Fanfic: Unnamed 1 by Nihao (part tree)
Kapitel: Unnamed 1 by Nihao (part tree)
So, da hab ich mich heute Nacht nochmal hingesetzt und für euch die FF weitergeschrieben. Vielen Dank für eure lieben Kommentare.<br />
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@ Firebird <br />
Jaja, hast ja Recht...^^<br />
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@süße-Akane14<br />
Ich weiß, ich hab sie einmal ohne Thema und einmal als Ranma1/2 hochgeladen<br />
Fehler!!! Danke trotzdem-für beide kommis.<br />
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@ Bahamut und ifrit<br />
Is ja gut, is ja gut, geht ja schon weiter<br />
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@ bulmablume danke fürs fleisigsein, hoffentlich war ich schnell genug.<br />
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Also dann, viel Spaß mit dem dritten Teil und schreibt mir wieder oki?<br />
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„Du...du hast...Ich hatte. Ich hätte nie gedacht, dass du...!“ ihre Augen liefen über und zwei kleine Tränen rannten über ihr Gesicht und tropften auf ihre Bluse, wo sie zwei kleine dunkle Flecken hinterließen. Verwirrt hob Ranma die rechte Hand und führte sie vor Augen. Dann erschrak er. Um das letzte Glied seiner Ringfingers wand sich ein breiter goldener Ring, ein Ehering. „Akane, ich...ich habe nicht...!“ stotterte er, aber Akane war schon an ihm vorbei- und aus dem Flughafengebäude gerannt. Ihre Tasche hatte sie stehen gelassen.<br />
Ranma griff an seine Hand, packte den schweren Reif mit aller Kraft und versuchte ihn vom Finger zu ziehen, aber es schien, dass er mit seiner Haut verschmolzen war, denn er regte sich nicht von der Stelle. Ranma hob die Hand dicht vor die Augen und untersuchte den Ring. Und tatsächlich, zwischen Haut und Metall schien keinerlei Zwischenraum zu sein. Dann jedoch stockte ihm der Atem, auf den Ring war etwas eingraviert und obwohl Ranma es nicht verstand, erkannte er den Text sofort.<br />
„Netschrak Ka La Rifra Kata!“<br />
Es war der Fluch aus seinem Traum.<br />
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Ranma starrte gegen die Decke. Ohne wirklich Hoffnung zu haben, zu einer logischen Erklärung zu kommen, lag er auf seinem Bett und grübelte er über die Geschehnisse des vergangenen Tages. <br />
Der ganze Tag lies sich in einem Wort zusammenfassen: Akane.<br />
Akane, mit schreckgeweiteten Augen, als er im Kampf die geballte Faust hob und sie den Ring an seinem Finger sah. <br />
Akane mit Tränen in den Augen, die ihn entsetzt und ungläubig ansah.<br />
Akane, die von ihm weglief. <br />
Akane, die er in ganz Nerima und halb Tokio gesucht hatte ohne sie zu finden.<br />
Akane, um die er sich so entsetzliche Vorwürfe machte.<br />
Akane, die verschwunden war.<br />
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„Verdammt, wieso mach ich mir eigentlich Sorgen?“, fragte er in das leere Zimmer hinein, ohne eine Antwort zu erhalten. „Ist doch ihre eigene Schuld, wenn sie mir nicht einmal zuhört sondern einfach wegrennt.“ Wütend setzte sich Ranma auf, stützte die Ellebogen auf die Knie und das Kinn in die geballten Hände. Es war spät. Seine Augen tränten und in seinem Kopf probte ein ganzes Orchester von falsch gestimmten Kontrabässen. Aber er wusste auch, das er jetzt nicht schlafen konnte. Er hob die rechte Hand und besah sie sich im Dämmerlicht. Der Ring schloss sich vollkommen, wie ein viertes Glied um seinen Ringfinger und die unheilverkündende Schrift schien wie ein böses Netz aus dunklen Linien darauf eingraviert zu sein. Was konnte das nur bedeuten? Und welche Sprache war das? Tibetisch?<br />
Aufstöhnend warf sich Ranma rückwärts in die Kissen. Wie kam Akane eigentlich auf die Idee, dass er sich innerhalb eines Tages verheiraten konnte, ohne das irgendjemand zuvor etwas gemerkt hatte. Das war doch lächerlich. Aber Tatsache war, dass sie es glaubte. Und dass er damit nicht klarkam.<br />
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Resignierend setzte er sich auf und fuhr sich mit der Hand über die Augen. Es hatte doch keinen Sinn, jetzt schlafen zu wollen. Er konnte ebenso gut aufstehen und ein bisschen spazieren gehen. Mondscheinspaziergang, dachte er ironisch, wie romantisch. <br />
Aber nichts desto trotz stand er auf, warf sich eine warme Jacke um die Schultern und verlies sein Zimmer. Auf dem Gang blieb er kurz zweifelnd stehen und öffnete dann Akane’s Zimmertür. Es kam ihm nicht richtig vor, dass er hier war, ohne ihr Wissen, aber er schloss dennoch die Tür hinter sich, wie um die Atmosphäre hier drinnen zu konservieren. Er lehnte sich mit dem Rücken gegen die Innenseite der Tür, legte den Kopf zurück und schloss die Augen. Die Luft hier drinnen roch nach Akane, nach Rosen, Wind und ein bisschen nach Schweiß. Ein Lächeln huschte über Ranma’s Lippen. Sein kleiner Wildfang. Er konnte sie direkt vor sich sehen, wie sie hereingestürmt kam, im durchgeschwitzten Kampfanzug, gerade mit dem Trainieren fertig. Das schwarze Haar verwirrt, das Gesicht von Anstrengung und Konzentration gerötet und die Augen Blitzend vor Energie. Er sah sie deutlich vor sich, wie sie den Kampfanzug auszog, zusammenknüllte, und in eine Ecke Pfefferte. Seltsamerweise hatte diese Vorstellung gar nichts erotisches. Er genoss ganz einfach ihre Schönheit.<br />
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Mit einem inneren Ruck öffnete Ranma die Augen und ging quer durch den Raum zu Akane’s Schreibtisch. Glücklicherweise musste er nicht in den Schubladen suchen, ordentlich lagen ein Stapel Notizblätter und ein Stift. Er beugte sich nach vorne stützte die Unterarme auf die Oberfläche und schrieb:<br />
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Liebe Akane,<br />
es ist nicht so wie du denkst. Wie könnte ich mich innerhalb von einem Tag verheiraten? Dass ist doch Unsinn. Da war dieser Mann am Flughafen, der hat deine Tasche klauen wollen. Ich habe mit ihm gekämpft und er muss mir diesen Ring übergestrichen haben. Das seltsame ist, das der Ring an meiner Hand festsitzt. Ich bekomme ihn nicht herunter. Er scheint an die Hand geflucht zu sein. Ich wollte dich nicht erschrecken. Wenn du mit mir reden willst, ich bin im Chiba-Park.<br />
Ranma<br />
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Er zögerte einen Moment, dann drückte er kurz seine Lippen auf das Papier. Er wusste nicht genau, wieso. Akane würde es nicht einmal merken. Aber irgendwie... er konnte es nicht beschreiben, auf einmal war da so ein komisches Gefühl. Wie eine kleine Hitze, die ihm aber von den Zehen herauf erschauern lies. Schnell legte er das Papier in die Mitte der Arbeitsplatte und drehte sich dann schnell um. Mit gezielten Schritten durchquerte er das Zimmer und schloss leise die Türe hinter sich. <br />
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Der Mond schien auf die glatte Oberfläche des Wassers und machte aus dem See eine glatte Spiegelnde Pfütze von Quecksilber. Irgendwo rief eine Eule einen traurigen Triller in die Nacht, ansonsten herrschte völlige Stille.<br />
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Ranma saß auf einer Bank am See und starrte ins Wasser. Jeder seiner Muskeln war angespannt und er lauschte gebannt. Aber alles was er hörte, war irgendeine Turmuhr, die Mitternacht schlug. Weiter nichts. <br />
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Dann endlich: Leise Schritte hinter ihm. Mit einem Ruck fuhr Ranma herum. Akane stand etwa zwei Meter hinter ihm und hielt abrupt im Schritt inne. Sie funkelte ihn böse an.<br />
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“Akane....” stotterte Ranma, “...setz dich doch.” Er machte eine Geste, die einladend wirken sollte, aber daneben ging, weil Akane auf einmal mit einem kleinen schrei seine Hand packte und so schnell zu sich hinzog, das Ranma rücklings über die Rückenlehne fiel.<br />
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“Was...was ist denn?” fragte Ranma stammelnd, aber Akane starrte nur auf seine Hand. Und jetzt sah es auch Ranma. DER RING WAR VERSCHWUNDEN.<br />
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”So! Er ist also festgeflucht.” Akane’s Stimme klang sehr leise, es war kaum mehr als ein flüstern, aber ihre hand, die immer noch Ranma’s Gelenk umklammert hielt, zitterte. Dann lies sie ihn los und schlug ihn in der selben Bewegung die flache hand ins Gesicht.<br />
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Aber die Ohrfeige tat weniger weh als der Ausdruck in ihren Augen. “Nicht nur ein Perversling, sondern auch noch ein Lügner.” Verwirrt blickte Ranma zu ihr auf. “Ich weiß nicht was du meinst Akane!” stieß er hervor. <br />
“Du Mistkerl!” Akane schrie jetzt “Ich hätte mehr von dir erwartet. Wenigstens, das du zu dem stehst, was du gemacht hast. Aber sogar dazu bist du zu feige. Ich hasse dich!”<br />
Sich warf ihm ein zusammengeknülltes Stück Papier in den Schoß und rannte weg. <br />
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Verwirrt entfaltete Ranma den Zettel. Es war sein Brief, den er an Akane geschrieben hatte. Aber quer über das Blatt und die Schrift drückten sich die Umrisse eines Mundes ab. Eines Mundes, der mit fettigem, knallrotem Lippenstift einen breiten, verschmierten Abdruck auf dem weißen Papier hinterlassen hatte. Es war unmöglich aber eindeutig. Sein Kuss war auf eine brutale, perverse Art und weise sichtbar geworden.<br />
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Und in dem Moment als Ranma den Abdruck ungläubig mit den Fingern berührte begannen an seinen Umrissen sich schwarze Linien zu Bilden. Aber kein normales tintenschwarz sondern ein glühendes Schwarz, das wie ein Stückchen ausgeschnittenes nichts aussah. Und diese Linien fügten sich zusammen, zu Buchstaben, die in einer altmodischen kantigen und irgendwie – bedrohlich aussehenden Schrift deren Wortlaut Ranma einen schrecklichen Moment bevor sie lesbar wurde begriff.<br />
Quer über das Papier lief der Schriftzug:<br />
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„Netschrak Ka La Rifra Kata!“<br />