Black-Wolves

Die Bösen

Die Mafia

Das alles ist jetzt ein Jahr her. Ich habe mich seitdem stark verändert. In dieser einen Nacht ist mir klar geworden das es so nicht weiter geht. Am nächsten tag hatte ich mich von meiner Mutter distanziert. Und eines Tages hatte ich mich nach dem Training mit den Jungs an der Bushalte stelle angelegt. Ich hatte mich mit ihnen geprügelt. Ich hatte fünf von ihnen fertig gemacht, der Rest war abgehauen. Das ganze war am Mittwoch gewesen. Heute war Freitag und als ich aufwachte, ahnte ich noch nichts davon, was heute geschehen würde.
Ich stand früh auf. Um halb sieben saß ich bereits unten im Esszimmer. Meine schwarzen Haare, waren jetzt lang und vielen mir glatt über den Rücken. Ich hatte sie nach hinten zusammen genommen, damit ich was sah. Um sieben stieg ich auf mein Fahrrad und fuhr nicht zu Lisa. Ich hatte mich von ihr befreit. Stattdessen fuhr ich direkt in die Schule. Ich hatte mittlerweile ein paar Jungs als Kumpels. „Hey Jungs!“ rief ich und sie drehten sich um. „Hey Cha. Was geht?“ rief einer. Ich lief zu ihnen und wir machten den üblichen Gruß. Wir legten alle Hände aufeinander und knurrten kurz. Für Außenstehende sah das bestimmt bescheuert aus, aber so war das nun mal bei uns.
Übrigens ich war das einzige Mädchen. Ich wurde respektiert durch meinen Mittlerweile schwarzen Gürtel im Karate, den grünen im Judo und den orangefarbenen im Jiu Jitsu, eine Sportart die dem Judo ähnelt aber mehr auf Charakterstärke zielt. „Lasst uns rein gehen, ich hab kein Bock noch länger hier draußen zu warten.“ Meinte ich und drehte mich um. Die Jungs folgten mir einfach. Im unterricht musste ich neben Lisa sitzen und es kostete mich ziemlich viel, denn am Anfang war sie total fertig gewesen und jetzt war es auch nicht viel besser. Ich hatte das ganze als nicht so schlimm empfunden, manch einer mag mich jetzt als Gefühls los darstellen, doch für mich war das Ziel wichtig.
Durch das harte Training, das ich jetzt seit fast einem Jahr machte war mein Charakter fester geworden. Ich war einfach nicht mehr dieses Junge Schüchterne Mädchen sondern eine Junge starke Frau. Die Lehrer schienen ebenfalls vor mir Respekt zu haben. Vielleicht auch nur weil ich im Sport besser war als jeder andere. Man merkte mir das Training einfach an. Ich weis nicht wie ich es besser beschreiben sollte. Naja als ich aus der Schule trat. Ich beeilte mich mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Ich hatte noch einiges vor mir.
Zu Hause rannte ich einfach an meiner mom vorbei, die sich nicht einmal mehr die Mühe machte mich zu begrüßen. Ich zog mir meinen Karate Anzug an und lief die Treppe wieder runter. Dann schnappte ich mir meine Tasche und lief Richtung Bus. Dort angekommen hatte ich sogar noch ein bisschen Zeit. Ich fühlte mich ständig beobachtete seit dem Vorfall als ich die Jungs zusammen geschlagen hatte. Doch heute war es extrem, als würde in jeder Ecke jemand sitzen um mich zu beobachten. Ich schüttelte den Kopf. „Vor was hast du, den Angst. Du hast den schwarzen in Gürtel und machst zwei weitere Kampfsportarten. Du kannst jeden Gegner besiegen.“ Ich murmelte es so lange vor mich hin, bis der Bus auftauchte. Schnell stieg ich ein und fuhr zum Dojo. Als ich ausstieg waren die Blicke weg. Sie mussten mir nicht gefolgt sein. Ach was, was denk ich denn da, niemand hat mich beobachtete.
Im Dojo, war ich hoch angesehen. Den Vorfall hatten man mir großzügig erfahren, nachdem ich erzählt hatte, dass sich meine Eltern gerade Scheiden ließen. Mein Vater war schon lange ausgezogen. Ich sah ihn einmal im Monat. Zu Mehr hatte ich keine Zeit zumal er eine Freundin hatte und bald würde ich ein Halbbrüderchen haben und das gefiel mir gar nicht. Ich seufzte und begab mich in Kampfstellung um meinen meister zu besiegen. Ich war das Aushängeschild für den Verein. Ich machte viele Kämpfe und seitdem ich so gut war, musste man bei der Anmeldung sogar ein Jahr warten, es gab eine Warteschlange. Ich packte meinen Meister und schleuderte ihn auf den Boden. Der Kampf dauerte nicht mal zehn Minuten, nur an der Perfektion musste ich noch arbeiten. Als ich das Dojo verlies, war es bereits dunkel. Wir hatten November. Da war es um acht schon dunkel. Ich lief zur Bushalte stelle. Ich begegnete den Jungs nicht mehr. Die waren schon lange weg. Ich wartete auf den nächsten Bus.

Mir vielen zuerst die Personen die sich im Schatten hielten nicht auf. Doch als sie sich bewegten, waren meine Sinne auf 180. Ich schaute mich um. Fünf Gegner. Keine große Zahl für mich, doch irgendetwas machte mich nervöse. Denn diese Leute schienen nicht normal zu sein. Ich wusste nicht was es war, doch ich ging in Kampfposition. Dann hörte ich eine Stimme. „Brauchst keine Angst haben, wir tun dir nichts, solange du dich nicht wehrst.“ Meinte eine tiefe Stimme direkt hinter mir. Ich schnellte herum und entdeckte einen Jungen Mann er musste ca. 20 sein. „Was wollt ihr?“ knurrte ich. „Sorry Lady, aber du bist momentan nicht in der Lage fragen zu stellen. Denn die Typen, haben deutlich mehr drauf als du. Ich frage mich was der Boss mit machen will, Naja geht mich ja nichts an.“ Sagte er, es hörte sich an als sprach er mit sich selbst. Währenddessen musste ich feststellen dass ich wirkliche keine Chance gegen die Typen hatte. Sie waren bis unter die Zähne bewaffnet. „Ok was wollt ihr dann von mir? Was soll ich machen?“ fragte ich noch immer unruhig, doch mit einem herausfordernden Ton. „Schön, dass du dich gleich fügen willst.“ Und ehe ich die Worte einordnen konnte bekam ich einen Schlag in den Nacken und alles wurde schwarz. Mein letzter Gedanke. Ich hatte schon wieder versagt. Ich war zu schwach.

Als ich wieder aufwachte befand ich mich in einem Kerker. Feste Metallstäbe sorgten dafür, dass die Insassen dort blieben wo sie waren. „Na Mädchen was hast angestellt um bei der Mafia zu landen?“ hörte ich eine Stimme fragen. Erst jetzt bemerkte ich dass ich in der Zelle nicht alleine war. Ein Mann so um die fünfzig saß auf einem Brett das wohl als Bett dienen sollte. „Mafia?“ fragte ich. Vor lauter Aufregung brachte ich nur ein flüstern zu Stande. „ja du bist im Hauptquartier der Mafia.“ „Was ist die Mafia?“ fragte ich. „Du weist das nicht?! Naja die Mafia wird sie nur genannt. Eigentlich heißt diese Organisation Black-Wolves. Aber niemand nennt sie so. Sie bringen Leute für die Regierung um, oder eben Gegner. Ich sitze hier weil ich ein Informant bin. Hier kommt niemand lebend raus. Mädchen du sitzt ziemlich tief in der Sch**ße!“ meinte er und blickte mich mitleidig an. Zuerst spürte ich nur Angst, doch dann wurde ich wütend.
Mein Körper fühlte sich an als würde er gleich zerbersten, wenn ich die Wut nicht los wurde. Ich stand auf und schlug mit dem Fuß gegen die Gitterstäbe. „Das bringt nichts. Die Dinger sind aus Stahl und hören tut dich hier auch keiner.“ Meinte er trocken. „Wie lange sitzen sie hier schon?“ „zwei Wochen, bald drei. Wieso?“ „Dann muss ihnen doch jemand etwas zu essen geben. Sie sehen nicht unterernährt aus.“ Meinte ich. „Ja täglich um 7Uhr, um 1Uhr und um halb sieben gibt es Essen.“ „Wie viel Uhr haben wir?“ „Gleich halb sieben.“ „Gut“ ich setzte mich auf das andere Brett und wartete.
Als ein Junge mit essen kam schob er es durch einen Schlitz hindurch. Ehe er sehen konnte hatte ich ihn gepackt. „Hast du die Schlüssel?“ fragte ich ihn scharf. Er schüttelte ängstlich den Kopf. „Dann richte den oberen aus, dass ich diese Zelle in Kleinholz mit samt ihrem Gefangenen zerlegen wenn sie mir nicht gleich sagen, was ich hier soll?“ sagte ich und lies ihn los. Der Junge rannte fast zur nächsten Zelle. „Das ist nicht gut. Bei dem benehmen bist du bald tot und ich auch.“ „Ich wusste nichts über diese Mafia und es muss einen Grund geben was ich hier soll. Es tut mir Leid das ich sie da mit rein ziehe, da sie mir aber vorher gesagt haben dass sie sowieso sterben dachte ich mir, dass es dann vollends egal ist. Eine viertel Stunde später hörte ich Schritte. Während der Mann sich in der letzten Ritze versteckte blieb ich sitzen. „So du willst also wissen was los ist?“ meinte ein fies grinsender Typ. Ich nickte und blickte ihm direkt in die Augen. „Und was ist wenn ich es dir nicht sage?“ lachte er fies. „Zja dann muss ich sie leider enttäuschen. Ich kenne ein paar arten des Selbstmordes. Und so wie ich das sehe brauchen sie mich noch.“ Ich blickte ihm ins Gesicht. Sein grinsen war verschwunden. Er schaute mir noch ein paar Sekunden in die Augen, dann verschwand er. „Und was hat uns das Jetzt gebracht?“ „Keine Ahnung, aber er wird es an den Nächst höheren weiter geben.“ „Ich will noch nicht sterben. Ich will wieder bei Maxi sein.“ Wimmerte er. „warum sitzen sie hier? Sie sind ein Informant aber was soll das genau heißen.“ „Naja ich betreibe einen Waffenhandlung und ich weis über vieles bescheid. Ich war schon ein paar mal in einem Kerker, aber noch nie im Hauptquartier, dass kann nichts gutes bedeuten.“ Meinte er und legte sich auf sein Brett. Gegessen hatte er schon. Ich hatte kein essen weil ich den Jungen vorher gepackt hatte, ich hatte aber auch keinen Hunger. So schlief ich irgendwann auf dem harten Brett in dem Kerker mit leerem Magen ein.