A little Mistake

Auf dem Weg...

Kapitel 1: Auf dem Weg...

Musste ich das wirklich tun?
Musste ich das tun wegen dieses einen Fehlers, den ich begannen hatte?
Dieses kleinen Fehlers, den ich begangen hatte...
So klein der Fehler auch gewesen sein mag, ich musste ihn wieder gutmachen...
Auch, wenn es mir nicht gerade passte, ich musste es tun.
Ich seufzte.
Es brachte nichts hier noch weiter hier zu stehen und darüber nachzudenken.
Besonders nicht in dieser Kälte, so kalt, wie es war.
Es war Winter und der Schnee ging mir bis zu den Knien.
Es schneite, das hieß, der Schnee würde noch höher werden, wahrscheinlich würden wir eingeschneit werden...
Mir war allein dieser Gedanke gar nicht Recht, denn ich würde die ganze kommende Nacht in diesem einem Zimmer verbringen, bei ihm, um diesen Fehler zu begleichen.
Wieder seufzte ich.
Ich musste es tun, es gab keinen Weg zurück, so sehr ich es mir auch wünschte...
Langsam drehte ich mich um, wendete meinen Blick ab vom Meer, auf das ich bis gerade eben noch gesehen hatte.
Noch langsamer watete ich durch den hohen Schnee, in Richtung seines Zimmers, weit weg von meinem Lieblingsplatz auf dem ganzen Campus, der Klippe...
Selbst die Wege, zu den einzelnen Häusern, waren Zentimeterhoch zugeschneit, so dass mein Weg langsamer als geplant verlief.
Erst nach etwa einer halben Stunde stand ich vor dem Haus, indem er wohnte.
Immer wieder faszinierte mich dieser Anblick, so groß, so prachtvoll, wie es war.
Der Schnee perfektionierte diesen Anblick sogar noch.
Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, trat ich ein.
Klopfen musste ich hier nicht, das war das Positive an der ganzen Sache.
Nun war nur noch zu hoffen, dass mich niemand auf dem Weg zu seinem Zimmer sah.
Ich seufzte kurz, hoffentlich meinte das Schicksal es gut mit mir.
Deswegen schlich ich durch die Gänge des Hauses, ich wollte ja nicht gesehen werden.
Ich hatte Glück, denn ich traf niemanden, bis ich vor seiner Tür stand.
An meinem Ziel angekommen, seufzte ich nochmals.
Warum musste dies ausgerechnet mir passieren?
Ich wusste es nicht genau, aber ich wusste, dass ich es bereuen würde hineinzugehen und es bereuen würde, nicht hineinzugehen...
Mir blieb keine andere Wahl, als es zu tun...
Also atmete ich ein letztes Mal tief durch, hob meine Hand und klopfte an.
Von drinnen war ein laut-freundliches "Herein!" zu hören, dann wurde auch schon die Türe geöffnet.
Du standest vor mir, lächeltest mich an.
"Da bist du ja! Ich dachte schon, du kämst gar nicht mehr.", sagtest du mit deiner freundlichen Stimme.
Ich vermied es dir ins Gesicht, in deine Stahlblauen Augen zu sehen.
"Hätte ich eine andere Wahl gehabt?", murmelte ich und ging an dir vorbei in dein warmes Zimmer.
Du sahst mir kurz nach, schütteltest mit dem Kopf und schlossest dann die Türe hinter dir.