Fanfic: Cant we die together?
Kapitel: I will be happy in Death
Can`t we die together?
Kapitel 1: I will be happy in Death
Unsicher blickte sie das kleine Kristallfläschen mit der grünen Flüssigkeit in seiner Hand an. Sie wusste nicht, ob sie ihren Plan wirklich durchführen sollte. Sie versuchte, ihre Zweifel mit den Ereignissen der letzten Tage zu verdrängen, die sie überhaupt auf ihren Plan gebracht hatten.
Es war vor ungefähr fünf Tagen, als sie beim Arzt gewesen war. Dieser hatte ihr groß und breit eröffnet, dass sie Aids hatte. Im Endstadium. Sie hatte zwar immer mehr Probleme mit Erkältungen und anderen Krankheiten gehabt als andere Kinder, doch damit hatte sie nicht gerechnet. Sie hatte vielleicht noch zwei Wochen, vielleicht zwei Jahre, wer wusste das schon. Nur eins stand fest: Ab morgen würde sie ihr Zimmer nicht mehr verlassen dürfen, da die Wahrscheinlichkeit zu groß war, dass sie draußen wieder irgendeinen leichten Virus bekam, der unter Umständen tödlich für sie sein könnte. Doch für sie stand jetzt schon fest, dass sie sich an dieses Verbot nicht halten würde. Dafür war es zuhause viel zu langweilig, sie würde gleich nach zwei Stunden fliehen. Und dann würde sie wieder krank werden und das Haus nie wieder verlassen dürfen. Ihr Vater würde sie an alle möglichen Maschinen anschließen, nur um sie am Leben zu erhalten. So wollte sie nicht leben, ans Bett gefesselt und halb tot. Aber so wollte sie auch nicht sterben. Also sah sie nur eine Alternative: Sie ging heute morgen erneut zum Arzt und stahl sich ein Fläschchen dieser grünen Flüssigkeit in der Hoffnung, dass es Gift war und sie töten würde.
Nur da war immer noch etwas, dass sie von diesem letzten entscheidendem Schritt abhielt: ER. Der Junge, den sie liebte. Der Junge, der ihr immer gesagt hatte, dass sie nie aufgeben dürfe, wenn sie krank war. Der Einzige, der tage- und nächtelang an ihrem Bett gesessen hatte, bis sie wieder gesund war. Doch das war vorbei, er war fort, mit seinem Vater in eine andere Stadt gezogen. Er hatte ihr zwar immer versprochen, sie zu besuchen oder ihr wenigstens einen Brief zu schreiben, aber weder das eine noch das andere geschah. Er hatte sie höchstwahrscheinlich einfach vergessen und würde niemals wieder zu ihr zurückkehren.
Diese Gedanken bestätigten ihren Plan und gaben ihr den Mut, den allerletzten Schritt zu tun. Bevor sie es sich wieder anders überlegte, schraubte sie den Deckel des Fläschchens ab und trank die gesamte grüne Flüssigkeit. Sie kämpfte stark gegen den Drang an alles wieder auszuspucken, denn es fühlte sich an als würde Feuer ihre Kehle hinunterfließen. Doch es gelang ihr. Ihre Sicht wurde immer verschwommener und schließlich wurde alles komplett schwarz um sie herum. Sie merkte noch nicht einmal mehr, wie sie auf dem Boden aufschlug... ... ...
Kein Zurück
du stehst am Fenster und du schaust hinaus
und draußen scheint die Sonne, doch in dir herrscht tiefe Nacht.
Wenn nicht ein letzter Rest von Zweifel in dir wäre
hättest du schon längst den letzten Schritt gemacht.
Niemand da, der dich versteht
und weiß, was in dir vor sich geht
geh durch die Straßen und du siehst: Um dich herum da tobt das Leben
doch in dir tobt nur der Tod.
Du würdest alles für nen Notausgang aus diesem Leben geben
oder für ein Rettungsboot.
Du weißt nicht mehr, wohin mit dir
du willst überall sein, bloß nicht hier.
Nie wieder Liebeskummer nie wieder allein
nie wieder Pech, nie wieder Glück
kein Kuss im Regen und kein Sonnenuntergang
mach dir klar, es ist wahr:
Es gibt kein Zurück.
Mit einer Waffe an der Schläfe willst du dich
für alle Ewigkeit von deinem Schmerz befreien.
Soll denn das Zucken deines Zeigefingers tatsächlich
der letzte Akt in deinem Leben sein?
Die eigenen Schmerzen enden zwar,
doch mach dir bitte eines klar:
Du hast dein Leid nur gegen andres eingetauscht
nichts ist besser, nicht ein Stück.
Die dich verlieren werden den Schmerz für immer spüren
wenn du gehst- du verstehst:
Es gibt kein Zurück.
Du siehst an allem nur die negativen Seiten
schwimmst in einem tiefen Meer von Traurigkeit.
Tatsache ist zwar, dass wir alle sterben müssen
nur die meisten hätten gerne noch mehr Zeit.
Wir haben nur dies eine Leben
ein zweites kann dir keiner geben.
Nie wieder Sorgen haben, nie wieder verliern.
Nie wieder Pech- nie wieder Glück!
Keine zweite Chance und erst recht kein Happy End
mach dir klar, es ist wahr:
Es gibt kein Zurück...
:;:;:;:; Sorry, aber das Lied passte so schön dazu, deshalb musste es rein. Sie stirbt natürlich nicht... nicht sofort. :;:;:;