Fanfic: In deinen Augen

Untertitel: Dämon oder Mensch?

Kapitel: Kapitel 9: Was uns verbindet...

Kapitel 9: Was uns verbindet...

„Was machst du denn da, warum fliegst du tiefer?! Wir stürzen ab!“, schrie Azrani panisch und genau in diesem Moment konnten Chris` Schwingen sie nicht mehr tragen. Sie stürzten mitten auf eine Wiese und beide waren so schlimm verletzt, dass sie sich danach gar nicht mehr bewegen konnten. „Idiot!“, rief Azrani keuchend und fuhr dann fort: „Warum hast du mich gerettet? Hast du denn noch immer nicht mitgekriegt, dass ich dich töten werde?“ Chris setzte sich auf und antwortete: „Doch, schon. Aber die Dorfbewohner sind die Feinde von uns beiden! Da müssen wir doch zusammen halten, oder?“
Er lächelte sie an mit diesem nervigen, naiven Blick, den er fast die ganze Zeit aufgesetzt hatte. Sie konnte das nicht leiden. „Lass mich in Ruhe, du Dämon. Du Mörder!“ Chris zuckte heftig zusammen, als er dieses Wort wieder hörte. Er hatte die Ereignisse seines letzten Besuches im Dorf fast komplett verdrängt und wurde jetzt schmerzhaft daran erinnert. Doch ihm fiel schnell etwas ein, mit dem er kontern konnte.
„Und was ist mit dir? Du doch auch!“, schrie er fast, aber sie wusste nicht, worauf er hinaus wollte. „Wovon redest du?“, fragte sie also und er erklärte: „Ich bin ja bestimmt nicht der erste Dämon, auf den du triffst, oder? Du bist sicher noch anderen begegnet... und hast sie dann getötet! Bezeichnest du dich selbst denn nicht als ``Mörder``?“
Azrani hatte sich nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, doch eins stand für sie fest und das warf sie Chris auch gleich an den Kopf: „Da ist ein großer Unterschied, ob man Menschen tötet oder Dämonen! Dämonen wie du haben den Tod verdient, den ich ihnen bringe!“
„Dann erklär mir den Unterschied“, forderte Chris sie auf und setzte sich direkt vor sie, was sie etwas aus der Fassung brachte. Noch nie war ihr ein Dämon so nah gekommen, ohne dass er ihr Schwert in den Rippen stecken hatte. „Ist doch ganz einfach: Dämonen terrorisieren die Menschen mit ihren Kräften, ohne dass die Menschen ihnen irgendwas getan hätten!“
Chris schüttelte den Kopf und fragte sie: „Glaubst du das auch von mir?“ Dabei war sich Azrani inzwischen nicht mehr sicher. Es stand für sie schon seit langem fest, dass Chris kein gewöhnlicher Dämon war, aber dieser Umstand machte ihn noch lange nicht zu einem außergewöhnlichen Dämon! „Na ja, die Dorfleute hatten wohl einen guten Grund, mich zu rufen...“, sagte sie also nur und Chris erwiderte sie sofort: „Eben nicht! Sie jagten mich nur, weil sie gedacht haben, ich wäre ein Dämon! Sie waren sich damit noch nicht einmal ganz sicher! Ich habe ihnen nie etwas getan, ich war einer von ihnen! Menschen können genauso grausam wie Dämonen sein, wenn nicht sogar noch schlimmer!“
Nein, das war unmöglich. Nun ging Chris einfach zu weit. Menschen sollen schlimmer sein als Dämonen... lachhaft! Was wusste der denn schon? Er war ja selbst ein Dämon! Sie hätte sich überhaupt nie mit ihm unterhalten dürfen!
Azrani stand auf und ging. „Hey, was machst du da? Ich war noch nicht fertig“, rief Chris ihr hinterher, doch sie achtete nicht auf ihn. Sie hatte schon viel zu viel ihrer kostbaren Zeit mit diesem... diesem Dämon verschwendet. Sie tastete nach ihrem Schwert und fand es nicht. Dann erinnerte sie sich wieder. Sie drehte sich um und sagte ruhig: „Gib es mir wieder...“ Chris hatte zuerst keine Ahnung, doch dann fiel es ihm auch wieder ein. „Oh, klar. Hier“, meinte er, suchte in seinen Taschen und hielt ihr das Tuch entgegen, mit dem sie damals seine Wunden verbunden hatte. Das hatte er aufgehoben? „Ich meine mein Schwert, du Idiot! Das da kannst du behalten, da ist Dämonenblut dran“, meinte sie, doch Chris drückte es ihr trotzdem in die Hand, wobei er ihr aus Versehn kurz über den Arm strich. „Fass mich nie wieder an! Das von vorhin, wo du mich gerettet hast, hat mir gereicht!“, rief sie wütend und wandte sich von ihm ab.
„Tut mir Leid, aber dein Schwert hab ich nicht mehr, das musste ich unterwegs fallen lassen, es war zu schwer. Sonst hätte ich dich nie so weit tragen können...“, entschuldigte er sich nur, doch sie war schon verschwunden.
Er soll mich nie wieder berühren, weil dieses Gefühl, das ich dann habe... so warm ist...

Chris ließ sich einfach wieder auf den Boden fallen. Er hatte sich jetzt dazu entschieden, nicht mehr planlos durch die Gegend zu laufen, sondern zu warten, bis irgendwas passierte. Schließlich geschah das ja immer, oder? Und auch diesmal musste er nicht lange warten...
„Drachendämon, unterste Stufe. Aber er scheint außergewöhnlich starke Kräfte zu haben. Wenn wir ihm gut trainieren...“, flüsterte jemand in seiner Nähe und Chris schreckte augenblicklich hoch. „Wer ist da?!“, schrie er und blickte sich zu allen Seiten um.
„Keine Panik, Kleiner. Wir sind nicht hier, um dich zu töten. Wir sind hier, um dir ja helfen“, sprach eine andere Stimme und zwei Männer traten aus dem Gebüsch...

:;:;:;:;:; Na ja, jetzt weiß ich noch nicht, was ich machen soll, da er jetzt zu den Dämonen kommt... Okay, ich hab schon so einen ungefähren Plan, aber es ist verdammt schwer, das alles aufzuschreiben! Frag mich echt, wie andere das können... :;:;:;:;