Fanfic: LOVE AND DARK

Untertitel: Der Schleier eines längst vergessenen Reiches legt sich über die Welt...

Kapitel: Abmachung


LOVE AND DARK

1.Abmachung

Loretta nahm den Schleier von ihrem Gesicht ab. Die Sonne strahlte in ihr Gesicht doch wirkte auf die blasse Haut kaum ein. „Sie ist da“, die Stimme gelangte leise in Lorettas Ohrmuschel hinein, sie drehte sich langsam und ein wenig mühselig, anhand der heißen Sonnenstrahlen um. Ihre Augen kontaktierten den jungen Burschen in der Mitte der Menge. „Lass ihn am leben. Sein Name ist Pedro“, Ling ging neben Loretta her. Sie sah Pedro kurz an, welcher erschrocken den Augenkontakt versuchte zu vermeiden. „Ja, das lange schwarze ebene Haar, es glänzt so verführerisch in der Sonne, schwängt hin, schwängt her. Und die Augen, nicht blau wie das Meer, nicht Grün wie das ebene Gras, nicht braun wie die strammen und alten Bäume. Sie sind schwarz und tiefgründig und wenn nicht, so sind sie Rot wie Blut, es wird das letzte rot sein das man je gesehen hat…“, Ling schaute zu Pedro hinunter der verängstigt auf den Boden sah: „Siehst du ihr oft nach, wenn du sie siehst Pedro?“ Pedro nickte leise. Ling legte seinen ebenso wie Loretta, blassen Arm auf Pedros Schulter und blickte ihn kühl an: „Weißt du ich habe ihr auch einmal zu oft nachgesehen…“ „Und dann?...“, Pedro zuckte, zitterte. Loretta schmunzelte kurz und sah Ling zu wie er mit Pedro redete. „Meine Begierde, Neugier war zu groß verstehst du? ich dürfte nicht mehr fühlen… nicht so…“, Ling ließ seinen Arm von ihm ab bückte sich ein wenig und sah ihn mit seinen intensiv blutigen Augen an: „Ich hatte zu wenig Loyalität meinem Herrn gegenüber… dafür nahm sie mir die Fähigkeit zu lieben, zu hassen, ich lebe nur noch anhand der Wenigen Lebensenergie die sie mir zu Verfügung stellt… und das schlimmste…“, Ling packte Pedros Gesicht: „Ich kann nicht sterben Jüngling.“ Loretta hebte leicht ihre linke Hand und zog leicht an der Schleife, die sich an ihrem Kragen befand. „Schon gut Herrin… ich eile…“, Lings Gesicht verfinsterte sich, sodass kaum etwas von ihm zu sehen war: „ Ich weiß, ihr wartet nicht gerne…“ Ling ließ Pedro los, der sofort durch die Menge rannte und versuchte zu entfliehen. „Lauf…“, Ling nahm Lorettas Hand und führte sie die Treppen hoch: „Doch wären wir wirklich hinter dir her könntest du nicht mehr laufen.“ Loretta sah Ling an und ballte ihre andere Hand fest zusammen. Ling röchelte kurz und fiel auf seine Knie: „Ich weiß Herrin ich weiß… wenn ich doch wenigstens den Schmerz den sie mir unbemittelbar zufügen fühlen könnte…“ Loretta sah in die Sonne und hob die zuvor geballte Hand. „Es ist noch zu früh…“ Loretta nickte und legte die Hand nieder. „Willkommen Lady Loretta!“, Régis winkte ihr zu hinein zu kommen: „Soll ich euch jemanden schicken der euch die Treppen hoch hilft?“ Loretta schloss die Augen und ließ Lings Hände los. Um sie herum vertilgte ein undurchdringender Schatten die Umgebung und Luft, während sie die Treppen Stufenweise hoch schwebte. „Ach, ich verstehe schon…“, Régis lehnte sich gegen die gewaltigen Mauern bis Loretta das Tor erreicht hatte. „Können wir anfangen?“, stieß Régis wieder ungeduldig hervor. Loretta hebte ihr Kleid mit den Händen leicht an und sah nach unten zu Ling. Régis konnte nicht warten: „Dauert es lange? Muss er dabei sein?“ Loretta zog die Lippen zusammen sah ihn zwielichtig lächelnd an während sie die Hände freigab und nach etwas zog. „Was fuchtelt ihr da in der Luft herum…?“, Régis fing an zu begreifen als Ling auf den Treppen hart aufknallte. Es sah in der Tat tadellos aus, als hätte ihn jemand hinuntergeschleudert oder gezogen, aber nein nichts. Nichts, außer Lorettas Handbewegungen. Ling stützte sich von den Treppen ab und legte seine Hand auf seine Lippen und pullte ein wenig auf ihnen herum bis etwas Rotes seine Hand völlig überfloss. „Ich blute…“, Ling hatte es nachgeprüft, musste es erst sehen bis er es begriff, da er nichts mehr spüren oder auch fühlen konnte. Er stand nun auf wischte sein Blut an dem schwarzen Anzug ab und sah hoch. Lorettas Blick war mild und gelassen. „Ich komme Herrin…“, Ling beugte sich nach vorne sprang von einer der Treppen ab und überflog die vielen anderen bis er wieder auftrat. „Ich verstehe nicht warum es nicht gleich so abläuft“, klagte Régis. Loretta sah in Régis grüne Augen. „Was?“, fragte dann dieser. „Die Herrin meint, es hat sie nichts anzugehen und sie bewegt sich fort wie es ihr gefällt…“ Régis sah Ling verwirrt an: „Eines verstehe ich letztendlich immer noch nicht, sie sagt kein Wort aber du scheinst immer gleich zu wissen was sie will.“ „Ich höre ihr Herz“, Ling nahm Lorettas Hand und führte sie den Gang entlang: „Sie braucht nichts zu sagen. Ich weiß einfach was sie will… es ist… wie soll ich sagen…“ Loretta sah Ling scheinnett an. „Ja ich weiß…“, Ling führte Loretta in einen weißen Saal. Régis sah Ling hinterher: „So fühlen die verdammten Lorettas!“ „Lady Loretta wie schön euch zu sehen, welch Ehre!“, ein dicker schmieriger Mann schnappte nach Lorettas Hand und küsste sie: „Wenn ich mich vorstellen darf ich bin Kefka. Loretta darf ich euch meinen Platz anbieten?“ Loretta verzog ihre Lippen sie sah Kefka wütend an und zog ihre Hand weg. Ling ging weiterhin neben Loretta her: „Sie meint, anbieten dürfen sie aber mehr auch nicht!“ „Räudiger Strolch, sie kann wohl für sich selber antworten!“, Kefka hauchte Loretta mit seinem üblen Atem an. „Kefka machen sie die Lady nicht wütend!“, der Vorsitzende und die anderen Mitglieder inklusive Régis trafen in den Saal ein. „Ihr glaubt doch wohl nicht den ganzen Mist, den sie in den Slums erzählen?“, Kefka drehte sich wieder zu Loretta. „Sie werden für ihre Fehler selbst haften müssen…“, Régis schob einen Stuhl für Loretta an den Marmortisch: „Bitte… setzen sie sich…“ Loretta nahm an Régis Stuhl platz. „Lächerlich dieses ganze Theater! Was wollt ihr mit ihr für Verträge schließen, sie und ihr Handlanger besitzen wohl kaum etwas, das wir für unsere Zwecke gebrauchen könnten!“ Ling erhaschte Lorettas Blick. „Gut Herrin…“, summte er nur vor sich her. „Hat sie was gesagt?“, Kefka zog gewaltig über Loretta her: „Ich habe nichts gehört! Welch ein Pech aber auch!“ „Die Herrin sagt, das war das letzte Mal das sie, Sie beleidigt haben…“, Ling schritt langsam auf Kefka zu. „Was wollt ihr tun? Diese unnützen Pläne mit Verbündeten gegen die Terra gehen mir auf die Nerven!“ Ling schritt weiterhin auf Kefka zu, langsam und behaglich. Kefka spottete weiter: „Warum seid ihr alle so still? Redet!“ Schritte und Schritte. Régis schloss die Augen. Ling zückte sein schwarzes Schwert und durchschnitt mit einem Schnitt Kefkas Hals, der Vorgang war so kurz, das der Vorsitzende erst kurze Zeit später richtig begriff was passiert war. „Ruhe in Frieden Kefka, mögen unsere Feinde dir bald folgen“, Régis machte ein Kreuzzeichen. Ling wischte das Blut vom Schwert ab und hebte Kefkas Kopf vom Boden auf. „Wie Radikal!“, eines der Mitglieder stürzte aus dem Saal und übergab sich. „Er hat keinen Magen für so was“, lachte Régis. Loretta faltete ihre Hände und sah belustigt und zufrieden auf den Tisch. „Ein Andenken“, meinte Ling und setzte den Kopf vor Loretta ab. Loretta lächelte. „Die Herrin sagt… so gefällt er ihr viel besser“, Ling setzte sich neben Loretta. Régis stand auf: „Fangen wir an… Loretta. Sie besitzen fantastische und einmalige Fähigkeiten. Mit ihrer Hilfe können wir diesen Planeten von den Terra befreien. Wir wollen wissen was ihre Bedingungen dazu sind!“ Loretta sah an die Decke und bewegte ihren Hals leicht zur Seite. Ling übersetzte quasi: „Sie sagt, sie möchte die Herrschaft.“ „Das ist unmöglich!“ „Die Herrin fragt warum“ „diese Bedingungen sind unakzeptabel!“ „Dann stellt der Herrin eine mögliche Bedingung…“ Régis zog seine Krawatte zu Recht: „Sie können einige Länder besitzen. Geldsummen verlangen…“ Loretta stand auf und nahm Kefkas Kopf und hielt ihn Bluttriefend hoch. „Meine Herrin sagt… sie sind unakzeptabel. Sie will die Herrschaft. Über alles. Ansonsten werden nicht die Terra sonder ihr, die Centra sterben!“ „Nun gut nun gut!“, Régis setzte sich wieder hin: „Unter einer Bedingung. Sie kann diesem Planeten haben wenn sie uns die Herrschaft über den Planeten Silver Moon besorgt. Dort herrscht das gleiche Problem. Zu Viele Terra…“ Loretta verdrehte die Augen und ließ den kopf von Kefka auf den Tisch fallen. Der Kopf spritzte voll Blut, anhand der Blutadern die noch zusätzlich aufgeplatzt waren. Von allen Mitgliedern war Régis der Intelligenteste und der einzige der diesen Anblick wirklich ertragen konnte. „Loretta nimmt an…“, Ling nahm Lorettas Hände die blutig vom Kefkas Kopf waren. Beide schritten zusammen hinaus, wieder die Treppen hinunter. „Widerlich…!“, stoßte der Vorsitzende von sich. „Ja… sie ist perfekt“, Régis grinste: „Kefka sieht so besser aus, es stimmt schon…“ Loretta verschleierte ihr Gesicht an der frischen Luft vor der Sonne. „Wie ihr wollt…“, Ling fing an Lorettas Hände vom schmutzigen Blut abzulecken. Régis sah aus dem Fenster und erblickte es: „Dieser arme Hund. Doch kann es ihm ja auch egal sein, er spürt keinen Ekel mehr…“ Loretta blickte immerzu auf Lings Zunge und holte tief Luft. „Besser geht es nicht“, Ling versuchte Lorettas Hände mit seinem Ärmel sauber zu kriegen. Sein Kinn hebend mit der linken Hand, streichte Loretta mit der rechten Hand über Lings Gesicht. „Gehen wir nachhause… dort liegt Wasser am nächsten…“, Ling nahm Lorettas rechte, immer noch leicht blutige Hand und schloss seine Augen. Beide verschwanden, indem sie vom Schatten umschlungen und fort getragen wurden.