Verloren

Wortstillstand

"Lass mich!" fauchte Xena, als Hinata sie begrüßen wollte. Hinata war verwirrt, Neji war gestern auch so sauer nach Hause gekommen, was war nur mit ihnen los? Aika war auch borstig und anders als normal, kam sie nicht mit Xena zusammen, sondern eine Stunde danach.
"Sasuke!" flüsterte Hinata ihm zu, als er endlich kam. Er sah zu ihr hinüber.
"Was ist mit denen los?" fragte Hinata immernoch im Flüsterton. Sasuke suchte nach dem richtigen Wort. "Aika udn Xena haben sich ... gestritten." meinte er schließlich. Hinata nickte.
"Und was ist mit Neji?" fragte sie nochmal. "Der hat sich auch mit Xena gestritten ..." antwortete sasuke, der Hinata als der einzig normale hier erschien.
Dann kam endlich Kakashi.
Neugierig betrachtete er die Situation.
Xena stand, in die eine Richtung gedreht, neben sasuke, der immer wieder versuchte sie aufzumuntern, Xena ihn aber nur unfreudlich abblitzen ließ.
Aika stand, in die andere Richtung gedreht, neben neji, der sie wenigstens zum reden zu animieren versuchte. Aber es half nichts. Aika blieb stumm.
Und Hinata stand in der Mitte von Alldem. Kakashi sah sich das eine Weile an, denn keiner schien ihn bemerkt zu haben.
"Hallo?" fragte er unsicher. Hinata drehte sich zu ihm um. "Oh, sensei Kakashi ... öhm, wie schön, äh ..." grüßte sie.
Sasuke drehte sich ebenfalls um. Er hob die Hand kurz zum Gruß. "Kannst du mir sagen, was hier los ist?" fragte Kakshi an Hinata gewandt, sie zuckte die Schultern und beteuerte, es selbst nicht zu wissen.
Kakashi verschaffte sich nach ein paar Minuten durch ein schrilles Pfeifen Gehör.
"Also hört mal!! ..." schimpfte er.
"Wir haben eine neue Mission!" rief er und Xena schnaubte. "Was ist denn?" fragte er gereizt in Xenas Richtung.
"Also, mit der geh ich nirgendwohin!" blaffte sie und machte eine abfällige Handbewegung zu Aika hin.
"Ahh, ich verstehe ..." meinte Kakashi. Aika drehte sich auf dem Absatz zu ihm um.
"Erstens, sie verstehen gar nichts.
Zweitens, halten sie sich da bloß raus!" sagte Aika drohend und war dabei so energisch auf Kakashi zugelaufen, dass er sogar einen Schritt zurückgewichen war.
"Mir ist es ja auch egal." meinte Kakashi.
"Wir gehen nach Suna." fügte er hinzu und drehte sich um. "Aber, da können wir nicht hin ..." protestierte Hinata "... dieser Gaara wollte sasuke doch töten, und er hat ja selbst Aika umgenietet." Kakashi lächelte. "Diesmal bin ich ja da."
Zornig funkelte Aika ihn an.
Hielt er sich wirklich für so toll?
Widerwillig folgten ihm die fünf Shinobi. Xena redete nicht mehr mit Aika und umgekehrt. Aika sah ihre Cousine nicht mal an.
"Xena, mann, ich hab dir doch nichts getan!" zischte Sasuke ihr ins Ohr. Sie antwortete nicht. Er schnaubte beleidigt, beschleunigte seinen Schritt und ging weiter neben Hinata her.
"Ist es denn wirklich so schlimm?" fragte Neji genervt. Aika nickte. Neji seufzte.
Heute hatte sie nur mit Kakashi gesprochen, sonst mit niemandem.
Das konnte wirklich nerven.
Naji gesellte sich kurze zeit später, ebenfalls zu Sasuke und Hinata. Aber dort wurde auch nicht viel geredet. "Fandest du das gut gestern?" fragte Xena, Aika. Beide waren die Hintersten.
Aika zuckte die Schultern. "Ich meine nicht das mit dem Armausrenken, sondern das mit Neji ..."
Aika zuckte wieder die Schultern.
"Verdammt, rede wenigstens mit mir!" rief Xena.
"Was soll ich dir denn sagen, bitteschön?" maulte Aika schlecht gelaunt.
Xena schnaubte und sah wieder in eine andere Richtung. Schweigend gingen sie den Weg nach Suna.
"Was sollen wir denn tun?" fragte neji schließlich. Kakashi sah sich nach hinten um und schien zu lächeln. "Der Kazekage hat sich neulich eine Schriftrolle aus Konoha geliehen, die sollen wir für den Hokage holen." meinte er und schlenderte fröhlich voran.
"Sagst du mir wenigstens, warum du das mit dem Armausrenken gemacht hast?" fragte Xena und Aika blieb stehen. Kakashi drehte sich zu ihr um.
"Was ist los?" fragte er, er klang ungeduldig. Aika drehte sich um und ging.
"Was ...?" rief Xena ihr nach, doch sie hob die Hand um sich zu verabschieden.
"Ich mach da nicht mit, viel Spaß noch." meinte Aika und ging einfach wieder zurück.
"Was hast du denn mit der gemacht?" fragte Hinata ratlos. Xena hob die Schultern und senkte sie wieder.
Dieses Mädchen war ihr ein Rätsel, seit dem Kapf gegen Gaara.
Aika ging gelangweilt durch Konohas Straßen. Unachtsam rammte sie eine Person. "Hey!" wurde ihr nachgerufen. "Spinnst du!" beim zweiten Mal. "Aika!" hörte sie und bemerkte schritte hastig auf sie zurennen. "Wer ...?" meinte Aika, aber schon stand das Mädchen mit den feuerroten Haaren vor ihr. "Kinae, oder?" Sie nickte.
"Ich ... ähm, naja ..." stammelte Kinae. "Sags einfach." meinte Aika. "Also, ich hab hier wenig zu tun in der Stadt. Wir sind ja eben erst hergezogen und ... naja ... ich wollte fragen, da du ja die einzige bist, die ich bisher kenne ..." Aika unterbrach sie. "sags einfach." wiederholte sie sich selbst.
"Möchtest du mit mir vielleich den Tag verbringen, weißt du ..." Aika seufzte. "Bevor du noch mehr redest, sicher doch." sagte sie und lächelte gequält.
Kinae nahm sie am Arm und zog sie mit sich. "Ich will dir was zeigen." sagte sie enthusiastisch, als würden sich die Beiden schon jahrelang kennen.
Kinae führte sie durch ein Gewirr von Menschen. "Kinae, wo willst du hin?" fragte Aika im Laufen. "Wirst du gleich sehen." meinte diese und zog Aika in den Wald.
Vor einem Baum blieb sie stehen.
Sie zeigte mit einer hand auf die Äste. Ein leises Zwitschern fand seinen Weg in Aikas Ohren.
Schön klang es, friedlich.
"Dieser Vogel, ist der schönste Sänger der Waldes und er hat nun Junge bekommen." meinte Kinae.
Und Aika fühlte sich etwas unbehaglich.
"warum zeigst du mir das? Wir kennen uns erst ein paar Minuten lang." meinte Aika und sah Kinae misstrauisch an. "ich hab sonst nichts zu tun."
erwiederte Kinae und lächelte.
Aika erwiederte das Lächeln und sie hörten sich die Vögel an.
Sie setzten sich ins Gras und redeten. "Du bist gar kein Ninja, oder?" fragte Aika mitten im Gespräch.
Kinae wurde etwas rot.
"Nein." sagte sie halblaut.
"Warum erzählst du es dann?" wollte Aika wissen. "Weil ich gern einer wäre." meinte sie. "Ich kann es dir beibringen, wenigstens etwas ..." sagte Aika lächelnd.
Kinae lächelte auch. "Lieber nicht, ich habe Angst, ich stelle mich doof an."
"Na wenn du nicht willst." Aika sah wieder zu dem Vogel hinauf.
"Komm doch noch mit zu mir nach Hause." schlug Kinae vor. "Morgen." wehrte Aika ab.
"Ich hab heute noch was wichtiges zu tun." sagte sie und verabschiedete sich.
Kinae winkte, als Aika davonging.
Aika ging durch den Wald, die Wohnung zu der sie wollte, war gar nicht mal so weit entfernt.
Sie klopfte.
Tapsende Schritte, zur Tür hin. Dann öffnete der Blonde die Tür.
"Naruto, ich muss dir was sagen." fing Aika an.
Naruto war blass und er hielt sich ein Taschentuch vor die nase, in das er wenige Sekunden später schneuzte. "Weißt du was ... sags mir morgen." Naruto wollte die Tür schließen, aber Aika hielt ihn auf.
"Es ist wichtig!"