Black-Wolves

Die Bösen

A-Auftrag Teil 2

Krampfhaft versuchte ich mich gegen den Griff zu wehren der mich hielt. Währenddessen kam Iwan immer näher. Ich schloss die Augen. Ich war dem Tot so nahe. Ich wartete auf einen Schuss, doch er kam nicht. Es zogen keine Bilder an meinem Inneren Auge vorbei, so wie alle sagten. Ich sah nur schwarz. Ich fühlte mich richtig klein. Ich wartete. Dann ertönte ein Schuss. Ich überlegte mir ob ich jetzt wohl schon tot war? Ein weiterer Schuss. Ich war mir sicher Tot zu sein. Ich wartete ich hörte mich atmen. Und dann löste sich plötzlich der Griff um mich. Ein dritter Schuss. Und der griff war verschwunden. Ich wusste, dass ich tot war. Es stand fest. Alles war verschwunden. Ich war tot. Und nur deshalb beging ich die Sünde. Ich wollte das Paradies sehen, also öffnete ich meine Augen, doch was ich da sah, war alles andere als schön.

Ich stand immer noch in diesem Treppenhaus. Doch Iwan war nicht mehr zu sehen. Langsam ging ich ein paar Schritte. Und dann stand ich vor der Leiche Iwans. Schlagartig drehte ich mich um. Zuerst erblickte ich den Typen, der mich wohl festgehalten hatte und dann sah ich Blacky. Er wartete auf irgendetwas. Doch auf was. Ich war fertig mit den Nerven. Ich wollte hier weg weit weg. Wollte in die Arme meiner Mutter flüchten. Ich setzte mich wieder in Bewegung. Ich lief an Blacky vorbei die Treppe herunter. Alles fühlte sich komisch an. Meine Muskeln wurden nur durch Fäden geführt. Ich lief aus der Kneipe, an den Leichen vorbei, hinaus. Ich bekam nicht mit wie Blacky mir hinterher ging. Ich lief an dem Auto vorbei. Ich wollte weg hier. Mein Gesicht war Schmerzverzerrt. Ich lief und lief, bis mich meine Beine nicht mehr trugen. Ich stürzte und blieb liegen. Was war nur mit mir los. Sonst war ich doch auch so stark. Vielleicht stand ich unter Schock. Ich wusste es nicht. Ich schien mein Bewusstsein zu verlieren. Doch bevor ich weg glitt spürte ich noch zwei Arme um meinen Körper die mich Hochhoben.

Als ich aufwachte kam mir alles vor wie ein Traum. Ich dachte es wäre alles nicht passiert, doch als meine Augen endlich scharf sahen wurde ich eines besseren belehrt. Ich saß im Auto und neben mir Blacky. „Na schön geschlafen Prinzessin?“ begrüßte er mich immer noch in eisigem Ton doch etwas hatte sich verändert. Es hörte sich künstlich an, als müsste er andere Gefühle aus seiner Stimme weichen lassen. „Haha. Du hast ja nicht mit deinem leben abgeschlossen.“ Giftete ich und richtete mich im wagen auf. „Ah du bist wieder die alte.“ „Wie lange war ich eigentlich weg?“ fragte ich neugierig. Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit. „Nach dem ich dir gefolgt bin und du dann zusammengebrochen bist. Ich glaube du warst eine halbe stunde bewusstlos.“ Ich schüttelte den Kopf. „Danke, übrigens.“ Meinte ich jetzt wieder in meinem alten Ton. „Ich wusste, dass du das nicht schaffen würdest, immer hin bist du zu ihm gekommen. Da hätten wahrscheinlich fast alle Agenten kehrt gemacht. Iwan ist ein harter Brocken. Du hast die Vorarbeit für mich geleistet.“ Ein Lob ein Lob schrei es mir in Gedanken. Ich musste lächeln. „Danke.“ Meinte ich einfach. Ich musste erstmal mit einem netteren Blacky klarkommen. Wahrscheinlich würde er sobald er diesen wagen wieder verlies der alte sein. Da kostete ich es jetzt erst richtig aus. „während ich fliege solltest du schlafen, wir sind jetzt fast zwei tage ununterbrochen unterwegs.“ Sagte er und blickte mich an. Ich schaute ihm in die Augen. Nickte aber nur, den was ich da ganz kurz in seinen Augen aufblitzen sah, war Einsamkeit. Ich würde ihn da rausholen. Halt Stopp. Was war das, ich konnte ihn doch gar nicht leiden. Oder doch? Weiter kam ich nicht, denn wir fuhren in die Halle und stiegen aus. Dann joggten wir zum Flugzeug und steigen ein. „ich wünsche guten schlaf.“ Meinte er sarkastisch doch wesentlich wärmer als sonst. Das war ich von ihm einfach nicht gewöhnt. Ich war todmüde und doch brauchte ich eine weile um einzuschlafen. Ich schaute ihn an und entdeckte ein leichtes lächeln auf seinen Lippen. Ich schlief also irgendwann ein. Ich träumte von meiner Mutter und wie ich sie vermisste. Es tat wirklich weh nicht mehr bei ihr zu sein.
Als ich aufwachte ging gerade die Sonne auf. Ich bewegte mich nicht. Ich lag mit dem Kopf auf der Seite, so dass ich sah, dass er immer noch lächelte. „Warum lächelst du?“ fragte ich und streckte mich. Er blickte mich an wie ein Kind, wenn es bei etwas verbotenem erwischt wurde. „Ich lächle nicht.“ meinte er und verzog das Gesicht. Ich lachte. Ich wusste nicht wieso, aber es ging mir gut. Ich hatte mit allem abgeschlossen. Jetzt wollte ich mein Leben zu leben und wenn ich dazu Menschen umbringen musste, dann war das so. „Wo sind wir?“ „In zehn Minuten in Amerika, also noch eine viertel Stunde Flug.“ Meinte er eisig, doch ich hörte ein hauchfeines lächeln in seiner Stimme. Ich grinste. Ehe ich anfing zu Meditieren, musste ja nicht jeder wissen, dass es mir besser ging. Ich seufzte schwer und vertiefte mich in meine Gedanken. Als wir landeten war ich wieder die Person die vor drei tagen hier losgeflogen war. Die Gefühlslose. Wir stiegen aus und liefen in die Villa, direkt zum Boss.
Wie immer warteten wir auf das herein. „Und Auftrag erfüllt?“ „Ja, keine Überlebenden und Iwan ist ebenfalls tot.“ Meinte Blacky und trat ein Stück weiter zurück, auf meine Höhe. Was so viel hieß wie, wir haben es gemeinsam geschafft und stehen auf einer Höhe. „Und wer hat ihn gekillt?“ fragte Boss neugierig während sein Blick von Blacky zu mir und wieder zu Blacky schweifte. „Teamwork. Sie hat den Weg frei geräumt und ich habe ihn getötet.“ „Interessant.“ Murmelte Boss vor sich hin. „Nun gut ihr habt heute frei. Und morgen bekommt ihr einen neuen Auftrag.“ Meinte er und entließ uns mit einem Wink. „was sollen wir machen?“ fragte Blacky mich. „Trainieren, nochmals darf mir das nicht passieren.“ Meinte ich und lief zügig zum Trainingsplatz. Wir Trainierten hart und gingen an unsere Grenzen. Wir waren gerade beim Nahkampf als ich mich an sein Ohr beugte. „Du solltest schlafen gehen, du hast drei Tage ohne Unterbrechung gearbeitet.“ Flüsterte ich ihm ins Ohr und machte einen Rückwerstsalto. Er nickte kaum merklich und verschwand. Hey er hat auf mich gehört hallte es mir durch den Kopf. Ich seufzte und trainierte weiter. Als ich an diesem Abend meine Wohnung betrat war ich fix und fertig. Ich legte mich in die Badewanne und blieb bis ich Schrumplig wurde nur um mich in den Schlafanzug gekuschelt ins Bett zu legen. Zja wer hätte das gedacht, Blacky hatte sich mit mir tatsächlich auf eine Stufe gestellte. Kaum zu glauben. Ich seufzte und freute mich auf den Nächsten Auftrag. So schlief ich ein und fiel in einen Traumlosen Schlaf.