentlich hätte sie jetzt glücklich sein sollen … müsste ihr Herz öffnen … doch irgendetwas tief in ihrem Inneren hinderte sie daran …<br />
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Schluckend schloss Akane die Augen … anstatt auf das zu hören, was Tsubasa zu ihr sagte, schossen ihr nur immer wieder Ranmas Worte in den Kopf … es tat ihm Leid … er wolle alles erklären … er hatte den Kuss genossen …<br />
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Krampfhaft ballte Akane ihre Hände zu Fäusten … innerlich schluchzte sie auf … wollte laut hinausschreien … doch sie sagte nichts und sie weinte auch nicht …<br />
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Stattdessen hob sie den Kopf wieder an und lächelte in Tsubasas Gesicht. Gerade wollte sie sich wieder hinunter zu Chiyo beugen, die aufgeregt an ihrem Rock zupfte, als sie auf einmal knirschende Schritte hinter sich hörte.<br />
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Verwundert drehte sie sich um. Ihre Augen weiteten sich, als sie plötzlich Ranma sah, der mit gesenktem Kopf vor ihr stand. <br />
„Hier bist du also … das hätte ich mir ja auch denken können …“ Mit leiser Stimme hob er den Kopf etwas an und blickte Akane mit leeren Augen entgegen. <br />
„Hast wohl einen neuen Freund gefunden?“ Ein gezwungenes Grinsen bildete sich auf Ranmas Lippen und er strich leicht durch seine Haare. <br />
„Ranma … ich … Tsubasa … er ist …“ mit leiser Stimme wollte Akane etwas erwidern, als Ranma sie auf einmal unterbrach und sie wütend ansah. <br />
„Tsubasa … du weißt sogar schon seinen Namen … allerdings wundert es mich wirklich, dass jemand wie du einen Freund abbekommst!“ <br />
„Was soll das denn bitte heißen?“ Zornig stemmte Akane ihre Hände in die Hüften und funkelte Ranma entgegen, doch dieser sah nur mit einem verächtlichen Blick an ihr vorbei. „Du weißt doch selber, dass du ein brutales Machoweib bist … und dazu noch ein Trampel mit einem fetten Hintern!“ <br />
Wütend schrie Ranma ihr ins Gesicht … konnte seine aufgestiegene Wut nicht mehr unterdrücken … all der Schmerz und die Verzweiflung, die sich in seinem Herzen gebildet hatte, versuchte er beiseite zu drängen …<br />
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Stumm blickte Ranma seine Verlobte an … doch sie erwiderte nichts … schlug ihn nicht und rannte auch nicht davon …<br />
Verunsichert drehte Ranma sich um. „Bleib doch wo du bist …“ sagte er leise und mit zittriger Stimme, bevor er langsam losging.<br />
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Mit leeren Augen sah Akane ihn an … hörte seine Worte … spürte den Schmerz in sich aufsteigen … doch sie sah auch den Schmerz in Ranmas Augen … spürte wie er litt … spürte wie verunsichert er war …<br />
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„Wenn ich so ein schreckliches Machoweib bin … warum liebst du mich dann?“ Verzweiflung schwang in Akanes Stimme mit … doch Ranma drehte sich nicht um … er blieb stehen und regte sich nicht weiter …<br />
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Mit pochendem Herzen beobachtete Akane wie Ranma Zopf im Wind leicht hin und her schwang … beobachtete wie seine Schulter mit seinem Atmen leicht auf und ab gehoben wurden … doch er sagte immer noch nichts …<br />
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Nach einigen Sekunden, die Akane unendlich lang vorkamen, drehte sie sich um, ging langsamen Schrittes an Tsubasa und Chiyo vorbei … und rannte letztendlich den Weg entlang bis sie nicht mehr zu sehen war …<br />
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Schluckend schaute Ranma auf den Boden … nur langsam verstand er, was Akane ihm hinterher gerufen hatte … verstand nur langsam seine eigenen Gefühle … den Schmerz und die Trauer um seine Liebe …<br />
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Vorsichtig drehte er sich um und blickte unentschlossen in die fragenden Augen von Tsubasa und Chiyo. <br />
Zögerlich ging Tsubasa auf einmal auf ihn zu und rüttelte Ranma leicht an den Schultern. „Warum läufst du ihr nicht hinterher?“<br />
Verwirrt sah Ranma ihn an. „Ich soll ihr hinterher laufen? Aber sie will mich doch bestimmt gar nicht sehen … sie hasst mich …“ Traurig senkte Ranma wieder den Kopf, als er plötzlich in die großen grünen Augen von Chiyo blickte. „Glaubst du wirklich Akane hasst dich? Aber warum ist sie denn dann so traurig?“ <br />
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Räuspernd wendete Tsubasa sich um und strich leicht über den Kopf seiner kleinen Schwester. „Chiyo hat recht … Akane liebt dich, dass sieht man auf den ersten Blick … sei nicht so ein Trottel und lass sie einfach laufen …“<br />
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Sprachlos sah Ranma Tsubasa … neue Hoffnung leuchtete in seinen Augen auf … <br />
Schnell verabschiedete er sich von den beiden Geschwistern und rannte dann mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen davon …<br />
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Schweigend saß Akane auf einer kleinen Bank vor einer großen Wiese. Starr sah sie auf den Boden und lauschte nachdenklich dem aufgeregtem Klopfen ihres Herzens. Sie konnte immer noch nicht wirklich fassen, dass sie Ranma gesagt hatte … dass er sie lieben würde. Warum sie sich in diesem Moment seiner Liebe so sicher war … konnte sie sich selbst nicht genau erklären … <br />
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Neue Hoffnung war in ihrem Herzen aufgekeimt, als sie die Verzweiflung in seinen Augen gesehen … und die Verzweiflung in seiner Stimme gehört hatte … <br />
Abwesend hatte sie sich an den Spaß erinnert, den sie mit Harumi gehabt hatte … an den Kuss … und das viele Lachen …<br />
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Vielleicht würde Ranma sie nun für total bescheuert halten … oder er würde sie auslachen … <br />
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Verwundert schaute Akane auf, als plötzlich genau vor ihrer Nase ein kleiner Zettel auf ihren Schoß segelte …<br />
Schnell sah sie sich um, doch nirgendwo war eine Person zu erkennen … nur ein paar kleine Vögel flogen glücklich durch die Lüfte …<br />
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Tief durchatmend faltete Akane den Zettel auseinander … nur vier kleine Worten standen darauf …<br />
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„Triff mich heute Abend … Harumi“<br />
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Ein roter Schimmer breitete sich über das Land, als Akane sich am Abend wieder auf den Weg in den Park machte. <br />
Nur langsam ging sie den sandigen Weg entlang … nervös … und doch gespannt.<br />
Stockend blieb sie stehen, als sie nicht weit entfernt eine hölzerne Bank erblickte auf der eine Person mit langen blonden Haaren saß …<br />
Mit klopfendem Herzen ging sie weiter und setzte sich zögerlich auf die Bank.<br />
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Schweigend saßen sie da … beobachteten mit gemischten Gefühlen den Sonnenuntergang … <br />
Aus den Augenwinkeln beobachtete Akane wie Ranma langsam die Perücke vom Kopf zog und ein schwarzer Haarschopf zum Vorschein kam … <br />
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„Das ist wohl unser richtiges erstes Date oder?“ Verlegen senkte Ranma den Kopf und spielte aufgeregt mit der Perücke in seinen Händen.<br />
„Nun … eigentlich war ich mit Harumi verabredet.“ Ein kleines Lächeln bildete sich auf Akanes Lippen und sie drehte langsam den Kopf in Ranmas Richtung.<br />
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Schüchtern sah Ranma sie an und konnte zu seiner Erleichterung wieder das glückliche Glitzern in Akanes Augen erkennen. „Warum hast du mir verziehen?“ Flüsternd senkte er wieder den Blick, doch gleich drauf spürte er , wie Akane vorsichtig eine Hand auf seine Schulter legte. Lachend erwiderte sie: „Nun ja … Freundinnen können sich doch nie lange böse sein!“<br />
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Gespielt empört stand Ranma auf. „Sehe ich etwa aus wie ein Mädchen?“ <br />
Grinsend ging Akane um ihn herum … „Manchmal … aber im Moment … nicht …“ Schelmisch lächelnd tippte sie Ranma einmal auf die Brust und wollte sich schon wieder hinsetzten, als Ranma sie auf einmal am Handgelenk zu sich zog. <br />
„Und du bist wirklich nicht mehr sauer?“<br />
Nachdenklich schloss Akane die Augen … lehnte sich leicht mit dem Kopf an die Brust ihres Verlobten und spürte ein angenehmes Kribbeln in sich aufsteigen … „Ich kann dir gar nicht lange böse sein Ranma …“ Mit einem roten