Fanfic: In deinen Augen
Kapitel: Kapitel 7: Dorfleute sind doof
Kapitel 7: Dorfleute sind doof
Sie hatte sich also wieder mal hinreißen lassen und den Dämon verschont. Das war es, was sie am meisten nervte. Und das nur, weil er so niedlich! Das war bestimmt alles nur ein Trick von ihm, um sie zu verwirren! Genau!
Einen Moment spielte sie mit dem Gedanken zurück zu gehen und ihn nachträglich zu töten, überlegte es sich im letzten Moment aber noch anders. Das wär doch wirklich zu peinlich, wenn du jetzt noch mal zurück gehst, Azrani!
Sie biss sich auf die Zunge. Nun nannte sie sich schon selbst so! Dieser Dämon hatte gar kein Recht, ihr einen Namen zu geben, dass durfte nur sie selbst. Doch ihr war in den ganzen fünfzehn Jahren kein passender eingefallen...
Warum dachte sie überhaupt so viel darüber nach? Er war weg, sie hatte ihn da liegen lassen und mit etwas Glück würde sie ihn nie wieder sehen! Aber wollte sie das wirklich?
Noch immer war der Schmerz in seinem Arm da, obwohl Azrani (sie wird jetzt dauerhaft so genannt) ihn verbunden hatte. Das wunderte ihn. Schleppte die denn immer Verbandszeug mit sich herum? Er drehte den Kopf etwas und blickte an seinem Arm herunter. Und tatsächlich: Ein pinker Verband war darum gewickelt. Pink?!
Azrani. Azrani. Der Klang dieses Namens ließ sie nicht mehr los auf ihrem Weg... ja, wohin eigentlich? Sie hatte den ganzen Weg nicht darauf geachtet, wo ihre Füße sie hintrugen, da sie nur schnell weg von Chris wollte.
Ohne es zu bemerken, war sie zurück zum Dorf gegangen, dessen Bewohner Chris vertrieben hatten. Na ja, wo sie nun schon einmal hier war, konnte sie genauso gut eine Nacht hier bleiben...
Doch die Bewohner begrüßten sie nicht sehr herzlich. „Was willst du hier?! Du arbeitest mit diesem Dämon zusammen, den wir vertrieben haben! Dafür brennst du auf dem Scheiterhaufen!“, schrie eine Frau und fuchtelte wütend mit der Faust. Ihr Mann stellte sich schützend vor sie.
Alles Verrückte, stellte sie in Gedanken fest. Nur so waren die meisten Dorfleute, die in der Stadt waren wesentlich friedlicher...
Erst jetzt bemerkte sie, dass sie immer noch ihr Schwert in der Hand hielt, welches vom Kampf mit Chris blutverschmiert war. Es roch nach Dämonenblut. Sie hatte sich diesen Geruch im Laufe der Jahre eingeprägt. Überhaupt alles an ihr roch nach Dämonenblut...
Die Dorfleute starrten sie misstrauisch an. Noch wagten sie nicht, sie anzugreifen, da dieses ganze Blut an ihr ziemlich Respekt einflössend war. Doch bald legte sich ihre Furcht und sie nahmen Äxte u. ä. und attackierten sie.
„Was glaubt ihr denn, wer ich bin, dass ihr mich töten könnt?“, schrie sie und rammte dem ersten ihre Klinge in den Bauch. Sein Blut mischte sich mit dem von Chris auf dem Schwert und färbte es noch dunkler. Aber selbst für sie waren es zu viele.
;::;:;:; Ende. Bis jetzt. Ich weiß noch nicht, was als nächstes passieren soll, aber morgen wird mir schon was eingefallen sein. Hoffe ich... :;:;:;